• 20.11.2009

Peruanischer Polizei fehlen Beweise

Ermordert wegen Körperfetts

Angeblich wurde das Menschenfett für kosmetische Zwecke verkauft. Doch Mediziner und Medien sind skeptisch.

  • 02.12.2009 00:25 Uhr

    von readsalot:

    und hier die auflösung:
    http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1943539,00.html?xid=rss-world-huffpo

    ein follow up der eigenen redaktion wäre auch nicht verkehrt gewesen, wegen journalismus und so

  • 22.11.2009 21:06 Uhr

    von Achim Schumacher:

    In den Anden ist der Glaube an Fettsauger, sogenannte "pishtaqus", weit verbreitet. Es handelt sich dabei um einen Volksglauben, der in etwa dem europäischen Vampirglauben entspricht. Angeblich wird dabei den Menschen das fett gestohlen, meist im Schlaf, bis sie sterben. Das grösste Problem ist meist, dass Menschen, die dieses Verbrechens beschuldigt werden, von ihrer Dorfgemeinschaft verfolgt und eventuell sogar getötet werden, ohne dass irgentwelche Beweise vorliegen. Auf einem Feldforschungsaufenthalt in Bolivien habe ich selbst eine Frau kennengelernt, die als Kind gefoltert wurde, weil ihr Vater angeblich solch ein Fettsauger war.
    Näheres zu dieser Praktik findet man in dem Werk "Gods and Vampires" von Nathan Wachtel

  • 21.11.2009 13:15 Uhr

    von thetruth.ahn:

    was mich an der story am meisten zweifeln läßt ist dass davon in der bild nichts zu lesen ist. das wäre doch eigentlich zwei seiten berichterstattung wert. aber so haben sich in letzter zeit die verantwortlichkeiten umgedreht. bild steht für seriösen journalismus und die taz wird zur großen lachnummer. traurig eigentlich.

  • 20.11.2009 18:19 Uhr

    von selbstkritik fehlanzeige:

    und? eine selbstkritischer kommentar der redaktion? fehlanzeige!
    der verlinkte artikel kam ja schon ohne jede distanzierung, und dieser hier taucht auf, als hätte die taz sich nichts vorzuwerfen.

    na, dann warten wir mal ab, bis demnächst definitiv wahre berichte aus karpatenwäldern veröffentlicht werden, in denen junge frauen, spärlich bekleidet, blutarm und bei offenem fesnter tot gefunden wurden (und die leserkommentare übrerquellen von entrüstung über kapitalismus/feudalismus/primitive osteuropäer -- nichtzutreffendes bitte streichen).

  • 20.11.2009 18:09 Uhr

    von Manuel Keucht:

    Vor einigen Jahren wurde in der ARD eine kleine Reportage über einen Unternehmer gesendet, der in Kroatien Katzen in Diesel verwandelt. Natürlich hat er sich das Verfahren patentieren lassen und würde ja gerne auch in westlichen Ländern produzieren, wenn dort nicht so übertrieben hohe moralische Ansprüche dagegen stehen würden. Die zentrale Aussage war: Aus 7 Katzen (natürlich solche, die nur sinnlos durch die Gegend streunen...) kann ca. 1 Liter Diesel produziert werden. Schon damals habe ich mich gefragt, wann jemand auf die Idee kommen wird, gleiches anhand eines Menschen ("human capital") zu berechnen. Gibt es denn nicht eh schon viel zu viele davon, und machen die nicht die Erde kaputt? Eben...
    Was theoretisch bereits durchgespielt wurde, wird wohl auch irgendwann in die Tat umgesetzt werden. Dadurch ließe sich auch die unsinnig lange Ausbeutungskette gewinnversprechend abkürzen, die heutzutage noch die Landnahme für die Palmölproduktion benötigt. Als Kollateralschaden müssen dann leider noch ganze Dorfgemeinschaften in die Slums verbracht werden, wo diese armen Menschen kein schönes Leben erwartet. Diese Menschen dem würdigen Zweck als Energiequelle zuzuführen, wäre dann ja so etwas wie die Nord-West-Passage der Energiegewinnung. Wer meint, das wäre ein ganz übler Scherz, hat irgendwie die Spielregeln des globalen, kapitalistischen Akkumulationsregimes noch nicht verstanden.
    Übrigens: In Peru, wie auch in Kolumbien und anderen Ländern ist der Ausbau von Palmölplantagen ein ausgesprochen boomender Sektor.

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