Schön, mal was über die peruanische Küche zu lesen! Ich habe sie vor knapp 30 Jahren kennengelernt und warte schon lange darauf, dass sie einen ähnlichen globalen Siegeszug nimmt wie z.B. die thailändische. Verdient hätte sie es allemal, und zwar auch (oder erst recht) die ganz normale peruanische Hausmannskost! Leider waren meine Besuche in peruanischen Restaurants hierzulande (viele sind's ja noch nicht) bisher eher enttäuschend. Ich vermute, das Problem sind tatsächlich die frischen Zutaten. Vieles bekommt man hier einfach nicht so wie dort. Die Limonen tun's nicht, der Koreander ist fad, den Kartoffeln fehlt das Aroma, Choclo, Yucca, Bananenblätter gibt es so gut wie nicht ... etc. pp. Was dort auf jedem Wochenmarkt rumliegt, ist hier - wenn überhaupt - oft nur für ein Vermögen im Chichi-Laden zu kriegen. Also hilft vorläufig nur träumen, erinnern oder sparen: auf die nächste Reise. :-)
17.11.2012 09:05 Uhr
von Julian:
Danke für den Artikel.
Richtig, die afrikanischen Einflüsse (Anticuchos) fehlen noch. Somit ist die peruanische eine der besten und vielfältigsten Küchen der Welt. Die Kartoffel kommt aus Peru, doch Tomaten, Erdbeeren, Avocados und Mais sind ursprünglich nicht in Peru beheimatet.
16.11.2012 21:50 Uhr
von Como en Perú:
Ceviche soll viel früher schon eine Speise von Seefahrern gewesen sein, die auf dem Schiff kein Feuer machen durften. Wie dem auch sei, für Vegetarier ist zumindest die Papa a la Huancaína zu empfehlen (Eine scharfe Käsesoße auf Kartoffeln und hart gekochten Eiern, mit Oliven auf Kopfsalatblättern serviert).
16.11.2012 21:44 Uhr
von Como en Perú:
Um in Deutschland ein gutes Ceviche zuzubereiten, stellt der Fisch das geringere Hindernis dar -hier in Frankfurt am Main nehmen wir übrigens Rotbarsch-, schwieriger ist es die geeigneten Limetten zu finden. Die kleinen gelben Limones lassen sich nur annährend mit den grünen Limetten ersetzen. Jetzt im Winter bieten wir die klassischen Suppen wie sie in 24h Restaurants zu bekommen sind: Caldo de Gallina (Hühnersuppe) und Aguadito (Brühe mit Reis und Gemüse). Ich vermute die peruanische Küche wird auf dem internationalen Markt eine ähnliche Entwicklung und Zuspitzung auf wenige Gerichte erfahren wie die türkische oder die thailändische Küche. Vielfältiger ist sie aber allemal.
13.11.2012 20:31 Uhr
von Antíope:
Und es fehlt noch ein Kontinent, der die peruanische Fusions-Küche so köstlich und einmalig macht: die Sklaven aus Afrika, deren Nachkommen heute hauptsächlich in Lima und anderen kleineren Küstenstädten angesiedelt sind, haben auch noch dazu beigetragen!
12.11.2012 17:21 Uhr
von aurorua:
Restaurants in Lima die Cebiche mit Seezunge zubereiten sind doch für den einfachen Peruaner unerschwinglich, die meisten einfachen Restaurants nehmen Fischfilet vom billigsten, wie es der Markt gerade hergibt. Schmeckt allerdings trotzdem und ist bezahlbar.
Leserkommentare
22.11.2012 18:40 Uhr
von Piurana:
Schön, mal was über die peruanische Küche zu lesen! Ich habe sie vor knapp 30 Jahren kennengelernt und warte schon lange darauf, dass sie einen ähnlichen globalen Siegeszug nimmt wie z.B. die thailändische. Verdient hätte sie es allemal, und zwar auch (oder erst recht) die ganz normale peruanische Hausmannskost!
Leider waren meine Besuche in peruanischen Restaurants hierzulande (viele sind's ja noch nicht) bisher eher enttäuschend. Ich vermute, das Problem sind tatsächlich die frischen Zutaten. Vieles bekommt man hier einfach nicht so wie dort. Die Limonen tun's nicht, der Koreander ist fad, den Kartoffeln fehlt das Aroma, Choclo, Yucca, Bananenblätter gibt es so gut wie nicht ... etc. pp. Was dort auf jedem Wochenmarkt rumliegt, ist hier - wenn überhaupt - oft nur für ein Vermögen im Chichi-Laden zu kriegen. Also hilft vorläufig nur träumen, erinnern oder sparen: auf die nächste Reise. :-)
17.11.2012 09:05 Uhr
von Julian:
Danke für den Artikel.
Richtig, die afrikanischen Einflüsse (Anticuchos) fehlen noch. Somit ist die peruanische eine der besten und vielfältigsten Küchen der Welt. Die Kartoffel kommt aus Peru, doch Tomaten, Erdbeeren, Avocados und Mais sind ursprünglich nicht in Peru beheimatet.
16.11.2012 21:50 Uhr
von Como en Perú:
Ceviche soll viel früher schon eine Speise von Seefahrern gewesen sein, die auf dem Schiff kein Feuer machen durften. Wie dem auch sei, für Vegetarier ist zumindest die Papa a la Huancaína zu empfehlen (Eine scharfe Käsesoße auf Kartoffeln und hart gekochten Eiern, mit Oliven auf Kopfsalatblättern serviert).
16.11.2012 21:44 Uhr
von Como en Perú:
Um in Deutschland ein gutes Ceviche zuzubereiten, stellt der Fisch das geringere Hindernis dar -hier in Frankfurt am Main nehmen wir übrigens Rotbarsch-, schwieriger ist es die geeigneten Limetten zu finden. Die kleinen gelben Limones lassen sich nur annährend mit den grünen Limetten ersetzen.
Jetzt im Winter bieten wir die klassischen Suppen wie sie in 24h Restaurants zu bekommen sind: Caldo de Gallina (Hühnersuppe) und Aguadito (Brühe mit Reis und Gemüse).
Ich vermute die peruanische Küche wird auf dem internationalen Markt eine ähnliche Entwicklung und Zuspitzung auf wenige Gerichte erfahren wie die türkische oder die thailändische Küche. Vielfältiger ist sie aber allemal.
13.11.2012 20:31 Uhr
von Antíope:
Und es fehlt noch ein Kontinent, der die peruanische Fusions-Küche so köstlich und einmalig macht: die Sklaven aus Afrika, deren Nachkommen heute hauptsächlich in Lima und anderen kleineren Küstenstädten angesiedelt sind, haben auch noch dazu beigetragen!
12.11.2012 17:21 Uhr
von aurorua:
Restaurants in Lima die Cebiche mit Seezunge zubereiten sind doch für den einfachen Peruaner unerschwinglich, die meisten einfachen Restaurants nehmen Fischfilet vom billigsten, wie es der Markt gerade hergibt. Schmeckt allerdings trotzdem und ist bezahlbar.