• 07.02.2010

Pater Mertes über Missbrauch

"Die Opfer stehen im Mittelpunkt"

Der Rektor des Berliner Jesuiten-Kollegs spricht über vertuschten Missbrauch, Homophobie und bekennende Schwule im Orden. Und hofft darauf, dass das System des Schweigens endlich beendet wird.von Felix Lee & Plutonia Plarre

  • 08.02.2010 13:25 Uhr

    von Annemarie Kunz:

    TANJA, er hat sich verschiedentlich zum Thema Homosexualität in der Kirche geäussert und schon hieß es, er wolle nur die Schwulenlobby stärken. Alles nach dem Motto, was du auch sagst...einer meckert immer. Es hat sich ein anderer Jesuit schriftlich und mündlich geäußert zum Thema Schwule in der Kirche .Pater Kügler aus Leipzig.

  • 08.02.2010 13:20 Uhr

    von Annemarie Kunz:

    Vorab, Pater Mertes steigt immer mehr in meiner Achtung.Ich habe 1970 das Abitur in einem bischöflich privaten Mädchengymasiun gemacht in NRW und merke erst jetzt, wie gut wir es doch hatten. Keine sexuelle Aufklärung,selbst war die Schülerin, also hat uns auch niemand religiös verbiegen können. Kaum männliche Lehrer.Ein einziger Pater, der wurde nicht ernstgenommen..es war eine schöne Zeit. Was ich der Kirche wünsche, @COYOTE, dass sie den Wert der Frauen erkennt. Und wenn sie auch jetzt noch nichts begreifen, möglich ist alles, dann werden sie sich beim Untergang zusehen dürfen.Das Problem in der kath Kirche ist leider keins, das nur Senioren veranstalten, die jüngeren Priester machen mir auch Sorgen. So richtig da sind die Kleriker eigentlich schon lange nicht mehr..wir an der Basis gehen schon lange unseren eigenen Weg. Auch das merken die nicht.

  • 07.02.2010 19:46 Uhr

    von Klaus Keller:

    Pädosexuelle sind a - ein Fall für einen Arzt/Psychologen zum Zwecke der Behandlung und b ein Fall für die Staatsanwaltschaft/Polizei wenn aus der Veranlagung eine Tat wird.


    Empfehlen sie ihrem Bruder deshalb:
    a sich einen Therapieplatz zu suchen und

    b Selbstanzeige zu erstatten um den Opfern die Aussagen vor Gericht zu ersparen(wenn möglich)

    c sollte er sein verhalten nicht ändern erstatten sie Anzeige wenn sie von einem Übergriff wissen da sie eine Fürsorgepflicht Ihren Schülern gegenüber haben

    d versuchen sie den Kontakt mit ihm zu halten damit er nicht den Notausgang Suizid nimmt

    e ermutigen Sie die Opfer Anzeige zu erstatten, sie müssen lernen sich zu wehren

    klaus keller hanau

  • 07.02.2010 19:32 Uhr

    von Cajun Coyote:

    Ich war selbst (in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts) Schüler auf einem katholischen Internat und weiß, wie bei diesem Thema vernebelt wird.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Opfer nicht ein weiteres Mal gedemütigt werden.

    Ach ja, und ich bete inständig, wirklich inständig, dass auf die Kirche Schmerzensgeldzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe zukommen. Das ist nämlich das Einzige, was diese Herren wirklich ernstnehmen.

  • 07.02.2010 17:37 Uhr

    von york karsunke:

    als atheist kann ich mit religionen schon im allgemeinen nichts anfangen; die katholische kirche im besonderen ist in meinen augen ein fuerchterlicher verein.

    aber ich ziehe meinen hut vor diesem mann.

  • 07.02.2010 15:02 Uhr

    von paterbrown:

    Merkwürdig: Warum heißt das Tatgeschehen "Missbrauch" und nicht Vergewaltigung? Weil es um männliche Wesen geht und um junge Menschen?

    "Er muss das Recht haben, sich gegen Diskriminierung zu wehren, in dem er sich als Diskriminierter zu erkennen gibt." Wer kommt auf die absurde Idee, aus dem konsekutiven "indem" ein relatives "in dem" zu machen und dadurch den Sinn eines Satzes zu zerstören? Das ist so ziemlich die abwegigste Art des um sich greifenden Unfugs, zusammengesetzte Wörter zu zerreißen. Herr Duden ist zum Glück (noch) nicht so weit (oder auch tief).

  • 07.02.2010 13:49 Uhr

    von Tanja:

    Der Herr Pater möchte selbst nichts zur Homosexualität in der katholischen Kirche sagen, erwartet aber gleichzeitig, dass diese Debatte von Homosexuellen ins Rollen gebracht wird. Das ist eine sehr bequeme Haltung. Faszinierend wie es ihm gelingt selbst in einem Interview das Schweigen zu wahren.
    Die Opfer stehen hier nur im Mittelpunkt, damit die Aufmerksamkeit nicht auf die Probleme innerhalb des Klerus fällt. Diese Instrumentalisierung ist widerlich.

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