• 23.03.2010

POKERRÄUBER

Großfamilie als Kampfbegriff

Seit Tagen spekulieren Medien über eine Beteiligung zweier konkurrierender kurdisch-libanesischer Großfamilien an dem Überfall. Belege gibt es nichtvon Plutonia Plarre

  • 24.03.2010 15:36 Uhr

    von Sterno:

    Mhm, also Sippenhaft gibt es ja zum Glück nicht mehr.

    In der polizeilischen Realität ist aber auch im Rheinland die Realität "krimineller" Familien bekannt.

  • 23.03.2010 22:24 Uhr

    von Robert:

    Wenn jemand "kulturelle Differenz" als soziologische Kategorie ernstnimmt, muss er auch tribale Strukturen in anderen Kulturkreisen ernstnehmen. Man kann nicht ständig von Fremdverstehen, Respekt vor der Alterität und Ähnlichem sprechen und dabei das Problem tribaler Strukturen in Deutschland ignorieren. Wenn tribale Strukturen der Kurden, die im Libanon als Schutz vor anderen notwendig waren, durch deutsche Ignoranz komplett nach Deutschland transferiert wurden, ist es soziologisch nachvollziehbar, dass diese auch hier, unter veränderten Umständen, funktionieren. In einer Gesellschaft, die auf das Individuum hin ausgerichtet, inklusive des Rechtssystems, haben die MItglieder dieser tribalen Strukturen ein Leben wie die Made im Speck. Wenn der Speck aus Blind- oder Blödheit nicht bereit ist, das zu erkennen, hat er es auch nicht besser verdient. Desto höher sind die offenen Worte des Polizeivertreters einzuschätzen, auch wenn diese als "Hetze" diffamiert werden. Mit den individual-kriminologischen Begriffen kommt man halt interkulturell nicht weiter. Wer das glaubt, möge sich einmal in einen Streit mit einem Mitglied entsprechender Großfamilien verwickelt sehen. Viel Glück!

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