• 24.07.2008

Ost-West-Dialog über das Gehirn

Plattform des Bewusstseins

Was haben Meditation und Hirnforschung miteinander zu tun? Darüber debattieren der Neurophysiologe Wolf Singer und der Molekularbiologe und Buddhist Matthieu Ricard.von Annette Brüggemann

  • 02.08.2008 14:00 Uhr

    von bernhard wagner:

    Ich finde, im Buddhismus - wie auch in der antiken Stoa - neigt das Glück immer sehr dazu, emotionsarm zu sein, v.a. Altruismus und Empathie sind auch oft eher hinderlich, denn ohne Zynismus lässt sich in der Welt, in der wir leben, nicht zugleich glücklich und empathisch sein, es sei denn ohne Wohlwollen für andere und folgich auch ohne Altruismus.

    Dem Glück einen eigenen Wert zu zugestehen, auf ei hohes Maß dessen quasi jedes Individuum 'prima facie' ein unbedingtes Recht hat, zumindest soweit es nicht 'direkt' durch Unglück anderer verursacht ist, kann aber auch ein Grund sein, bewusst Lebensweisen zu suchen und zu versuchen, in denen nicht immer an alle Übel der Welt gedacht wird, aber doch auch oft genug, um an Verbesserungen, soweit sie möglich sind, mitzuwirken (wofür ein gewisses Bewusstsein für manche Übel sicher unverzichtbar ist, allerdings nicht ein panisches oder verzweifeltes davon-zermürbt-werden! was oft zu 'Extremismus' führt, der de facto die Welt gerade nicht verbessert).

    Ein Problem bleibt, dass wohl kaum ein Mensch so frei ist, sich erfolgreich zu sagen "nein, ich will jetzt nicht an die Übel der Welt denken", denn gerade das provoziert ja gerade das Gegenteil und blockiert damit das Glück. Die Kunst der Selbstüberlistung ist insofern ein wichtiger Bestandteil von menschlicher Freiheit
    (übrigens völlig kompatibel mit der Annahme, dass auch die mentale Dimension ein Mix aus Zufall u. Zwangsläufigkeit ist).

  • 26.07.2008 15:59 Uhr

    von German:

    den kommentar von hto verstehe ich nicht aber zum artikel kann ich sagen, dass er mir gefällt.
    eine breitere wahrnehmung des hier beschriebenen ist längst fällig und es gab über die jahrzehnte immer wieder ansätze diesen dialog zu fördern, auch öffentlich. schon in den siebziger und achtiger jahren wurden messungen gemacht und die auch nhier beschrieben alphawellen etc. gemessen.
    jeder, der ernsthaft und dauerhaft intensiv meditation betreibt oder betrieben hat, weiß wovon hier die rede ist. aber es genügt nicht diese erfahrung als individuum gemacht zu haben. es muss um sich greifen, auch völlig andere methoden können zum vorschein kommen - wichtig aber für die zukunft der menschheit ist die tiefe erfahrung des einsseins als eine grundlage des handelns. nur so können auch die gesellschaftlich, wirtschaftlichen herausforderungen gemeistert werden.
    der grund warum die hinrforschung sich erst in jüngerer zeit mit den zuständen der meditation beschäftigt liegt schlicht darin, dass sie sich von jeher auf der genau gegenüber liegend seite des spektrums von religion sieht. verständlicher weise. mythologie, aberglaube, glauben und ahnen und intuitives erfassen etc. die wissenschaft hat verständlicher weise einen völlig anderen ansatz. auch die philosophie. umso schöner wenn es hier zur annäherung und letztlich auch zur aussöhnung kommt. auch wenn es dahin noch ein weiterer weg sein mag.
    das buch werde ich gerne lesen.

  • 24.07.2008 16:46 Uhr

    von hto:

    "Plattform des Bewusstseins -
    Was haben Meditation und Hirnforschung miteinander zu tun?"

    Bei der Meditation versucht der in seiner "Individualität" be- / gefangene Mensch mit einem inneren Auge zu sehen, was er mit den Augen und technischen Krücken auch nicht erfassen / begreifen kann - mit Bewußtsein hat das wenig, aber mit GLEICHERMAßEN unverarbeiteter / MANIPULIERBARER Bewußtseinsschwäche und Bewußtseinsbetäubung viel zu tun!?

    Geistiger Stillstand, in zeitgeistlich-kreislaufendem Kommunikationsmüll von ..., seit der "Vertreibung aus dem Paradies" (erster / bisher einziger geistiger Evolutionssprung in die ALS MENSCHHEIT ...), wo ein geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein der Schlüssel für ... und gegen ... wäre!?

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