"Ich war als Idiot verschrien", sagt Linksparteichef Oskar Lafontaine. Während alle anderen Parteien Heuschrecken einen roten Teppich ausgerollt hätten, erweise die Krise, wie richtig er gelegen habe.von Ulrike Herrmann & Stefan Reinecke
Lang ist es her, dass ich als links denkender Mensch die TAZ abonniert und gelesen habe. Am Interviewstil merkt man dass TITANIC recht hat, wenn sie die TAZ als die kleine strebsame >>kleine FAZ<< bezeichnet, die als Sprungbrett für Journalisten dient, die mal in der großen FAZ landen wollen. Wenn es dafür nicht reicht, langt es immer noch für BILD oder den STERN. Man fragt sich warum solche Interviews sich alle gleichen? Toll fand ich in diesem Zusammenhang ein wütendes Interview im mit dem Historiker Hans Mommsen im DEUTSCHLANDFUNK zum Thema DIE LINKE, wo er dem Vertreter der selbsternannten vierten Gewalt mal richtig CONTRA gegeben hat! Es wird wohl Zeit das sich die TAZ-Macher auf ihre Wurzeln besinnen, sonst dürfen TAZ-Gediente wohl bald auch noch beim „staatsfernen DEUTSCHLANDFUNK anfangen! Nun haben mich auf der anderen Seite die Aussagen meines Parteivorsitzenden gar nicht vom Hocker gehauen. Nerven tut mich schon lange, dass er seine Argumentation immer mit den falschen Bildern belegt: "also GB hat ja auch einen Mindestlohn usw....... Und Helmut Schmidt zitiert wenn er den Kapitalismus kritisieren möchte -Ohhhhhhwehhhh! Der Genosse hält das für schlau und unangreifbar, es zeigt aber auch, dass er sich nicht traut Marx, oder einen Wilhelm Reich zu zitieren. Das hat sich bei Lafontaine zu einem nervigem Muster entwickelt. Erstaunlich das jemand, der sich öfters wie ein Tonband anhört, als begnadeter Redner gilt!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Hans Torbin:
Man würde sich wünschen, würden die Interviews mit den ReGIERenden im gleich Ton geführt. Es langweilt nämlich, dass die Politiker der Mitte (woher kommt eigentlich das Wort Mittelmäßigkeit?) den größten Quatsch parlieren können und die Journaille druckt es hirnlos und unhinterfragt ab. Daher sind die Interviews mit einem Linkesn-Politker auch so spannend, denn sie sind provokativ gestellt, mehrfach hinterfragt und intelligent beantwortet. Weiter so Herr Lafontaine.
04.04.2011 19:10 Uhr
von M. Stocker:
Endlich mal ein Interview, bei dem man sich wenigstens damit trösten kann, dass es schon viel elendere Interviews gegeben hat. Wahrscheinlich Ulrike Herrmann sei Dank, denn von Herrn Reinecke kann man sowas in alleiniger Verantwortung nicht erwarten.
Lieber Robert Zion, dass Sie als überzeugter Linker es noch bei den Grünen aushalten, ehrt Sie ja sehr. Aus Ihren nun schon etwas eigenartigen Einwänden gegen das von Lafo vorgetragene entnehme ich, dass der Partei-übliche politische Realitätsverlust Sie schon ziemlich weit eingeholt hat. Darf ich daran erinnern: wer hat geräuschlos und klaglos die Rot-Grüne Koalition in Hessen ermöglichen wollen? Waren das die Beamtenmikado-Spieler der FDP? Oder doch die angeblich 'nichts für Rot-Rot-Grün' tuenden Linken? War das etwa eine Blockade?
Und was ist so schlimm daran, Kriege und Umweltzerstörung zu blockieren, sozialen Raubbau und Verarmung zu blockieren? Manchmal und gegenüber manchen Leuten muss man halt auch nein sagen können, und den Mut aufbringen, sich kein irrationales Zugeständnis abfeilschen zu lassen. Das ist nämlich das Hauptproblem Ihrer Partei.
Dass in einem Interview, das dank graphischer Großzügigkeit (die mir an solchen Stellen gestohlen bleiben kann) auf einer halben Seite mehr allgemein als differenziert ausgesagt wird, müsste auch Ihnen klar sein. Hat Lafo Ypsilanti und al Wazir als durch und durch neoliberal bezeichnet? Sie gezwungen, eine Koalition mit der CDU oder FDP einzugehen? Es waren vier politische Amokläufer aus den Reihen der SPD, die das Ancien Regime wieder installieren ließen! Oder wollen Sie deren späte Gewissensbisse auch auf die Linke schieben? Die Hessenwahl war doch ein schönes Beispiel für parteiübergreifendes Arbeiten an neuen Zielen: Bildungspolitik, Energiepolitik (da könnte sich der welke Baden-Württembergische Landesverband Ihrer Partei eine dicke Scheibe davon abschneiden), und Sozialpolitik.
Mir sind in dieser Situation alle Linken recht, ob bei Grünen, SPD, Salonsozialisten, Jusos, Desperados, von der Herz-Jesu-Fraktion der CDU/CSU, selbst ein FDP-ler, der nicht vergessen hat, dass man von Zeit zu Zeit das sozialdarwinistische Modell der westerwellisierten FDP mal überprüfen sollte und gegebenenfalls auch in die Tonne treten muss, und sich dann in gut-bürgerlicher Tradition auch nur dem Kampf gegen den Schäuble'schen Kontrollwahn anschließt. Nur sollten halt keiner so tun, als ob nur einer die reine Wahrheit vertritt. Lafontaine z.B. hat in seinen Wahlkampfauftritten immer die wichtige Rolle der Grünen bestätigt (in ihren Gründungsjahren) und dann ihre Verbiegung zum bürgerlichen Politikbetrieb kritisiert.
Dass Lafontaine die Übernahme vieler seiner Ansichten bzw. der Ansichten die die Linke-Mitglieder überwiegend teilen durch die bürgerlichen Parteien und Medien nicht ohne eine gewisse Befriedigung feststellt, finde ich normal und gegenüber den argumentresistenten Dummköpfen in den bürgerlichen Parteien, einschließlich des überwiegenden Teils der Grünen-Führung, nur gut.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Paul Kuhn:
ich halte die Mehrheit der Deutschen für knopfäugige Medienroboter, die nach dem Takt der Medien so ne Art langsamer Selbstauszehrungspolka tanzen. Ich fühle mich wie inmitten eines tragikkomischen Feldversuchs, dem die Satiriker garnicht mehr nachkommen können, weil ihre Karikaturen stets von der Wirklichkeit überholt werden. Die Nachdenkseiten kann ich auch nich mehr lesen, macht irgendwann depressiv dieses tapfere Anrennen von Albi Müller gegen die mediale Lügerei.
Und wieder ein weiterer Kommentarpopel...
04.04.2011 19:10 Uhr
von Linksleser:
Ich würde sagen: Zeit für eine schamlose, hoffentlich von beiden Seiten offene Debatte über die Vereinbarkeit von links und grün - dabei bitte kein Verstecken hinter Ästhetisierung, Kultur und Lebensstilvergötzung, ohne Selbststilisierung und Egomanie - aber bitte mit den Fluchtpunkten Umverteilung, Erbschaftssteuer, Selbstbegrenzung, Lebensstilwandel. Diese halbseidene und weichgespülte Kritikparodie a la grün ödet mich an!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Joachim Petrick:
Lieber Herr Reinecke, der Mindestlohn von 10.- €/h macht doppelt Sinn. Einmal wird die Kaufkraft der Privathaushalte, angesichts der Tatsache gestärkt, dass Banken; Sparkassen niedrige Zinsen der EZB nicht an ihre Kunden weitergeben, wie es die Gesetze des Finanz- Marktes befehlen. Zum Zweiten wird endlich unternehmerisches Handeln wieder vom Kopf auf die Füße gestellt, weil nun nicht mehr Arbeitnehmer/innen als Aufstocker nach dem Verbrauch ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen Lohnzuschüsse, von Fall zu Niedriglohnfall, beantragen müssen, sondern Betriebe selber einer Bedürftigkeitsprüfung samt fundiertem Business- Plan unterzogen, befristet Lohnzuschüsse beantragen können. Mit der Forderung von 500.- €/Person/Monat nach Hartz IV nähert sich wenigsten die Linkspartei unserer bestehenden Verfassungswirklichkeit an, die lt. Beschluss des BVG ein unpfändbares Einkommen/Person/Monat von ca. 936.- €/Monat rechtsverbindlich vorsieht. Folglich haben 936.- €/Monat/Person als verfassungsgemäße Grundsicherung zu gelten und sonst gar nichts, oder? Warum haben Sie es unterlassen, Oskar Lafontaine in diesem interview als Kritiker des Bedingungslosen Grundeinkommens(BE) zu befragen? Was ich hiermit nachhole(s. a. www.abgeordnetenwatch.de )
„Die Übernahme des Bedingungslosen Grundeinkommens (BE) hat bisher keinen Eingang in das Wahlprogramm der Linkspartei gefunden. Deshalb habe ich folgende Fragen an Oskar Lafontaine als Kritiker des BE: 1. Wird das BE unverpfändbar sein (Vorgabe des BVG sind ca 936.- € /Monat) und trotzdem Kreditwürdigkeit der Leistungsbezieher gewährleisten? 2. Kollidiert das BE als Subvention von Einkommen, Lohnarbeit mit Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt? 3. Wird mit der Einführung des BE schlagartig der Mobilisierungs-, Organsationsgrad aller Befürworter dramatisch mit dem Ergebnis absinken, dass es außer einer Hot- Line kein Netzwerk mehr gibt? 4. Wird die Einführung eines BE die Schaffung von mehr Illegalen als "Sklavenarbeiter/innen" in unserer Schattenwirtschaft zur Folge haben, oder die Legalisierung von Illegalen als normale Arbeitnehmer/innen befördern? 5. Wird die Einführung des BE Privathaushalte Unternehmen rechtlich gleichstellen? 6. Wird das BE im Falle der Verschuldung von Privathaushalten einen nie dagewesenen Druck aufbauen, jede, aber auch jede Arbeit, frei von Tarifbestimmungen, zu asymmetrisch "verhandelten" Bedingungen anzunehmen? 7. Verstößt die gegenwärtige Subvention von Lohnarbeit für Unternehmen in Deutschland über prekäre Zuschüsse an Arbeitnehmer/innen, nach dem Verbrauch des Restvermögen vor dem Schonvermögen, nicht nur im Niedriglohnbereich, über die Hartz IV Gesetze gegen Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt? 8. Subventionieren Arbeitnehmer Unternehmen die Finanzierung von Lohnarbeit durch die Einbringung ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen, bevor sie als Aufstocker nach den Hartz IV Gesetzen auf Antrag anerkannt werden? 9. Warum wird Betrieben keine Bedürftigkeitsprüfung samt Vorlage eines fundierten Business- Planes für die Beziehung von befristeter Lohnsubvention auferlegt? tschüss JP
04.04.2011 19:10 Uhr
von Ihr Name fuchs:
.IhrenInterview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus! Dem Kommentar von Paul E.Ist eigentlich nichts mehr hizuzufügen . Ich möchte ihn voll und ganz unterstreichen. Die Linkspartei ist die derzeit d einzige wählbare Partei damit sich was ändert!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Katrin Trautwein:
So manche Fragestellung im Interview vermittelt mir folgenden Eindruck: Die taz folgt den Grünen auf dem Weg, eine bessere FDP zu werden. Oder wie soll man es sonst lesen, wenn Ulrike Herrmann & Stefan Reinecke nichts besseres zu tun haben, als einen Lohn von 10 Euro die Stunde und 500 Euro zum Leben für Arbeitslose als "Maximalforderungen" titulieren, mit denen sich Linke "aus der ernsthaften Debatte" verabschieden würden? Das ist doch übelstes neoliberales Gewäsch, sowas. Warum fällt denn den beiden nicht im geringsten ein, Lafontaine mal "von links" auf den Zahn zu fühlen? Traurig, traurig.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Detlef Piepke:
Der Mann gehörte schon immer zu den klügsten Politikern Deutschlands. Der Ausstieg aus dem Kasperle-Theater hat in noch besser gemacht und vor allem: die Erkenntnis, dass Selbstkritik ein wesentliches Element zur persönlichen Weiterbildung ist.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Paul E:
Interview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!
Übertragen auf die Politiker sollte man sich nicht die Frage stellen, ob diese kompetent seien. Das sind sie nämlich durchweg alle. Nur man sollte sich die Frage stellen FÜR WEN sie wirklich arbeiten!
Betrachten wir uns den kontinuierlichen Verlauf und das Engagement für die Bevölkerung stellen wir fest, dass auf Landesebene außer der Linkspartei und etwas der Grünen weder die CDU, CSU, FTP so richtig für die Menschen tätig sind. Vielmehr wird bei den großen Parteien Arroganz, Stutenbissigkeit und populistischen TV Auftritte der Vorrang gewährt, anstatt den von uns erteilten Öffentlichen Dienstauftrag in unserem Sinne auszuführen.
Einige Beispiele zum nachdenken: Warum werden die Einkommen der Politiker nun doch nicht offen gelegt wie es anfangs den Anschein hatte? Was ist mit den Lügen von Roland Koch Stichwort "brutalstmögliche Aufklärung..... gekaufte Wählerstimmen usw.“ das ist vermutlich nur die Spitze vom Eisberg"
Die Lachnummer Schröder hat sich ja als „Bäumchen wechsel dich“ geoutet, nachdem publik wurde, dass er Putins neuer Busenfreund wird und praktischer Weise gleich mal einen Posten beim russischen Energieversorger "angeboten" bekommen hat. Ein Schelm wer da böses denkt, oder?
Das Barak Obama (als Maskottchen) nun die "Herzen" der Welt eroberte, sich aber jetzt offenbart (mal nach "Obama Deseption" suchen) dass nichts mit Guantanamo Schließung ist, nichts mit Truppenabzug in 6 Monaten und eher Steuergelder willkürlich unter den Privaties der privaten Federel Reserve Bank verteilt wurden und Millionen $ gar VERSCHWUNDEN sind. Wer sitzt denn an seiner Seite? Doch nicht zufällig ein Ex-Wallstreet und Federal Reserve Bank Mitglied? Ohhnnn doch!
Doch er ist psychologisch nur ein Nachfolger Angela Merkes. Die als "Quotenfrau aus dem Osten" den selben Effekt bei der Bevölkerung auslösen sollte wie kurz Barak Obama. Nämlich dass sich die Menschen zurücklehen und glauben "aaaaaach …... und jetzt wird alles sicher besser". Da lohnt ein Blick in die Vergangenheit von Angela Merkel. Sie war in Überwachungs- und Staatssicherheitsdiensten involviert. Nicht Volkswagen, sondern Volksvalium also!
Europa? NEIN sage ich und meine Leute wacht endlich auf! Auch ich war ein EU Befürworter doch damals hatte ich noch KEINE Ahnung wem die EU eigentlich zuspielt und dass wir als Menschen KEINE Rechte mehr haben da der EU GH weder von uns angesprochen werden kann, noch selbst Gesetze erarbeitet. NICHT DEN MENSCHEN, sondern nur den Kapitalgesellschaften! Den Globalen Hintermännern aus England und den USA die schon seit Jahrzehnten die Fäden in den Händen halten... Energie, Information, Meiden, Politik, Agrarwirtschaft, Pharma, Patante..... so viel zum Thema FREIHEIT und so!
Und warum wird der Mensch nun aller seiner Grundrechte beraubt dank Schilly und Konsorten? Bankgeheimnis... weg! Postgeheimnis... weg! Meinungsfreiheit und Informantenschutz bei Journalisten & Anwälten ... weg! Unversehrtheit der Privatwohnung... dank Online - Überwachung der Computer und Terrorgesetze.. weg!...... das war jetzt nur ein Bruchteil
Und warum????? Weil die Menschen weltweit belogen und betrogen wurden und werden. Von wegen Massenvernichtungsmittel!
Oskar und Gregor haben dank ihres Engagements und Ihrer Langatmigkeit bewiesen eben NICHT für die Lobby zu arbeiten, sondern für die MENSCHEN!
Leider sind wir Menschen Herdentiere und gestehen uns die eigenen Fehler nur UNGERN ein. Dazu gehören auch politische Meinungen und Einstellungen zur EU.
Auch ich gehöre bis vor kurzem noch zu den Jüngern der großen und faselte die erniedrigenden und arroganten Sprüche über die Linkspartei und deren Kandidaten nach.... ja quazi als Herdentier.
Doch dank guter Freunde und Bekannter und der daraus resultierenden eigenen Recherche im weltweiten Internet (die NOCH möglich ist) wurden mir die Augen erschreckend schnell geöffnet. Und nach dem 10 tägigen Gefühl von ... ach man kann doch sowieso nichts tun und lass die anderen das machen kam das Gefühl der Stärke. Der Offenheit und der Zusammengehörigkeit mit Menschen die ebenfalls das Spiel durchschaut und Ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Ich empfehle nach den Video Mitschnitten zu suchen:
1) EU Verfassung Reformvertrag aufgedeckt - Prof. Schachtschneider
2) Vortrag Crashkurs Geld und Recht: Andreas Clauss
3) Strafanzeige gegen Merkel wegen Hochverrat (Ich selbst habe selbstverständlich auch diese Anzeige erstattet und jeder wird es auch tun, wenn er NUR diese Informationen verarbeitet!)
4) Obama Deseption Axel Jones
5) Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent
6) Lidesy Williams – Der Ölpreis war geplant und ein Betrug! usw usw
und erst dann beginnt die schmerzvolle Reise zur Wahrheit! Die Erkenntnis nicht mehr passiv zu sein, sondern auch selbst mehr aktiv politisch zu handeln! Sich zu informieren. Aber nicht nur bei ARD & CO und Anne Will die nur BRAVE Personen einladen will, die den Menschen bloß keine Wahrheit = "Flausen" in den Kopf setzen könnten. Ich würde da gerne als Gast mal Prof. Schachtschneider sehen.
Und man kennt plötzlich die Antwort auf viele "warum eigentlich?" Fragen. Erst dann entsteht der Respekt und die Hochachtung zu Personen wie Oskar Lafontaine und Gregor Gysi.
Themen und Ideen wie joytopia stehen bereit... lasst uns friedlich den Schritt wagen. WIR WAREN VIEL ZU LANGE ABGELENKT, HABEN VIEL ZU LANGE JA GESAGT UND VIEL ZU LANGE VERTRAUT UND NICHT GENAU NACHGESCHAUT, stimmts? Jetzt geht es um uns, die Menschen!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Andreas:
taz "gegen" Lafontaine? Ich konnte keine Gegnerschaft herauslesen und würde die bei Ulrike Herrmann, die ich für ihre klugen Kommentare zur Sozial- und Rentenpolitik sehr schätze, auch nie vermuten.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Robert Zion:
Lieber Herr Lafontaine,
Eine Kaskade von Allaussagen: "Wir sind die Einzigen...", "Alle anderen haben nichts begriffen...", "Ich war der Einzige...", "Die anderen sind alle neoliberal..." und, und, und.
Sie sind klug und politisch erfahren genug, um sehr genau zu wissen, dass dies nicht so ist, nicht so sein kann. Sie werden ebenfalls Max Webers Unterscheidung zwischen Gesinnungs-und Verantwortungsethik kennen.
Und so fällt Ihnen auf einen durchaus berechtigten Einwand der taz („Die Linkspartei tut aber nichts, um Rot-Rot-Grün zu ermöglichen“) nur das “Ablenkungsmanöver“ ein.
Als überzeugter Linker, der eben aus dieser Überzeugung bei den Grünen aktiv ist, frage ich Sie: Wollen Sie sich einfach raushalten aus dem Geschäft und die Linke in der Republik mit schwarzer Pädagogik kurieren? Oder einfach nur blockieren?
Was sagen Sie denen, die Sie wählen, damit es ihnen ganz konkret einmal besser geht (oder angesichts der Krise nicht noch schlechter), eigentlich noch anders, außer: „Wir sind die Einzigen und die anderen sind alle neoliberal“?
Oder wollen Sie am Ende Grüne und SPD nur durch das Sich-Raushalten aus der Verantwortung dazu zwingen, das schlechte mit CDU/FDP tun zu müssen, um dann wieder als die Einzigen, Wahren und Guten dazustehen?
Halten Sie solch eine Politik per Ausschlussverfahren eigentlich für irgendwie politisch? Fundamentalopposition als Taktik und auch noch per Dekret des Parteivorsitzenden jedenfalls, scheint mir doch nichts, aber auch gar nichts, mit politischen Überzeugungen zu tun zu haben.
Und von einem historischen Moment des Mitte-Links-Lagers möchte ich hier gar nicht reden. Es ist zwar allzu offensichtlich, dass dieser jetzt gekommen ist, mit solcher Selbstbestätigung und Selbstbeschäftigung wird dieser aber schlicht verschlafen. Und so schlafen Sie dann selbstzufrieden den Schlaf der Gerechten.
Am Ende könnten auch Sie nur (weiterer) Repräsentant eines Parteien- und Honoratiorensystems sein, dass einen galoppierenden Vertrauensverlust in die Demokratie erzeugt.
Aber linke Politik findet ohnehin gegenwärtig woanders statt, dort, wo parteiübergreifend die Notwendigkeit neuer gesellschaftspolitischer Zielvorstellungen erkannt und an ihnen gearbeitet wird.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Rainer Schlösser:
Oskar Lafontaine hat richtig gelegen. Aber man hat nicht nur rote Teppiche ausgerollt. US-Hedgefonds Manager Myron Samuel Scholes und Robert C. Merton, Direktoren von LTCM, erhielten 1997 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Details finden Sie im Buch "Chrashkurs" von Dirk, "the Dax", Müller.
04.04.2011 19:10 Uhr
von vic:
Was soll das "wird die Linke radikaler", nur weil Sarah Wagenknecht etwas zur Lage sagte. Ein ziemlich Linke-feindliches Interview. Ich beobachte die Partei schon lange, ich höre und ich sehe was Die Linke, und was die anderen Schwätzer tun. Gäbe es Die Linke nicht, würde ich nicht mal mehr zur Wahl gehen.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Karl Ilnyzckyj:
Inzwischen haben wir den Zusammenhang zwischen "Lohndeflation", Sozialabbau und "Freihandel" erkannt. Meines Erachtens kann eine gerechte Verteilung des Volkseinkommens nur bei einer gleichzeitigen Abschaffung des "Freihandels" erreicht werden.
04.04.2011 19:10 Uhr
von wanja:
Ein Soziologe von einem anderen Planeten würde wahrscheinlich - aus gutem Grund - annehmen, dass es kein Zufall ist, dass in Gesellschaften, in denen Menschen verbal polemisch mit Insekten, z.B. Heuschrecken, verglichen werden, keine 100 Jahre zurückliegt, dass Menschen mit Insektengift vergast wurden.
P.S: Auch Herr Glos von der CSU hat übrigens vor wenigen Jahren z.B. "die Grünen" öffentlich als "Zecken" bezeichnet, wenn ich mich recht erinnere (es ging darum, dass er meinte, sie würden als Partei in einigen Jahrzehnten gar nicht mehr existieren, weil sie angeblich ihre Wirte nur aussaugen würden ... naja, CSU-Logik halt).
PolitikerInen auf solchem Niveau sollten von vernünftigen & humanen WählerInnen boykottiert werden.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Helmut Ruch:
Zwei taz-Nullen gegen Lafontaine, die kurze Zusammenfassung dieses Interviews. Außer einer platten Aufzählung der SPD-Propaganda gegen Lafo und die Linke fällt den beiden nichts ein; man merkt, dass sie sich gar nicht inhaltlich mit der Linken und den angesprochenen Themen beschäftigt haben. Allenfalls die Frage nach dem Scheitern einiger "europafreundlicher" Kandidaten für die Europawahl scheint mir interessant. Da dürften der Linken vor der Bundestagswahl noch einige spektakuläre Parteiaustritte ins Haus stehen, wenn die SPD-Propagandisten in der taz sich derart für ein längst erledigtes Thema interessieren!
04.04.2011 19:09 Uhr
von Boris:
Okay, das sind also die aktuellen Forderungen und Ideen der Linkspartei. Was möglicherweise bald auch im Programm der Linken auftaucht? Steht hier, im taz-Blog: http://30jahre.taz.de/2009/03/707/
11.02.2011 17:51 Uhr
von Michael Böse:
Lang ist es her, dass ich als links denkender Mensch die TAZ abonniert und gelesen habe. Am Interviewstil merkt man dass TITANIC recht hat, wenn sie die TAZ als die kleine strebsame >>kleine FAZ<< bezeichnet, die als Sprungbrett für Journalisten dient, die mal in der großen FAZ landen wollen. Wenn es dafür nicht reicht, langt es immer noch für BILD oder den STERN. Man fragt sich warum solche Interviews sich alle gleichen? Toll fand ich in diesem Zusammenhang ein wütendes Interview im mit dem Historiker Hans Mommsen im DEUTSCHLANDFUNK zum Thema DIE LINKE, wo er dem Vertreter der selbsternannten vierten Gewalt mal richtig CONTRA gegeben hat! Es wird wohl Zeit das sich die TAZ-Macher auf ihre Wurzeln besinnen, sonst dürfen TAZ-Gediente wohl bald auch noch beim „staatsfernen DEUTSCHLANDFUNK anfangen! Nun haben mich auf der anderen Seite die Aussagen meines Parteivorsitzenden gar nicht vom Hocker gehauen. Nerven tut mich schon lange, dass er seine Argumentation immer mit den falschen Bildern belegt: "also GB hat ja auch einen Mindestlohn usw....... Und Helmut Schmidt zitiert wenn er den Kapitalismus kritisieren möchte -Ohhhhhhwehhhh! Der Genosse hält das für schlau und unangreifbar, es zeigt aber auch, dass er sich nicht traut Marx, oder einen Wilhelm Reich zu zitieren. Das hat sich bei Lafontaine zu einem nervigem Muster entwickelt. Erstaunlich das jemand, der sich öfters wie ein Tonband anhört, als begnadeter Redner gilt!
11.02.2011 17:51 Uhr
von M. Stocker:
Endlich mal ein Interview, bei dem man sich wenigstens damit trösten kann, dass es schon viel elendere Interviews gegeben hat. Wahrscheinlich Ulrike Herrmann sei Dank, denn von Herrn Reinecke kann man sowas in alleiniger Verantwortung nicht erwarten.
Lieber Robert Zion, dass Sie als überzeugter Linker es noch bei den Grünen aushalten, ehrt Sie ja sehr. Aus Ihren nun schon etwas eigenartigen Einwänden gegen das von Lafo vorgetragene entnehme ich, dass der Partei-übliche politische Realitätsverlust Sie schon ziemlich weit eingeholt hat. Darf ich daran erinnern: wer hat geräuschlos und klaglos die Rot-Grüne Koalition in Hessen ermöglichen wollen? Waren das die Beamtenmikado-Spieler der FDP? Oder doch die angeblich 'nichts für Rot-Rot-Grün' tuenden Linken? War das etwa eine Blockade?
Und was ist so schlimm daran, Kriege und Umweltzerstörung zu blockieren, sozialen Raubbau und Verarmung zu blockieren? Manchmal und gegenüber manchen Leuten muss man halt auch nein sagen können, und den Mut aufbringen, sich kein irrationales Zugeständnis abfeilschen zu lassen. Das ist nämlich das Hauptproblem Ihrer Partei.
Dass in einem Interview, das dank graphischer Großzügigkeit (die mir an solchen Stellen gestohlen bleiben kann) auf einer halben Seite mehr allgemein als differenziert ausgesagt wird, müsste auch Ihnen klar sein. Hat Lafo Ypsilanti und al Wazir als durch und durch neoliberal bezeichnet? Sie gezwungen, eine Koalition mit der CDU oder FDP einzugehen? Es waren vier politische Amokläufer aus den Reihen der SPD, die das Ancien Regime wieder installieren ließen! Oder wollen Sie deren späte Gewissensbisse auch auf die Linke schieben? Die Hessenwahl war doch ein schönes Beispiel für parteiübergreifendes Arbeiten an neuen Zielen: Bildungspolitik, Energiepolitik (da könnte sich der welke Baden-Württembergische Landesverband Ihrer Partei eine dicke Scheibe davon abschneiden), und Sozialpolitik.
Mir sind in dieser Situation alle Linken recht, ob bei Grünen, SPD, Salonsozialisten, Jusos, Desperados, von der Herz-Jesu-Fraktion der CDU/CSU, selbst ein FDP-ler, der nicht vergessen hat, dass man von Zeit zu Zeit das sozialdarwinistische Modell der westerwellisierten FDP mal überprüfen sollte und gegebenenfalls auch in die Tonne treten muss, und sich dann in gut-bürgerlicher Tradition auch nur dem Kampf gegen den Schäuble'schen Kontrollwahn anschließt. Nur sollten halt keiner so tun, als ob nur einer die reine Wahrheit vertritt. Lafontaine z.B. hat in seinen Wahlkampfauftritten immer die wichtige Rolle der Grünen bestätigt (in ihren Gründungsjahren) und dann ihre Verbiegung zum bürgerlichen Politikbetrieb kritisiert.
Dass Lafontaine die Übernahme vieler seiner Ansichten bzw. der Ansichten die die Linke-Mitglieder überwiegend teilen durch die bürgerlichen Parteien und Medien nicht ohne eine gewisse Befriedigung feststellt, finde ich normal und gegenüber den argumentresistenten Dummköpfen in den bürgerlichen Parteien, einschließlich des überwiegenden Teils der Grünen-Führung, nur gut.
11.02.2011 17:51 Uhr
von Linksleser:
Ich würde sagen: Zeit für eine schamlose, hoffentlich von beiden Seiten offene Debatte über die Vereinbarkeit von links und grün - dabei bitte kein Verstecken hinter Ästhetisierung, Kultur und Lebensstilvergötzung, ohne Selbststilisierung und Egomanie - aber bitte mit den Fluchtpunkten Umverteilung, Erbschaftssteuer, Selbstbegrenzung, Lebensstilwandel. Diese halbseidene und weichgespülte Kritikparodie a la grün ödet mich an!
11.02.2011 17:51 Uhr
von Ihr Name fuchs:
.IhrenInterview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus! Dem Kommentar von Paul E.Ist eigentlich nichts mehr hizuzufügen . Ich möchte ihn voll und ganz unterstreichen. Die Linkspartei ist die derzeit d einzige wählbare Partei damit sich was ändert!
11.02.2011 17:51 Uhr
von Detlef Piepke:
Der Mann gehörte schon immer zu den klügsten Politikern Deutschlands. Der Ausstieg aus dem Kasperle-Theater hat in noch besser gemacht und vor allem: die Erkenntnis, dass Selbstkritik ein wesentliches Element zur persönlichen Weiterbildung ist.
11.02.2011 17:51 Uhr
von vic:
Was soll das "wird die Linke radikaler", nur weil Sarah Wagenknecht etwas zur Lage sagte. Ein ziemlich Linke-feindliches Interview. Ich beobachte die Partei schon lange, ich höre und ich sehe was Die Linke, und was die anderen Schwätzer tun. Gäbe es Die Linke nicht, würde ich nicht mal mehr zur Wahl gehen.
11.02.2011 17:51 Uhr
von Boris:
Okay, das sind also die aktuellen Forderungen und Ideen der Linkspartei. Was möglicherweise bald auch im Programm der Linken auftaucht? Steht hier, im taz-Blog: http://30jahre.taz.de/2009/03/707/
29.01.2010 15:02 Uhr
von Gurkenkurve:
Der Reinecke. tz tz
21.03.2009 21:42 Uhr
von Michael Böse:
Lang ist es her, dass ich als links denkender Mensch die TAZ abonniert und gelesen habe. Am Interviewstil merkt man dass TITANIC recht hat, wenn sie die TAZ als die kleine strebsame >>kleine FAZ<< bezeichnet, die als Sprungbrett für Journalisten dient, die mal in der großen FAZ landen wollen. Wenn es dafür nicht reicht, langt es immer noch für BILD oder den STERN. Man fragt sich warum solche Interviews sich alle gleichen? Toll fand ich in diesem Zusammenhang ein wütendes Interview im mit dem Historiker Hans Mommsen im DEUTSCHLANDFUNK zum Thema DIE LINKE, wo er dem Vertreter der selbsternannten vierten Gewalt mal richtig CONTRA gegeben hat! Es wird wohl Zeit das sich die TAZ-Macher auf ihre Wurzeln besinnen, sonst dürfen TAZ-Gediente wohl bald auch noch beim „staatsfernen DEUTSCHLANDFUNK anfangen! Nun haben mich auf der anderen Seite die Aussagen meines Parteivorsitzenden gar nicht vom Hocker gehauen. Nerven tut mich schon lange, dass er seine Argumentation immer mit den falschen Bildern belegt: "also GB hat ja auch einen Mindestlohn usw....... Und Helmut Schmidt zitiert wenn er den Kapitalismus kritisieren möchte -Ohhhhhhwehhhh! Der Genosse hält das für schlau und unangreifbar, es zeigt aber auch, dass er sich nicht traut Marx, oder einen Wilhelm Reich zu zitieren. Das hat sich bei Lafontaine zu einem nervigem Muster entwickelt. Erstaunlich das jemand, der sich öfters wie ein Tonband anhört, als begnadeter Redner gilt!
20.03.2009 14:36 Uhr
von Hans Torbin:
Man würde sich wünschen, würden die Interviews mit den ReGIERenden im gleich Ton geführt. Es langweilt nämlich, dass die Politiker der Mitte (woher kommt eigentlich das Wort Mittelmäßigkeit?) den größten Quatsch parlieren können und die Journaille druckt es hirnlos und unhinterfragt ab. Daher sind die Interviews mit einem Linkesn-Politker auch so spannend, denn sie sind provokativ gestellt, mehrfach hinterfragt und intelligent beantwortet. Weiter so Herr Lafontaine.
20.03.2009 12:53 Uhr
von M. Stocker:
Endlich mal ein Interview, bei dem man sich wenigstens damit trösten kann, dass es schon viel elendere Interviews gegeben hat. Wahrscheinlich Ulrike Herrmann sei Dank, denn von Herrn Reinecke kann man sowas in alleiniger Verantwortung nicht erwarten.
Lieber Robert Zion, dass Sie als überzeugter Linker es noch bei den Grünen aushalten, ehrt Sie ja sehr. Aus Ihren nun schon etwas eigenartigen Einwänden gegen das von Lafo vorgetragene entnehme ich, dass der Partei-übliche politische Realitätsverlust Sie schon ziemlich weit eingeholt hat. Darf ich daran erinnern: wer hat geräuschlos und klaglos die Rot-Grüne Koalition in Hessen ermöglichen wollen? Waren das die Beamtenmikado-Spieler der FDP? Oder doch die angeblich 'nichts für Rot-Rot-Grün' tuenden Linken? War das etwa eine Blockade?
Und was ist so schlimm daran, Kriege und Umweltzerstörung zu blockieren, sozialen Raubbau und Verarmung zu blockieren? Manchmal und gegenüber manchen Leuten muss man halt auch nein sagen können, und den Mut aufbringen, sich kein irrationales Zugeständnis abfeilschen zu lassen. Das ist nämlich das Hauptproblem Ihrer Partei.
Dass in einem Interview, das dank graphischer Großzügigkeit (die mir an solchen Stellen gestohlen bleiben kann) auf einer halben Seite mehr allgemein als differenziert ausgesagt wird, müsste auch Ihnen klar sein. Hat Lafo Ypsilanti und al Wazir als durch und durch neoliberal bezeichnet? Sie gezwungen, eine Koalition mit der CDU oder FDP einzugehen? Es waren vier politische Amokläufer aus den Reihen der SPD, die das Ancien Regime wieder installieren ließen! Oder wollen Sie deren späte Gewissensbisse auch auf die Linke schieben? Die Hessenwahl war doch ein schönes Beispiel für parteiübergreifendes Arbeiten an neuen Zielen: Bildungspolitik, Energiepolitik (da könnte sich der welke Baden-Württembergische Landesverband Ihrer Partei eine dicke Scheibe davon abschneiden), und Sozialpolitik.
Mir sind in dieser Situation alle Linken recht, ob bei Grünen, SPD, Salonsozialisten, Jusos, Desperados, von der Herz-Jesu-Fraktion der CDU/CSU, selbst ein FDP-ler, der nicht vergessen hat, dass man von Zeit zu Zeit das sozialdarwinistische Modell der westerwellisierten FDP mal überprüfen sollte und gegebenenfalls auch in die Tonne treten muss, und sich dann in gut-bürgerlicher Tradition auch nur dem Kampf gegen den Schäuble'schen Kontrollwahn anschließt. Nur sollten halt keiner so tun, als ob nur einer die reine Wahrheit vertritt. Lafontaine z.B. hat in seinen Wahlkampfauftritten immer die wichtige Rolle der Grünen bestätigt (in ihren Gründungsjahren) und dann ihre Verbiegung zum bürgerlichen Politikbetrieb kritisiert.
Dass Lafontaine die Übernahme vieler seiner Ansichten bzw. der Ansichten die die Linke-Mitglieder überwiegend teilen durch die bürgerlichen Parteien und Medien nicht ohne eine gewisse Befriedigung feststellt, finde ich normal und gegenüber den argumentresistenten Dummköpfen in den bürgerlichen Parteien, einschließlich des überwiegenden Teils der Grünen-Führung, nur gut.
20.03.2009 09:53 Uhr
von C.K.:
Paul E. "Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!"
Geht's noch? Schonmal was von Rechtsstaat gehört? Heißt es nicht freiheitlich-demokratische Grundordnung? Ich weiß dass die Linke einen eher merkwürdigen Freiheits- und Demokratiebegriff hat ("Freiheit zu", statt "Freiheit von"), aber ihr Kommentar macht mir Angst. Erinnert mich an den Biermann Klassiker: "Auch Liberale werden wir be-freien". Schönen Dank auch. Man kann auch zu einer von der Ihren abweichenden Meinung kommen ohne ein "dummes Herdentier" zu sein. Ich finde es bemerkenswert, dass so oft Menschen dem Glauben erliegen, Ihre Meinung sei eine Minderheitenmeinung, weil böse Mächte am Werk sind. Ziehen Sie doch mal in Betracht, dass Sie eine völlig verdrehte Weltsicht haben.
mfg
MfG
20.03.2009 01:24 Uhr
von Paul Kuhn:
ich halte die Mehrheit der Deutschen für knopfäugige Medienroboter, die nach dem Takt der Medien so ne Art langsamer Selbstauszehrungspolka tanzen. Ich fühle mich wie inmitten eines tragikkomischen Feldversuchs, dem die Satiriker garnicht mehr nachkommen können, weil ihre Karikaturen stets von der Wirklichkeit überholt werden. Die Nachdenkseiten kann ich auch nich mehr lesen, macht irgendwann depressiv dieses tapfere Anrennen von Albi Müller gegen die mediale Lügerei.
Und wieder ein weiterer Kommentarpopel...
20.03.2009 00:12 Uhr
von Linksleser:
Ich würde sagen: Zeit für eine schamlose, hoffentlich von beiden Seiten offene Debatte über die Vereinbarkeit von links und grün - dabei bitte kein Verstecken hinter Ästhetisierung, Kultur und Lebensstilvergötzung, ohne Selbststilisierung und Egomanie - aber bitte mit den Fluchtpunkten Umverteilung, Erbschaftssteuer, Selbstbegrenzung, Lebensstilwandel. Diese halbseidene und weichgespülte Kritikparodie a la grün ödet mich an!
19.03.2009 21:15 Uhr
von Joachim Petrick:
Lieber Herr Reinecke, der Mindestlohn von 10.- €/h macht doppelt Sinn. Einmal wird die Kaufkraft der Privathaushalte, angesichts der Tatsache gestärkt, dass Banken; Sparkassen niedrige Zinsen der EZB nicht an ihre Kunden weitergeben, wie es die Gesetze des Finanz- Marktes befehlen. Zum Zweiten wird endlich unternehmerisches Handeln wieder vom Kopf auf die Füße gestellt, weil nun nicht mehr Arbeitnehmer/innen als Aufstocker nach dem Verbrauch ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen Lohnzuschüsse, von Fall zu Niedriglohnfall, beantragen müssen, sondern Betriebe selber einer Bedürftigkeitsprüfung samt fundiertem Business- Plan unterzogen, befristet Lohnzuschüsse beantragen können. Mit der Forderung von 500.- €/Person/Monat nach Hartz IV nähert sich wenigsten die Linkspartei unserer bestehenden Verfassungswirklichkeit an, die lt. Beschluss des BVG ein unpfändbares Einkommen/Person/Monat von ca. 936.- €/Monat rechtsverbindlich vorsieht. Folglich haben 936.- €/Monat/Person als verfassungsgemäße Grundsicherung zu gelten und sonst gar nichts, oder? Warum haben Sie es unterlassen, Oskar Lafontaine in diesem interview als Kritiker des Bedingungslosen Grundeinkommens(BE) zu befragen? Was ich hiermit nachhole(s. a. www.abgeordnetenwatch.de )
„Die Übernahme des Bedingungslosen Grundeinkommens (BE) hat bisher keinen Eingang in das Wahlprogramm der Linkspartei gefunden. Deshalb habe ich folgende Fragen an Oskar Lafontaine als Kritiker des BE: 1. Wird das BE unverpfändbar sein (Vorgabe des BVG sind ca 936.- € /Monat) und trotzdem Kreditwürdigkeit der Leistungsbezieher gewährleisten? 2. Kollidiert das BE als Subvention von Einkommen, Lohnarbeit mit Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt? 3. Wird mit der Einführung des BE schlagartig der Mobilisierungs-, Organsationsgrad aller Befürworter dramatisch mit dem Ergebnis absinken, dass es außer einer Hot- Line kein Netzwerk mehr gibt? 4. Wird die Einführung eines BE die Schaffung von mehr Illegalen als "Sklavenarbeiter/innen" in unserer Schattenwirtschaft zur Folge haben, oder die Legalisierung von Illegalen als normale Arbeitnehmer/innen befördern? 5. Wird die Einführung des BE Privathaushalte Unternehmen rechtlich gleichstellen? 6. Wird das BE im Falle der Verschuldung von Privathaushalten einen nie dagewesenen Druck aufbauen, jede, aber auch jede Arbeit, frei von Tarifbestimmungen, zu asymmetrisch "verhandelten" Bedingungen anzunehmen? 7. Verstößt die gegenwärtige Subvention von Lohnarbeit für Unternehmen in Deutschland über prekäre Zuschüsse an Arbeitnehmer/innen, nach dem Verbrauch des Restvermögen vor dem Schonvermögen, nicht nur im Niedriglohnbereich, über die Hartz IV Gesetze gegen Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt? 8. Subventionieren Arbeitnehmer Unternehmen die Finanzierung von Lohnarbeit durch die Einbringung ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen, bevor sie als Aufstocker nach den Hartz IV Gesetzen auf Antrag anerkannt werden? 9. Warum wird Betrieben keine Bedürftigkeitsprüfung samt Vorlage eines fundierten Business- Planes für die Beziehung von befristeter Lohnsubvention auferlegt? tschüss JP
19.03.2009 17:17 Uhr
von Ihr Name fuchs:
.IhrenInterview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus! Dem Kommentar von Paul E.Ist eigentlich nichts mehr hizuzufügen . Ich möchte ihn voll und ganz unterstreichen. Die Linkspartei ist die derzeit d einzige wählbare Partei damit sich was ändert!
19.03.2009 13:56 Uhr
von Katrin Trautwein:
So manche Fragestellung im Interview vermittelt mir folgenden Eindruck: Die taz folgt den Grünen auf dem Weg, eine bessere FDP zu werden. Oder wie soll man es sonst lesen, wenn Ulrike Herrmann & Stefan Reinecke nichts besseres zu tun haben, als einen Lohn von 10 Euro die Stunde und 500 Euro zum Leben für Arbeitslose als "Maximalforderungen" titulieren, mit denen sich Linke "aus der ernsthaften Debatte" verabschieden würden? Das ist doch übelstes neoliberales Gewäsch, sowas. Warum fällt denn den beiden nicht im geringsten ein, Lafontaine mal "von links" auf den Zahn zu fühlen? Traurig, traurig.
19.03.2009 13:14 Uhr
von Detlef Piepke:
Der Mann gehörte schon immer zu den klügsten Politikern Deutschlands. Der Ausstieg aus dem Kasperle-Theater hat in noch besser gemacht und vor allem: die Erkenntnis, dass Selbstkritik ein wesentliches Element zur persönlichen Weiterbildung ist.
19.03.2009 12:14 Uhr
von Paul E:
Interview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!
Übertragen auf die Politiker sollte man sich nicht die Frage stellen, ob diese kompetent seien. Das sind sie nämlich durchweg alle. Nur man sollte sich die Frage stellen FÜR WEN sie wirklich arbeiten!
Betrachten wir uns den kontinuierlichen Verlauf und das Engagement für die Bevölkerung stellen wir fest, dass auf Landesebene außer der Linkspartei und etwas der Grünen weder die CDU, CSU, FTP so richtig für die Menschen tätig sind. Vielmehr wird bei den großen Parteien Arroganz, Stutenbissigkeit und populistischen TV Auftritte der Vorrang gewährt, anstatt den von uns erteilten Öffentlichen Dienstauftrag in unserem Sinne auszuführen.
Einige Beispiele zum nachdenken: Warum werden die Einkommen der Politiker nun doch nicht offen gelegt wie es anfangs den Anschein hatte? Was ist mit den Lügen von Roland Koch Stichwort "brutalstmögliche Aufklärung..... gekaufte Wählerstimmen usw.“ das ist vermutlich nur die Spitze vom Eisberg"
Die Lachnummer Schröder hat sich ja als „Bäumchen wechsel dich“ geoutet, nachdem publik wurde, dass er Putins neuer Busenfreund wird und praktischer Weise gleich mal einen Posten beim russischen Energieversorger "angeboten" bekommen hat. Ein Schelm wer da böses denkt, oder?
Das Barak Obama (als Maskottchen) nun die "Herzen" der Welt eroberte, sich aber jetzt offenbart (mal nach "Obama Deseption" suchen) dass nichts mit Guantanamo Schließung ist, nichts mit Truppenabzug in 6 Monaten und eher Steuergelder willkürlich unter den Privaties der privaten Federel Reserve Bank verteilt wurden und Millionen $ gar VERSCHWUNDEN sind. Wer sitzt denn an seiner Seite? Doch nicht zufällig ein Ex-Wallstreet und Federal Reserve Bank Mitglied? Ohhnnn doch!
Doch er ist psychologisch nur ein Nachfolger Angela Merkes. Die als "Quotenfrau aus dem Osten" den selben Effekt bei der Bevölkerung auslösen sollte wie kurz Barak Obama. Nämlich dass sich die Menschen zurücklehen und glauben "aaaaaach …... und jetzt wird alles sicher besser". Da lohnt ein Blick in die Vergangenheit von Angela Merkel. Sie war in Überwachungs- und Staatssicherheitsdiensten involviert. Nicht Volkswagen, sondern Volksvalium also!
Europa? NEIN sage ich und meine Leute wacht endlich auf! Auch ich war ein EU Befürworter doch damals hatte ich noch KEINE Ahnung wem die EU eigentlich zuspielt und dass wir als Menschen KEINE Rechte mehr haben da der EU GH weder von uns angesprochen werden kann, noch selbst Gesetze erarbeitet. NICHT DEN MENSCHEN, sondern nur den Kapitalgesellschaften! Den Globalen Hintermännern aus England und den USA die schon seit Jahrzehnten die Fäden in den Händen halten... Energie, Information, Meiden, Politik, Agrarwirtschaft, Pharma, Patante..... so viel zum Thema FREIHEIT und so!
Und warum wird der Mensch nun aller seiner Grundrechte beraubt dank Schilly und Konsorten? Bankgeheimnis... weg! Postgeheimnis... weg! Meinungsfreiheit und Informantenschutz bei Journalisten & Anwälten ... weg! Unversehrtheit der Privatwohnung... dank Online - Überwachung der Computer und Terrorgesetze.. weg!...... das war jetzt nur ein Bruchteil
Und warum????? Weil die Menschen weltweit belogen und betrogen wurden und werden. Von wegen Massenvernichtungsmittel!
Oskar und Gregor haben dank ihres Engagements und Ihrer Langatmigkeit bewiesen eben NICHT für die Lobby zu arbeiten, sondern für die MENSCHEN!
Leider sind wir Menschen Herdentiere und gestehen uns die eigenen Fehler nur UNGERN ein. Dazu gehören auch politische Meinungen und Einstellungen zur EU.
Auch ich gehöre bis vor kurzem noch zu den Jüngern der großen und faselte die erniedrigenden und arroganten Sprüche über die Linkspartei und deren Kandidaten nach.... ja quazi als Herdentier.
Doch dank guter Freunde und Bekannter und der daraus resultierenden eigenen Recherche im weltweiten Internet (die NOCH möglich ist) wurden mir die Augen erschreckend schnell geöffnet. Und nach dem 10 tägigen Gefühl von ... ach man kann doch sowieso nichts tun und lass die anderen das machen kam das Gefühl der Stärke. Der Offenheit und der Zusammengehörigkeit mit Menschen die ebenfalls das Spiel durchschaut und Ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Ich empfehle nach den Video Mitschnitten zu suchen:
1) EU Verfassung Reformvertrag aufgedeckt - Prof. Schachtschneider
2) Vortrag Crashkurs Geld und Recht: Andreas Clauss
3) Strafanzeige gegen Merkel wegen Hochverrat (Ich selbst habe selbstverständlich auch diese Anzeige erstattet und jeder wird es auch tun, wenn er NUR diese Informationen verarbeitet!)
4) Obama Deseption Axel Jones
5) Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent
6) Lidesy Williams – Der Ölpreis war geplant und ein Betrug! usw usw
und erst dann beginnt die schmerzvolle Reise zur Wahrheit! Die Erkenntnis nicht mehr passiv zu sein, sondern auch selbst mehr aktiv politisch zu handeln! Sich zu informieren. Aber nicht nur bei ARD & CO und Anne Will die nur BRAVE Personen einladen will, die den Menschen bloß keine Wahrheit = "Flausen" in den Kopf setzen könnten. Ich würde da gerne als Gast mal Prof. Schachtschneider sehen.
Und man kennt plötzlich die Antwort auf viele "warum eigentlich?" Fragen. Erst dann entsteht der Respekt und die Hochachtung zu Personen wie Oskar Lafontaine und Gregor Gysi.
Themen und Ideen wie joytopia stehen bereit... lasst uns friedlich den Schritt wagen. WIR WAREN VIEL ZU LANGE ABGELENKT, HABEN VIEL ZU LANGE JA GESAGT UND VIEL ZU LANGE VERTRAUT UND NICHT GENAU NACHGESCHAUT, stimmts? Jetzt geht es um uns, die Menschen!
19.03.2009 11:45 Uhr
von Andreas:
taz "gegen" Lafontaine? Ich konnte keine Gegnerschaft herauslesen und würde die bei Ulrike Herrmann, die ich für ihre klugen Kommentare zur Sozial- und Rentenpolitik sehr schätze, auch nie vermuten.
19.03.2009 10:28 Uhr
von Kric:
Jedes mal, wenn ich Lafontaine sehe, finde ich ihn unsympatisch. Jedes mal wenn ich ein Interview von ihm lese, muss ich sagen: der Typ hat Recht.
19.03.2009 09:44 Uhr
von Robert Zion:
Lieber Herr Lafontaine,
Eine Kaskade von Allaussagen: "Wir sind die Einzigen...", "Alle anderen haben nichts begriffen...", "Ich war der Einzige...", "Die anderen sind alle neoliberal..." und, und, und.
Sie sind klug und politisch erfahren genug, um sehr genau zu wissen, dass dies nicht so ist, nicht so sein kann. Sie werden ebenfalls Max Webers Unterscheidung zwischen Gesinnungs-und Verantwortungsethik kennen.
Und so fällt Ihnen auf einen durchaus berechtigten Einwand der taz („Die Linkspartei tut aber nichts, um Rot-Rot-Grün zu ermöglichen“) nur das “Ablenkungsmanöver“ ein.
Als überzeugter Linker, der eben aus dieser Überzeugung bei den Grünen aktiv ist, frage ich Sie: Wollen Sie sich einfach raushalten aus dem Geschäft und die Linke in der Republik mit schwarzer Pädagogik kurieren? Oder einfach nur blockieren?
Was sagen Sie denen, die Sie wählen, damit es ihnen ganz konkret einmal besser geht (oder angesichts der Krise nicht noch schlechter), eigentlich noch anders, außer: „Wir sind die Einzigen und die anderen sind alle neoliberal“?
Oder wollen Sie am Ende Grüne und SPD nur durch das Sich-Raushalten aus der Verantwortung dazu zwingen, das schlechte mit CDU/FDP tun zu müssen, um dann wieder als die Einzigen, Wahren und Guten dazustehen?
Halten Sie solch eine Politik per Ausschlussverfahren eigentlich für irgendwie politisch? Fundamentalopposition als Taktik und auch noch per Dekret des Parteivorsitzenden jedenfalls, scheint mir doch nichts, aber auch gar nichts, mit politischen Überzeugungen zu tun zu haben.
Und von einem historischen Moment des Mitte-Links-Lagers möchte ich hier gar nicht reden. Es ist zwar allzu offensichtlich, dass dieser jetzt gekommen ist, mit solcher Selbstbestätigung und Selbstbeschäftigung wird dieser aber schlicht verschlafen. Und so schlafen Sie dann selbstzufrieden den Schlaf der Gerechten.
Am Ende könnten auch Sie nur (weiterer) Repräsentant eines Parteien- und Honoratiorensystems sein, dass einen galoppierenden Vertrauensverlust in die Demokratie erzeugt.
Aber linke Politik findet ohnehin gegenwärtig woanders statt, dort, wo parteiübergreifend die Notwendigkeit neuer gesellschaftspolitischer Zielvorstellungen erkannt und an ihnen gearbeitet wird.
19.03.2009 08:37 Uhr
von NID Infoblog:
Neues zur Wirtschaftskrise: FED druckt wieder neues Geld!
Oskar Lafontaine hat richtig gelegen. Aber man hat nicht nur rote Teppiche ausgerollt. US-Hedgefonds Manager Myron Samuel Scholes und Robert C. Merton, Direktoren von LTCM, erhielten 1997 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Details finden Sie im Buch "Chrashkurs" von Dirk, "the Dax", Müller.
19.03.2009 01:04 Uhr
von Kommentar:
Man kann zu Herrn Lafontaine stehen wie man will aber damit er hat völlig recht, die Mahnungen und Forderungen von Herr Lafontaine und anderen Linken wollten viele nicht hören.
Auch habe ich nicht den Eindruck das die Verantwortlichen, welche die Heuschrecken zu Tisch baten die dann Merklin verspeisten, etwas aus den Fehlern gelernt haben.
Die LINKE sollte ihren Wahlkampf daher nicht nur auf die Sozialpolitik beschränken sondern auch versuchen mit den wirtschaftpolitischen Themen Wählerstimmen zu gewinnen. Es gibt sehr viele Menschen die für das „Päckchen“ zur Rettung notleidender Banken nur wenig Verständnis haben.
18.03.2009 23:58 Uhr
von vic:
Was soll das "wird die Linke radikaler", nur weil Sarah Wagenknecht etwas zur Lage sagte. Ein ziemlich Linke-feindliches Interview. Ich beobachte die Partei schon lange, ich höre und ich sehe was Die Linke, und was die anderen Schwätzer tun. Gäbe es Die Linke nicht, würde ich nicht mal mehr zur Wahl gehen.
18.03.2009 21:35 Uhr
von Edelweiß:
„Taz:... an Kanzlerin Merkel gewandt und gesagt, er (Rettungsschirm) sei notwendig. Das wirkte richtig staatstragend.“
Was soll diese provokante Fragestellung der taz? Das klingt fast so, als könnten Linke generell nicht staatstragend sein obwohl sie das in der jüngeren deutschen Geschichte schon oft bewiesen haben.
18.03.2009 21:18 Uhr
von Karl Ilnyzckyj:
Inzwischen haben wir den Zusammenhang zwischen "Lohndeflation", Sozialabbau und "Freihandel" erkannt. Meines Erachtens kann eine gerechte Verteilung des Volkseinkommens nur bei einer gleichzeitigen Abschaffung des "Freihandels" erreicht werden.
18.03.2009 19:19 Uhr
von wanja:
Ein Soziologe von einem anderen Planeten würde wahrscheinlich - aus gutem Grund - annehmen, dass es kein Zufall ist, dass in Gesellschaften, in denen Menschen verbal polemisch mit Insekten, z.B. Heuschrecken, verglichen werden, keine 100 Jahre zurückliegt, dass Menschen mit Insektengift vergast wurden.
P.S: Auch Herr Glos von der CSU hat übrigens vor wenigen Jahren z.B. "die Grünen" öffentlich als "Zecken" bezeichnet, wenn ich mich recht erinnere (es ging darum, dass er meinte, sie würden als Partei in einigen Jahrzehnten gar nicht mehr existieren, weil sie angeblich ihre Wirte nur aussaugen würden ... naja, CSU-Logik halt).
PolitikerInen auf solchem Niveau sollten von vernünftigen & humanen WählerInnen boykottiert werden.
18.03.2009 17:54 Uhr
von A.S. Reyntjes:
Ja& jawoll: Oskar, geh du voran!
"Verbrannt" wirst du ohnehin von dem System der banken- und börsenabhängigen, aktioneuren Parlamentarier!
18.03.2009 17:50 Uhr
von Helmut Ruch:
Zwei taz-Nullen gegen Lafontaine, die kurze Zusammenfassung dieses Interviews. Außer einer platten Aufzählung der SPD-Propaganda gegen Lafo und die Linke fällt den beiden nichts ein; man merkt, dass sie sich gar nicht inhaltlich mit der Linken und den angesprochenen Themen beschäftigt haben. Allenfalls die Frage nach dem Scheitern einiger "europafreundlicher" Kandidaten für die Europawahl scheint mir interessant. Da dürften der Linken vor der Bundestagswahl noch einige spektakuläre Parteiaustritte ins Haus stehen, wenn die SPD-Propagandisten in der taz sich derart für ein längst erledigtes Thema interessieren!
18.03.2009 17:49 Uhr
von Helmut Ruch:
Zwei taz-Nullen gegen Lafontaine, die kurze Zusammenfassung dieses Interviews. Außer einer platten Aufzählung der SPD-Propaganda gegen Lafo und die Linke fällt den beiden nichts ein; man merkt, dass sie sich gar nicht inhaltlich mit der Linken und den angesprochenen Themen beschäftigt haben. Allenfalls die Frage nach dem Scheitern einiger "europafreundlicher" Kandidaten für die Europawahl scheint mir interessant. Da dürften der Linken vor der Bundestagswahl noch einige spektakuläre Parteiaustritte ins Haus stehen, wenn die SPD-Propagandisten in der taz sich derart für ein längst erledigtes Thema interessieren!
18.03.2009 17:08 Uhr
von Boris:
Okay, das sind also die aktuellen Forderungen und Ideen der Linkspartei. Was möglicherweise bald auch im Programm der Linken auftaucht? Steht hier, im taz-Blog: http://30jahre.taz.de/2009/03/707/
Leserkommentare
04.04.2011 19:10 Uhr
von Michael Böse:
Lang ist es her, dass ich als links denkender Mensch die TAZ abonniert und gelesen habe. Am Interviewstil merkt man dass TITANIC recht hat, wenn sie die TAZ als die kleine strebsame >>kleine FAZ<< bezeichnet, die als Sprungbrett für Journalisten dient, die mal in der großen FAZ landen wollen. Wenn es dafür nicht reicht, langt es immer noch für BILD oder den STERN. Man fragt sich warum solche Interviews sich alle gleichen? Toll fand ich in diesem Zusammenhang ein wütendes Interview im mit dem Historiker Hans Mommsen im DEUTSCHLANDFUNK zum Thema DIE LINKE, wo er dem Vertreter der selbsternannten vierten Gewalt mal richtig CONTRA gegeben hat! Es wird wohl Zeit das sich die TAZ-Macher auf ihre Wurzeln besinnen, sonst dürfen TAZ-Gediente wohl bald auch noch beim „staatsfernen DEUTSCHLANDFUNK anfangen! Nun haben mich auf der anderen Seite die Aussagen meines Parteivorsitzenden gar nicht vom Hocker gehauen. Nerven tut mich schon lange, dass er seine Argumentation immer mit den falschen Bildern belegt: "also GB hat ja auch einen Mindestlohn usw....... Und Helmut Schmidt zitiert wenn er den Kapitalismus kritisieren möchte -Ohhhhhhwehhhh! Der Genosse hält das für schlau und unangreifbar, es zeigt aber auch, dass er sich nicht traut Marx, oder einen Wilhelm Reich zu zitieren. Das hat sich bei Lafontaine zu einem nervigem Muster entwickelt. Erstaunlich das jemand, der sich öfters wie ein Tonband anhört, als begnadeter Redner gilt!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Hans Torbin:
Man würde sich wünschen, würden die Interviews mit den ReGIERenden im gleich Ton geführt. Es langweilt nämlich, dass die Politiker der Mitte (woher kommt eigentlich das Wort Mittelmäßigkeit?) den größten Quatsch parlieren können und die Journaille druckt es hirnlos und unhinterfragt ab.
Daher sind die Interviews mit einem Linkesn-Politker auch so spannend, denn sie sind provokativ gestellt, mehrfach hinterfragt und intelligent beantwortet. Weiter so Herr Lafontaine.
04.04.2011 19:10 Uhr
von M. Stocker:
Endlich mal ein Interview, bei dem man sich wenigstens damit trösten kann, dass es schon viel elendere Interviews gegeben hat. Wahrscheinlich Ulrike Herrmann sei Dank, denn von Herrn Reinecke kann man sowas in alleiniger Verantwortung nicht erwarten.
Lieber Robert Zion, dass Sie als überzeugter Linker es noch bei den Grünen aushalten, ehrt Sie ja sehr. Aus Ihren nun schon etwas eigenartigen Einwänden gegen das von Lafo vorgetragene entnehme ich, dass der Partei-übliche politische Realitätsverlust Sie schon ziemlich weit eingeholt hat.
Darf ich daran erinnern: wer hat geräuschlos und klaglos die Rot-Grüne Koalition in Hessen ermöglichen wollen? Waren das die Beamtenmikado-Spieler der FDP? Oder doch die angeblich 'nichts für Rot-Rot-Grün' tuenden Linken? War das etwa eine Blockade?
Und was ist so schlimm daran, Kriege und Umweltzerstörung zu blockieren, sozialen Raubbau und Verarmung zu blockieren? Manchmal und gegenüber manchen Leuten muss man halt auch nein sagen können, und den Mut aufbringen, sich kein irrationales Zugeständnis abfeilschen zu lassen. Das ist nämlich das Hauptproblem Ihrer Partei.
Dass in einem Interview, das dank graphischer Großzügigkeit (die mir an solchen Stellen gestohlen bleiben kann) auf einer halben Seite mehr allgemein als differenziert ausgesagt wird, müsste auch Ihnen klar sein. Hat Lafo Ypsilanti und al Wazir als durch und durch neoliberal bezeichnet? Sie gezwungen, eine Koalition mit der CDU oder FDP einzugehen? Es waren vier politische Amokläufer aus den Reihen der SPD, die das Ancien Regime wieder installieren ließen! Oder wollen Sie deren späte Gewissensbisse auch auf die Linke schieben?
Die Hessenwahl war doch ein schönes Beispiel für parteiübergreifendes Arbeiten an neuen Zielen: Bildungspolitik, Energiepolitik (da könnte sich der welke Baden-Württembergische Landesverband Ihrer Partei eine dicke Scheibe davon abschneiden), und Sozialpolitik.
Mir sind in dieser Situation alle Linken recht, ob bei Grünen, SPD, Salonsozialisten, Jusos, Desperados, von der Herz-Jesu-Fraktion der CDU/CSU, selbst ein FDP-ler, der nicht vergessen hat, dass man von Zeit zu Zeit das sozialdarwinistische Modell der westerwellisierten FDP mal überprüfen sollte und gegebenenfalls auch in die Tonne treten muss, und sich dann in gut-bürgerlicher Tradition auch nur dem Kampf gegen den Schäuble'schen Kontrollwahn anschließt. Nur sollten halt keiner so tun, als ob nur einer die reine Wahrheit vertritt. Lafontaine z.B. hat in seinen Wahlkampfauftritten immer die wichtige Rolle der Grünen bestätigt (in ihren Gründungsjahren) und dann ihre Verbiegung zum bürgerlichen Politikbetrieb kritisiert.
Dass Lafontaine die Übernahme vieler seiner Ansichten bzw. der Ansichten die die Linke-Mitglieder überwiegend teilen durch die bürgerlichen Parteien und Medien nicht ohne eine gewisse Befriedigung feststellt, finde ich normal und gegenüber den argumentresistenten Dummköpfen in den bürgerlichen Parteien, einschließlich des überwiegenden Teils der Grünen-Führung, nur gut.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Paul Kuhn:
ich halte die Mehrheit der Deutschen für knopfäugige Medienroboter, die nach dem Takt der Medien so ne Art langsamer Selbstauszehrungspolka tanzen. Ich fühle mich wie inmitten eines tragikkomischen Feldversuchs, dem die Satiriker garnicht mehr nachkommen können, weil ihre Karikaturen stets von der Wirklichkeit überholt werden. Die Nachdenkseiten kann ich auch nich mehr lesen, macht irgendwann depressiv dieses tapfere Anrennen von Albi Müller gegen die mediale Lügerei.
Und wieder ein weiterer Kommentarpopel...
04.04.2011 19:10 Uhr
von Linksleser:
Ich würde sagen: Zeit für eine schamlose, hoffentlich von beiden Seiten offene Debatte über die Vereinbarkeit von links und grün - dabei bitte kein Verstecken hinter Ästhetisierung, Kultur und Lebensstilvergötzung, ohne Selbststilisierung und Egomanie - aber bitte mit den Fluchtpunkten Umverteilung, Erbschaftssteuer, Selbstbegrenzung, Lebensstilwandel. Diese halbseidene und weichgespülte Kritikparodie a la grün ödet mich an!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Joachim Petrick:
Lieber Herr Reinecke,
der Mindestlohn von 10.- €/h macht doppelt Sinn. Einmal wird die Kaufkraft der Privathaushalte, angesichts der Tatsache gestärkt, dass Banken; Sparkassen niedrige Zinsen der EZB nicht an ihre Kunden weitergeben, wie es die Gesetze des Finanz- Marktes befehlen. Zum Zweiten wird endlich unternehmerisches Handeln wieder vom Kopf auf die Füße gestellt, weil nun nicht mehr Arbeitnehmer/innen als Aufstocker nach dem Verbrauch ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen Lohnzuschüsse, von Fall zu Niedriglohnfall, beantragen müssen, sondern Betriebe selber einer Bedürftigkeitsprüfung samt fundiertem Business- Plan unterzogen, befristet Lohnzuschüsse beantragen können.
Mit der Forderung von 500.- €/Person/Monat nach Hartz IV nähert sich wenigsten die Linkspartei unserer bestehenden Verfassungswirklichkeit an, die lt. Beschluss des BVG ein unpfändbares Einkommen/Person/Monat von ca. 936.- €/Monat rechtsverbindlich vorsieht. Folglich haben 936.- €/Monat/Person als verfassungsgemäße Grundsicherung zu gelten und sonst gar nichts, oder?
Warum haben Sie es unterlassen, Oskar Lafontaine in diesem interview als Kritiker des Bedingungslosen Grundeinkommens(BE) zu befragen?
Was ich hiermit nachhole(s. a. www.abgeordnetenwatch.de )
„Die Übernahme des Bedingungslosen Grundeinkommens (BE) hat bisher keinen Eingang in das Wahlprogramm der Linkspartei gefunden. Deshalb habe ich folgende Fragen an Oskar Lafontaine als Kritiker des BE:
1. Wird das BE unverpfändbar sein (Vorgabe des BVG sind ca 936.- € /Monat) und trotzdem Kreditwürdigkeit der Leistungsbezieher gewährleisten?
2. Kollidiert das BE als Subvention von Einkommen, Lohnarbeit mit Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt?
3. Wird mit der Einführung des BE schlagartig der Mobilisierungs-, Organsationsgrad aller Befürworter dramatisch mit dem Ergebnis absinken, dass es außer einer Hot- Line kein Netzwerk mehr gibt?
4. Wird die Einführung eines BE die Schaffung von mehr Illegalen als "Sklavenarbeiter/innen" in unserer Schattenwirtschaft zur Folge haben, oder die Legalisierung von Illegalen als normale Arbeitnehmer/innen befördern?
5. Wird die Einführung des BE Privathaushalte Unternehmen rechtlich gleichstellen?
6. Wird das BE im Falle der Verschuldung von Privathaushalten einen nie dagewesenen Druck aufbauen, jede, aber auch jede Arbeit, frei von Tarifbestimmungen, zu asymmetrisch "verhandelten" Bedingungen anzunehmen?
7. Verstößt die gegenwärtige Subvention von Lohnarbeit für Unternehmen in Deutschland über prekäre Zuschüsse an Arbeitnehmer/innen, nach dem Verbrauch des Restvermögen vor dem Schonvermögen, nicht nur im Niedriglohnbereich, über die Hartz IV Gesetze gegen Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt?
8. Subventionieren Arbeitnehmer Unternehmen die Finanzierung von Lohnarbeit durch die Einbringung ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen, bevor sie als Aufstocker nach den Hartz IV Gesetzen auf Antrag anerkannt werden?
9. Warum wird Betrieben keine Bedürftigkeitsprüfung samt Vorlage eines fundierten Business- Planes für die Beziehung von befristeter Lohnsubvention auferlegt?
tschüss
JP
04.04.2011 19:10 Uhr
von Ihr Name fuchs:
.IhrenInterview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!
Dem Kommentar von Paul E.Ist eigentlich nichts mehr hizuzufügen . Ich möchte ihn voll und ganz unterstreichen. Die Linkspartei ist die derzeit d einzige wählbare Partei damit sich was ändert!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Katrin Trautwein:
So manche Fragestellung im Interview vermittelt mir folgenden Eindruck: Die taz folgt den Grünen auf dem Weg, eine bessere FDP zu werden. Oder wie soll man es sonst lesen, wenn Ulrike Herrmann & Stefan Reinecke nichts besseres zu tun haben, als einen Lohn von 10 Euro die Stunde und 500 Euro zum Leben für Arbeitslose als "Maximalforderungen" titulieren, mit denen sich Linke "aus der ernsthaften Debatte" verabschieden würden? Das ist doch übelstes neoliberales Gewäsch, sowas. Warum fällt denn den beiden nicht im geringsten ein, Lafontaine mal "von links" auf den Zahn zu fühlen? Traurig, traurig.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Detlef Piepke:
Der Mann gehörte schon immer zu den klügsten Politikern Deutschlands. Der Ausstieg aus dem Kasperle-Theater hat in noch besser gemacht und vor allem: die Erkenntnis, dass Selbstkritik ein wesentliches Element zur persönlichen Weiterbildung ist.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Paul E:
Interview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!
Übertragen auf die Politiker sollte man sich nicht die Frage stellen, ob diese kompetent seien. Das sind sie nämlich durchweg alle. Nur man sollte sich die Frage stellen FÜR WEN sie wirklich arbeiten!
Betrachten wir uns den kontinuierlichen Verlauf und das Engagement für die Bevölkerung stellen wir fest, dass auf Landesebene außer der Linkspartei und etwas der Grünen weder die CDU, CSU, FTP so richtig für die Menschen tätig sind. Vielmehr wird bei den großen Parteien Arroganz, Stutenbissigkeit und populistischen TV Auftritte der Vorrang gewährt, anstatt den von uns erteilten Öffentlichen Dienstauftrag in unserem Sinne auszuführen.
Einige Beispiele zum nachdenken:
Warum werden die Einkommen der Politiker nun doch nicht offen gelegt wie es anfangs den Anschein hatte? Was ist mit den Lügen von Roland Koch Stichwort "brutalstmögliche Aufklärung..... gekaufte Wählerstimmen usw.“ das ist vermutlich nur die Spitze vom Eisberg"
Die Lachnummer Schröder hat sich ja als „Bäumchen wechsel dich“ geoutet, nachdem publik wurde, dass er Putins neuer Busenfreund wird und praktischer Weise gleich mal einen Posten beim russischen Energieversorger "angeboten" bekommen hat. Ein Schelm wer da böses denkt, oder?
Das Barak Obama (als Maskottchen) nun die "Herzen" der Welt eroberte, sich aber jetzt offenbart (mal nach "Obama Deseption" suchen) dass nichts mit Guantanamo Schließung ist, nichts mit Truppenabzug in 6 Monaten und eher Steuergelder willkürlich unter den Privaties der privaten Federel Reserve Bank verteilt wurden und Millionen $ gar VERSCHWUNDEN sind. Wer sitzt denn an seiner Seite? Doch nicht zufällig ein Ex-Wallstreet und Federal Reserve Bank Mitglied? Ohhnnn doch!
Doch er ist psychologisch nur ein Nachfolger Angela Merkes. Die als "Quotenfrau aus dem Osten" den selben Effekt bei der Bevölkerung auslösen sollte wie kurz Barak Obama. Nämlich dass sich die Menschen zurücklehen und glauben "aaaaaach …... und jetzt wird alles sicher besser". Da lohnt ein Blick in die Vergangenheit von Angela Merkel. Sie war in Überwachungs- und Staatssicherheitsdiensten involviert. Nicht Volkswagen, sondern Volksvalium also!
Europa? NEIN sage ich und meine Leute wacht endlich auf!
Auch ich war ein EU Befürworter doch damals hatte ich noch KEINE Ahnung wem die EU eigentlich zuspielt und dass wir als Menschen KEINE Rechte mehr haben da der EU GH weder von uns angesprochen werden kann, noch selbst Gesetze erarbeitet. NICHT DEN MENSCHEN, sondern nur den Kapitalgesellschaften! Den Globalen Hintermännern aus England und den USA die schon seit Jahrzehnten die Fäden in den Händen halten... Energie, Information, Meiden, Politik, Agrarwirtschaft, Pharma, Patante..... so viel zum Thema FREIHEIT und so!
Und warum wird der Mensch nun aller seiner Grundrechte beraubt dank Schilly und Konsorten?
Bankgeheimnis... weg! Postgeheimnis... weg! Meinungsfreiheit und Informantenschutz bei Journalisten & Anwälten ... weg! Unversehrtheit der Privatwohnung... dank Online - Überwachung der Computer und Terrorgesetze.. weg!...... das war jetzt nur ein Bruchteil
Und warum????? Weil die Menschen weltweit belogen und betrogen wurden und werden. Von wegen Massenvernichtungsmittel!
Oskar und Gregor haben dank ihres Engagements und Ihrer Langatmigkeit bewiesen eben NICHT für die Lobby zu arbeiten, sondern für die MENSCHEN!
Leider sind wir Menschen Herdentiere und gestehen uns die eigenen Fehler nur UNGERN ein. Dazu gehören auch politische Meinungen und Einstellungen zur EU.
Auch ich gehöre bis vor kurzem noch zu den Jüngern der großen und faselte die erniedrigenden und arroganten Sprüche über die Linkspartei und deren Kandidaten nach.... ja quazi als Herdentier.
Doch dank guter Freunde und Bekannter und der daraus resultierenden eigenen Recherche im weltweiten Internet (die NOCH möglich ist) wurden mir die Augen erschreckend schnell geöffnet. Und nach dem 10 tägigen Gefühl von ... ach man kann doch sowieso nichts tun und lass die anderen das machen kam das Gefühl der Stärke. Der Offenheit und der Zusammengehörigkeit mit Menschen die ebenfalls das Spiel durchschaut und Ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Ich empfehle nach den Video Mitschnitten zu suchen:
1) EU Verfassung Reformvertrag aufgedeckt - Prof. Schachtschneider
2) Vortrag Crashkurs Geld und Recht: Andreas Clauss
3) Strafanzeige gegen Merkel wegen Hochverrat
(Ich selbst habe selbstverständlich auch diese Anzeige erstattet und jeder wird es auch tun, wenn er NUR diese Informationen verarbeitet!)
4) Obama Deseption Axel Jones
5) Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent
6) Lidesy Williams – Der Ölpreis war geplant und ein Betrug!
usw usw
und erst dann beginnt die schmerzvolle Reise zur Wahrheit! Die Erkenntnis nicht mehr passiv zu sein, sondern auch selbst mehr aktiv politisch zu handeln! Sich zu informieren. Aber nicht nur bei ARD & CO und Anne Will die nur BRAVE Personen einladen will, die den Menschen bloß keine Wahrheit = "Flausen" in den Kopf setzen könnten. Ich würde da gerne als Gast mal Prof. Schachtschneider sehen.
Und man kennt plötzlich die Antwort auf viele "warum eigentlich?" Fragen. Erst dann entsteht der Respekt und die Hochachtung zu Personen wie Oskar Lafontaine und Gregor Gysi.
Themen und Ideen wie joytopia stehen bereit... lasst uns friedlich den Schritt wagen. WIR WAREN VIEL ZU LANGE ABGELENKT, HABEN VIEL ZU LANGE JA GESAGT UND VIEL ZU LANGE VERTRAUT UND NICHT GENAU NACHGESCHAUT, stimmts?
Jetzt geht es um uns, die Menschen!
04.04.2011 19:10 Uhr
von Andreas:
taz "gegen" Lafontaine? Ich konnte keine Gegnerschaft herauslesen und würde die bei Ulrike Herrmann, die ich für ihre klugen Kommentare zur Sozial- und Rentenpolitik sehr schätze, auch nie vermuten.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Robert Zion:
Lieber Herr Lafontaine,
Eine Kaskade von Allaussagen: "Wir sind die Einzigen...", "Alle anderen haben nichts begriffen...", "Ich war der Einzige...", "Die anderen sind alle neoliberal..." und, und, und.
Sie sind klug und politisch erfahren genug, um sehr genau zu wissen, dass dies nicht so ist, nicht so sein kann. Sie werden ebenfalls Max Webers Unterscheidung zwischen Gesinnungs-und Verantwortungsethik kennen.
Und so fällt Ihnen auf einen durchaus berechtigten Einwand der taz („Die Linkspartei tut aber nichts, um Rot-Rot-Grün zu ermöglichen“) nur das “Ablenkungsmanöver“ ein.
Als überzeugter Linker, der eben aus dieser Überzeugung bei den Grünen aktiv ist, frage ich Sie: Wollen Sie sich einfach raushalten aus dem Geschäft und die Linke in der Republik mit schwarzer Pädagogik kurieren? Oder einfach nur blockieren?
Was sagen Sie denen, die Sie wählen, damit es ihnen ganz konkret einmal besser geht (oder angesichts der Krise nicht noch schlechter), eigentlich noch anders, außer: „Wir sind die Einzigen und die anderen sind alle neoliberal“?
Oder wollen Sie am Ende Grüne und SPD nur durch das Sich-Raushalten aus der Verantwortung dazu zwingen, das schlechte mit CDU/FDP tun zu müssen, um dann wieder als die Einzigen, Wahren und Guten dazustehen?
Halten Sie solch eine Politik per Ausschlussverfahren eigentlich für irgendwie politisch? Fundamentalopposition als Taktik und auch noch per Dekret des Parteivorsitzenden jedenfalls, scheint mir doch nichts, aber auch gar nichts, mit politischen Überzeugungen zu tun zu haben.
Und von einem historischen Moment des Mitte-Links-Lagers möchte ich hier gar nicht reden. Es ist zwar allzu offensichtlich, dass dieser jetzt gekommen ist, mit solcher Selbstbestätigung und Selbstbeschäftigung wird dieser aber schlicht verschlafen. Und so schlafen Sie dann selbstzufrieden den Schlaf der Gerechten.
Am Ende könnten auch Sie nur (weiterer) Repräsentant eines Parteien- und Honoratiorensystems sein, dass einen galoppierenden Vertrauensverlust in die Demokratie erzeugt.
Aber linke Politik findet ohnehin gegenwärtig woanders statt, dort, wo parteiübergreifend die Notwendigkeit neuer gesellschaftspolitischer Zielvorstellungen erkannt und an ihnen gearbeitet wird.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Rainer Schlösser:
Oskar Lafontaine hat richtig gelegen. Aber man hat nicht nur rote Teppiche ausgerollt. US-Hedgefonds Manager Myron Samuel Scholes und Robert C. Merton, Direktoren von LTCM, erhielten 1997 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Details finden Sie im Buch "Chrashkurs" von Dirk, "the Dax", Müller.
04.04.2011 19:10 Uhr
von vic:
Was soll das "wird die Linke radikaler", nur weil Sarah Wagenknecht etwas zur Lage sagte.
Ein ziemlich Linke-feindliches Interview. Ich beobachte die Partei schon lange, ich höre und ich sehe was Die Linke, und was die anderen Schwätzer tun.
Gäbe es Die Linke nicht, würde ich nicht mal mehr zur Wahl gehen.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Karl Ilnyzckyj:
Inzwischen haben wir den Zusammenhang zwischen "Lohndeflation", Sozialabbau und "Freihandel" erkannt.
Meines Erachtens kann eine gerechte Verteilung des Volkseinkommens nur bei einer gleichzeitigen Abschaffung des "Freihandels" erreicht werden.
04.04.2011 19:10 Uhr
von wanja:
Ein Soziologe von einem anderen Planeten würde wahrscheinlich - aus gutem Grund - annehmen, dass es kein Zufall ist, dass in Gesellschaften, in denen Menschen verbal polemisch mit Insekten, z.B. Heuschrecken, verglichen werden, keine 100 Jahre zurückliegt, dass Menschen mit Insektengift vergast wurden.
P.S: Auch Herr Glos von der CSU hat übrigens vor wenigen Jahren z.B. "die Grünen" öffentlich als "Zecken" bezeichnet, wenn ich mich recht erinnere (es ging darum, dass er meinte, sie würden als Partei in einigen Jahrzehnten gar nicht mehr existieren, weil sie angeblich ihre Wirte nur aussaugen würden ... naja, CSU-Logik halt).
PolitikerInen auf solchem Niveau sollten von vernünftigen & humanen WählerInnen boykottiert werden.
04.04.2011 19:10 Uhr
von Helmut Ruch:
Zwei taz-Nullen gegen Lafontaine, die kurze Zusammenfassung dieses Interviews. Außer einer platten Aufzählung der SPD-Propaganda gegen Lafo und die Linke fällt den beiden nichts ein; man merkt, dass sie sich gar nicht inhaltlich mit der Linken und den angesprochenen Themen beschäftigt haben.
Allenfalls die Frage nach dem Scheitern einiger "europafreundlicher" Kandidaten für die Europawahl scheint mir interessant. Da dürften der Linken vor der Bundestagswahl noch einige spektakuläre Parteiaustritte ins Haus stehen, wenn die SPD-Propagandisten in der taz sich derart für ein längst erledigtes Thema interessieren!
04.04.2011 19:09 Uhr
von Boris:
Okay, das sind also die aktuellen Forderungen und Ideen der Linkspartei. Was möglicherweise bald auch im Programm der Linken auftaucht? Steht hier, im taz-Blog: http://30jahre.taz.de/2009/03/707/
11.02.2011 17:51 Uhr
von Michael Böse:
Lang ist es her, dass ich als links denkender Mensch die TAZ abonniert und gelesen habe. Am Interviewstil merkt man dass TITANIC recht hat, wenn sie die TAZ als die kleine strebsame >>kleine FAZ<< bezeichnet, die als Sprungbrett für Journalisten dient, die mal in der großen FAZ landen wollen. Wenn es dafür nicht reicht, langt es immer noch für BILD oder den STERN. Man fragt sich warum solche Interviews sich alle gleichen? Toll fand ich in diesem Zusammenhang ein wütendes Interview im mit dem Historiker Hans Mommsen im DEUTSCHLANDFUNK zum Thema DIE LINKE, wo er dem Vertreter der selbsternannten vierten Gewalt mal richtig CONTRA gegeben hat! Es wird wohl Zeit das sich die TAZ-Macher auf ihre Wurzeln besinnen, sonst dürfen TAZ-Gediente wohl bald auch noch beim „staatsfernen DEUTSCHLANDFUNK anfangen! Nun haben mich auf der anderen Seite die Aussagen meines Parteivorsitzenden gar nicht vom Hocker gehauen. Nerven tut mich schon lange, dass er seine Argumentation immer mit den falschen Bildern belegt: "also GB hat ja auch einen Mindestlohn usw....... Und Helmut Schmidt zitiert wenn er den Kapitalismus kritisieren möchte -Ohhhhhhwehhhh! Der Genosse hält das für schlau und unangreifbar, es zeigt aber auch, dass er sich nicht traut Marx, oder einen Wilhelm Reich zu zitieren. Das hat sich bei Lafontaine zu einem nervigem Muster entwickelt. Erstaunlich das jemand, der sich öfters wie ein Tonband anhört, als begnadeter Redner gilt!
11.02.2011 17:51 Uhr
von M. Stocker:
Endlich mal ein Interview, bei dem man sich wenigstens damit trösten kann, dass es schon viel elendere Interviews gegeben hat. Wahrscheinlich Ulrike Herrmann sei Dank, denn von Herrn Reinecke kann man sowas in alleiniger Verantwortung nicht erwarten.
Lieber Robert Zion, dass Sie als überzeugter Linker es noch bei den Grünen aushalten, ehrt Sie ja sehr. Aus Ihren nun schon etwas eigenartigen Einwänden gegen das von Lafo vorgetragene entnehme ich, dass der Partei-übliche politische Realitätsverlust Sie schon ziemlich weit eingeholt hat.
Darf ich daran erinnern: wer hat geräuschlos und klaglos die Rot-Grüne Koalition in Hessen ermöglichen wollen? Waren das die Beamtenmikado-Spieler der FDP? Oder doch die angeblich 'nichts für Rot-Rot-Grün' tuenden Linken? War das etwa eine Blockade?
Und was ist so schlimm daran, Kriege und Umweltzerstörung zu blockieren, sozialen Raubbau und Verarmung zu blockieren? Manchmal und gegenüber manchen Leuten muss man halt auch nein sagen können, und den Mut aufbringen, sich kein irrationales Zugeständnis abfeilschen zu lassen. Das ist nämlich das Hauptproblem Ihrer Partei.
Dass in einem Interview, das dank graphischer Großzügigkeit (die mir an solchen Stellen gestohlen bleiben kann) auf einer halben Seite mehr allgemein als differenziert ausgesagt wird, müsste auch Ihnen klar sein. Hat Lafo Ypsilanti und al Wazir als durch und durch neoliberal bezeichnet? Sie gezwungen, eine Koalition mit der CDU oder FDP einzugehen? Es waren vier politische Amokläufer aus den Reihen der SPD, die das Ancien Regime wieder installieren ließen! Oder wollen Sie deren späte Gewissensbisse auch auf die Linke schieben?
Die Hessenwahl war doch ein schönes Beispiel für parteiübergreifendes Arbeiten an neuen Zielen: Bildungspolitik, Energiepolitik (da könnte sich der welke Baden-Württembergische Landesverband Ihrer Partei eine dicke Scheibe davon abschneiden), und Sozialpolitik.
Mir sind in dieser Situation alle Linken recht, ob bei Grünen, SPD, Salonsozialisten, Jusos, Desperados, von der Herz-Jesu-Fraktion der CDU/CSU, selbst ein FDP-ler, der nicht vergessen hat, dass man von Zeit zu Zeit das sozialdarwinistische Modell der westerwellisierten FDP mal überprüfen sollte und gegebenenfalls auch in die Tonne treten muss, und sich dann in gut-bürgerlicher Tradition auch nur dem Kampf gegen den Schäuble'schen Kontrollwahn anschließt. Nur sollten halt keiner so tun, als ob nur einer die reine Wahrheit vertritt. Lafontaine z.B. hat in seinen Wahlkampfauftritten immer die wichtige Rolle der Grünen bestätigt (in ihren Gründungsjahren) und dann ihre Verbiegung zum bürgerlichen Politikbetrieb kritisiert.
Dass Lafontaine die Übernahme vieler seiner Ansichten bzw. der Ansichten die die Linke-Mitglieder überwiegend teilen durch die bürgerlichen Parteien und Medien nicht ohne eine gewisse Befriedigung feststellt, finde ich normal und gegenüber den argumentresistenten Dummköpfen in den bürgerlichen Parteien, einschließlich des überwiegenden Teils der Grünen-Führung, nur gut.
11.02.2011 17:51 Uhr
von Linksleser:
Ich würde sagen: Zeit für eine schamlose, hoffentlich von beiden Seiten offene Debatte über die Vereinbarkeit von links und grün - dabei bitte kein Verstecken hinter Ästhetisierung, Kultur und Lebensstilvergötzung, ohne Selbststilisierung und Egomanie - aber bitte mit den Fluchtpunkten Umverteilung, Erbschaftssteuer, Selbstbegrenzung, Lebensstilwandel. Diese halbseidene und weichgespülte Kritikparodie a la grün ödet mich an!
11.02.2011 17:51 Uhr
von Ihr Name fuchs:
.IhrenInterview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!
Dem Kommentar von Paul E.Ist eigentlich nichts mehr hizuzufügen . Ich möchte ihn voll und ganz unterstreichen. Die Linkspartei ist die derzeit d einzige wählbare Partei damit sich was ändert!
11.02.2011 17:51 Uhr
von Detlef Piepke:
Der Mann gehörte schon immer zu den klügsten Politikern Deutschlands. Der Ausstieg aus dem Kasperle-Theater hat in noch besser gemacht und vor allem: die Erkenntnis, dass Selbstkritik ein wesentliches Element zur persönlichen Weiterbildung ist.
11.02.2011 17:51 Uhr
von vic:
Was soll das "wird die Linke radikaler", nur weil Sarah Wagenknecht etwas zur Lage sagte.
Ein ziemlich Linke-feindliches Interview. Ich beobachte die Partei schon lange, ich höre und ich sehe was Die Linke, und was die anderen Schwätzer tun.
Gäbe es Die Linke nicht, würde ich nicht mal mehr zur Wahl gehen.
11.02.2011 17:51 Uhr
von Boris:
Okay, das sind also die aktuellen Forderungen und Ideen der Linkspartei. Was möglicherweise bald auch im Programm der Linken auftaucht? Steht hier, im taz-Blog: http://30jahre.taz.de/2009/03/707/
29.01.2010 15:02 Uhr
von Gurkenkurve:
Der Reinecke. tz tz
21.03.2009 21:42 Uhr
von Michael Böse:
Lang ist es her, dass ich als links denkender Mensch die TAZ abonniert und gelesen habe. Am Interviewstil merkt man dass TITANIC recht hat, wenn sie die TAZ als die kleine strebsame >>kleine FAZ<< bezeichnet, die als Sprungbrett für Journalisten dient, die mal in der großen FAZ landen wollen. Wenn es dafür nicht reicht, langt es immer noch für BILD oder den STERN. Man fragt sich warum solche Interviews sich alle gleichen? Toll fand ich in diesem Zusammenhang ein wütendes Interview im mit dem Historiker Hans Mommsen im DEUTSCHLANDFUNK zum Thema DIE LINKE, wo er dem Vertreter der selbsternannten vierten Gewalt mal richtig CONTRA gegeben hat! Es wird wohl Zeit das sich die TAZ-Macher auf ihre Wurzeln besinnen, sonst dürfen TAZ-Gediente wohl bald auch noch beim „staatsfernen DEUTSCHLANDFUNK anfangen! Nun haben mich auf der anderen Seite die Aussagen meines Parteivorsitzenden gar nicht vom Hocker gehauen. Nerven tut mich schon lange, dass er seine Argumentation immer mit den falschen Bildern belegt: "also GB hat ja auch einen Mindestlohn usw....... Und Helmut Schmidt zitiert wenn er den Kapitalismus kritisieren möchte -Ohhhhhhwehhhh! Der Genosse hält das für schlau und unangreifbar, es zeigt aber auch, dass er sich nicht traut Marx, oder einen Wilhelm Reich zu zitieren. Das hat sich bei Lafontaine zu einem nervigem Muster entwickelt. Erstaunlich das jemand, der sich öfters wie ein Tonband anhört, als begnadeter Redner gilt!
20.03.2009 14:36 Uhr
von Hans Torbin:
Man würde sich wünschen, würden die Interviews mit den ReGIERenden im gleich Ton geführt. Es langweilt nämlich, dass die Politiker der Mitte (woher kommt eigentlich das Wort Mittelmäßigkeit?) den größten Quatsch parlieren können und die Journaille druckt es hirnlos und unhinterfragt ab.
Daher sind die Interviews mit einem Linkesn-Politker auch so spannend, denn sie sind provokativ gestellt, mehrfach hinterfragt und intelligent beantwortet. Weiter so Herr Lafontaine.
20.03.2009 12:53 Uhr
von M. Stocker:
Endlich mal ein Interview, bei dem man sich wenigstens damit trösten kann, dass es schon viel elendere Interviews gegeben hat. Wahrscheinlich Ulrike Herrmann sei Dank, denn von Herrn Reinecke kann man sowas in alleiniger Verantwortung nicht erwarten.
Lieber Robert Zion, dass Sie als überzeugter Linker es noch bei den Grünen aushalten, ehrt Sie ja sehr. Aus Ihren nun schon etwas eigenartigen Einwänden gegen das von Lafo vorgetragene entnehme ich, dass der Partei-übliche politische Realitätsverlust Sie schon ziemlich weit eingeholt hat.
Darf ich daran erinnern: wer hat geräuschlos und klaglos die Rot-Grüne Koalition in Hessen ermöglichen wollen? Waren das die Beamtenmikado-Spieler der FDP? Oder doch die angeblich 'nichts für Rot-Rot-Grün' tuenden Linken? War das etwa eine Blockade?
Und was ist so schlimm daran, Kriege und Umweltzerstörung zu blockieren, sozialen Raubbau und Verarmung zu blockieren? Manchmal und gegenüber manchen Leuten muss man halt auch nein sagen können, und den Mut aufbringen, sich kein irrationales Zugeständnis abfeilschen zu lassen. Das ist nämlich das Hauptproblem Ihrer Partei.
Dass in einem Interview, das dank graphischer Großzügigkeit (die mir an solchen Stellen gestohlen bleiben kann) auf einer halben Seite mehr allgemein als differenziert ausgesagt wird, müsste auch Ihnen klar sein. Hat Lafo Ypsilanti und al Wazir als durch und durch neoliberal bezeichnet? Sie gezwungen, eine Koalition mit der CDU oder FDP einzugehen? Es waren vier politische Amokläufer aus den Reihen der SPD, die das Ancien Regime wieder installieren ließen! Oder wollen Sie deren späte Gewissensbisse auch auf die Linke schieben?
Die Hessenwahl war doch ein schönes Beispiel für parteiübergreifendes Arbeiten an neuen Zielen: Bildungspolitik, Energiepolitik (da könnte sich der welke Baden-Württembergische Landesverband Ihrer Partei eine dicke Scheibe davon abschneiden), und Sozialpolitik.
Mir sind in dieser Situation alle Linken recht, ob bei Grünen, SPD, Salonsozialisten, Jusos, Desperados, von der Herz-Jesu-Fraktion der CDU/CSU, selbst ein FDP-ler, der nicht vergessen hat, dass man von Zeit zu Zeit das sozialdarwinistische Modell der westerwellisierten FDP mal überprüfen sollte und gegebenenfalls auch in die Tonne treten muss, und sich dann in gut-bürgerlicher Tradition auch nur dem Kampf gegen den Schäuble'schen Kontrollwahn anschließt. Nur sollten halt keiner so tun, als ob nur einer die reine Wahrheit vertritt. Lafontaine z.B. hat in seinen Wahlkampfauftritten immer die wichtige Rolle der Grünen bestätigt (in ihren Gründungsjahren) und dann ihre Verbiegung zum bürgerlichen Politikbetrieb kritisiert.
Dass Lafontaine die Übernahme vieler seiner Ansichten bzw. der Ansichten die die Linke-Mitglieder überwiegend teilen durch die bürgerlichen Parteien und Medien nicht ohne eine gewisse Befriedigung feststellt, finde ich normal und gegenüber den argumentresistenten Dummköpfen in den bürgerlichen Parteien, einschließlich des überwiegenden Teils der Grünen-Führung, nur gut.
20.03.2009 09:53 Uhr
von C.K.:
Paul E.
"Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!"
Geht's noch? Schonmal was von Rechtsstaat gehört?
Heißt es nicht freiheitlich-demokratische Grundordnung? Ich weiß dass die Linke einen eher merkwürdigen Freiheits- und Demokratiebegriff hat ("Freiheit zu", statt "Freiheit von"), aber ihr Kommentar macht mir Angst. Erinnert mich an den Biermann Klassiker:
"Auch Liberale werden wir be-freien". Schönen Dank auch.
Man kann auch zu einer von der Ihren abweichenden Meinung kommen ohne ein "dummes Herdentier" zu sein. Ich finde es bemerkenswert, dass so oft Menschen dem Glauben erliegen, Ihre Meinung sei eine Minderheitenmeinung, weil böse Mächte am Werk sind. Ziehen Sie doch mal in Betracht, dass Sie eine völlig verdrehte Weltsicht haben.
mfg
MfG
20.03.2009 01:24 Uhr
von Paul Kuhn:
ich halte die Mehrheit der Deutschen für knopfäugige Medienroboter, die nach dem Takt der Medien so ne Art langsamer Selbstauszehrungspolka tanzen. Ich fühle mich wie inmitten eines tragikkomischen Feldversuchs, dem die Satiriker garnicht mehr nachkommen können, weil ihre Karikaturen stets von der Wirklichkeit überholt werden. Die Nachdenkseiten kann ich auch nich mehr lesen, macht irgendwann depressiv dieses tapfere Anrennen von Albi Müller gegen die mediale Lügerei.
Und wieder ein weiterer Kommentarpopel...
20.03.2009 00:12 Uhr
von Linksleser:
Ich würde sagen: Zeit für eine schamlose, hoffentlich von beiden Seiten offene Debatte über die Vereinbarkeit von links und grün - dabei bitte kein Verstecken hinter Ästhetisierung, Kultur und Lebensstilvergötzung, ohne Selbststilisierung und Egomanie - aber bitte mit den Fluchtpunkten Umverteilung, Erbschaftssteuer, Selbstbegrenzung, Lebensstilwandel. Diese halbseidene und weichgespülte Kritikparodie a la grün ödet mich an!
19.03.2009 21:15 Uhr
von Joachim Petrick:
Lieber Herr Reinecke,
der Mindestlohn von 10.- €/h macht doppelt Sinn. Einmal wird die Kaufkraft der Privathaushalte, angesichts der Tatsache gestärkt, dass Banken; Sparkassen niedrige Zinsen der EZB nicht an ihre Kunden weitergeben, wie es die Gesetze des Finanz- Marktes befehlen. Zum Zweiten wird endlich unternehmerisches Handeln wieder vom Kopf auf die Füße gestellt, weil nun nicht mehr Arbeitnehmer/innen als Aufstocker nach dem Verbrauch ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen Lohnzuschüsse, von Fall zu Niedriglohnfall, beantragen müssen, sondern Betriebe selber einer Bedürftigkeitsprüfung samt fundiertem Business- Plan unterzogen, befristet Lohnzuschüsse beantragen können.
Mit der Forderung von 500.- €/Person/Monat nach Hartz IV nähert sich wenigsten die Linkspartei unserer bestehenden Verfassungswirklichkeit an, die lt. Beschluss des BVG ein unpfändbares Einkommen/Person/Monat von ca. 936.- €/Monat rechtsverbindlich vorsieht. Folglich haben 936.- €/Monat/Person als verfassungsgemäße Grundsicherung zu gelten und sonst gar nichts, oder?
Warum haben Sie es unterlassen, Oskar Lafontaine in diesem interview als Kritiker des Bedingungslosen Grundeinkommens(BE) zu befragen?
Was ich hiermit nachhole(s. a. www.abgeordnetenwatch.de )
„Die Übernahme des Bedingungslosen Grundeinkommens (BE) hat bisher keinen Eingang in das Wahlprogramm der Linkspartei gefunden. Deshalb habe ich folgende Fragen an Oskar Lafontaine als Kritiker des BE:
1. Wird das BE unverpfändbar sein (Vorgabe des BVG sind ca 936.- € /Monat) und trotzdem Kreditwürdigkeit der Leistungsbezieher gewährleisten?
2. Kollidiert das BE als Subvention von Einkommen, Lohnarbeit mit Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt?
3. Wird mit der Einführung des BE schlagartig der Mobilisierungs-, Organsationsgrad aller Befürworter dramatisch mit dem Ergebnis absinken, dass es außer einer Hot- Line kein Netzwerk mehr gibt?
4. Wird die Einführung eines BE die Schaffung von mehr Illegalen als "Sklavenarbeiter/innen" in unserer Schattenwirtschaft zur Folge haben, oder die Legalisierung von Illegalen als normale Arbeitnehmer/innen befördern?
5. Wird die Einführung des BE Privathaushalte Unternehmen rechtlich gleichstellen?
6. Wird das BE im Falle der Verschuldung von Privathaushalten einen nie dagewesenen Druck aufbauen, jede, aber auch jede Arbeit, frei von Tarifbestimmungen, zu asymmetrisch "verhandelten" Bedingungen anzunehmen?
7. Verstößt die gegenwärtige Subvention von Lohnarbeit für Unternehmen in Deutschland über prekäre Zuschüsse an Arbeitnehmer/innen, nach dem Verbrauch des Restvermögen vor dem Schonvermögen, nicht nur im Niedriglohnbereich, über die Hartz IV Gesetze gegen Bestimmungen der WTO zum Weltarbeitsmarkt?
8. Subventionieren Arbeitnehmer Unternehmen die Finanzierung von Lohnarbeit durch die Einbringung ihres Restvermögen vor dem Schonvermögen, bevor sie als Aufstocker nach den Hartz IV Gesetzen auf Antrag anerkannt werden?
9. Warum wird Betrieben keine Bedürftigkeitsprüfung samt Vorlage eines fundierten Business- Planes für die Beziehung von befristeter Lohnsubvention auferlegt?
tschüss
JP
19.03.2009 17:17 Uhr
von Ihr Name fuchs:
.IhrenInterview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!
Dem Kommentar von Paul E.Ist eigentlich nichts mehr hizuzufügen . Ich möchte ihn voll und ganz unterstreichen. Die Linkspartei ist die derzeit d einzige wählbare Partei damit sich was ändert!
19.03.2009 13:56 Uhr
von Katrin Trautwein:
So manche Fragestellung im Interview vermittelt mir folgenden Eindruck: Die taz folgt den Grünen auf dem Weg, eine bessere FDP zu werden. Oder wie soll man es sonst lesen, wenn Ulrike Herrmann & Stefan Reinecke nichts besseres zu tun haben, als einen Lohn von 10 Euro die Stunde und 500 Euro zum Leben für Arbeitslose als "Maximalforderungen" titulieren, mit denen sich Linke "aus der ernsthaften Debatte" verabschieden würden? Das ist doch übelstes neoliberales Gewäsch, sowas. Warum fällt denn den beiden nicht im geringsten ein, Lafontaine mal "von links" auf den Zahn zu fühlen? Traurig, traurig.
19.03.2009 13:14 Uhr
von Detlef Piepke:
Der Mann gehörte schon immer zu den klügsten Politikern Deutschlands. Der Ausstieg aus dem Kasperle-Theater hat in noch besser gemacht und vor allem: die Erkenntnis, dass Selbstkritik ein wesentliches Element zur persönlichen Weiterbildung ist.
19.03.2009 12:14 Uhr
von Paul E:
Interview Inhalte hin oder her, was zählt sind die INHALTE und die GRADLINIGKEIT der Kandidaten und wer genauer nachdenkt sollte eines wissen: Demokratie heißt nicht Freiheit (doch sie schleißt sie nicht aus) sondern ALLE Gewalt geht ausnahmslos vom Volk aus!
Übertragen auf die Politiker sollte man sich nicht die Frage stellen, ob diese kompetent seien. Das sind sie nämlich durchweg alle. Nur man sollte sich die Frage stellen FÜR WEN sie wirklich arbeiten!
Betrachten wir uns den kontinuierlichen Verlauf und das Engagement für die Bevölkerung stellen wir fest, dass auf Landesebene außer der Linkspartei und etwas der Grünen weder die CDU, CSU, FTP so richtig für die Menschen tätig sind. Vielmehr wird bei den großen Parteien Arroganz, Stutenbissigkeit und populistischen TV Auftritte der Vorrang gewährt, anstatt den von uns erteilten Öffentlichen Dienstauftrag in unserem Sinne auszuführen.
Einige Beispiele zum nachdenken:
Warum werden die Einkommen der Politiker nun doch nicht offen gelegt wie es anfangs den Anschein hatte? Was ist mit den Lügen von Roland Koch Stichwort "brutalstmögliche Aufklärung..... gekaufte Wählerstimmen usw.“ das ist vermutlich nur die Spitze vom Eisberg"
Die Lachnummer Schröder hat sich ja als „Bäumchen wechsel dich“ geoutet, nachdem publik wurde, dass er Putins neuer Busenfreund wird und praktischer Weise gleich mal einen Posten beim russischen Energieversorger "angeboten" bekommen hat. Ein Schelm wer da böses denkt, oder?
Das Barak Obama (als Maskottchen) nun die "Herzen" der Welt eroberte, sich aber jetzt offenbart (mal nach "Obama Deseption" suchen) dass nichts mit Guantanamo Schließung ist, nichts mit Truppenabzug in 6 Monaten und eher Steuergelder willkürlich unter den Privaties der privaten Federel Reserve Bank verteilt wurden und Millionen $ gar VERSCHWUNDEN sind. Wer sitzt denn an seiner Seite? Doch nicht zufällig ein Ex-Wallstreet und Federal Reserve Bank Mitglied? Ohhnnn doch!
Doch er ist psychologisch nur ein Nachfolger Angela Merkes. Die als "Quotenfrau aus dem Osten" den selben Effekt bei der Bevölkerung auslösen sollte wie kurz Barak Obama. Nämlich dass sich die Menschen zurücklehen und glauben "aaaaaach …... und jetzt wird alles sicher besser". Da lohnt ein Blick in die Vergangenheit von Angela Merkel. Sie war in Überwachungs- und Staatssicherheitsdiensten involviert. Nicht Volkswagen, sondern Volksvalium also!
Europa? NEIN sage ich und meine Leute wacht endlich auf!
Auch ich war ein EU Befürworter doch damals hatte ich noch KEINE Ahnung wem die EU eigentlich zuspielt und dass wir als Menschen KEINE Rechte mehr haben da der EU GH weder von uns angesprochen werden kann, noch selbst Gesetze erarbeitet. NICHT DEN MENSCHEN, sondern nur den Kapitalgesellschaften! Den Globalen Hintermännern aus England und den USA die schon seit Jahrzehnten die Fäden in den Händen halten... Energie, Information, Meiden, Politik, Agrarwirtschaft, Pharma, Patante..... so viel zum Thema FREIHEIT und so!
Und warum wird der Mensch nun aller seiner Grundrechte beraubt dank Schilly und Konsorten?
Bankgeheimnis... weg! Postgeheimnis... weg! Meinungsfreiheit und Informantenschutz bei Journalisten & Anwälten ... weg! Unversehrtheit der Privatwohnung... dank Online - Überwachung der Computer und Terrorgesetze.. weg!...... das war jetzt nur ein Bruchteil
Und warum????? Weil die Menschen weltweit belogen und betrogen wurden und werden. Von wegen Massenvernichtungsmittel!
Oskar und Gregor haben dank ihres Engagements und Ihrer Langatmigkeit bewiesen eben NICHT für die Lobby zu arbeiten, sondern für die MENSCHEN!
Leider sind wir Menschen Herdentiere und gestehen uns die eigenen Fehler nur UNGERN ein. Dazu gehören auch politische Meinungen und Einstellungen zur EU.
Auch ich gehöre bis vor kurzem noch zu den Jüngern der großen und faselte die erniedrigenden und arroganten Sprüche über die Linkspartei und deren Kandidaten nach.... ja quazi als Herdentier.
Doch dank guter Freunde und Bekannter und der daraus resultierenden eigenen Recherche im weltweiten Internet (die NOCH möglich ist) wurden mir die Augen erschreckend schnell geöffnet. Und nach dem 10 tägigen Gefühl von ... ach man kann doch sowieso nichts tun und lass die anderen das machen kam das Gefühl der Stärke. Der Offenheit und der Zusammengehörigkeit mit Menschen die ebenfalls das Spiel durchschaut und Ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Ich empfehle nach den Video Mitschnitten zu suchen:
1) EU Verfassung Reformvertrag aufgedeckt - Prof. Schachtschneider
2) Vortrag Crashkurs Geld und Recht: Andreas Clauss
3) Strafanzeige gegen Merkel wegen Hochverrat
(Ich selbst habe selbstverständlich auch diese Anzeige erstattet und jeder wird es auch tun, wenn er NUR diese Informationen verarbeitet!)
4) Obama Deseption Axel Jones
5) Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent
6) Lidesy Williams – Der Ölpreis war geplant und ein Betrug!
usw usw
und erst dann beginnt die schmerzvolle Reise zur Wahrheit! Die Erkenntnis nicht mehr passiv zu sein, sondern auch selbst mehr aktiv politisch zu handeln! Sich zu informieren. Aber nicht nur bei ARD & CO und Anne Will die nur BRAVE Personen einladen will, die den Menschen bloß keine Wahrheit = "Flausen" in den Kopf setzen könnten. Ich würde da gerne als Gast mal Prof. Schachtschneider sehen.
Und man kennt plötzlich die Antwort auf viele "warum eigentlich?" Fragen. Erst dann entsteht der Respekt und die Hochachtung zu Personen wie Oskar Lafontaine und Gregor Gysi.
Themen und Ideen wie joytopia stehen bereit... lasst uns friedlich den Schritt wagen. WIR WAREN VIEL ZU LANGE ABGELENKT, HABEN VIEL ZU LANGE JA GESAGT UND VIEL ZU LANGE VERTRAUT UND NICHT GENAU NACHGESCHAUT, stimmts?
Jetzt geht es um uns, die Menschen!
19.03.2009 11:45 Uhr
von Andreas:
taz "gegen" Lafontaine? Ich konnte keine Gegnerschaft herauslesen und würde die bei Ulrike Herrmann, die ich für ihre klugen Kommentare zur Sozial- und Rentenpolitik sehr schätze, auch nie vermuten.
19.03.2009 10:28 Uhr
von Kric:
Jedes mal, wenn ich Lafontaine sehe, finde ich ihn unsympatisch. Jedes mal wenn ich ein Interview von ihm lese, muss ich sagen: der Typ hat Recht.
19.03.2009 09:44 Uhr
von Robert Zion:
Lieber Herr Lafontaine,
Eine Kaskade von Allaussagen: "Wir sind die Einzigen...", "Alle anderen haben nichts begriffen...", "Ich war der Einzige...", "Die anderen sind alle neoliberal..." und, und, und.
Sie sind klug und politisch erfahren genug, um sehr genau zu wissen, dass dies nicht so ist, nicht so sein kann. Sie werden ebenfalls Max Webers Unterscheidung zwischen Gesinnungs-und Verantwortungsethik kennen.
Und so fällt Ihnen auf einen durchaus berechtigten Einwand der taz („Die Linkspartei tut aber nichts, um Rot-Rot-Grün zu ermöglichen“) nur das “Ablenkungsmanöver“ ein.
Als überzeugter Linker, der eben aus dieser Überzeugung bei den Grünen aktiv ist, frage ich Sie: Wollen Sie sich einfach raushalten aus dem Geschäft und die Linke in der Republik mit schwarzer Pädagogik kurieren? Oder einfach nur blockieren?
Was sagen Sie denen, die Sie wählen, damit es ihnen ganz konkret einmal besser geht (oder angesichts der Krise nicht noch schlechter), eigentlich noch anders, außer: „Wir sind die Einzigen und die anderen sind alle neoliberal“?
Oder wollen Sie am Ende Grüne und SPD nur durch das Sich-Raushalten aus der Verantwortung dazu zwingen, das schlechte mit CDU/FDP tun zu müssen, um dann wieder als die Einzigen, Wahren und Guten dazustehen?
Halten Sie solch eine Politik per Ausschlussverfahren eigentlich für irgendwie politisch? Fundamentalopposition als Taktik und auch noch per Dekret des Parteivorsitzenden jedenfalls, scheint mir doch nichts, aber auch gar nichts, mit politischen Überzeugungen zu tun zu haben.
Und von einem historischen Moment des Mitte-Links-Lagers möchte ich hier gar nicht reden. Es ist zwar allzu offensichtlich, dass dieser jetzt gekommen ist, mit solcher Selbstbestätigung und Selbstbeschäftigung wird dieser aber schlicht verschlafen. Und so schlafen Sie dann selbstzufrieden den Schlaf der Gerechten.
Am Ende könnten auch Sie nur (weiterer) Repräsentant eines Parteien- und Honoratiorensystems sein, dass einen galoppierenden Vertrauensverlust in die Demokratie erzeugt.
Aber linke Politik findet ohnehin gegenwärtig woanders statt, dort, wo parteiübergreifend die Notwendigkeit neuer gesellschaftspolitischer Zielvorstellungen erkannt und an ihnen gearbeitet wird.
19.03.2009 08:37 Uhr
von NID Infoblog:
Neues zur Wirtschaftskrise: FED druckt wieder neues Geld!
http://nidinfo.wordpress.com/2009/03/19/weltwirtschaftskrise-gelddrucken-als-antwort-auf-die-krise-die-fed-pumpt-wieder-eine-billion-us-dollar-auf-den-markt/
19.03.2009 07:31 Uhr
von Rainer Schlösser:
Oskar Lafontaine hat richtig gelegen. Aber man hat nicht nur rote Teppiche ausgerollt. US-Hedgefonds Manager Myron Samuel Scholes und Robert C. Merton, Direktoren von LTCM, erhielten 1997 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Details finden Sie im Buch "Chrashkurs" von Dirk, "the Dax", Müller.
19.03.2009 01:04 Uhr
von Kommentar:
Man kann zu Herrn Lafontaine stehen wie man will aber damit er hat völlig recht, die Mahnungen und Forderungen von Herr Lafontaine und anderen Linken wollten viele nicht hören.
Auch habe ich nicht den Eindruck das die Verantwortlichen, welche die Heuschrecken zu Tisch baten die dann Merklin verspeisten, etwas aus den Fehlern gelernt haben.
Die LINKE sollte ihren Wahlkampf daher nicht nur auf die Sozialpolitik beschränken sondern auch versuchen mit den wirtschaftpolitischen Themen Wählerstimmen zu gewinnen. Es gibt sehr viele Menschen die für das „Päckchen“ zur Rettung notleidender Banken nur wenig Verständnis haben.
18.03.2009 23:58 Uhr
von vic:
Was soll das "wird die Linke radikaler", nur weil Sarah Wagenknecht etwas zur Lage sagte.
Ein ziemlich Linke-feindliches Interview. Ich beobachte die Partei schon lange, ich höre und ich sehe was Die Linke, und was die anderen Schwätzer tun.
Gäbe es Die Linke nicht, würde ich nicht mal mehr zur Wahl gehen.
18.03.2009 21:35 Uhr
von Edelweiß:
„Taz:... an Kanzlerin Merkel gewandt und gesagt, er (Rettungsschirm) sei notwendig. Das wirkte richtig staatstragend.“
Was soll diese provokante Fragestellung der taz?
Das klingt fast so, als könnten Linke generell nicht staatstragend sein obwohl sie das in der jüngeren deutschen Geschichte schon oft bewiesen haben.
18.03.2009 21:18 Uhr
von Karl Ilnyzckyj:
Inzwischen haben wir den Zusammenhang zwischen "Lohndeflation", Sozialabbau und "Freihandel" erkannt.
Meines Erachtens kann eine gerechte Verteilung des Volkseinkommens nur bei einer gleichzeitigen Abschaffung des "Freihandels" erreicht werden.
18.03.2009 19:19 Uhr
von wanja:
Ein Soziologe von einem anderen Planeten würde wahrscheinlich - aus gutem Grund - annehmen, dass es kein Zufall ist, dass in Gesellschaften, in denen Menschen verbal polemisch mit Insekten, z.B. Heuschrecken, verglichen werden, keine 100 Jahre zurückliegt, dass Menschen mit Insektengift vergast wurden.
P.S: Auch Herr Glos von der CSU hat übrigens vor wenigen Jahren z.B. "die Grünen" öffentlich als "Zecken" bezeichnet, wenn ich mich recht erinnere (es ging darum, dass er meinte, sie würden als Partei in einigen Jahrzehnten gar nicht mehr existieren, weil sie angeblich ihre Wirte nur aussaugen würden ... naja, CSU-Logik halt).
PolitikerInen auf solchem Niveau sollten von vernünftigen & humanen WählerInnen boykottiert werden.
18.03.2009 17:54 Uhr
von A.S. Reyntjes:
Ja& jawoll:
Oskar, geh du voran!
"Verbrannt" wirst du ohnehin von dem System der banken- und börsenabhängigen, aktioneuren Parlamentarier!
18.03.2009 17:50 Uhr
von Helmut Ruch:
Zwei taz-Nullen gegen Lafontaine, die kurze Zusammenfassung dieses Interviews. Außer einer platten Aufzählung der SPD-Propaganda gegen Lafo und die Linke fällt den beiden nichts ein; man merkt, dass sie sich gar nicht inhaltlich mit der Linken und den angesprochenen Themen beschäftigt haben.
Allenfalls die Frage nach dem Scheitern einiger "europafreundlicher" Kandidaten für die Europawahl scheint mir interessant. Da dürften der Linken vor der Bundestagswahl noch einige spektakuläre Parteiaustritte ins Haus stehen, wenn die SPD-Propagandisten in der taz sich derart für ein längst erledigtes Thema interessieren!
18.03.2009 17:49 Uhr
von Helmut Ruch:
Zwei taz-Nullen gegen Lafontaine, die kurze Zusammenfassung dieses Interviews. Außer einer platten Aufzählung der SPD-Propaganda gegen Lafo und die Linke fällt den beiden nichts ein; man merkt, dass sie sich gar nicht inhaltlich mit der Linken und den angesprochenen Themen beschäftigt haben.
Allenfalls die Frage nach dem Scheitern einiger "europafreundlicher" Kandidaten für die Europawahl scheint mir interessant. Da dürften der Linken vor der Bundestagswahl noch einige spektakuläre Parteiaustritte ins Haus stehen, wenn die SPD-Propagandisten in der taz sich derart für ein längst erledigtes Thema interessieren!
18.03.2009 17:08 Uhr
von Boris:
Okay, das sind also die aktuellen Forderungen und Ideen der Linkspartei. Was möglicherweise bald auch im Programm der Linken auftaucht? Steht hier, im taz-Blog: http://30jahre.taz.de/2009/03/707/