Opposition in Simbabwe

Ein Bund gegen Mugabe

Der 93-jährige Robert Mugabe ist seit 1980 Präsident von Simbabwe. Die Opposition will bei der nächsten Wahl gemeinsam gegen ihn antreten.

Ein alter Mann mit Sonnenbrille und Glatze spricht in ein Mikrofon

Robert Mugabe bei der 37. Unabhängigkeitsfeier von Simbabwe am 18. April Foto: reuters

FRANKFURT A.M./HARARE epd | In Simbabwe will die Opposition bei der anstehenden Wahl gemeinsam gegen den langjährigen Präsidenten Robert Mugabe antreten. Die beiden prominentesten Oppositionellen, Morgan Tsvangirai und Joice Mujuru, erklärten, bei der Wahl im kommenden Jahr einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen, berichtete die Zeitung NewsDay.

Der 93 Jahre alte Mugabe ist seit der Unabhängigkeit 1980 an der Macht und zeigt keine Amtsmüdigkeit. Der Opposition fehlte es bisher an Einigkeit.Oppositionsführer Tsvangirai erklärte, seine Partei MDC-T werde weitere Parteien mit ins Boot holen. „Dies ist ein gemeinsamer Kampf, um unser Land, unsere Freiheit und unsere Würde zurückzubekommen“, sagte er.

Simbabwe steht seit einer Hyperinflation, die 2008 und 2009 ihren Höhepunkt erreichte, wirtschaftlich am Abgrund. Präsident Mugabe ist wegen Misswirtschaft und seines autokratischen Regierungsstils umstritten. In dem südafrikanischen Land kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Kritiker, Oppositionelle, Journalisten und weiße Farmer.

Mujuru war früher Vizepräsidentin und Vertraute von Mugabe, wurde aber aus der Regierungspartei Zanu-PF ausgeschlossen. Im vergangenen Jahr rief sie eine eigene Partei, „Zimbabwe People First“ (ZPF), ins Leben. Tsvangirai war von 2009 bis 2013 Ministerpräsident in einer schwierigen Koalition unter Mugabe. Der frühere Gewerkschafter gehört zu den Gründern der „Bewegung für Demokratischen Wandel“ (MDC), die sich inzwischen spaltete.

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