• 17.07.2009

Online-Petition gegen Gema

Der Club der unbeliebten Urheber

Eine Online-Petition mit rund 105.000 Unterzeichnern stellt die Gema an den Pranger.von Christian Rath

  • 19.07.2009 14:00 Uhr

    von Markus:

    Immens ist doch auch, was die GEMA an Verwaltungsgebühren ver(sch)wendet: 15 Prozent von 823 Millionen Euro macht runde 120 Millionen Euro. So hoch ist eben der Verwaltungsaufwand wenn man keinen Gewinn ausweisen darf. Ein Monster

  • 18.07.2009 23:26 Uhr

    von Alfred Hartmann:

    als jahrzehntelanges außerordentliches Gemamitglied möchte ich kurz begründen,warum die GEMA auch bei vielen Mitgliedern einen schlechten Ruf hat:
    - Fehlende demokratische Legitimation. Fast 90% der Mitglieder ist nicht stimmberechtigt. Was die außerordentlichen Mitglieder betrifft, widerspricht das sogar offensichtlich der vorhandenen Satzung.
    - Mangelnde Tranparenz: Seit mehr als einem Dutzend Jahren versuche ich die Gema zu veranlassen, Datum und/oder Ort einer gemeldeten und dann berücksichtigten Aufführung mitzuteilen. Die Gema weigert sich bis heute mit den fadenscheinigsten Argumenten. Eine Sachbearbeiterin hat mir am Telefon immerhin einmal mitgeteilt, sie hätte eine entsprechende Anweisung.
    Selbst der in der Zwischenzeit mit Mehrheit gefasste Beschluss, dass wenigstens ab dem Jahr 2007 diese Daten mitgeteilt werden müssen, änderte bisher nichts an der Verweigerungshaltung der Gema.
    Mein Verdacht ist, dass auf diese Weise eine Umverteilung zugunsten der sog. "ordentlichen" Mitglieder, sowie des Vorstands vorgenommen werden kann (Jahresgehalt des Vorsitzenden in der Vergangenheit: etwa eine halbe Million Euro).
    - Falls überhaupt eine Ausschüttung an die Berechtigten stattfand, betrug sie oft nur etwa 10% des von den Veranstaltern gezahlten Betrages.

    Wenn die Petition der Veranstalter nur erreichen sollte, dass die Gema nicht mehr ausgrenzen und blockieren kann, wie sie will, hätte sie einen wichtigen Zweck schon erreicht, nicht nur für die Veranstalter, sondern auch für die Urheber.

    Alfred Hartmann

    PS.: Als ich mit meiner Salsabigband Wawancó zu den Europäischen Wochen Passau ein Salsatanzmusical ("Die Irrfahrten des Eros") aufführte, kassierte die Gema wie üblich ihre Gebühren, ohne etwas an mich als Komponisten weiterzuleiten. Auf Nachfrage anlässlich einer Gema-Tagung erklärte mir später ein leitendes Mitglied der Verwaltung, dass das Stück eigentlich wie eine Oper unter das sog. "Große Recht" fällt, wofür die Gema überhaupt nicht zuständig ist. Ich bekam dann nach kurzen Verhandlungen einen Teil des Betrags überwiesen.

  • 18.07.2009 11:19 Uhr

    von dasputnik:

    Bei Tonträger VÖ's von Künstlern die NICHT GEMA Mitglied sind, muss keine GEMA abgeführt werden (wissen viele nicht), das müsste doch bei Live-Konzerten auch so sein !?

  • 17.07.2009 13:15 Uhr

    von Sunny:

    Demokratische Beschlüsse, dass ich nicht lache. Abstimmen darf da nur, wer in der Gema eh schon die größten Einnahmen hat. Dass neu beschlossene Abrechnungsklauseln diese Leute dann wieder, und wieder, und wieder bevorzugen ist genau das, was Gema-Kritiker bemängeln und womit sie ganz zweifellos Recht haben.

    Reset für die Gema!!! Unterstützt nicht die Bonzen, sondern die Kultur!!!

  • 17.07.2009 08:56 Uhr

    von Nicht-Mitglied:

    Wenn ich recht orientiert bin, verteilt die GEMA ihre Einnnahmen nich an alle Künstler, sondern nur an diejenigen, die bei ihr Mitglied sind. Letzteres kostet Geld, das sich für den kleinen Hobby-Musiker schlicht nicht lohnt. Er bekäme nur einen Bruchteil seines Beitrages heraus. Schön ist aber dann, dass er bzw. sein Veranstalter trotzdem für die Aufführung eigener Werke an die GEMA zahlen muss. Das Geld landet bei den Größerverdienern, die GEMA-Mitglied sind.
    Es sollte zumindest für Nicht-Mitglieder möglich sein, eigenes Material aufzuführen, ohne dass der Veranstalter Geld abführen muss.

  • 16.07.2009 15:46 Uhr

    von gema nachhause:

    Es ist Unfug zu behaupten, die Gema vertrete die Interessen der Künstler. Was passiert, wenn diese sich gar nicht von ihr vertreten lassen wollen, erfuhr nicht nur die Band Jammin Inc., die es gewagt hatte, ihre Lieder zu verschenken.
    Die Gema ist einfach ein weiterer bürokratischer Verein, der seine Machtposition ausnutzt und Kultur vernichtet. Ohne die Gema wären alle besser dran. Und das gilt für vergleichbare Klubs wie VGWort etc in gleichem Masse.

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