Obamas neue Afghanistan-Strategie
Erst aufrüsten, dann abziehen
Bis zu 35.000 weitere Soldaten will Obama an den Hindukusch schicken. Auch die Verbündeten sollen aufrüsten. Damit will der US-Präsident den militärischen Erfolg erzwingen.von Antje Passenheim
Leserkommentare
01.12.2009 22:16 Uhr
von WaltaKa:
Obama führt den Krieg, für den er schon im Wahlkampf geworben hat. Obama ist ein Master of War. So, und nun verweigert ihm endlich den sogen. Friedensnobelpreis. Oder wieviele Menschen sollen NACH der Preisverleihung an diesen Kriegstreiber unter den Zweigen des Friedensnobelpreises sterben?
01.12.2009 21:25 Uhr
von Christian Alexander Tietgen:
Viele Afghanen fühlen sich nicht durch die USA beschützt, sondern bedroht. Eine erneute Aufstockung könnte diesen Effekt nur noch verstärken. Die humanitäre Arbeit sollten lieber Hilfsorganisationen leisten und die Bundeswehr ist laut Grundgesetz eine Verteidigungsarmee, obwohl die Union Krieg natürlich als die beste Verteidigung ansieht. Und das alles mit dem FRIEDENSNOBELPREISTÄGER Obama.
01.12.2009 15:14 Uhr
von end.the.occupation:
"Kaum verloren wir das Ziel aus den Augen, verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
Mark Twain
01.12.2009 12:55 Uhr
von Uli Möller:
Ich bin wirklich ein grosser Unterstützer der Politik von Barack Obama. Aber ich kann nicht verstehen, wie man wissentlich einen Weg einschlagen kann, der voraussehbar in einem militärischen und politischen Desaster enden wird. Warum lernt man denn niemals aus Vietnam?! Auch dort ist eine korrpute Regierung jahrelang mit immer mehr Aufwand gestützt worden. Es ist tragisch, dass selbst ein Friedensnobelpreisträger nicht aus dieser Spirale der Gewalt herauskommt. In Afganistan gibt es nichts zu gewinnen für ihn, aber er kann alles verlieren. Vor allen Dingen sich selbst.
01.12.2009 11:45 Uhr
von GWalter:
Jeder Präsident in den USA ist ein totaler Vasalle der Waffenlobby und der Wall Street, natürlich auch Obama!
Dort wird in den obersten Zirkeln festgelegt wo und wie zu handeln ist und letztlich auch wo mal wieder ein Krieg stattfinden muss, damit mal wieder neue Waffen getestet und produziert werden können (bereits 41 US-Krieg seit 1945)!
Wer so wie J.F. Kennedy aus diesen Vorgaben ausbrechen will, bezahlt dann mit seinem Leben.......das ist die US-VORBILD-DEMOKRATIE...im Gegensatz zum bösen, bösen Russland!!??
Der neoliberale Kriegsgewinnler aber rechnet anders, da geht es nicht um den menschlichen Schaden, da geht es nicht um den Verlust eines Menschen:
Kosten Afghanistan + Irak …………………………..…3.000.000.000.000
Umsatz/Mitarbeiter in Rüstungsfirma…………….…200.000 USD/Jahr
Tote insgesamt Afghanistan + Irak …………………1.000.000 ( kommt nicht so genau drauf an )
3.000.000.000.000/200.000/1.000.000=15 in Worten:
Jeder Tote in dem Afghanistan- und Irakkrieg hat 15 Arbeitsplätze gebracht.
01.12.2009 09:37 Uhr
von anke:
Interessant. Drei Informationen allerdings ist mir die taz schuldig geblieben. Ad eins: Was haben MethCrystal und seine Freunde Obama als Gegenleistung versprochen (oder angedroht für den Fall, dass Obama sich den "Notwendigkeiten" verschließen sollte)? Ad zwei: Was könnte wann nach Ansicht des Präsidenten geschehen, falls der "Befreiungsschlag" wie zu erwarten misslingen? Und schließlich ad drei: Hat irgendwer (und wenn ja, wer?) Herrn Gibbs versprochen, der "Rest" vom Leben der afghanischen Bevölkerung sei auch unter Berücksichtigung der neuen US-Militärstrategie bezogen auf den Einzelfall länger als 6 Monate?
01.12.2009 09:08 Uhr
von vic:
Wenn Obama nur US Bürger gefährden würde, wär´s ja deren Problem. Aber diese Entscheidung wird wieder viele afghanische unbeteiligte Opfer fordern.
Nach Bush dachte ich, schlimmer kann´s ja nicht werden. Hab mich geirrt.