• 05.10.2009

Obamas Tibetpolitik

Dalai Lama ausgeladen

Zum ersten Mal seit 1991 wird der Dalai Lama in Washington nicht im Weißen Haus empfangen. Erst will Barack Obama Chinas Präsidenten treffen.von Antje Passenheim

  • 21.10.2009 02:45 Uhr

    von Markus:

    Vielleicht hat Obama auch kalte Füße bekommen nachdem er erfahren hat das der geliebte Gottkönig der im Westen gern von demokratischen Freiheiten schwärmt in der exiltibetischen Gemeinschaft nach 50 Jahren immer noch undemokratisch als Alleinherrscher regiert ohne Trennung von Staat und Kirche . Dharamsala ist doch fast noch wie im alten Tibet feudalistisch strukturiert, beherrscht von Orakeln und Ritualen die mit westlicher Toleranz und Transparenz wenig gemein haben.
    Die Exilregierung droht ihren Landsleuten schon mal:,,Die Tibeter welche seine Heiligkeit, den Dalai Lama öffentlich kritisieren, erkennen wir als Kollaborateure des chinesischen Regimes an."
    Auch beim Dalai Lama sollte man kritischer nach den Schattenseiten schauen und nicht nur auf der chinesischen Seite bei denen sie offensichtlich sind.
    Der Stern Nr.32 vom 30.07.09 hat bereits einen mutigen Artikel darüber veröffentlicht. ,, Die Zwei Gesichter des Dalai Lama. Der Sanfte Tibeter und sein undemokratisches Regime". Vielleicht könnte auch die Taz mal eztwas kritischer darüber berichten.

  • 09.10.2009 02:46 Uhr

    von robert schaike:

    Herr Purschke hat recht. Ich habe die tibetischennFlüchtlingslager in Indien und Nepal selber gesehen, das schlimmste war, ich habe sie gerochen!!Nirgendwo habe ich vorher so erbärmliche Zustände erlebt.
    Im Moment lebe ich in Chile, hier ist von Herrn Obama auch nicht viel zu erwarten, Militärcams in Kolumbien,die Krise wird verschweigt, die Banken frieren das Geld der Investoren ein...
    sorry, das gehört hier nicht hin, aber als Buddhist darf ich nicht schweigen.
    Liebe Grüsse aus VAlparaiso,

  • 08.10.2009 10:11 Uhr

    von Sigrid Reh:

    Ich empfehle Herrn oder Frau "Unzeitgemäß", sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen, dann zu erkennen, dass andere Kulturen genauso wertvoll sind, weiter festzustellen, dass man von anderen Kulturen sogar lernen kann (sofern man den Baum der Erkenntnis nicht nur im hiesigen westlichen Paradies sieht) und sich abschließend dann oberflächlicher Kommentare enthält.

  • 07.10.2009 08:16 Uhr

    von Unzeit-gemäß:

    Gut so. Diese Personifizierung von Obskurantismus und Klerikalfeudalismus sollte sowieso nicht als Vertreter der Bevölkerung der Region Tibet anerkannt werden. Er ist genauso wenig demokratisch legimiert wie die Regierung in Peking.

  • 06.10.2009 17:24 Uhr

    von Tendar Choeling:

    Paten gesucht für:

    * Mönche, aus Tibet geflohen und ohne familiären Rückhalt in Indien

    * Kinder in Tibet, die einen Sponsor brauchen, um eine Schulbildung erhalten zu können (Eltern können die hohen Schulgebühren der staatlichen Schulen nicht zahlen)

    Eine Patenschaft von nur 18 Euro/Monat sichert einem Mönch, einer Nonne oder einem tibetischen Kind medizinische Versorgung und Fortführung ihrer Ausbildung:

    www.tibetzentrum-berlin.de/aktionen

    Können Sie helfen?

  • 06.10.2009 09:54 Uhr

    von Jürgen Purschke:

    Umerziehungslager, kultureller Völkermord an den Tibetern, militärische Besetzung verbunden mit Ausplünderung und brutaler Kolonialisierungspolitik, Tibeter sind de facto Menschen zweiter Klasse in der eigenen Heimat, Tibet wird von den Han Chinesen ausgeplündert und unterjocht.

    China ist das grösste faschistische Land dieser Erde und es wird von den USA und Europa hofiert, Obama ist in dieser Hinsicht nicht besser als seine Vorgänger.

    @Bernhard
    Egal wie die Verhältnisse in damaligen Tibet waren, diese wünscht sich keiner, auch nicht der jetzige Dalai Lama, aber nichts rechtfertigt 800 000 tote Tibeter die bei der "Befreiung" ermordet wurden, nichts rechtfertigt 80% zerstörte Tempel und fast vollständig zerstörte buddhistische Literatur.

    Mit der gleicher Rechtfertigung wie China Tibet "befreit" hat, hat Georg W. Bush Irak "befreit".

    @ Hubert Garzweck

    Die friedliche Politik von DL hat nicht gebracht? Was ist die Alternative? Mord und Terrorismus wie es die Palästinenser machen?

  • 06.10.2009 08:55 Uhr

    von Hubert Garzweck:

    Man kann es auch so sehen: Die Tibetpolitik des Dalai Lama hat garnichts gebracht. Ausser für pseudbuddhistische Gebetsmühlendreher ein völlig neben der Realität liegendes Tibetbild von einem heiligen Land mit gütigen Lamas und einer stets erleuchteten Gesamtbevölkerung. Allerdings, der Dalai Lama ist Pragmatiker. Vielleicht lässt er sich davon überzeugen, daß eine Tibetpolitik der chinesischen Diktatur, die darauf hinausläuft, aus der tibetischen Religion einen Mickey-Mouse-Buddhismus zu machen, nicht so verschieden ist von dem Buddhismus, den er mithilft im Westen zu verbreiten. Für den Buddhismus ist es also wurscht. Der Dalai Lama kann sich daher entspannt zurück lehnen und mit seinem Besuch warten, bis Obama sich vor seinem größten Gläuber drei Mal niedergeworfen hat. Derweil sollte er, der 14. Dalai Lama die Politik anderen überlassen – jüngeren und weniger religiös eingestellten Tibetern.

  • 06.10.2009 03:44 Uhr

    von Martin:

    Obamas Großtaten für die Menschenrechte begannen mit seiner Erklärung, dass CIA-Folter nicht bestraft wird. Da sind ihm die Menschenrechte in China und in Tibet selbstverständlich auch völlig Wurst. Derartige Herrschaften entdecken ihr Herz für Menschenrechte nur, wenn es dazu dient, Kriege zu legitimieren. 'Engagement für Menschenrechte' in Afghanistan, Irak und demnächst Iran, dem nächsten Bombenziel....

  • 05.10.2009 21:52 Uhr

    von Bernhard:

    Bei den Chinesen müssen die Tibeter arbeiten, aber unter den Dalai-Lamas herrschte das Paradies, wo das Nirwana Milch, Brot und Honig vom Himmel regnen ließ??

    Ich denke, dass sich die ökonomischen Verhältnisse und Menschenrechte für die Mehrzahl der Tibeter deutlich gebessert haben, seit die Chinesen in Tibet die Vorherrschaft haben.

  • 05.10.2009 17:45 Uhr

    von Thomas Obama:

    Herr Obama ist auch ein Präsident für den Menschenrechte ganz offiziell belanglos sind, das hat er des öfteren zum Ausdruck gebracht. Gute Geschäfte mit China sind wichtiger als Tibeter.

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