Obamas Nobelpreisrede
Krieg für den Frieden
US-Präsident Barack Obama hat in Oslo den Friedensnobelpreis erhalten. In seiner Preisrede gab er sich bescheiden, verteidigte den Einsatz militärischer Gewalt und sprach viel über den Krieg.von Reinhard Wolff
Leserkommentare
12.12.2009 17:13 Uhr
von Avalord:
Zurückhaltender Artikel über eine dreiste Rede.
"Amerika ist nie gegen eine Demokratie in den Krieg gezogen". Ich denke mal an Chile und Allende und dass das schon in diesem Punkt gerade mal eine Halbwahrheit ist. Überhaupt diese ganze Glorifizierung wenn schon nicht des Krieges, auf jeden Fall aber des amerikanischen Soldaten! Übel auch, dass ich im Internet ewig nach dem vollen Wortlaut (gerade auch mit diesen Sätzen!) suchen mußte. In Deutschland wurde ich nicht fündig, nur auf englisch. Vor Bush hätte mich der Mist, den Obama da abgegeben hat vielleicht noch eingeseift, aber man lernt ja dazu. Das anläßlich der Verleihung des Friedensnobelpreises, da bleibt einem endgültig die Spucke weg.
11.12.2009 16:05 Uhr
von wolfgm:
Na' ja ist der Friedens-Nobel-Preis jetzt auch zu einer Art Klo-Papier verkommen .Nichts mehr wert!
Wie alle diese Werte immer rasanter den Bach hinunter gehen.Eine traurige Welt,eine Welt der Gierigen,Mörder,der Gefolterten und Betrüger.
mfg wolfgm
11.12.2009 13:07 Uhr
von friedvolte:
Es ist unmöglich Frieden durch Krieg herbeizuführen.
Obama der Wolf im Schafspelz, ihm einen Preis zuverleihen, welcher an Lächerlichkeit seit lagem kaum zu überbieten ist und einzig und allein Mahatma Gandhi zugestanden hätte, legt den Wahnsinn einmal mehr offen. Nur die Starken können der Gewalt ein Ende bereiten, indem sie den Krieg ächten statt mordend über die Schwächsten herzufallen.
11.12.2009 10:42 Uhr
von mir:
"...müssten die Menschen die "harte Wahrheit" akzeptieren, dass Gewalt nicht ausgelöscht werden könne und Kriege manchmal notwendig und gerechtfertigt seien." Zitat Ende.
Wer so spricht und denkt, hat den Friedensnobelpreis nicht verdient.
Andererseits halte ich seine Rede immerhin für ehrlich. Was hätte Obama denn tun sollen als man ihmn den Frioedensnobelpreis angeboten hat? Ablehnen?
11.12.2009 09:34 Uhr
von wie jetzt:
Also dafür, dass er Hitler instrumentalisiert um einen Angriffskrieg zu rechtfertigen und bei seiner Ansprache Gewalt verteidigt, hat der Bush George den Friedensnobelpreis echt verdient.
11.12.2009 04:00 Uhr
von Flux:
Damit wurde der Friedensnobelpreis enorm entwertet.
Wenigstens wurde uns der amerikanische Primitivismus durch Obamas deplazierte Rede ein weiteres Mal vorgeführt. Soll also dieses mal niemand behaupten er hätte von nichts gewußt.
11.12.2009 00:46 Uhr
von vic:
Der geschändete Nobelpreis.
Entwertet für künftige friedensbemühte Menschen.
Ein Preis, der neuerdings an Schönredner geht, ein Preis für Worte.
Es wäre ein gutes Zeichen, die bisherigen Preisträger würden den Ihren nun zurücksenden.
Er ist wertlos geworden.
11.12.2009 00:09 Uhr
von Dyke Spura:
Seit wann liegt es uns fern Initiative mit großen Erwartungen zu belohnen? Im Fall einer Obama Niederlage in Sache ‚Weltfriede‘ wird die Enttäuschung größer je mehr Hoffnung an Ihn gerichtet wurde. Sogar ehemalige Preisträger die ‚vollbrachte‘ Friedensarbeit vorweisen konnten haben ihren Lob nicht erfüllt. Natürlich weist diese Form von Anerkennung eine ‚neue‘ oder ‚andere‘ Richtung vor. Der Druck ist jedoch nicht nur auf der Seite Obama sondern auch auf der seiner Kontrahenten und Mitspielern. Genau das bewirkt diese frühe Verleihung des Preises. Also: abwarten!
10.12.2009 22:08 Uhr
von LotteMaid:
Ist das alles armselig. Sowas wie diese Kriegsrechtfertigungsrede Obamas wird von den versammelten sogen Honoratioren auch noch bejubelt. Welch geistige Armut. Ach ja, muß man nun eigentlich Krieg führen und Foltergefängnisse wie Guantanamo und Bagram unterhalten (s. taz-Bericht) um den sogenannten ...äh.. naja..ihr wißt schon, diesen Kriegspreis, zu erhalten?
10.12.2009 21:40 Uhr
von Dantheman:
Was seid denn ihr für welche?..
Obamas Rede war die beste zum Thema Frieden, die ich je gehört habe. Glasklar, sehr realitätsnah, ohne irgendwelches pathetisches "Nie wieder Krieg"-Gefasel. Wäre überall jemand wie Obama an der Macht, gäbe es bald wirklich Frieden, nur ist das leider fast nirgendwo der Fall. Und deshalb wird Krieg auch immer wieder notwendig sein, wie er richtig festgestellt hat.
Allein diese Rede hätte einen Nobelpreis verdient, schaut sie euch erstmal ganz an, bevor ihr über Halbsätze, wie "Krieg ist notwendig" lamentiert.
10.12.2009 19:36 Uhr
von WaltaKa:
Krieg ist Frieden? Obama beweist, das der Bedeutungswandel in der Sprache hin zum Verdrehsprech vollzogen ist und Orwells 1984 Realität.
Widerlich.
10.12.2009 17:18 Uhr
von reblek:
Ich habe als 68er noch nie Hoffnung in jemand gesetzt, aber Obama könnte einer sein. Gerade weil er nicht so, sorry, naiv wie Al Gore an die Probleme herangeht, der Clinton offensichtlich schwer überschätzt hat.
10.12.2009 16:50 Uhr
von Hagen:
Und mit einem Mal ist der Friedensnobelpreis rein gar nichts mehr wert.
10.12.2009 16:41 Uhr
von Bodo Bender:
Es gibt wohl niemandem, dem bei dieser Preisverleihung nicht unwohl wäre. Auch der Ausgezeichnte selbst. Obma hätte sich sehr elegant aus der Affäre retten (und sein Anysehen mehren) können, wenn er den Nobelpreis abgelehnt hätte. Vielleicht verbunden mit der nach Bescheidenheit klingenden Begründung, er fühle sich (noch) nicht würdig genug. Ein großes Vorbild für die Ablehung gibt es: Jean-Paul Sartre lehnte 1964 die Annahme des Literaturnobelpreises ab.
10.12.2009 16:25 Uhr
von mir:
"Eine gewaltlose Bewegung hätte Hitlers Armeen nicht gestoppt und Verhandlungen werden die Anführer von El-Kaida nicht überzeugen, die Waffen niederzulegen."
Also schön weiterballern und Waffen produzieren.
Das will er zwar eigentlich nicht tun, der arme Herr Obama, aber er muss. Das Böse in der Welt zwingt ihn halt dazu.
Das ist kein neuer Standpunkt. Und er ist auch nicht besonders exotisch. Manche mögen ihn für realistisch halten.
Anyway:
Den Friedensnobelpreis hat Obama dafür definitiv nicht verdient!
10.12.2009 16:20 Uhr
von AndyG:
@Herbert Pichel: Soll ich Ihnen mal was von den vollbrachten, außergewöhnlichen Taten von Kissinger und Arafat erzählen? Da ist Obama nun doch wirklich ein Lämmchen.
10.12.2009 15:43 Uhr
von Herbert Pichel:
Hallo,
ich dachte immer einen Friedensnobelpreis bekommt man für vollbrachte, außergewöhnliche Taten in Bezug auf den Frieden und nicht für vollmundige Absichtserklärungen - so kann man sich irren!
10.12.2009 15:01 Uhr
von Lars:
Er verteidigte bei der Dankesrede für den Friedensnobelpreis den Einsatz von Gewalt? So dreist muß man erstmal sein.
10.12.2009 14:56 Uhr
von eppelein:
Unglaublich. Mit der Rede heute wollte Hillary gewinnen und verlor. er möge doch jetzt bitte zurücktreten und das Amt an Hillary übergeben die den Nobelpreis an Bush jr. übergeben. Danke