Das iranische Regime beschneidet die Pressefreiheit weiter: Kein Auslandsjournalist darf mehr aus den Straßen Teherans berichten. Dort wollen Oppositionelle erneut demonstrieren.
Die Frage ist doch: Ist Mussawi ein Reformer, und wenn ja, was heißt das konkret? Ist Mussawi nur so etwas wie der Bürgermeister von Kabul vor Amerikas Gnaden? Hat Ahmadi nicht tatsächlich so viele Stimmen erhalten? Vielleicht ist mehr denn je ein starker Präsident gefragt, der den endlosen Drohungen die Stirn bietet. Angesichts der permanenten Kriegsrhetorik der Regierung Bush, sowie der Angriffskriege des Westen in den unmittelbaren Nachbarländern, wäre das durchaus verständlich. Sollten diese Kriege jemals beendet sein, werden dort dauerhafte US-Stützpunkte installiert sein. Daruf vorbereitet zu sein, ist vermutlich kein Fehler.
16.06.2009 22:09 Uhr
von mina:
übrigens die Pressfreiheit! Das ist nicht die Websites der Opposition oder die CNN, BBC, Radio Farda(CIA) oder VOA, die gehackt worden sind bzw. gekapt sind, sondern die staatliche Online Medien Irans. Die kann man überhaupt nicht erreichen.
16.06.2009 20:00 Uhr
von shiva:
Ich glaube da haben wir ein Problem. Nämlich der Westen versucht in Sachen der Demokratie und Menschenrechte anderen was besseres zu belehren wofür er aber keine Glaubwürdigkeit mehr hat. Denn nachdem 9/11 haben die westlichen Staaten jeglichen internationalen Konvetionen und Uno Charta mit Füssen getreten. Nachdem die Maske des Westen gefallen ist, wohinter er sich seit 60 Jahren versteckt hat, kann sich über Pressefreiheit usw im Iran nicht bekalgen. Das ist was eigentlich die Demokratie gefährdet,denn die Iraner argumentieren zu recht, wenn sog. dem. Staaten selber Regime wie Israel mit allen Mitteln unterstützen oder die USA mit Invasion in Irak und Afganistan die Größte Verbrechen begangen sind, haben diese Staaten keinerlei Legitimation uns in Sachen der Menschenrechte und Demokratie zu belehren.
16.06.2009 16:55 Uhr
von dariush:
@ ali banani könnte es sein, daß Ziba eine Linker ist, der aus Antiimperialistischer Sicht sagt, daß der Westen am Ende ist( in der Tat). Ich persönlich halte die Politik von Ahmadinedschad in der Praxis für Antiimperialistisch wenn auch er selbst ein streng Gläubiger ist. Schließlich kann nicht jeder die Marxistische Theroie verstehen oder sich vom Gott lösen.
16.06.2009 16:32 Uhr
von Ali Banani:
@ dariush: Mir ist schon klar, wofür Mussawi steht. Aber schau dir doch die Postings von ziba an.
@ziba:Dass der Westen am Ende ist, höre ich sonst von islamischen Fundamentalisten, schon seit etwas 30 Jahren. Schau dir an, was zurzeit in deiner Heimat passiert und dann erklär mir nochmal, wer da am Ende ist!
16.06.2009 16:06 Uhr
von ziba:
@ alles beim Alten wenn es um A-Bombe geht hat davon der Westen 1000'de, wovon er auch im 2. Weltkieg gebrauch gemacht hat. Auch Interkontinental Raketen hat der Westen mehr als genug.Ich habe mir eher an Strafmassnahmen gedacht wie das Streichen vom 7 Millrd € teure Transrapid Projekt, das Deutschland plant im Iran zu bauen. Schließlich ist der Westen am Ende seiner Zeit gekommen und er braucht uns mehr als denn je, oder???
16.06.2009 15:56 Uhr
von dariush:
@ali banani hier geht es nicht darum ob man das einen oder anderen Kandidaten unterstützt oder wie du behauptest das Regime, denn schliesslich ist alles das Regime egal ob Mussawi oder Ahmadinejdschd. Hier hat Mussawi was verprochen, das er während seiner 8 Jahren Präsidentenschaft massiv unterdrückt hat nämlich die Demokratie. Seiner Zeit wurden Männern die Kravatte auf der Strasse von Bassiji abgeschnitten, beschminkten Frauen Batteriesäure aufs Gesicht geschüttet, nun kommt er und verspricht Freiheit und Demokratie?
16.06.2009 15:44 Uhr
von Sunny:
Die Mussawi-Wählerschaft gehört zur Oberschicht. Wenn er die Wahl gewinnen wollte, müsste die Oberschicht im Iran gewaltig wachsen (unwahrscheinlich unter der momentanen Regierung ;).
Mein Respekt für die Demonstranten, aber in einer Demokratie zählen alle Stimmen gleich und nicht nach Lautstärke.
16.06.2009 15:03 Uhr
von Ali Banani:
Hier posten Anänger des iranischen Regimes und versuchen die Verschwörungstheorie zu verbreiten, die Protestdemonstrationen seien vom Westen inszeniert.
16.06.2009 14:53 Uhr
von Ihsan Duygulu:
Der Wahlbetrug in der Türkei wurde todgeschwiegen
16.06.2009 14:38 Uhr
von alles beim Alten:
Ich denke, viele Menschen im Iran haben festgestellt, dass es ihnen unter der Herrschaft vom jetzigen Amtsinhaber nicht sehr gut geht. Selbst wenn der jetzige Amtsinhaber gewonnen haben sollte, zeigen die Proteste und Reaktion des Staatsapparates, dass es sich beim Iran um eine Scheindemokratie handelt.
@ziba "Aber der Westen wird für diese Einmischung eine sehr Hohenpreis bezahlen."
Ist das ein Hinweis auf das Atomprogramm oder die Interkontinentalraketen?
16.06.2009 11:38 Uhr
von dariush:
Aus diesen Ereignissen wird eines sehr deutlich und zwar die Verbindung der Mafiabande Rafsandschani & Co.zu Westen.
16.06.2009 11:21 Uhr
von ben:
@ziba: Irgendwie erinnert mich dieser Kommentar an die Erklärungsversuche einer Geschichtslehrerin meiner ehem. Schule (Dresden - also Ex-DDR), die die Ereignisse des 17. Juni '53 mit den Worten erklärte: "Das Ganze war eh nur vom Westen vorgetäuscht. UNSERE JUNGS HATTEN NICHTS DAMIT ZU TUN, DIE WAREN ZUFRIEDEN." Also Bitte: Wenn Ahmadineschad fast doppelt so viele Stimmen wie sein Herausforderer bekommt, und ich als Wahlbürger in meinem Bekanntenkreis aber niemanden ausmachen kann, der ihn gewählt hat, und wenn das nicht nur mir so geht, sondern Millionen Anderen auch, dann braucht es keine (oder zumindest wenig) westliche Einmischung, damit ich und viele Andere auf die Straße gehen.
16.06.2009 11:14 Uhr
von Justice:
Man muss die "Informationen" des staatlichen Fernsehens im Iran sehr kritisch beobachten. Womöglich hat der staatliche Runfunk des Landes nur von den 7 Toten gesprochen um Demonstranten, die an weiteren Demos teilnehmen wollen, einzuschüchtern.
16.06.2009 10:55 Uhr
von Ulrike:
Die taz glaubt dem staatlichen Rundfunk einer Diktatur? Ernsthaft? Stellt solche Angaben ("Die haben angefangen, wir haben nur in Verteidigung geschossen!") doch bitte nicht als Tatsachen hin. Zumal es von der Seite der Buerger hiess, die militaerische Einrichtung wurde angegriffen, WEIL (mindestens) ein Demonstrant erschossen wurde.
16.06.2009 09:49 Uhr
von ziba:
Es wird sich alles wieder beruhigen und alles beim alten bleiben. Dass der Westen hinter den Unruhen ist, ist keinem verborgen. Aber der Westen wird für diese Einmischung eine sehr Hohenpreis bezahlen.
Leserkommentare
19.06.2009 07:58 Uhr
von vic:
Die Frage ist doch:
Ist Mussawi ein Reformer, und wenn ja, was heißt das konkret?
Ist Mussawi nur so etwas wie der Bürgermeister von Kabul vor Amerikas Gnaden?
Hat Ahmadi nicht tatsächlich so viele Stimmen erhalten?
Vielleicht ist mehr denn je ein starker Präsident gefragt, der den endlosen Drohungen die Stirn bietet.
Angesichts der permanenten Kriegsrhetorik der Regierung Bush, sowie der Angriffskriege des Westen in den unmittelbaren Nachbarländern, wäre das durchaus verständlich.
Sollten diese Kriege jemals beendet sein, werden dort dauerhafte US-Stützpunkte installiert sein.
Daruf vorbereitet zu sein, ist vermutlich kein Fehler.
16.06.2009 22:09 Uhr
von mina:
übrigens die Pressfreiheit! Das ist nicht die Websites der Opposition oder die CNN, BBC, Radio Farda(CIA) oder VOA, die gehackt worden sind bzw. gekapt sind, sondern die staatliche Online Medien Irans. Die kann man überhaupt nicht erreichen.
16.06.2009 20:00 Uhr
von shiva:
Ich glaube da haben wir ein Problem. Nämlich der Westen versucht in Sachen der Demokratie und Menschenrechte anderen was besseres zu belehren wofür er aber keine Glaubwürdigkeit mehr hat. Denn nachdem 9/11 haben die westlichen Staaten jeglichen internationalen Konvetionen und Uno Charta mit Füssen getreten. Nachdem die Maske des Westen gefallen ist, wohinter er sich seit 60 Jahren versteckt hat, kann sich über Pressefreiheit usw im Iran nicht bekalgen. Das ist was eigentlich die Demokratie gefährdet,denn die Iraner argumentieren zu recht, wenn sog. dem. Staaten selber Regime wie Israel mit allen Mitteln unterstützen oder die USA mit Invasion in Irak und Afganistan die Größte Verbrechen begangen sind, haben diese Staaten keinerlei Legitimation uns in Sachen der Menschenrechte und Demokratie zu belehren.
16.06.2009 16:55 Uhr
von dariush:
@ ali banani
könnte es sein, daß Ziba eine Linker ist, der aus Antiimperialistischer Sicht sagt, daß der Westen am Ende ist( in der Tat). Ich persönlich halte die Politik von Ahmadinedschad in der Praxis für Antiimperialistisch wenn auch er selbst ein streng Gläubiger ist. Schließlich kann nicht jeder die Marxistische Theroie verstehen oder sich vom Gott lösen.
16.06.2009 16:32 Uhr
von Ali Banani:
@ dariush: Mir ist schon klar, wofür Mussawi steht. Aber schau dir doch die Postings von ziba an.
@ziba:Dass der Westen am Ende ist, höre ich sonst von islamischen Fundamentalisten, schon seit etwas 30 Jahren. Schau dir an, was zurzeit in deiner Heimat passiert und dann erklär mir nochmal, wer da am Ende ist!
16.06.2009 16:06 Uhr
von ziba:
@ alles beim Alten
wenn es um A-Bombe geht hat davon der Westen 1000'de, wovon er auch im 2. Weltkieg gebrauch gemacht hat. Auch Interkontinental Raketen hat der Westen mehr als genug.Ich habe mir eher an Strafmassnahmen gedacht wie das Streichen vom 7 Millrd € teure Transrapid Projekt, das Deutschland plant im Iran zu bauen. Schließlich ist der Westen am Ende seiner Zeit gekommen und er braucht uns mehr als denn je, oder???
16.06.2009 15:56 Uhr
von dariush:
@ali banani
hier geht es nicht darum ob man das einen oder anderen Kandidaten unterstützt oder wie du behauptest das Regime, denn schliesslich ist alles das Regime egal ob Mussawi oder Ahmadinejdschd. Hier hat Mussawi was verprochen, das er während seiner 8 Jahren Präsidentenschaft massiv unterdrückt hat nämlich die Demokratie. Seiner Zeit wurden Männern die Kravatte auf der Strasse von Bassiji abgeschnitten, beschminkten Frauen Batteriesäure aufs Gesicht geschüttet, nun kommt er und verspricht Freiheit und Demokratie?
16.06.2009 15:44 Uhr
von Sunny:
Die Mussawi-Wählerschaft gehört zur Oberschicht. Wenn er die Wahl gewinnen wollte, müsste die Oberschicht im Iran gewaltig wachsen (unwahrscheinlich unter der momentanen Regierung ;).
Mein Respekt für die Demonstranten, aber in einer Demokratie zählen alle Stimmen gleich und nicht nach Lautstärke.
16.06.2009 15:03 Uhr
von Ali Banani:
Hier posten Anänger des iranischen Regimes und versuchen die Verschwörungstheorie zu verbreiten, die Protestdemonstrationen seien vom Westen inszeniert.
16.06.2009 14:53 Uhr
von Ihsan Duygulu:
Der Wahlbetrug in der Türkei wurde todgeschwiegen
16.06.2009 14:38 Uhr
von alles beim Alten:
Ich denke, viele Menschen im Iran haben festgestellt, dass es ihnen unter der Herrschaft vom jetzigen Amtsinhaber nicht sehr gut geht. Selbst wenn der jetzige Amtsinhaber gewonnen haben sollte, zeigen die Proteste und Reaktion des Staatsapparates, dass es sich beim Iran um eine Scheindemokratie handelt.
@ziba
"Aber der Westen wird für diese Einmischung eine sehr Hohenpreis bezahlen."
Ist das ein Hinweis auf das Atomprogramm oder die Interkontinentalraketen?
16.06.2009 11:38 Uhr
von dariush:
Aus diesen Ereignissen wird eines sehr deutlich und zwar die Verbindung der Mafiabande Rafsandschani & Co.zu Westen.
16.06.2009 11:21 Uhr
von ben:
@ziba: Irgendwie erinnert mich dieser Kommentar an die Erklärungsversuche einer Geschichtslehrerin meiner ehem. Schule (Dresden - also Ex-DDR), die die Ereignisse des 17. Juni '53 mit den Worten erklärte: "Das Ganze war eh nur vom Westen vorgetäuscht. UNSERE JUNGS HATTEN NICHTS DAMIT ZU TUN, DIE WAREN ZUFRIEDEN."
Also Bitte: Wenn Ahmadineschad fast doppelt so viele Stimmen wie sein Herausforderer bekommt, und ich als Wahlbürger in meinem Bekanntenkreis aber niemanden ausmachen kann, der ihn gewählt hat, und wenn das nicht nur mir so geht, sondern Millionen Anderen auch, dann braucht es keine (oder zumindest wenig) westliche Einmischung, damit ich und viele Andere auf die Straße gehen.
16.06.2009 11:14 Uhr
von Justice:
Man muss die "Informationen" des staatlichen Fernsehens im Iran sehr kritisch beobachten.
Womöglich hat der staatliche Runfunk des Landes nur von den 7 Toten gesprochen um Demonstranten, die an weiteren Demos teilnehmen wollen, einzuschüchtern.
16.06.2009 10:55 Uhr
von Ulrike:
Die taz glaubt dem staatlichen Rundfunk einer Diktatur? Ernsthaft? Stellt solche Angaben ("Die haben angefangen, wir haben nur in Verteidigung geschossen!") doch bitte nicht als Tatsachen hin. Zumal es von der Seite der Buerger hiess, die militaerische Einrichtung wurde angegriffen, WEIL (mindestens) ein Demonstrant erschossen wurde.
16.06.2009 09:49 Uhr
von ziba:
Es wird sich alles wieder beruhigen und alles beim alten bleiben. Dass der Westen hinter den Unruhen ist, ist keinem verborgen. Aber der Westen wird für diese Einmischung eine sehr Hohenpreis bezahlen.