Das Festival Theaterformen zeigt Stücke aus dem Iran und der Türkei, die durch die Entwicklungen vor Ort stark an Brisanz gewonnen haben. von Jens Fischer

Einflüsse des Comics auf die bildende Kunst zeigt die Bremer Weserburg: Die Ausstellung macht Spaß, schockt und vermag, den tösenden Abgang des Direktors zu übertönen. von Benno Schirrmeister

Schloss Gottorf präsentiert „Realisten im Norden“. Deren idyllische Bilder mit viel Lokalkolorit wirken wie archaische Relikte, über die die Zeit hinweggegangen ist. Sie selbst empfinden sich als Gegenströmung zum zeitgenössischen Kunstbetrieb von Frank Keil

Auf dem Land gibt es immer weniger Kinos. Das Mobile Kino Niedersachsen springt in die Bresche: Es zeigt Filme in Kirchen, Scheunen, Ställen und Schulen. von Wilfried Hippen
Der Hamburger Punk-Musiker Jens Rachut schert sich wenig darum, was andere von ihm denken. Manche nennen das Integrität. von Andreas Schnell

Was Kurt Schwitters’ Emigration für seine Kunst und sein Leben bedeutete, zeigt das hannoversche Sprengel Museum. von Klaus Irler

Das Bremer Theater überlässt seiner Theaterschule die Spielplanposition zu Rechtsextremismus: In vier langen Stunden deckt die Produktion „Larger than life“ die Ursachen rechter Gewalt eher zu als auf von Jens Fischer

Der einstige Beiersdorf-Chef Oskar Troplowitz förderte Kunst und Kultur – durch Mitgründung wertvolle Schenkungen und den Kampf für einen Bürgerpark. von Frank Keil

Am Bremer Goetheplatz-Theater zeigt Felix Rothenhäusler Friedrich Schillers wüsten Erstling ohne Enthusiasmus, Furor oder Not. von Benno Schirrmeister
In Braunschweig erinnert man sich gern alter Glorie, nun einer Hochadels-Ehe aus dem Jahr 1913. Und verdrängt aktuellere Flecken auf der Geschichtsweste. von Bettina Maria Brosowsky

Outnow! ist dieses Jahr ein großer Erfolg – auch, weil die junge Performer-Generation so dringende Kunst macht: Ein Versuch, TickleMePink zu verstehen. von Benno Schirrmeister

Kurzfilme sind weitgehend nichtkommerzielle Produkte. Das Internationale Kurzfilmfestival in Hamburg wird trotzdem immer größer: Dieses Jahr werden dort mehr als 400 Kurzfilme gezeigt. von Wilfried Hippen

Das Leben des Bildhauers Søren Engel ist ein Spagat: zwischen Kunst und Kommerz, Leben und Tod. Dem 13-Jährigen hatte ein Arzt den Tod mit 30 prognostiziert. Heute verarbeitet Engel die falsche Vorhersage. von Doris Brandt

Die Vertriebs-Föderation Anares in Bremen war lange mehr als ein Buchvertrieb für anarchistische und gesellschaftskritische Literatur. Seit einiger Zeit wurden die Bestellungen weniger, bald ist es vorbei. von Jean-Philipp Baeck
Was bekommen Flüchtlinge als Erstes zu sehen, wenn sie die EU erreichen? Dieser Frage ist die Fotografin Eva Leitolf in ihrer Serie „Postcards from Europe“ nachgegangen. von Frank Keil

Bisher ist Platz für Clubs und Kreative auf dem ehemaligen Güterbahnhof in Osnabrück. Doch eine homophobe Gemeinde will nun dort ihr Zentrum bauen, drumherum soll es Gewerbeflächen geben. von Anne Reinert

Wolfsburg ist in Deutschland das, was Detroit in den USA ist: Ein Stadt, die für die Autoindustrie lebt. Doch Detroit wurde von Künstlern entdeckt. Eine Ausstellung zeigt ihre Arbeiten. von Bettina Maria Brosowsky

Was früher im Container landete, findet eine Heimat im Hamburger Oberhafen: In der „Hanseatischen Materialverwaltung“ können Künstler, Schulen, Filmproduktionen künftig gebrauchte Requisiten ausleihen. Mit etwas Glück sogar umsonst.

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

Mit Alexander Giesches berührerendem visual poem „Der perfekte Mensch“ nähern sich im Bremer Schauspielhaus die säuberlich getrennten Sphären von Freier Szene und Stadttheater einander an von Benno Schirrmeister

In Göttingen befreit Immo Karaman Georg Friedrich Händels Oper „Siroe, Rè di Persia“ von barocken Orient-Klischees. von Jakob Epler

Der eine ist Fotograf, der andere betreibt das Erotiktheater Salambo. Der eine ist Linker, der andere klebte Pro-Atomkraft-Aufkleber an seinen Mercedes. Dennoch waren Günter Zint und René Durand über 50 Jahre befreundet. von Katharina Gipp

Nach dem sperrigen Konzeptalbum „The Death Defying Unicorn“ gibt sich Motorpsycho auf „Stillife with Eggplant“ nun wieder etwas eingängiger. von Robert Matthies

Tom Kühnels Projekt „Die französische Revolution – Born to Die“ lenkt in Hannover den Blick auf die Peinlichkeiten des modernen europäischen Staatswesens von Tim Schomacker

Artist in Residence Alexander M. Giesche stellt mit SchauspielerInnen die Frage nach dem perfekten Menschen – und erinnert das Theater Bremen daran, dass es auch Imkerei sein sollte von Benno Schirrmeister

In Hamburg ist Investorensicht dem Städtebau Gesetz. Das mutmaßlich nächste Opfer: die City-Hochhäuser. Protokoll eines stadtplanerischen Trauerspiels. von Maximilian Probst

Schaumstoffrest, Putzlappen und Pappkarton: Die Berliner Puppentheatertruppe „Das Helmi“ gastiert mit ihrem „Zirkus des Fortschritts“ in Hannover. von Jens Fischer

Erotisches fristet im plattdeutschen Literaturbetrieb ein Nischendasein. Herausgeber Carl-Heinz Dirks weiß, warum.

Der Künstler Rolf Nesch leistete im Metalldruck revolutionär Neues und verließ Hamburg um der Freiheit willen schon im Oktober 1933. Er ging nach Norwegen und wird in Deutschland erst jetzt wiederentdeckt. von Hajo Schiff


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