Die Hamburger Band Bitte Lächeln besteht aus behinderten und nichtbehinderten Musikern und hat einigen Erfolg. Nichtbehinderte Zuschauer zu den Konzerten zu bekommen, bleibt schwierig. von Birk Grüling

Was tut man, wenn sich der Übervater eines politischen Gemeinwesens als entschiedener Anti-Demokrat und vehementer Judenhasser erweist? Bremen diskutiert über einen adäquaten Umgang mit Johann Smidt, dem legendären Gründer Bremerhavens von Henning Bleyl

Pop-Archäologie im Bremer Umland: Eine CD-Box über die Anfänge der Country-Musik könnte dem Plattenlabel Bear Family Records aus Holste-Oldendorf nun zwei Grammy Awards einbringen. von Andreas Schnell

Am Mittwoch entscheidet die Uni Bremen über die Zukunft der Zivilklausel - und damit auch über ihr Selbstverständnis. Ein Beitrag zur aktuellen Debatte von Andreas Fischer-Lescano & Sören Böhrnsen

Eine Ausstellung im Oldenburger Schloss erinnert an die Zeiten, als "die Moderne" in der nordwestdeutschen Provinz noch Partys feierte - und künstlerisch am Puls der Zeit war. Überörtlich wurde das seinerzeit freilich so wenig wahrgenommen wie heute von Henning Bleyl

Mit Künstlern wie Timm Ulrichs oder Klaus Staeck hat der Aufkleber Eingang in die Kunst gefunden. Die Bremer Weserburg widmet dieser Entwicklung eine Ausstellung. von Radek Krolczyk

"Schauen, was das Schiff macht": Lange Zeit gehörte die "Al Zahraa" zum Inventar des Bremerhavener Hafens. Dann wurde der irakische Frachter weggebracht und verschrottet. Karen Koltermann lässt das Wrack in der örtlichen Kunsthalle wiederauferstehen. von Frank Keil

Die junge Kieler Kunstszene legt eine erstaunliche Vielseitigkeit an den Tag. Zu sehen ist das derzeit in der wundertütenartigen Ausstellung zum Gottfried Brockmann Preis in der Stadtgalerie von Klaus Irler

Udo Lindenberg hat eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Diese feiert die Kunstfigur Udo - nach der Person dahinter fragt sie jedoch nicht. von Klaus Irler

Der selbsternannte Anthropologe Hans Lichtenecker wollte in Namibia ein "Archiv aussterbender Rassen" anlegen. Nach Stationen in Kapstadt, Basel und Wien ist die Ausstellung "What we see" in Osnabrück zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. von Anne Reinert

Der Kunstverein Wolfsburg präsentiert die junge, international vernetzte Kunstszene von Buenos Aires und erzählt dabei Geschichten von den Straßen. von Bettina Maria Brosowsky

Eine Ausstellung in Neumünster rekonstruiert die Sammlung des Papierfabrikanten Paul Ströhmer. Der machte ein diffamierendes Nolde-Bild zum Zentrum seines Bestandes, obwohl er selbst kein Antisemit war. von Hajo Schiff

Bogomir Ecker, im heutigen Slowenien geboren, stellt derzeit in Wolfsburg aus. Konische Hohlkörper, Alu-Güsse, Schaumstoff - ein Un-Material zwar, sagt Ecker, aber das Fürchterliche habe er immer interessant gefunden. von Bettina Maria Brosowsky

Wie hängen der Glaube und das Schicksal zusammen? Diese Frage verhandelt Joseph Roths Roman "Hiob", dessen Theaterfassung derzeit am Hamburger Schauspielhaus zu sehen ist. von Klaus Irler

Wo gentrifiziert wird, verschwinden auch lieb gewonnene Kneipen. Zwei Hamburger Künstlerinnen haben einen Weg des Bewahrens gefunden. Heute eröffnet ihr "Club-Museum". von Klaus Irler

Klaus Schumacher bringt Joseph Roths Roman "Hiob" auf die Bühne des Hamburger Schauspielhauses. Wie die Hauptfigur um eine Logik hinter dem Leben ringt, sagt er, sei doch sehr heutig.

Der Hamburger Künstler Boran Burchhardt beklebt Verkehrsschilder für sein Projekt "3D§87 Deutschlandbilder" - und die Polizei bleibt fern. von Klaus Irler

Die Ausstellung "Photography Calling!" im hannoverschen Sprengel Museum versucht, die künstlerische Fotografie seit den 1960er Jahren ausgehend vom "dokumentarischen Stil" zu betrachten. Für die gezeigten Werke greift der Begriff aber zu kurz. von Klaus Irler

In Deutschland wird viel Geld dafür ausgegeben, unerwünschte Einwanderer sozial zu isolieren und jeder Perspektive zu berauben. Besonders kreativ auf diesem Gebiet ist Niedersachsen mit seinem noch unter der SPD-Regierung begonnenen "Projekt X". Auftakt der taz.nord-Serie über das Leben von Flüchtlingen von Christian Jakob

Das Hamburger Ernst Barlach Haus, ein ansonsten eher konservatives Museum, irritiert plötzlich mit neuester Interventionskunst vom Stuttgarter Georg Winter. von Hajo Schiff

Mit dem Landgang und den Lohntüten verschwand aus den Bremer Häfen auch das horizontale Gewerbe. Eine Kulturwissenschaftlerin hat ausgiebig Zeitzeugen interviewt, um endlich die Geschichte des dortigen Rotlichtmilieus zu schreiben von Henning Bleyl

Edvard Munchs Frauen sind verführerisch, keusch oder tot: Aus dieser etwas eingeschränkten Perspektive hat die Bremer Kunsthalle eine packende Ausstellung gemacht. von Henning Bleyl

Als die Wände seines Wohnzimmers vom Gewicht der Bücher Risse bekamen, errichtete Mirko Schädel seinen historischen Krimis in der Wesermarsch ein Museum. Über Kleinstadt-Mühsal, Herbsttage und die ewige Suche nach dem richtigen Ort. von Ilka Kreutzträger

Eine Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert an die jüdische Bestseller-Autorin Else Ury. Sie fühlte sich als Deutsche, verehrte anfangs sogar Hitler. Auch als sie wusste, was auf sie zukam, weigerte sie sich, Deutschland zu verlassen. von Petra Schellen

Das Oldenburger Staatstheater erstrahlt in neuem Glanz. Nun muss es den frischen Wind des zurückliegenden Jahrs im Fliegerhorst-Exil hinüberretten. Der Generalintendant lässt sich am Samstag schon mal als Schnürbodenmeister erleben von Henning Bleyl

Die Hamburgerin Gisela Tuchtenhagen war eine der ersten Frauen hinter der Dokumentarfilm-Kamera überhaupt. Ein Montagsinterview über das Glück im Nahen und im Fernen, das Zuhören mit der Kamera und die Überwindung von Toilettenproblemen.

Eine Ausstellung im Bremer Wilhelm Wagenfeld Haus schildert den Kampf der Designer gegen den schlechten Ruf des Plastiks, den das Material einfach nicht loswerden will. Dabei wäre unser Gerätepark ohne die Polymere nicht denkbar. von Thomas Joerdens

Sommer im Museum (4): Der Erinnerungsort "Elbberg" in Boizenburg ist ambivalent, war dort doch zunächst ein Zwangsarbeiterinnen-Lager der Nazis und später DDR-Grenzkontrollposten. Eine Vermischung beider Geschichten vermeidet die Gedenkstätte zum Glück. von Frank Keil

Im Sommer, in der vorführungsfreien Zeit, wenn die Zuschauer urlauben und die Schauspieler ihre Stücke proben, wird in der Werkstatt des Hamburger Thalia-Theaters am Bühnenbild gebastelt. Ein Besuch bei den heimlichen Künstlern in der Tischlerei. von Dennis Bühler


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