Niedrigwasser in deutschen Gewässern

Fischer sucht Fluss

Seit Monaten regnet es kaum mehr. Die Flüsse schrumpfen. Und Fischer Rudi Hell wartet am Niederrhein auf Aale, die nicht kommen.

Fischer Rudi Hell

Rudi Hell auf seinem Aalschocker Anita Zwei: „Wenn ich Glück hab, ist heute einen Aal im Netz“ Foto: Andreas Fechner

KALKAR taz | Plitsch, quietsch, knarz, ping, rausch, ratter, knirsch, ping, knarz, ping, knirsch, ping, ratter, Ping, ping, ping! Auf einem Aalschokker läuft nichts von allein. Ein Aalfischer braucht Kraft. Wenn Rudi Hell sein Netz hebt, muss er den Griff fest packen, muss ziehen, stemmen, drücken, bis die Kurbel knirscht, die Winde quietscht, und die Taue knarzen. Das Zahnrad dreht sich. Die Sperrklinke trifft jeden Zahn, Rost bröselt, und es pingt. Der Rhein reißt an der „Anita Zwo“, klatscht gegen ihren Bug, platscht gegen ihren Bauch, der Anker hält, doch immer neues Wasser strömt heran und presst das Netz nach unten, das Rudi heben will. Er kurbelt.

Ein Aalfischer braucht auch Ausdauer. Aber vor allem braucht er Wasser. „Wenn ich Glück hab, is heut ein Aal im Netz“, hatte Rudi gesagt, da saß er noch in seiner Küche. Ein kräftiger Mann mit tiefen Falten um die Augen und einem Seemannsbart wie aus weißem Draht. „Eigentlich kontrollier ich die Netze morgens um acht.“

Die Uhr zeigt zehn Uhr. Rudi schenkt Kaffee nach. „Jetzt fahr ich oft später. Dat macht keinen Unterschied.“ Warum auch: Er fängt ja kaum noch was. Rudi kratzt sich unter der Kapitänsmütze. „40 bis 50 Kilo Aal pro Tag fang ich normal um diese Jahreszeit. Jetzt fang ich zwei. Mit Glück.“ Er schaut hoch, die Brauen sinken. „So niedrig stand der Rhein noch nie. Seit Menschengedenken nich.“

Es hat zu wenig geregnet dieses Jahr. Deutschlands Flüsse sind abgemagert: Einen Niedrigrekord nach dem nächsten haben sie gebrochen. Die Spree kam gar zum Stehen und floss dann rückwärts – kein Scherz. Wie viel Wasser fehlt? Eine Zahl, die erklärt, was man in einem bestimmten Monat so an himmlischem Nass erwarten kann, lässt sich vom sogenannten „vieljährigen Mittel“ ableiten: Das ist das Mittel der Niederschlagsmengen von 1961 bis 1990.

Seit einschließlich Februar liegt Deutschland demnach jeden Monat deutlich unter diesem Wert. Im Juni war die Differenz am größten, da mittelt es knapp 80 Liter pro Quadratmeter, tatsächlich kamen 40. Und der Herbst hat bisher kaum etwas geändert. Für Oktober liegt das Mittel bei 56, gefallen sind 28.

Alle warten auf Regen

Auf Regen, der die Flüsse steigen lässt, wartet Rudi Hell. Mit ihm warten: Binnenhäfen und -reedereien, Chemie- und Industrieunternehmen, Fährbetriebe, Fischzuchten, Tankstellen und AutofahrerInnen, die gern tanken würden, ohne dabei arm zu werden. Man wartet an Oder und Elbe, wo der Güterverkehr teils untersagt ist. Man wartet am Mai-Donau-Kanal in Bayern, wo nur ein Bruchteil der üblichen Gütermengen passieren kann. Man wartet an der Berliner Spree, die nur noch fließt, weil Brandenburg und Sachsen mit Einspeisungen helfen. Und vor allem wartet man am Rhein, der meistbefahrenen Wasserstraße Europas. Auch die Aale warten, sagt Rudi Hell. Aber wann die Dürre endet, ist nicht absehbar.

Rudi Hell, Binnenfischer

“So niedrig stand der Rhein noch nie. Seit Menschengedenken nich“

Gegen elf Uhr ist die Kaffeekanne leer, und Rudi fährt los. Nicht mal fünf Minuten braucht er mit dem Auto bis zum Rheinufer, wo sein Schokker „Anita Zwo“ mittig in der Strömung des Niederrheins bei Kalkar ankert. Aalschokker fangen über Nacht, was ihnen die Strömung in die Netze treibt. „Morgens leere ich das Netz“, sagt Rudi, „tagsüber lass ich es hängen, dann spült der Fluss es durch. Gegen 16 Uhr spanne ich es wieder.“ Sein Beiboot, mit dem Rudi zum Schokker fährt, schaukelt ufernah im Wasser.

Um ins Beiboot zu steigen, muss Rudi die steinerne Treppe runter und dann über Felsen kraxeln. Er macht sich auf, doch hält am Treppen­ende inne. Neben den letzten Stufen liegt ein rostiges Gitter auf den Steinen. „Bei normalem Pegelstand würde ich hier in mein Boot steigen“, sagt er und wartet. Als wolle er dem Wasser eine letzte Chance geben, das Boot doch noch an den gewohnten Platz zu heben. Aber nichts passiert. Rudi sieht den Rhein an wie einen Freund, der ihn im Stich gelassen hat. Dann kraxelt er weiter.

Die Dürre, wegen der Rudi über Felsen klettern muss und kaum noch Fische fängt, hat einen höheren Grund. Das sind die Jetstreams, heftige Winde, die sich wie Bänder um die Erde ziehen. Mit dieser Energie reißen sie untere Luftschichten mit sich. So tragen sie wesentlich dazu bei, dass Hoch- und Tiefdruckgebiete weiterziehen.

Der Jeststream fließt nicht mehr so, wie er sollte

Entscheidend für das europäische Wetter ist der polare Jetstream. Er weht die Hochs und Tiefs von West nach Ost. Sein Antrieb ist der Temperaturunterschied zwischen der kalten Arktis und den heißen Tropen. Doch in diesem Jahr ist die Arktis verhältnismäßig wärmer, der Temperaturunterschied dementsprechend kleiner. An vielen Stellen ist der mächtige Jetstream eher ein Hauch. Weniger Wuuusch, mehr Fffffft. Die Folge: Die Hochs und Tiefs stecken fest. Das verbindet die deutsche Dürre mit den Überschwemmungen in Italien.

Fische und Aale in einem Eimer

Dürftige Ausbeute: Neben wenigen Fischen sammelt der Fischer viel Plastik aus dem Rhein Foto: Andreas Fechner

Rudi Hell will weder Dürre noch Flut. Er will einfach normales Wetter und Fische fangen. Wie seine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Ururgroßeltern. Rudi fischt, seitdem er denken kann. Das umfasst einen nicht unbeachtlichen Zeitraum. Rudi ist 81. Dabei sieht er aus wie 65, kraxelt Felsen runter, als sei er 40, und springt ins Beiboot wie mit 30. „Fischen hält jung“, sagt er und zieht das Beiboot am Seil gegen die Strömung zum Schokker. „Außerdem ess ich viel Fisch.“

Mit seinem Schokker fängt Rudi nicht nur Aale: Brassen, Zander, Schleien, Karpfen, Welse, Krabben, Flusskrebse, Lachse, Grundeln landen in seinen Netzen. Was Rudi fängt, gibt er meist an die Forschung weiter. „Bonn, Köln, Trier, Hamburch, Koblenz, ich fisch für elf Unis inzwischen.“ Auch Aale fängt Rudi für die Wissenschaft. „Die machen da Sender dran, um zu sehn, wo die Fische lang kommen.“ Durch den Rhein schwimmen jedes Jahr Tausende Aale Richtung Atlantik. „Die wollen zum Golf von Mexiko, in der Sargassosee laichen. Wenn se dat erledigt haben, sterben se.“ Da lacht er.

Alles taucht wieder auf: Wracks, Munition, Knochen

Auf dem Weg zum vorderen Teil des Decks zeigt Rudi zum Ufer. „Da liecht ein Wrack. Normal is et komplett unter Wasser.“ Zwischen den hellen Steinen ist das weiße Gerippe vom Schokker aus kaum zu erkennen. „Um 1850 gesunken“, sagt Rudi. „Samt Ziegeln. Die liegen da auch noch.“ Auch anderswo finden SpaziergängerInnen jetzt vielerorts Gegenstände, die vorher unter Wasser waren. An Elbe und Rhein hat man Schiffswracks gefunden, Mammutzähne und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, wie Handgranaten, Panzer- und Gewehrgranaten. In Rudis Küche steht eine Topfpflanze auf einem Walwirbelknochen.

Der Rhein klatscht gegen die „Anita Zwo“, doch der Schokker schwankt kaum mehr als fester Boden. Plötzlich bleibt Rudi stehen, die Beine breit. Er greift nach Halt und deutet auf den Fluss. Von der Seite rollen große Wellen heran. „Achtung! Festhalten!“ Der Schokker schaukelt hoch und runter, hoch – und wieder runter. In der Fahrrinne, weiter mittig im Fluss, ziehen große Frachtschiffe vorbei, Containerschiffe, Tankschiffe. Daher die Wellen. Schon an normalen Tagen ist der Rhein die am meisten befahrene Wasserstraße Europas. Aber was ist heute schon normal? „Normal fahren hier täglich 300 Schiffe vorbei“, sagt Rudi. „Jetz sind dat eher 600.“

Rudi Hell, Binnenfischer

„40 bis 50 Kilo Aal pro Tag fang ich normal um diese Jahreszeit. Jetzt fang ich zwei. Mit Glück“

Über deutsche Flüsse und Seen transportieren Unternehmen jährlich über 200 Millionen Tonnen Güter. Das meiste davon sind Rohstoffe für die Produktion: Erze, Steine, Kohle, Öl. Wegen des niedrigen Wasserstandes können Binnenschiffe zurzeit aber nur die Hälfte ihrer üblichen Ladung transportieren. Mancherorts nur ein Zehntel. In der Fahrrinne ist das Wasser am tiefsten, da kann man schwerer laden, da wollen alle fahren. Das bedeutet: Stau. Monatelanger Stau. Und alles wird teurer. Wenn ein Lastschiff weniger laden kann, muss die Reederei mehr Geld pro Tonne nehmen, um die Kosten zu decken. Und weil mehr Schiffe fahren als sonst, entstehen noch mehr Kosten. Was das in letzter Konsequenz für die VerbraucherInnen bedeutet, sieht man an den Diesel- und Benzinpreisen.

Bis zu 50 Prozent aller Benzin- und Diesellieferungen kommen per Binnenschiff über den Rhein. Eigentlich. Zurzeit müssen Unternehmen mehr Treibstoff als sonst über Züge, Pipelines und Tanklaster transportieren lassen. Die sind nun auch am Limit und können trotzdem die fehlenden Schiffsladungen nicht komplett ersetzen. Ein Binnenschiff lädt so viel wie über 150 Laster. Die Folge sind Lieferengpässe. Einigen Tankstellen ist bereits der Sprit ausgegangen, sie mussten schließen, für ein paar Stunden oder Tage. In Nordrhein-Westfalen dürfen jetzt auch an Sonntagen Lastwagen die Tankstellen mit Sprit beliefern. Wenn KundInnen tanken, merken sie die Dürre im eigenen Portemonnaie: Das Mehr an Transportkosten geben viele Unternehmen über Endpreise an sie weiter.

Der niedrige Wasserstand bremst die Industrie

Auch andere Branchen trifft die Dürre: Das Chemieunternehmen BASF in Ludwigshafen bekommt nicht mehr alle Rohstoffe geliefert, die es braucht. Die Produktionsverluste beziffert es auf rund 50 Millionen Euro, allein für ein Quartal. Rheinabwärts in Duisburg musste auch ThyssenKrupp seine Produktion zurückfahren. Viele Unternehmen können dem Rhein kaum noch Kühlwasser entnehmen: In den Pumpen setzen sich Sand und Steine ab. Die Stellen zur Wasserentnahme müsste man freibaggern, aber das ist gar nicht leicht, wenn die Baggerschiffe stranden. Bei einigen Unternehmen bedroht der niedrige Wasserstand inzwischen die komplette Produktion.

Ein Schiff

Wegen des Niedrigwassers dürfen die Binnenschiffe nicht mehr voll beladen fahren Foto: Andreas Fechner

Hinten auf dem Schokker klappt Rudi zwei Falltüren auf: Darunter fließt der Rhein. Hier hat Rudi Netzgehege gespannt, in denen er gefangene Fische hält, bis jemand sie abholt. Oder bis er sie isst. Zurzeit isst Rudi gern Chinesische Wollhandkrabben. Auch die leben im Rhein. „Die schmecken wie Hummer“, sagt er. Im ersten Netzgehege sind die Raubfische, beispielsweise Zander und Welse. Im zweiten Netzgehege sind die Aale: Der Fang der letzten Woche beläuft sich auf knapp zehn Stück. Rudi zieht das Netz hoch, und die schwarzen Leiber winden sich ineinander wie ein lebendiges Wollknäuel. Nicht ganz lebendig: Rudi findet einen toten. „Der war angeschlagen“, sagt er, nimmt den Aal und wirft ihn zurück in den Fluss.

Durch den niedrigen Wasserstand hat Rudi zurzeit immer mehr angeschlagene Fische in den Netzen. „Letztens einen Wels gehabt, 1,30 lang, der war halb durchgeschlagen.“ Wegen der Dürre haben die Schiffe oft nur wenige Zentimeter Wasser unter dem Kiel: kein Platz für einen großen Fisch, um der Schiffsschraube nach unten auszuweichen. „Für die Aale is es am schlimmsten“, sagt Rudi. „Die müssen ja wandern. In Holland schalten se die Wasserkraftwerke zur Wanderzeit ab, damit die Tiere nich in die Turbinen kommen.“ Rudi schüttelt den Kopf. „Hier machen se dat nich. Weil’s wat kostet.“ Schutznetze vor den Turbinen wären billiger als abschalten. “Aber dat geht nich. Die Netze wärn in einer Stunde dicht. Zu viel Müll im Wasser. “

Plastikmüll statt Fische im Netz

Müll hat Rudi auch oft im Netz. Vor allem Plastik. „Kühlschränke, Slipeinlagen, Pampers, Fernseher. Manche Leute schmeißen allet in den Fluss.“ Die Schiffsschrauben zerhäckseln den Müll, dadurch wird er kleinteilig. „Hundekotbeutel zum Beispiel: Die Fetzen fang ich in Blau, Grau, Rot, Grün, Gelb. Jede Stadt hat ihre eigene Farbe.“ Auch BinnenschifferInnen, sagt Rudi, würden ihren Müll in Säcken über Bord werfen. „Dürfen se nich. Machen se trotzdem. Wird auch zerhäckselt. Und die Vögel und Fische fressen allet. Demnächst wird dat ne Katastrophe.“

Über 30 Kubikmeter Plastik fischt Rudi pro Jahr aus dem Fluss. „Noch mal dat Zehn- bis Zwanzigfache geht am Schokker vorbei.“ Den gefischten Müll sammelt Rudi in einem Container, gesponsert von einer Anwaltskanzlei. Aber gegen Mikroplastik hilft das Sammeln nicht. „Die Wellen reiben Partikel vom Müll ab. Und et kommt übers Abwasser rein. Früher haben se Sand in die Zahnpasta gemacht, heute nehmen se Mikroplastik. Damit vernichten se die Umwelt. Aber es is halt billiger. Wenn ich inner Politik wär, ich würd dat verbieten.“ Rudi zuckt die Achseln. Dann geht er Richtung Kurbel. „Jetz schaun mer mal, was die Nacht so reingespült hat.“

An der Kurbel löst Rudi die Sicherung und stellt den Motor an. Der Motor keucht. Der Motor stottert. Der Motor lechzt, dann läuft er. Rudi hängt sich in die Taue. Er hält sie stramm, damit die Winde sie aufwickelt, ohne dass sie sich verheddern. Dann packt er die Kurbel vom rostigen Zahnrad und dreht: ping, ping, ping. Im Takt der Sperrklinke, die auf die Zähne knallt, taucht aus dem Wasser ein Stamm auf mit seinem langen Schatten: dem 60 Quadratmeter großen Netz. „Ab in den Kahn und schaun, ob was drin is“, sagt Rudi. Er stapft zur Reling, klettert ins Beiboot, stößt sich ab. Die Strömung nimmt ihn mit. Über dem Wasser verläuft ein blaues Seil. Daran zerrt Rudi die Reuse an die Wasseroberfläche.

Vier Aale – statt 40 Kilo wie sonst

In den Maschen zappeln kleine Fische. Die zieht Rudi raus und wirft sie in den Fluss. Das macht er wortlos. Kleine Fische braucht er nicht. Aber auch im Inneren der Reuse scheint nichts anderes zu sein. An den Reusenringen hievt Rudi das Netz ins Boot und schüttet alles in einen Bottich. Plastik sortiert er aus. Sein Beiboot ist so voll davon, es raschelt beim Gehen. Kleine Fische schaufelt Rudi beidhändig zurück in den Fluss – wo schon die Möwen kreischen. Von den kleinen Fischen behält Rudi nur wenige als Frischfutter. Ansonsten hat er gefangen: eine Wollhandkrabbe und vier Aale, unverletzt. „Besser als einer“, sagt Rudi. Aber von den 40 Kilo ist er weit entfernt.

Sommerliche Dürren könnten zur Regel werden, so die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt: Im Rhein werde es immer weniger Wasser geben. Und wenn dort, dann nicht dort allein. Wegen der hohen Kosten und der Verdienstausfälle schlägt der Bundesverband der Binnenschifffahrt einen Krisenmechanismus für die Branche vor, ähnlich den Hilfen für die Landwirtschaft. Und was ist mit den Aalen? „Eigentlich schwimmen se hier im November durch“, sagt Rudi. „Aber die warten auf Hochwasser. Und wenn dat im Dezember kommt, schwimmen se halt im Dezember.“

Im Winter dürften die Flüsse wieder steigen. Dann kühlt die Arktis ab, während die Tropen heiß bleiben: Der polare Jetstream weht damit wieder stärker. Er bringt Tiefdruckgebiete und beendet die Dürreperiode. Es regnet. Und mit dem Regen kommen: steigende Pegel. Sinkende Diesel- und Benzinpreise. Kühlwasser. Und die Aale.

.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de