„News-of-the-World“-Skandal

Auch Kate Middleton wurde abgehört

Nicht eimal vor dem Adel machte die spitzelwütige „News-of-the-World“-Redaktion halt. Das kam nun im Gerichtsverfahren heraus.

Manche nennen sie ehrfürchtig „Duke and Duchess of Cambridge“. Andere höre einfach ab. Bild: ap

LONDON ap | Die britische Herzogin Catherine ist vor sieben Jahren Opfer einer Handy-Abhöraktion geworden. In dem Gerichtsverfahren gegen frühere Redakteure der Boulevardzeitung News of the World wurden am Donnerstag abgehörte Nachrichten vorgelesen, die Prinz William auf der Mailbox seiner damaligen Freundin Kate Middleton hinterließ.

Darin verwendet er unter anderem einen Kosenamen für seine spätere Ehefrau und witzelt, dass er während einer militärischen Trainingsübung fast angeschossen worden sei. Drei am Donnerstag vorgelesene Nachrichten stammen aus der Zeit, als William die englische Militärakademie Sandhurst besuchte. Damals war er mit Kate noch nicht verheiratet. Die Hochzeit der beiden erfolgte erst 2011.

Die Aufzeichnungen aus dem Jahr 2006 wurden im Besitz des Privatdetektivs Glenn Mulcaire entdeckt. Dieser wurde verurteilt, weil er im Auftrag einer Boulevardzeitung des Konzerns von Medienunternehmer Rupert Murdoch die Telefone von Beratern Prinz Williams und seines Bruders Harry gehackt haben soll.

2011 war bekanntgeworden, dass die News of the World regelmäßig die Posteingänge von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hackte. Empörung löste vor allem die Manipulation der Mailbox der entführten 13-jährigen Milly Dowler aus, die später ermordet aufgefunden wurde.

Derzeit müssen sich mehrere Angeklagte wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit Fehlverhalten bei dem inzwischen eingestellten Boulevardblatt vor Gericht verantworten. Unter ihnen sind die früheren News of the World-Redakteure Andy Coulson und Rebekah Brooks.

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