• 26.10.2009

Neuer Oppositionsführer in Italien

Exkommunist setzt sich durch

Der frühere Wirtschaftsminister Pier Luigi Bersani siegt bei den Urwahlen für den Vorsitz der oppositionellen Demokratischen Partei mit gut 50 Prozent der Stimmen.von Michael Braun

  • 30.10.2009 14:02 Uhr

    von Dr. Axel Ridder:

    Antwort auf: Unzeit-gemaess
    Das ist ja gerade der Punkt, dass Parteien keine eigenen Meinungen haben, sondern nur Personen. Nicht aus Parteien ist die Demokratie im alten Griechenland entstanden, sondern aus dem Wettbewerb von Ideen von Personen. Parteibuerokraten sind auch Personen, die aber das autonome Verbandsinteresse von Parteien vertreten. Eine Minderheit von Parteimitgliedern versucht, an die Macht zu kommen oder Wahlen zu manipulieren.
    Warum waren die Wahlen in den USA so ergreifend? Ohne Vorwahlen waere vielleicht McCain oder ein Bush-protegee an die Macht gekommen, weil sich neue Ideen in Parteien so schwer durchsetzen.
    Warum wohl gibt es in Europa so viele Parteineugruendungen?
    Amerikas Vorwahlen waren ein Grundkurs in Demokratie.
    (Uebrigens wer sich fuer eine Partei registrieren laesst, kann sich nicht auch fuer eine andere Partei registrieren lassen. Selbst eine grosse Partei bringt niemals noch 3 Millionen Extramitglieder auf, siehe obigen Artikel)

  • 29.10.2009 08:30 Uhr

    von Unzeit-gemäß:

    Ich halte nichts von dem System offener Vorwahlen.

    Vorwahlen, bei denen auch Nicht-Mitglieder stimmberechtigt sind, verlagern das politische Gewicht hin zu jenen jenen, die ihre Informationen über das Parteileben und die verschiedenen Meinungen nur aus ZWEITER HAND haben: nämlich aus den Medien.

    Die Diskussion in den Ortsvereinen wird umgangen und tendenziell überflüssig. Die Partei WIRBT nicht mehr für EIGENE Positionen, sondern nominiert von vornherein, den, der am dichtesten am aktuellen Meinungstrend ist - eine VORselektion, die den Wettbewerb der Ideen abwürgt bevor er überhaupt beginnt. Demoskopie statt Demokratie sozusagen.

    (Ferner gibt es natürlich die Möglichkeit 'feindlichen Übernahme' durch Aktivisten anderer Parteien.)

  • 27.10.2009 07:20 Uhr

    von Dr. Axel Ridder:

    Italien hat das geschafft, was den Deutschen bis jetzt noch nicht eingefallen ist. Der Artikel nennt es Urwahlen, die Wissenschaft nennt es Vorwahlen, die Amerikaner nennen es primaries: nicht nur Parteimitglieder oder die Parteibuerokratie, sondern auch Parteisymphatisanten stellen die Kandidaten auf. Das wuerde fuer eine Erneuerung der Parteistrukturen in der BRD oder in ganz Europa sorgen. Bitte lesen Sie meinen Beitrag "Vorwahlen statt Ueberhangmandate: mehr Demokratie wagen"
    http://bit.ly/3SO8pt

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder