Der SPD-Umweltminister will im Wahlprogramm strenge Auflagen für Kohlekraftwerke festschreiben - und damit seinen Dauerstreit mit den Umweltverbänden beenden.von Malte Kreutzfeldt
@ Kay: Keine Sorge, von den für Windkraftnutzung europaweit an Land oder offshore in weniger als 2km Entfernung zur Küste europaweit am besten für Windkraftnutzung geeigneten ca. 300.000 km² sind relativ wenige auf deutschem Gebiet.
Davon abgesehen finde ich es sehr schön, wenn ansonsten recht langweilig flaches Land mit einigen Windrädern aufgelockert, bzw. angereichert wird. Auch auf ein paar Hügelketten ein paar Grüppchen von ein paar schönen großen sich majestätisch drehenden 3-GW-Windrädern finde ich eine Bereicherung (und übrigens viel schöner als die meisten Kirchtürme).
Übrigens gefallen mir auch Warmwassersonnenkollektor- und Photovoltaikmodul-Dächer viel besser, als langweilige rote Ziegeldächer.
30.05.2009 23:27 Uhr
von Bendte:
Schade, dass nicht vermerkt wird wie der hochverehrte Herr Minister zu neuen Tagebauen steht. ?
30.05.2009 22:38 Uhr
von Kay:
na Super,
kein Atomstrom, kein Kohlestrom, Deutschland übersät mit hundertausenden von Windmühlen (schaut mal an die ehemals schöne Nordseeküste). Strom gibt es 24/7 nur noch für Premiumkunden der Energieversorger. Da bekommt der Ausdruck "Waschtag" wieder eine ganz andere Bedeutung:
"Übermorgen ist mit ausreichend Wind und Sonne zu rechnen, Stromkunden der Kategorie 2-4 können damit rechnen größere Stromverbraucher wie Waschmaschinen oder E-Herd in der Zeit von 14-15 Uhr nutzen zu können!", "Falls Sie nicht zu Hause sind oder Strom zu dieser Zeit nicht brauchen: Pech gehabt"
Sigmar Gabriel: "Verwirren Sie mich nicht mit Tastsachen, ich habe eine feste Meinung"
Weiter so!
30.05.2009 19:07 Uhr
von GonZoo:
Einen so faulen Kompromiss kann sich wohl nur ein Sozi ausdenken. In Mainz und Wiesbaden rennt selbst die CDU Sturm gegen den Bau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue. Die SPD, die - noch - den Bürgermeister in Mainz stellt peitscht das Projekt der Stadtwerke dennoch gegen den erklärten Willen der Bevölkerung durch.
30.05.2009 12:17 Uhr
von klaus keller:
wahlkampfaussage: wenn er was regeln will sollte er es vor der wahl versuchen! gut möglich das die spd nach der wahl auf den opositionsbänken sitzt. die großen stromversorger werden mit großkraftwerken in benachbarte eu-staaten ausweichen wenn die stromproduktion in deutschland zu teuer wird. rwe/eon etc planen zb atomkraftwerke in england und bulgarien wenn ich mich nicht irre.die manager der edf (französicher atomkraftwerkbetreiber und hält anteile an enbw)werden sich die hände reiben und noch gößere gewinne einfahren. sie brauchen keine emissionsrechte und einen atomausstieg in frankreich ist weiter ferne. klaus keller hanau
30.05.2009 10:30 Uhr
von Friede mit euch:
Wer war doch noch Gabriel ?
30.05.2009 07:05 Uhr
von vic:
Der von Gabriel verkündete Kohlefrieden ist eine leere Luftblase. In Bau befindliche Kraftwerke werden weitergebaut, für alle folgenden werden Auflagen gemacht, an die sich a; Kein Konzern halten wird, und b; die Auflagen gehen von einer Technik aus die es nicht gibt. Kohlekraftwerke werden eines natürlichen Todes sterben wenn sie unwirtschaftlich werden. Und nicht früher. Ebenso wie Kernkraftwerke, die mit der neuen Regierung, mit der man leider rechnen muss, eine Renaissance erfahren werden. Und auch Gabriel wird Uran das Strahlen nicht verbieten.
29.05.2009 19:51 Uhr
von Paul Imbusch:
Das Fördern und Verbrennen fossilen Kohlenwasserstoffs ist versuchter Todschlag? Bin kein Jurist, wenn diese Tat ungut ist kann CCS dennoch eine für nachwachsende Energieträger nützliche Technologie sein. Die Zahl habe nicht zur Hand, aber der Energieverbrauch zur Kälteerzeuung ist nicht vernachlässigbar. CO2 ist ein umweltfreundliches Kältemittel. Eine Biogasanlage erzeugt ein Gemisch aus im wesentlichen aus CH4 = Methan = Erdgas und CO2 und einigen Minderheiten. Wenn wir dieses im Winter zusammendrücken erhalten wir Wärme und durch Kondensation lassen sich die verschiedenen Gasanteile trennen. Wir erhalten u.a. CO2 flüssig. Dieses bunkern wir bis wir Kälte brauchen. Mit der Wärme, der Energie, unseres Raumes - den wir kühlen möchten - verdampfen wir das Kältemittel CO2 und schicken es noch z. B. über eine Turbine zur Stromerzeugung um einen Teil der Kompressionsenergie zurückzugewinnen.
Mit Messer lässt sich töten oder operieren - Leben retten - , mit CO2 lässt sich Klima killen oder umweltfreundlich Kälte erzeugen.
29.05.2009 19:46 Uhr
von Martin:
CO2-Abscheidung und -Speicherung ist vergleichbar mit Atom- und Gentechnik: unberechenbar, was Kosten und Risiko angeht.
Sparen heißt die Devise. Die Abscheidung ist das Gegenteil davon, der Energiemehraufwand ist enorm. Einfach nur pervers.
29.05.2009 19:13 Uhr
von rainbowsailor:
Europa braucht überhaupt keine neuen Kohlekraftwerke!
Zum Beispiel nur 300.000 km² der bestgeeigneten Windkraftregionen Europas an Land, also die offshore Kapazitäten noch gar nicht mitgerechnet, mit sechs 3-MW Windrädern ausgestattet, ergäbe eine installierte Leistung von 54.000 MW.
Solaranlagen auf nur einem Fünftel aller Dachflächen in Europa könnten mindestens ein Drittel des Stroms aller Privathaushalte erzeugen.
Allein in Deutschland könnten mher als 15 GW geothermische Energie für Elektrizität und Wärme installiert werden.
Offshore Wellenkraft in europäischen Gewässern könnte zusätzlich einen großen Beitrag zur Deckung der Grundlast des Stroms leisten. Ebenso könnten in etlichen Flüssen noch etwas wie Strömungsturbinen zu Wasserkraftnutzung (ohne Staudämme!) installiert werden.
Auch die bisherigen Greenpeace Szenarien sind übrigens diesbezüglich viel zu bescheiden, und zwar auch, weil sie offenbar die Möglichkeiten unterschätzen oder vernachlässigen, die es gäbe, wenn staatliche Programme und Gesetze die Energierevolution viel mehr als bisher voranbringen würden. Lester R. Brown sagte einmal bei einem Vortrag zurecht, dass die Situation mit einem Krieg quasi vergleichbar ist und daher auch staatliche Steuerung legitim, da der Markt diese Aufgabe "allein" nicht leisten kann.
Leserkommentare
02.06.2009 23:55 Uhr
von rainbowsailor:
@ Kay: Keine Sorge, von den für Windkraftnutzung europaweit an Land oder offshore in weniger als 2km Entfernung zur Küste europaweit am besten für Windkraftnutzung geeigneten ca. 300.000 km² sind relativ wenige auf deutschem Gebiet.
Davon abgesehen finde ich es sehr schön, wenn ansonsten recht langweilig flaches Land mit einigen Windrädern aufgelockert, bzw. angereichert wird. Auch auf ein paar Hügelketten ein paar Grüppchen von ein paar schönen großen sich majestätisch drehenden 3-GW-Windrädern finde ich eine Bereicherung (und übrigens viel schöner als die meisten Kirchtürme).
Übrigens gefallen mir auch Warmwassersonnenkollektor- und Photovoltaikmodul-Dächer viel besser, als langweilige rote Ziegeldächer.
30.05.2009 23:27 Uhr
von Bendte:
Schade, dass nicht vermerkt wird wie der hochverehrte Herr Minister zu neuen Tagebauen steht. ?
30.05.2009 22:38 Uhr
von Kay:
na Super,
kein Atomstrom, kein Kohlestrom, Deutschland übersät mit hundertausenden von Windmühlen (schaut mal an die ehemals schöne Nordseeküste). Strom gibt es 24/7 nur noch für Premiumkunden der Energieversorger. Da bekommt der Ausdruck "Waschtag" wieder eine ganz andere Bedeutung:
"Übermorgen ist mit ausreichend Wind und Sonne zu rechnen, Stromkunden der Kategorie 2-4 können damit rechnen größere Stromverbraucher wie Waschmaschinen oder E-Herd in der Zeit von 14-15 Uhr nutzen zu können!", "Falls Sie nicht zu Hause sind oder Strom zu dieser Zeit nicht brauchen: Pech gehabt"
Sigmar Gabriel: "Verwirren Sie mich nicht mit Tastsachen, ich habe eine feste Meinung"
Weiter so!
30.05.2009 19:07 Uhr
von GonZoo:
Einen so faulen Kompromiss kann sich wohl nur ein Sozi ausdenken. In Mainz und Wiesbaden rennt selbst die CDU Sturm gegen den Bau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue. Die SPD, die - noch - den Bürgermeister in Mainz stellt peitscht das Projekt der Stadtwerke dennoch gegen den erklärten Willen der Bevölkerung durch.
30.05.2009 12:17 Uhr
von klaus keller:
wahlkampfaussage: wenn er was regeln will sollte er es vor der wahl versuchen! gut möglich das die spd nach der wahl auf den opositionsbänken sitzt.
die großen stromversorger werden mit großkraftwerken in benachbarte eu-staaten ausweichen wenn die stromproduktion in deutschland zu teuer wird. rwe/eon etc planen zb atomkraftwerke in england und bulgarien wenn ich mich nicht irre.die manager der edf (französicher atomkraftwerkbetreiber und hält anteile an enbw)werden sich die hände reiben und noch gößere gewinne einfahren. sie brauchen keine emissionsrechte und einen atomausstieg in frankreich ist weiter ferne.
klaus keller hanau
30.05.2009 10:30 Uhr
von Friede mit euch:
Wer war doch noch Gabriel ?
30.05.2009 07:05 Uhr
von vic:
Der von Gabriel verkündete Kohlefrieden ist eine leere Luftblase.
In Bau befindliche Kraftwerke werden weitergebaut, für alle folgenden werden Auflagen gemacht, an die sich
a; Kein Konzern halten wird, und
b; die Auflagen gehen von einer Technik aus die es nicht gibt.
Kohlekraftwerke werden eines natürlichen Todes sterben wenn sie unwirtschaftlich werden. Und nicht früher.
Ebenso wie Kernkraftwerke, die mit der neuen Regierung, mit der man leider rechnen muss, eine Renaissance erfahren werden.
Und auch Gabriel wird Uran das Strahlen nicht verbieten.
29.05.2009 19:51 Uhr
von Paul Imbusch:
Das Fördern und Verbrennen fossilen Kohlenwasserstoffs ist versuchter Todschlag?
Bin kein Jurist, wenn diese Tat ungut ist kann CCS dennoch eine für nachwachsende Energieträger nützliche Technologie sein. Die Zahl habe nicht zur Hand, aber der Energieverbrauch zur Kälteerzeuung ist nicht vernachlässigbar. CO2 ist ein umweltfreundliches Kältemittel. Eine Biogasanlage erzeugt ein Gemisch aus im wesentlichen aus CH4 = Methan = Erdgas und CO2 und einigen Minderheiten. Wenn wir dieses im Winter zusammendrücken erhalten wir Wärme und durch Kondensation lassen sich die verschiedenen Gasanteile trennen. Wir erhalten u.a. CO2 flüssig. Dieses bunkern wir bis wir Kälte brauchen. Mit der Wärme, der Energie, unseres Raumes - den wir kühlen möchten - verdampfen wir das Kältemittel CO2 und schicken es noch z. B. über eine Turbine zur Stromerzeugung um einen Teil der Kompressionsenergie zurückzugewinnen.
Mit Messer lässt sich töten oder operieren - Leben retten - , mit CO2 lässt sich Klima killen oder umweltfreundlich Kälte erzeugen.
29.05.2009 19:46 Uhr
von Martin:
CO2-Abscheidung und -Speicherung ist vergleichbar mit Atom- und Gentechnik: unberechenbar, was Kosten und Risiko angeht.
Sparen heißt die Devise. Die Abscheidung ist das Gegenteil davon, der Energiemehraufwand ist enorm. Einfach nur pervers.
29.05.2009 19:13 Uhr
von rainbowsailor:
Europa braucht überhaupt keine neuen Kohlekraftwerke!
Zum Beispiel nur 300.000 km² der bestgeeigneten Windkraftregionen Europas an Land, also die offshore Kapazitäten noch gar nicht mitgerechnet, mit sechs 3-MW Windrädern ausgestattet, ergäbe eine installierte Leistung von 54.000 MW.
Solaranlagen auf nur einem Fünftel aller Dachflächen in Europa könnten mindestens ein Drittel des Stroms aller Privathaushalte erzeugen.
Allein in Deutschland könnten mher als 15 GW geothermische Energie für Elektrizität und Wärme installiert werden.
Offshore Wellenkraft in europäischen Gewässern könnte zusätzlich einen großen Beitrag zur Deckung der Grundlast des Stroms leisten. Ebenso könnten in etlichen Flüssen noch etwas wie Strömungsturbinen zu Wasserkraftnutzung (ohne Staudämme!) installiert werden.
Auch die bisherigen Greenpeace Szenarien sind übrigens diesbezüglich viel zu bescheiden, und zwar auch, weil sie offenbar die Möglichkeiten unterschätzen oder vernachlässigen, die es gäbe, wenn staatliche Programme und Gesetze die Energierevolution viel mehr als bisher voranbringen würden. Lester R. Brown sagte einmal bei einem Vortrag zurecht, dass die Situation mit einem Krieg quasi vergleichbar ist und daher auch staatliche Steuerung legitim, da der Markt diese Aufgabe "allein" nicht leisten kann.