• 16.02.2010

Neonazis kaufen Schloss

"Die Lage ist ideal"

Zwei Neonazis haben das "Schloss Trebnitz" in Sachsen-Anhalt gekauft. Einer von ihnen gilt als politischer Ziehsohn des verstorbenen NPD-Anwalts Rieger.von A. Röpke & A. Speit

  • 09.02.2012 18:43 Uhr

    von Peter R. Frank:

    Noch immer geben sich Teile der Bevölkerung, vor allem junge Menschen, einer Faszination der NS-Zeit und ihrer Ideologie hin. Das jahrzehntelange Verschleiern, Vertuschen hat das ebenso befördert wie Adenauers Berufung von Hans Globke, des Kommentators der Judengesetze, in seine Regierung, ein Skandal.
    Wer wissen will, was diese "Herrenmenschen" an Morden und Unterdrückung in Deutschland und Europa angerichtet haben, der sollte
    - Solly Ganor. Das andere Leben. Kindheit im Holocaust. Frankfurt: Fischer Tb.,2011, 5. Aufl.
    lesen. Es sollte Pflichtlektüre an höheren Schulen und Universitäten sein.
    Peter R. Frank

  • 19.02.2010 16:23 Uhr

    von t.meyer:

    der osten muss jetzt langsam mal aus dem quark kommen und den brauen sumpf trocken legen, es ist wirklich unerträglich wie die sich im osten breit machen können.

  • 19.02.2010 14:51 Uhr

    von H.-C. v. Smoky:

    ...17.Jahrhundert, Markgraf Gero, "Wasserburg" ...

    Der "wilde Sorbenbekehrer" Gero I. bekommt 945 von Otto I. das Land, wo die Heiden wohnen. 961 wird das Burgwardium "Trebonici" erstmalig erwähnt. Die Lehensherren wechseln.
    Ab 1454 haben die Rauchhaupts für etwa 400 Jahre (bis 1838) Dorf und Schloss Trebnitz nebst allen Gerichten und Gerechtsamen als Lehen inne.
    Aus seiner reichen Beute der Türkenkriege baut Hans-Christoph v. R., Braunschweiger Generaloberst das Schloss und die Dorfkirche St. Dionysii unter Einbeziehung alter Bausubstanzen wieder auf. Gegen das jährliche Saalehochwasser läßt er durch gefangene Türken (mit ihren Kamelen) einen Damm errichten, der heute mit uralten Eichen bewachsen die Grundstücksgrenze bildet.

    Wir hoffen, dass neben der historischen Ergänzung des Artikels, die gegebenen Fakten zwar einseitig
    - Erhaltung von Baudenkmälern ( www. leerstehende-baudenkmale.de )- sind, wenn man die unterschwelligen Vermutungen überliest.

  • 18.02.2010 10:40 Uhr

    von Emilia:

    Tja, in Sachsen-Anhalt darf der Schützenverein nicht aussterben, in der Sächsischen Schweiz sorgt NPD-Männlein Konkol dafür, dass "anständige Deutsche" klettern lernen und nicht vom Felsen stürzen...Lasst sie am besten eine Insel kaufen und wir sorgen alle dafür, dass es keine Versorgung mehr von außen gibt!
    Und überhaupt: Wann wird diese merkwürdige Partei endlich verboten??? Nicht dass ich viele Steuern zahlen würde, bei meinem Gehalt, aber irgendwie finanziert man das hier ja mit...GRUSEL!!!

  • 18.02.2010 09:44 Uhr

    von Flo:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung
    bzw.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerungsturm
    ;)

  • 18.02.2010 08:26 Uhr

    von miwre:

    Ich kenne die Immobilie, ein sehr zerfallenes Grundstück in einem Ort durch das nur eine Straße führt.

    Man fährt vorbei und... das wars.
    Die müssen schon ne Menge Geld reinstecken um dieses denkmalgeschützte Haus zu renovieren - schlechtes Geschäft gemacht, würde ich sagen.
    Natürlich ist das unangenehm, aber die Schlagzeile ist m.E. nur viel Lärm um nichts.

    Und, nur um das mal gesagt zu haben, ttestio: die "ostdeutschen" Einwohner des Ortes sind alles andere als "rechten freundlich".

  • 18.02.2010 08:15 Uhr

    von Dogma:

    @ ttestio:

    den Spruch hätten Sie sich sparen können. Ich komme aus dem Süden und hier sieht es in Bezug auf die rechtsextreme Szene nicht besser aus. Also erst Kopf einschalten und dann Spruch ablassen. Rechtsradikalismus ist ein Gesamtdeutsches Problem und nicht nur eines im Osten. Und viellicht sollte man sich auch Gedanken machen, warum der Nährboden in Ostdeutschland deart geeignet ist um solche politischen Strömungen aufzunehmen. "Könnte ja sein", dass die Politik da in manchen Dingen wirklich schon fahrlässig geschlafen hat.

    Zum Thema Schloss kann man nur sagen, dass die wahrscheinlich Träumen alter Nazigrößen nachgehen (siehe Himmler und seine SS-Schlösser), aber andererseits hat man sie dann alle auf einem Platz und kann sie besser "überwachen" (unser Ex-Innenminister wird sich freuen).

    @ Wossi:Es mag ja sein das die Sachsen mittlerweile Zivilcourage zeigen, aber der durchschnittliche Deutsche interessiert sich leider immer noch nicht für das was um ihn herum passiert und zeigt somit auch keine Zivilcourage. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall, aber Erziehung und jahrhundertelanges von oben regiert werden (preussische Disziplin) haben ihr übriges dazu beigetragen, dass sich das leider nicht so schnell ändern wird.

    Ein schönes hat der Kauf dann doch. Da die Szene klamm ist, werden die ihre politischen Anhängern für sich das Schloss renovieren lassen, d.h. für eine gewisse Zeit dürften die Jungs und Mädels dann auf dem Schloss malochen und nicht mehr pöbeln.

  • 17.02.2010 21:55 Uhr

    von Rolf Schneider:

    Lässt sich der Zulauf zu den Rechtsratdikalen überhaupt stoppen solange jeder Ansatz von Deutschtum
    in der Presse niedergemacht wird?

  • 17.02.2010 20:05 Uhr

    von Elenie de la Croix:

    Och nein, das hätte der arme Marktgraf Gero für sein Wasserschloss bestimmt nicht gewollt. ;/
    Aber mal ernsthaft, man sollte sich mal Gedanken machen warum der Osten so "Rechts-liebend" (Hahar, Wortspiel.)ist.

  • 17.02.2010 19:29 Uhr

    von olli:

    ich dachte immer die nazis sind pleite
    woher kommt nur immer wieder das geld???

    ich kenne das schloss und es ist eine schande so ein schönes gebäude einfach solchen .... zu überlassen

    da haben sie wieder einmal mehr einen ort wo sie un kontroliert machen können was sie wollen

    siehe pößneck und ander gebäude

    ich find einfach nur schade sehr schade

  • 17.02.2010 16:15 Uhr

    von ttestio:

    im rechten freundlichen Osten geht sowas eben

  • 17.02.2010 15:17 Uhr

    von Googler:

    Hier gibts bei Interesse Fotos von dem Ort:
    http://www.leerstehende-baudenkmale.de/baudenkmale/sachsenanhalt/bernburg/trebnitzschloss/startschlosstrebnitz.htm

  • 17.02.2010 13:09 Uhr

    von Wossi:

    Bemerkenswert ist nicht, dass Neonazis mal wieder eine Immobilie kaufen, bemerkenswert ist vielmehr, welcher Neonazi dies wo tut. Thomas Wullf hat in den vergangenen Monaten maßgeblich mit dafür gesorgt, dass der rechten Szene der Millionennachlass von Rieger nicht verlorengeht und sich selbst über Vertrauensleute einen Zugriff darauf gesichert.

    Jetzt, so scheint es, verlegt er seinen Agitationsschwerpunkt von Hamburg nach Sachsen-Anhalt. Dort ist die Anfälligkeit der Bevölkerung für nationalistisches, rassistisches und antisemitisches Gedankengut durch zahlreiche scheußliche Vorkommnisse in den letzten Jahren mehr als belegt. Und die Zuständigen in Politik, Justiz und Verwaltung reagieren auf den braunen Sumpf dort mit einer skandalösen Mischung aus Ahnungslosigkeit, Inkompetenz und heimlicher Sympathie.

    Wenn jetzt also ein gut vernetzter Neonazi-Kader mit entsprechenden Ressourcen kommt, dann, so ist zu befürchten, rennt er dort offene Türen ein. In Sachsen-Anhalt sollten auf jeden Fall die Alarmglocken schrillen. Während in Sachsen die Zivilgesellschaft aufgewacht ist und sich gegen den rechten Mob wehrt, sucht sich dieser für seine Agitation neue Regionen aus, in denen Politik und Bürger mehr oder weniger noch in aller Seelenruhe vor sich hin dösen.

  • 17.02.2010 10:37 Uhr

    von Rech Ost:

    Hier ist wahrscheinlich Trebitz gemeint, nicht Trebnitz? Zumindest passt die Beschreibung (Saale, A14) besser und es scheint auch nur in Ersterem ein "Schloss" o.ä. zu geben.

  • 17.02.2010 10:18 Uhr

    von Hans Bert:

    Tss. Lasst sie doch ihr Schlösschen haben... Ich danke für die Umrechnung DM-Euro. Hat mich schmunzeln lassen ;)

  • 17.02.2010 09:52 Uhr

    von Klaus A.:

    Ist doch gut. Dann haben wir Dicke Mauern um sie rum und zur Sicherheit noch einen Wassergraben. Einfacher können wir das nicht erreichen.

  • 16.02.2010 19:42 Uhr

    von Joactin:

    Es wäre wünschenswert, alsbaldig Gesetze zur Enteignung aller als Nazis identifizierter Existenzen auszuarbeiten und somit zur besseren Entschädigung betroffener Personen beizutragen.

  • 16.02.2010 19:24 Uhr

    von Lars:

    Wie denn jetzt? Wurde das Schloss von einem Nazi an den anderen Neonazi weiter verkauft? Dann ist die Überschrift: "Neonazis kaufen Schloss" aber nur die halbe Wahrheit.

  • 16.02.2010 18:33 Uhr

    von lieschen müller:

    Ist doch immer wieder schön zu sehen in welchen Sphären die Neonazis schweben... Mehr als Märchen erzählen ist denen eh nicht zuzutrauen. :) Neu ist der Kauf von Schlössern aus der rechtsextremen Szene allerdings nicht, und es würde mich auch nicht wundern wenn dort bald eine Schiessbahneinrichtung angeliefert wird, damit der örtliche Schützenverein nicht ausstirbt natürlich!

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