• 08.09.2008

Napster-Hasser machen Youtube-Kanal

Metallica schleimt sich ein

Vor acht Jahren lehrten sie die mp3-Tauschbörse Napster das Fürchten, heute präsentiert sich die Band Metallica mit eigenem Kanal auf Youtube und dankt den Fans für ihre Cover-Versionen.von Meike Laaff

  • 16.09.2008 01:16 Uhr

    von jlow:

    Hab grade zu diesem, wahrscheinlich einzigen schlechten taz Artikel bisher, einen Kommentar geschrieben:

    Auch ich finde den Artikel etwas merkwürdig. Klar, es wirkte in einem Spiegel-Interview letztens nicht sehr glaubwürdig als Hetfield meinte, sie hätten Napster nie verklakt, daß sei alles ein großer Irtum.

    Ich kann ihre (damalige?) Position nicht gutheißen aber ich kann sie nachvollziehen, ich kann verstehen, wenn Musiker erstmal denken, daß sie ohne CD-Verkäufe ganz schön am Arsch sein werden. Wenn das jemand wie Metallica macht, die Millionen im Sack haben, wirkt das natürlich lächerlich aber generell ist der Markt einfach dabei eine kollosale Wandlung durchzumachen und ich bin sicher, daß einige dabei draufgehen werden.

    Some Kind of Monster haben mir Metallica näher gebracht als sie mir jemals waren, mir, einem eher mittleren als Hardcore-Fan. Mit diesem Film im Hinterkopf ist das St. Anger-Album das nach den eher gemäßigten Load & Reload nochmal volles Rohr gab umso bewunderswerter.

    Für mich persönlich ist St. Anger kein "umstrittenes" Album, es ist das beste, erwachsenste Album, das sie bisher gemacht haben. Ein Album, das mir gezeigt hat, daß man mit Metallica noch rechnen muss, daß sie bereit sind nochmal richtig auf den Putz zu hauen und nicht wie viele Bands (z. B. Marilyn Manson, Moonspell etc.) einfach seit Jahren stupide Scheiß rausbringen, der genau wie eine Kopie des letzten Albums klingt.

    Ich dachte nach Reload Metallica sei auch auf diesem absteigendem Ast, auf dem ich schon so viele mir sehr liebe Bands verlorenen habe, aber mit St. Anger kam dieser "Wir sind verdammt nochmal nicht tot-Schlag" ins Gesicht.

    So soll Metal sein, danke Metallica.

  • 09.09.2008 23:33 Uhr

    von James Hetfield II:

    wir lesen zeitungen umsonst im netz & kaufen sie nicht mehr, wir klauen musik im netz & WOM macht zu, wir gucken TV-shows auf youtube & die quoten gehen in den keller.... das web macht alle inhalte-produzierenden menschen & die dazugehörigen industrien kaputt. NATÜRLICH war napster nichts anderes als diebstahl - was soll dieser hämische links-mist-artikel? am schluß brauchen auch taz-schreiber etwas zu essen....

  • 09.09.2008 12:36 Uhr

    von Serkan Tunca:

    Metallica einer der verlogensten Bands der Heavy Metal Geschichte.
    Auch wenn sie im Verbund das ganze gegen Napster durchgezogen haben, das ändert nichts an der Sache.
    Den Hals nicht genug kriegen tun sie unsere Multimillionärs Metalheads.
    Die Band sollte sich mal überlegen warum und wie sie damals in den 80ern Groß rausgekommen ist. Durch massenweise Tape Trading in der Szene. Hätte schon damals keiner dem Freund des Freundes und dessen Freund die Tapes von Metallica überspielt. Hätten sie nie die Aufmerksamkeit bekommen und auch hätte der jetzige Metal Blade Records Gründer Brian Slagel die Jungs nicht für sein damals in der Szene begehrten Sampler Metal Massacre entdeckt.
    Ausserdem ist Lars Ulrich einer der verlogensten Charaktere in der Szene. Der würde für Geld sogar seíne Mutter verkaufen.
    Ausserdem wäre jede andere Band für das letzte Album St.Anger verjagt worden von den Plattenfirmen und der Presse. Aber es waren ja Metallica. Was für ein verpisstes System!

  • 09.09.2008 10:08 Uhr

    von Hans Wurst:

    Es sei angemerkt, dass Metallica Napster nicht alleine verklagten, sondern im Verbund mit anderen Musikern (u.a Dr.Dre).
    Die öffentliche Wahrnehmung dieses Vorfalls war hingegen eine andere ("Metallica verklagen ganz alleine Napster").
    Wenn es der Qualität des neuesten Albums zuträglich war, dann kann ich auch mit der SKOM-Doku leben.
    Das hier gerade die TAZ mit Hohn und Spott reagiert kann ich nicht verstehen...
    peace

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