• 01.09.2010

Nachwungsmangel in der Industrie

Aufschwung da, Jugendliche abgehängt

Für Unternehmen wird es immer schwieriger, Nachwuchskräfte zu finden: Immer stärker werben sie um qualifizierte Jugendliche. Die Bildungsverlierer bleiben auf der Strecke. von Niklas Wirminghaus

  • 02.09.2010 17:02 Uhr

    von diplom_hartzi:

    Solange es an Einarbeitung für (u.U. auch länger erwerbslose oder fachrichtungsfremd arbeitende) Hochschulabsolventen mangelt (min. 5 J. Berufserfahrung), nur Bewerber aus der Region zugelassen sind, andererseits aber Diplomer auf Facharbeiterstellen als überqualifiziert abgewiesen werden, kann es ja so schlimm nicht sein.

  • 02.09.2010 14:32 Uhr

    von Stefan:

    Bei der Bayer AG gibt es bei einigen Standorten schon seit längerem spezielle Schulungszentren für handwerklich begabte Jugendliche mit Schwächen beim Rechnen oder der deutschen Sprache. Um ihre Zukunft zu sichern sind die Unternehmen heutzutage gezwungen in die Gesellschaft zu investieren. An Industriestandorten mit mehreren Großunternehmen ist das sicherlich leichter weil durch eine Kooperation der Unternehmen Kosten gespart und Synergieeffekte genutzt werden können.

  • 02.09.2010 12:42 Uhr

    von BigKelle:

    Danken wir es der BRD(Regierung) und ihr ach so gutes Schulsystem...

  • 02.09.2010 11:15 Uhr

    von Jens:

    Nachwungsmangel?
    Nahrungsmangel?
    Nachschwungsmangel?
    Nachkuckmangel!!!

  • 01.09.2010 21:29 Uhr

    von bobinbrooks:

    Ist das Problem nicht irgendwie seit Jahren bekannt? Hätte man sich nicht mal darauf vorbereiten können? Und warum wirbt man nicht um Bewerberinnen?

    Mich ermüdet dieses Geheule wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Und ich persönlich finde es schön, dass das Pendel nun endlich zurückschlägt. Es wurde auch Zeit.

    Vielleicht - ganz vielleicht sind ja Schüler auch eher motiviert zu lernen wenn sich für sie Zukunftsperspektiven abzeichenen als wenn ihnen nach einem Bewerbungsmarathon nur die Randexistenz bevorsteht.

  • 01.09.2010 17:24 Uhr

    von Nick:

    So langsam kann ich das Gejammere über "Bildungsverlierer" nicht mehr hören. Wir leben nicht in Afghanistan oder im Kongo. Auch wenn vieles verbesserungswürdig ist, aber die Schulen sind da, Bücher gibt es auch (in öffentlichen Bibliotheken sogar kostenlos), Internet haben fast alle, nur..... lernen muss man immer noch selbst. Wer zu faul ist, Hausaufgaben zu machen oder sich mal ein bißchen anzustrengen, der muss eben die Folgen spüren.

    Die Schulen, in die ich in den 70ern gegangen bin, waren damals schon marode, manche Lehrer unfähig, die Klassen groß. Aber jeder, der sich auch nur ein bißchen Mühe gegeben hat, bestand die Prüfung mindestens durchschnittlich oder besser.

    Heute scheint es jedoch Mode zu sein, daß Eltern sich einen Sch... um ihre Zöglinge kümmern, die Gören selbst jeden Blödsin wissen, nur nicht wie man lernt, aber schuld ist am Ende der Staat. Hallo, geht´s noch?

  • 01.09.2010 16:40 Uhr

    von Hupe:

    Jahrelang nur Niedriglöhner einstellen, nicht fundiert ausbilden...jetzt aber (hoch) qualifizierte Arbeiter abgreifen wollen...merkt einer was da nicht stimmt?

  • 01.09.2010 16:22 Uhr

    von Egon Schwartz:

    "Nachwungsmangel in der Industrie"

    Heute habt ihrs aber mit den Rechtschreibfehlern. Das ist schon der dritte, der mit nur beim Überfliegen aufgefallen ist.

    Ist das die Art und Weise darauf aufmerksam zu machen, dass Journalisten zu wenig verdienen?

  • 01.09.2010 15:53 Uhr

    von Dr. Ludwig Paul Häußner:

    Aus- und Weiterbildung als unternehmerische Kernaufgabe
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    Die berufliche Bildung in Deutschland hat erhebliche Schwachstellen - vgl. hierzu Georg ROTHE (2010) – KIT Scientific Publishing:


    http://www.ksp.kit.edu/shop/product_info.php/info/p12667_Neue-Wege-beruflicher-Qualifizierung-zur-St--rkung-der-wirtschaftlichen-Prosperit--t---berufliche-Bildung-im-Kontext-des-lebenslangen-Lernens---Herausforderungen-an-Staat-und-Unternehmen--Band-20-.html/XTCsid/3d5b07708e99f87613bf27f948ee77e1

    Im sogenannten Übergangssystem befinden sich rund 500.000 Jugendliche und junge Erwachsene - die allermeisten ohne Perspektive. Im Übergangssystem versickern runde fünf Milliarden Euro jährlich – ohne Benefit für die Betroffenen

    Weshalb sollten nur Gymnasiasten ein Recht auf 12 Jahre Schulbildung haben und weshalb ist für die übrigen SchülerInnen nach der 9. oder 10. Klasse Schluss, anstatt dass sie für die berufliche Bildung staatlich finanzierte Bildungsgutscheine erhielten?

    Wir brauchen zusätzlich zur Dualen Ausbildung eine vollschulische berufliche Grundausbildung nach Berufsfeldern, die mindestens zwei Jahre umfasst – finanziert mit Bildungsgutscheinen.

    Wir brauchen Durchlässigkeit im Bereich der beruflichen Bildung - Stichwort: Lehrling - Meister - Master.

    Und nicht zuletzt brauchen die Unternehmen außer Betriebsingenieuren auch Betriebspädagogen. Diese fallen auch nicht einfach so vom Himmel, sondern sollten – idealer Weise - berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterabschluss in Betriebspädagogik erwerben können.

    Dr. L.P. Häußner, www.afp-landau.de




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