Grüne und CDU kritisieren die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, einem muslimischen Schüler das Beten in Unterrichtspausen zu erlauben, Linke und Kirchen begrüßen sie. Auswirkungen des Urteils bisher unklarvon Sebastian Heiser Und Bastian Brinkmann
Leserkommentare
01.10.2009 15:48 Uhr
von Brian von Nazareth:
@ hermann
Aus Ihren Worten geht hervor, dass Sie Zustände haben wollen, wie in den "muslimisch geprägten Ländern", die Sie erwähnen.
Warum wandern Sie dann nicht einfach dorthin aus, wenn Ihnen die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands nicht gefällt und Sie anderen Menschen diese Freiheiten nicht gönnen?
"Ich rate dem Sentat diese Posse bis zum EuGH durchzuklagen, irgendwo muss doch Verstand sitzen."
Nun, wieso klagen dann nicht einfach Sie zur Abwechslung mal? Oder scheuen Sie als Arier das Risiko?
01.10.2009 14:19 Uhr
von hermann:
Ich finde das Urteil einen Skandal. In muslimisch geprägten Ländern gibt es auch keine Gebetsräume in Schulen, vielleicht Iran und Saudia Arab. ausgenommen. Es scheint also mit der muslimischen Religion vereinbar zu sein, nach der schule in der Moschee oder zuhause zu beten. Dienst ist Dienst (Schule) und Schnaps ist Schnaps (Religion). Vielleicht sollte der junge Mann in ein muslimisches Gymnasium gehen, gibt es ja, obwohl ich nicht weiss, ob dort Gebetsräume für Sunniten, Schiiten, Alewiten.....vorrätig sind. Das ganze hat nichts mit "Reliogionsfreiheit" zu tun, sondern die deutsche Denokratie lächerlich zu machen. Dass teuerbezahlte Richter + Gutachter sich mit solchem Schwachsinn abgeben, zeigt nur, dass sie nicht genug Arbeit haben. Ich rate dem Sentat diese Posse bis zum EuGH durchzuklagen, irgendwo muss doch Verstand sitzen.
01.10.2009 14:13 Uhr
von Nachbar:
@zalog: Nein nicht die Uni Harburg.. Gibt es doch auch Gebetsräume? Wir haben Sie zusammen mit den Christen genutzt und Stundenpläne gehabt, wer wann was macht in dem Raum! Hat super funktioniert! Hat den Dialog gefördert! Sehr vorbildlich...
@ Laura: Auf welche der DREI WELTRELIGIONEN berufen sie sich denn?
01.10.2009 12:24 Uhr
von zalog:
@ Nachbar
Meinen Sie die Gebetsräume an der TU-Harburg?
01.10.2009 11:57 Uhr
von Laura:
Ich glaube an die allmächtige Venus, die wahre Göttin des schönen und lustvollen Lebens. Mein tägliches Gebet besteht im kunstvollen Gebrauch von Kosmetika. Darum fordere ich einen Schminkraum für alle Schulen! Das Gericht wird mir hoffentlich zustimmen, denn es gibt ja Religionsfeiheit für alle!
Ach, beinah hätt ichs vergessen und daher schwer gesündigt. Venus fordert neben dem schönen ja auch das lustvolle Leben. Dafür brauchen die Schulen natürlich aus Räume.
01.10.2009 10:53 Uhr
von christine rölke-sommer:
frau Ates mal wieder! "wir können doch nicht...aber muslimische Jungen dort beten lassen!" doch, wir können jungs wie mädels beten lassen, auch muslimisch! auch in einer schule, egal ob da ein kruzifix hängt oder nicht.
sonst fällt mir eigentlich nur noch ein, endlich die römisch-katholische kirche als verfassungsfeindlich zu verbieten. warum? na ja... ist doch ganz einfach: von geschlechtergerechtigkeit, gar gleichberechtigung, ist dort aber auch nicht mal der hauch einer spur zu finden. zudem fördert diese 'terroristische vereinigung' mit billigung bis unterstützung durch ihre protestantische=evangelische schwestervereinigung eine militante parallelgesellschaft, nämlich die, welche mit weißen kreuzen (waffe?) ungeborene leben schützen will.... wie letztens wieder in bärlin life zu besichtigen.
dazu hätte ich mir von frau Ates mal ein paar starke worte gewünscht! auf nen betenden 16-jährigen verbal einzudreschen ist billig. nur im streit mit dem höheren klerus ist ein blumentopf (oder auch zwei) zu gewinnen.
01.10.2009 10:29 Uhr
von Nachbar:
Never fear!!
Wir haben damals einen Gebetsraum an unserer Uni organisiert. Dieser existiert heute noch sowie die Uni auch noch steht!
Also kein Grund zur Sorge! Schaut Euch einfach mal an, wie ein Gebet praktiziert wird. Es sind ein paar sportliche Übungen.. nicht mehr...
01.10.2009 10:06 Uhr
von lui:
Hätte man den Kerl da in den Pausen in Ruhe beten lassen, wäre gar nichts los gewesen.
Was machen denn die anderen in den Pausen?
Da ist beten gar nicht schlecht.
Ok, für uns ist der Jungfrauenversprecher vielleicht nicht erste Wahl, wir bevorzugen eher den Obermasochisten.
Andere stehen auf fernöstliche Stoiker.
Ich hätte da als Lehrer jedenfalls gar nichts gemacht...
01.10.2009 09:49 Uhr
von LaHaine:
Ich verstehe das Theater darum nicht. Ich finde, dass jeder mit seinen unsichtbaren Freunden reden sollte, nur nicht während des Unterrichts.
01.10.2009 09:19 Uhr
von der Kuckuck:
Leider fehlt mir in diesem Artikel eine Differenzierung zwischen staatlicher Institution (die SCHULE hängt das Kreuz auf) und privater Religionsausübung. Ich weiß nicht in wievielen Schulen Evangelikale und andere Christen Gebeteskreise haben, die hier gar nicht erwähnt werden. Das wäre der richtige Vergleichspunkt...
Ich befürworte eine Trennung zwischen Staat und Reliogion, was alelrdings nicht heißt, dass die private Ausübung nur im privaten Schlafzimmer stattfinden darf.
Zudem verstehe ich nicht, wie ein Gebet, welches alle SchülerInnen quasi miterleben, zur Ausgrenzung führt. Ist nicht gerade der Gedanke der Integration, dass sich beide Seiten annähern? Die Parallelgesellschaft entsteht doch erst dort, wo Muslime gezwungen werden sich in ihre eigenen Räume zum Beten zurückzuziehen und somit vom Rest der Gesellschaft abgeschottet sind.
Eine Höherstellung des Korans über die Schule sehe ich aber auch nicht ohne Probleme...
Vielleicht sollten die LehrerInnen und SchülerInnen dieser Schule sich die Zeit nehmen mit dem Schüler in einen Dialog zu treten, was aufgrund der hohen Aufmerksamkeit für das Thema keine Schwierigkeit sein sollte...
01.10.2009 09:03 Uhr
von vic:
Ich bin noch immer der Meinung: Religion hat in Schulen nichts verloren. Ausnahmslos keine Religion.