Nach Zuspruch auf Proteste
Studenten verlangen Taten von Politik
Dem Zuspruch der Politiker begegnen die Studenten mit Skepsis. Sie wollen Taten statt Worte. Ihre Stimmung schwankt zwischen Euphorie und Ermüdung.von F. Langhammer, J. Mohnhaupt Und B. Hübner
Leserkommentare
19.11.2009 02:00 Uhr
von SundentUniWuppertal:
DIE UNI WUPPERTAL IST BESETZT!!!
Mit solidarischen Grüßen,
SundentUniWuppertal
19.11.2009 00:06 Uhr
von Just@nuhb:
Danke, nach dem ersten Absatz schon keine Lust mehr weiter zu lesen.
"Stratmann sei schließlich für die Finanzierung verantwortlich, habe aber kein Wort über Geld verloren. Stattdessen schiebe er die Verantwortung wieder den Hochschulen zu, die zwar die Probleme anerkennen würden, aber wenig ausrichten könnten."
Frage mich dabei, wessen Idee die Einrichtung eines Organs zur Überwachung von Hochschulen war. Mir persönlich ist eine Hochschule bekannt, die ein Organ, welches hierarchisch noch über dem Studienparlament steht und neben Dozenten und Studierenden auch noch hochschulexterne Mitwähler im Boot hat.
FH's können zu wenig ausrichten? Dann - höchstverehrteste Regierung - ja, dann schlage ich vor, den Institutionen mehr Chance auf Selbstverwaltung, Eigenverantwortlichkeit (nicht im Sinne von Privatisierung) und Basisdemokratie zu geben, anstatt Vorschriften und sich glockenartig überstülpende Systeme.
Die meisten der aktuellen Schreihälse haben mit ihren Ausrufen so gute Chancen auf Anerkennung und Erfolg wie Madame Merkel zu Regierungsbeginn eine Chance auf einen Arbeitsplatz als Model (ja, der Satz macht auch ohne die beiden letzten Worte Sinn).
Was derzeit *hier abgeht* ist eine Farce - und eine schlechte dazu. Viel Rummel, viel Aufstand, viel Geschrei nach Gerechtigkeit, noch mehr Antworten und was wirklich dabei rumkommt wird die Welt mit einem Lächeln im nächsten Jahr sehen - insofern sie sich überhaupt noch daran erinnert.
Auch fällt mir auf, dass allgemein wenig auf die Gelder, welche die Studierenden anzuschaffen (oho, Wortwitz!) haben eingegangen wird. Entweder gibt es viele reiche Studenten oder das Thema wird bewusst etwas außen vor gelassen. Natürlich kann ich mich Irren - aber um seinen eigenen geistigen Unfug zu veröffentlichen sind Kommentare ja da - doch das denke ich nicht.
Wenn irgendwo das passende Wettbüro da wäre, würde ich sofort darauf setzen, dass sich in Punkto Geld nichts ändert. Nicht in den nächsten 4 Jahren, noch in den nächsten 12.
Also: Mehr Druck und - ganz allgemein - weitermachen, zukünftige Elite (die studentische Einstellung zeigt wenigstens etwas elitäres).
18.11.2009 19:44 Uhr
von Lavalampe:
Ehm wurden die Studiengebühren nicht 2007 abgeschafft?
Ich habe 2006 angefangen in Hessen zu studieren (im WS)und habe noch 2 Monate lang Studiengebühren zahlen müssen...
Also wird es wohl eher 2007 gewesen sein.
Und zum Thema allgemein: Politiker reden viel wenn der Tag lang ist...
18.11.2009 19:37 Uhr
von speedy:
Selbst wenn Worten Taten folgen, reicht das Stellen an einer Schraube, z.B. BAföG, nicht aus. Das Bildungssystem kann und darf nicht unabhängig von anderen Systemen, wie der Sozialpolitik und der sogenannten Allgemeinpolitik gesehen werden. Werden die Ausgaben für BAföG erhöht, wird in einem anderes Ressourt gestrichen. PolitikerInnen sollten sich bewußt darüber sein, dass die Protestierenden - SchülerInnen, Auszubildende, Studierende, GewerkschafterInnen... etc. - ihren verkürzten Argumentationen und Versprechen schon lang nicht mehr Glauben schenken. Die Versprechen der Regierung nach den Sommerprotesten waren kurz nach den Wahlen so schnell verschwunden wie sie gekommen waren - frei nach dem Motto "aus dem Augen, aus dem Sinn". Wir lassen uns nicht länger von einer zunehmend marktgesteuerten Politik verarschen, welche die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen oben und unten,... verstärkt und soziale Gruppen gegeneinander ausspielt!
Die bisherigen Proteste werden nicht die letzten sein. Nicht hier und nicht international! Solidarität ist eine Waffe und wir ergreifen sie. One world - one struggle!
18.11.2009 19:01 Uhr
von speedy:
Selbst wenn Worten Taten folgen, reicht das Stellen an einer Schraube, z.B. BAföG, nicht aus. Das Bildungssystem kann und darf nicht unabhängig von anderen Systemen, wie der Sozialpolitik und der sogenannten Allgemeinpolitik gesehen werden. Werden die Ausgaben für BAföG erhöht, wird in einem anderes Ressourt gestrichen. PolitikerInnen sollten sich bewußt darüber sein, dass die Protestierenden - SchülerInnen, Auszubildende, Studierende, GewerkschafterInnen... etc. - ihren verkürzten Argumentationen und Versprechen schon lang nicht mehr Glauben schenken. Die Versprechen der Regierung nach den Sommerprotesten waren kurz nach den Wahlen so schnell verschwunden wie sie gekommen waren - frei nach dem Motto "aus dem Augen, aus dem Sinn". Wir lassen uns nicht länger von einer zunehmend marktgesteuerten Politik verarschen, welche die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen oben und unten,... verstärkt und soziale Gruppen gegeneinander ausspielt!
Die bisherigen Proteste werden nicht die letzten sein. Nicht hier und nicht international! Solidarität ist eine Waffe und wir ergreifen sie. One world - one struggle!