• 25.01.2010

Nach Skandal in China

Wieder Melamin in Milchpulver

Eineinhalb Jahre nach dem Milchpulver-Skandal ist in China wieder Melamin in Milchwaren nachgewiesen worden. Trotz Rückrufaktion wurde belastetes Milchpulver offenbar weiterhin eingelagert.

  • 08.02.2010 17:52 Uhr

    von Reinhold Schramm:

    Profitgier in Fortsetzung: Am 08.02.2010 berichtet das CIIC / China.org.cn erneut: "Jüngste Durchgreifaktion bringt wieder verseuchtes Milchpulver zu Tage". Zwei Molkerei-Unternehmen in der autonomen Region Ningxia Hui waren wegen des Verkaufs kontaminierter Milchpulver am Samstag (06.02.2010) geschlossen worden. Süßigkeiten mit verseuchtem Milchpulver wurden am 7. Februar 2010 in der Provinz Jilin gefunden. Bei den Unternehmen handelt es sich um die Ningxia Tiantiab Dairy Co. Ltd. und die Ningxia Dairy Co. Ltd..
    Ein anderes Unternehmen hatte seine Schulden gegenüber der Tiantian Dairy Co. Ltd. im Juli 2009 mit 170 Tonnen [analog: 1.700.000 x 100g] belastetes Milchpulver aus dem Melaminskandal des Jahres 2008 beglichen. Diese giftigen Produkte sollten eigentlich vernichtet werden. Von Juli bis November 2009 hatte das Unternehmen 164,75 Tonnen des betroffenen Milchpulvers in eigene Verpackungen gefüllt und an fünf Fabriken verkauft. Über 72 Tonnen des belasteten Milchpulvers wurden inzwischen beschlagnahmt. Die Behörden verfolgen noch den großen Rest der belasteten Produkte. Die verantwortlichen "Beamten werden sofort aus ihren Ämtern entfernt, sofern verseuchte Milchprodukte gefunden werden, und zwar noch bevor wir mit der Untersuchung des Falles beginnen", wurde Zheng Xiaoming, Vize-Gouverneur der Provinz Shaanxi, von lokalen Medien zitiert. Nachtrag: Die mit der Industriechemikalie Melamin gestreckte Milch, hat zum Tod von mindestens sechs Kindern geführt und bei etwa 300.000 anderen Kindern Gesundheitsschäden verursacht.

  • 25.01.2010 21:30 Uhr

    von jonas:

    Viel eher würde ich mich fragen:
    Wurden denn auch die Drahtzieher hingerichtet?
    Oder hat man, wie schon so oft in der VR, kleinere Handlanger benutzt, um Entschlossenheit und schnelle "Gerechtigkeit" zu demonstrieren?
    Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Botschaft bei den Herren der Gewinnmaximierung angekommen ist!

  • 25.01.2010 15:13 Uhr

    von Anneliese:

    Wurden die Verantwortlichen des erstes Skandals nicht zum Tode verurteilt und hingerichtet? Das hat wohl nicht ausgereicht, um in der Branche Einsicht zu wecken.

    Lebensmittel aus China? Nein, danke.

  • 25.01.2010 15:06 Uhr

    von Kapitaler:

    Wenn es um Profit geht, schützt auch keine Todesstrafe. So ist er nun mal, der Psudo-Kommunismus.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder