Nach Protesten im Iran
Mussawi zum Märtyrertod bereit
Er sei bereit, für die religiösen und nationalen Rechte des Volkes zum Märtyrer zu werden. Das sagte Irans Oppositionsführer Mussawi in seiner ersten Stellungnahme nach den Protesten vom Wochenende.
Leserkommentare
04.01.2010 05:17 Uhr
von Publicola:
»hitler hat franco unterstuetzt« stellt "cosmo atlas" fest – allerdings mit Bombardierungen durch das Expeditionskorps der deutschen Luftwaffe „Legion Condor“
• Reichlich unklar für deutsche oder europäische Verhältnisse ist, was also dieses Statement hinsichtlich der Präsidentschaftswahlen in Iran 2009 aussagen soll.
• Glasklar für den Iran allerdings ist, dass als regierungsamtlich-offizielles Wahlergebnis für den Kandidaten Moussavi 33,75 % sowie für die Ahmadinejad-Oppositionswählerschaft insgesamt 36,33% direkt nach Schließen der Wahllokale mitgeteilt wurde – in anderen Worten: über ein Drittel der Wählerschaft entschied sich für eine politische Umakzentuierung (da offenbar von Wahlmanipulationen auszugehen ist, wird das Wahlergebnis der Opposition und damit der Anteil an der Wählerschaft höher liegen)
• FRAGE: Was bedeutet eigentlich ein Wahlergebnis von ca. 35 % (abgerundetes offizielles Wahlergebenis der Oppositionskandidaten insgesamt) – am Beispiel Deutschlands ?
• ANTWORT: Das vergleichsweise bescheidene Wahlergebnis der deutschen „Grünen“-Partei bei der Bundestagswahl 2009 lag bei 10,7%. Diese im Vergleich zum iranischen Wahlergebnis doch geringe Prozentzahl von ca. 10% hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass sämtliche Parteien in Deutschland ohne Umweltschutzprogramm nicht existenzfähig sind.
SPD und Grüne erreichten bei der Bundestagswahl 2009 ein Wahlergebnis von 33,7% !
• SCHLUSSFOLGERUNG: Welcher deutsche oder europäische Politiker, der noch ganz bei Sinnen und nicht völlig alkoholisiert ist oder gar unter starkem Drogeneinfluss steht, könnte und wollte ein solches Ergebnis für gering achten oder sogar ignorieren ?
03.01.2010 04:13 Uhr
von beoro:
...unbedarfte taz Autoren (oder Redakteure, die diesen
afp/dpa fertig vorformulierten Artikel ja nur "bearbeitet" haben) und von der Aneinanderreihung üblicher Leerformeln (und Propaganda) mal abgesehen: von einem "schiitischen Aschura-Fest" zu sprechen ist ungefähr so intelligent, als wolle man ein "christliches Karfreitags-Fest" zur Sprache bringen...
02.01.2010 21:22 Uhr
von Publicola:
Was bedeutet eigentlich die völlige Missachtung von mindestens 35% [höchstwahrscheinlioch entschieden mehr] der Wählerschaft durch eine Regierung, begleitet von einer regierungsamtlichen pogromähnlichen Hetze/Diskreditierung ?
• WAHLERGEBNIS UND BEDEUTUNG
Vor der behaupteten „Beeinflussung durch das Ausland“ ergab sich das offizielle Wahlergebnis der iranischen Opposition von ca. 36 % ( - wahrscheinlich wesentlich mehr ! -).
• WÄHLERSCHAFT = DEMONSTRANTEN
Der Iran ist wohl die modernste Gesellschaft im Nahen und Mittleren Osten.In Iran leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in Städten, ihr Anteil ist damit etwas höher als in Japan. Auf der Straße demonstriert vor allem die urbane Jugend, die stärkste Bevölkerungsgruppe des Landes.
• WAS BEDEUTET EIN WAHLERGEBNIS VON ÜBER CA. 35 % (OFFIZIELL) ?
Das bescheidene Wahlergebnis der deutschen „Grünen“-Partei bei der Bundestagswahl 2009 lag bei 10,7%. Diese im Vergleich zum iranischen Wahlergebnis doch geringe Prozentzahl von ca. 10% hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass sämtliche Parteien in Deutschland ohne Umweltschutzprogramm nicht existenzfähig sind.
• DEMONSTRATIONEN - TODESQUOTE
Bei den Nach-Wahl-Unruhen [im Sommer] sind der Opposition zufolge 72 Menschen getötet worden, offiziell spricht die Regierung von 36 Toten. Wieviel Menschen wurden auf Demonstrationen nach 1945 bis heute insgesamt in der Schweiz plus Deutschland plus Österreich plus Belgien plus Niederlande plus Luxemburg getötet?
02.01.2010 20:13 Uhr
von Musa Kazim:
Das Problem ist, dass die Proteste hauptsächlich die Stimmung in Teheran wiedergeben. Ob Mussawi wirklich eine Volksbewegung anführt? Ich habe da meine Zweifel, obwohl klar ist, dass es eine Riesenunzufriedenheit im Land gibt. Ob die aber sich gegen die politische Führung richtet? In Iran ist Teheran das absolute Zentrum von allem, aber für einen Regimewechsel müsste es in jeder Stadt eine Wechselstimmung geben. Davon liest man sehr wenig.
02.01.2010 13:54 Uhr
von Publicola:
DISKUSSIONEN ÜBER DEN IRAN AUF GRUNDLAGE VON FAKTEN
Informationen Blogs zum Iran
Im deutschen Sprachraum informieren
http://dustandtrash.blogspot.com/
Dust and Trash (mit Berichten und Videos)
und
http://englishtogerman.wordpress.com/
Julia’s Blog (mit ins Deutsche übersetzten englischen Texte)
02.01.2010 12:45 Uhr
von Publicola:
GEWALTFRAGE
DEMONSTRATIONEN – GEWALT
»Bei/Auf allen Videos, die ich mir ansah, fand ich es eigenartig, daß es in den Szenen von Leuten, welche die Sicherheitsorgane schlugen, gerade die uniformierten Leute waren (viele [davon] sind möglicherweise Wehrpflichtige), die von einer Minderheit/geringen Anzahl geschlagen wurden, während viele der [Anhänger der] „Grünen“ versuchten, das Schlagen zu verhindern …
Wie ist es möglich, dass es keine Videoaufnahmen von (nichtuniformierten) Basidschis, die geschlagen werden, gibt ?
Augenzeugenberichten zufolge sind es die Basidschi, die furchterregend, gewalttätig, aggressiv und brutal sind … «
[Originaltext: »In all videos I watched, I found it peculiar that in scenes of people beating the security, it was the uniformed people (many may be duty soldiers) who were beaten by a minority; while a large number of greens are trying to prevent the beating ... How come there are no scenes of (ununiformed) basijis being beaten? From eyewitness accounts, the ones who are SCARY, violent, harassing, and violating are the Basijis ... «]
from:
"How is Ahmadinejad provoking violence? - The police truck runs over the man, 3 times ... "
Tuesday, December 29, 2009
http://iranfacts.blogspot.com/2009/12/how-is-ahmadinejad-provoking-violence.html
http://iranfacts.blogspot.com/search?q=
02.01.2010 09:50 Uhr
von raad:
Moussawie war bereits in Wahlen mit etwa 30% gegen Ahmadinejand mit 61% in die Knie gegangen und sein politisches Tod hat er mit der Anstiftung zur Unruhen besiegelt. Und damit nicht nur er sondern seine ganze Machtpyramide bestehend aus seiner Frau und Kindern in politischen Ämtern sind gefährdet. Seine Bereitschaft zum Märtyrertod ist ein verzweifelter Versuch in letzter Sekunde um alles oder nichts. Nicht das er tatsächlich ein Demokrat wäre, sondern er spielt diese Karte um in Bevölkerung seinen verlorenen Platz wieder zu erlangen.
01.01.2010 20:03 Uhr
von cosmo atlas:
obama wird sich die haende reiben. gelder werden wohl bereits an oppositioneller gruppierungen fliessen ob das legitim ist ist fraglich hitler hat franco unterstuetzt und bei der unterstuertzung der contras durch reagan beklagt man sch ueber einmischung in die souveranitaet etc. der begriff der souveranitaet ist aber ein relikt der geschichte letztendlich zaehlt aus welchen motiven politk betrieben wird.
ein kluger schachzug waere es von obama sich bei ausweitung der proteste und ainer weiteren abweisung durch ahmadineschad sich direkt an das iranische volk zu wenden un von da an mit diesem zu kommunizieren und zu verhandeln im uebertragenem sinne.
01.01.2010 16:03 Uhr
von Fritz Teich:
Politischer Kitsch. Die Forderung nach Pressefreiheit ist schoen, bei einer Bewegung, die ueber "Tod dem Diktator" nicht hinauskommt, aber nicht glaubwuerdig.