• 27.07.2010

Nach Loveparade-Tragödie

Dokumente belasteten Bürgermeister

Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland wehrt sich gegen den Vorwurf, von Sicherheitsbedenken vor der Loveparade gewusst zu haben. Doch Details belasten ihn.von P. Beucker & A. Wyputta

  • 29.07.2010 22:23 Uhr

    von Volker Wagner:

    Ja,Ja, ist klar. Die Behörden - Feuerwehr, Polizei und Verwaltung und auch die Dortmunder CDU - üben Schulterschluss und nun war´s eben der Veranstalter.
    Klar hat der Veranstalter in der Durchführung der Organisation der Veranstaltung schwerwiegende Fehler gemacht. Aber die hätte er nicht machen können, wenn es nix zum Veranstalten gegeben hätte. Aber die publicitygeilen Duisburger "Gasgeber" schlugen ja alle geäußerten Warnungen in den Wind, trotz aller vorhandenen Warnungen und genehmigten die Veranstaltung. Diese "Genehmiger" müssen sich der fahrlässigen Tötung von 21 Menschen verantworten. Das war kein Unglück, keine höhere Gewalt etc., das war menschliches Fehlverhalten!!!

  • 28.07.2010 15:09 Uhr

    von lars willen:

    Wieso sitzt dieser OB Sauerland noch nicht in U-Haft?
    "Alle schweine sind gleich,aber einige Schweine sind gleicher." George Orwell Animal Farm

  • 28.07.2010 13:42 Uhr

    von Max_Mustermann:

    Der OB MUSS davon gewusst haben. Es ist schlicht und einfach seine Aufgabe als OB darüber bescheid zu wissen.
    Für mich ist ein Rücktritt keineswegs ausreichen. Dieser man gehört in U-Haft bis die Anklageschrift kommt. Das gleiche gilt auch für die anderen die auf der Pressekonferenz.

    Je mehr man drüber nachdenkt und sich die Fakten dazu anguckt, je kruser kommt einem das vor, dass so etwas stattgegeben wurde. Unglaublich!

  • 28.07.2010 12:16 Uhr

    von Amos:

    Die Kommunen sind pleite. Also nimmt man schon Tote in Kauf, damit was in die Kasse kommt um regierungsfähig zu bleiben. Die ganze Sache geht wieder aus wie das Hornberger Schießen. Die Obrigkeit hat leider immer das Privileg-, gut davon zu kommen. Man erinnere sich an den Einsturz des Stadtarchivs in Köln.

  • 28.07.2010 11:55 Uhr

    von Konsul Kramer:

    Sauerland, ein typischer CDU-Soldat, für alles zu haben und für nichts zu gebrauchen, muß noch drei Monate auf seinem Oberbürgermeister-Sessel kleben bleiben, dann endlich hat er die volle Pensions-Berechtigung! Ob er das schafft?!? Längst schon hat er wegen unwürdigen Verhaltens sein Gesicht verloren!

  • 28.07.2010 10:52 Uhr

    von Wolfgang:

    Wer schon einmal bei einer Behörde gearbeitet hat, kennt das Schmierentheater. Nachher sieht man immer unwissende Gesichter, eingeübte Trauerminen, hört hilfloses Gestammel, bleibt aber ganz fest im Sattel, koste es, was es wolle. Ganz frech werden andere verantwortlich gemacht, aber doch nicht eine politische Figur! Trauerfeier macht sich auch immer sehr gut in den Medien. Politiker an der Front!
    Bah, was habter doch für ne fiese Charakter.

  • 28.07.2010 10:26 Uhr

    von guapito:

    Selbst wenn dieser schmierige Bürgermeister zurücktritt und Merkel/Wulff am Samstag ein paar blöde Phrasen blubbern: Die Opfer macht das nicht wieder lebendig. Die Familien werden für immer unter deren Tod leiden müssen.

  • 28.07.2010 09:27 Uhr

    von Hubert Rudnick:

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    Politischer und wirtschaftlicher Druck auf Amtsträger ist doch bei uns in Deutschland schon etwas ganz normales.

    Wenn gewisse Leute nicht ihren Willen durchsetzen können, weil sie gegen Gesetze und Richtlinien, sowie Verordnungen verstoßen, dann wird immer die große Keule der politischen Macht hervorgeholt und damit werden dann Bedienstete unter Druck gesetzt und genötigt etwas gegen die Sicherheit der Bürger zu unternehmen.

    Solange bestimmte Personen sich über alles hinwegsetzen können und obergeordnete Ämter und Personen in einer Handlung eingreifen können, so müssen wir dann auch mit solchen schrecklichen Unglücken, die aber von Menschen verursacht werden mit rechnen.
    Hubert Rudnick

  • 28.07.2010 09:20 Uhr

    von saalbert:

    "Dokumente belasteten Bürgermeister" - Ach, "belasteten"? Jetzt belasten sie nicht mehr?

  • 28.07.2010 09:15 Uhr

    von reblek:

    "Die Obduktion habe ergeben, dass alle an Brustquetschungen gestorben sind, teilte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Dienstag in Düsseldorf mit." Frau Kraft wollte ganz medizinisch-schlau sein und hat von "Brustdruckkompression" gesprochen. Was ist ein Druck und was eine Kompression? Sehr schlaue Ministerpräsidentin.

  • 28.07.2010 09:03 Uhr

    von hiasl:

    die frage die ich mir stelle ist: wozu?

    es gibt zwei möglichkeiten: der mann ist wirklich so ein sesselkleber oder er will jemanden schützen indem er weiter watschen kassiert.

    ob er klebt kann wohl beurteilen wer ihn persönlich kennt. wenn er jedoch jemanden schützen will indem er weiter mitten im schussfeld bleibt ist die frage wen.

  • 28.07.2010 01:45 Uhr

    von b.w.:

    Ja, da werden sie alle sitzen in der Salvatorkirche. Werden sich duch den Hintereingang durch "sicherheitsleute" in die erste Reihe setzen. Während die Angehörigen und Betroffenen auf die hinteren Plätze verwiesen werden. Um die richtige Kulisse zu schaffen, wird für die traumatisierten Menschen, die im Tunnel waren ein abgesperrtes Gelände geschaffen. Wenn die anwesenden Politiker auch nur einen Hauch von Menschlichkeit haben, halten sie sich bitte dezent im Hintergrund. Auf Forderungen zur schnellstmöglichen Aufklärung können wir auch verzichten. Ich sage nicht, dass sie nicht kommen sollen, aber bitte, bitte, auf den hinteren Plätzen. Die Taschentücher stecken bestimmt schon gebügelt im schwarzen Anzug.

  • 27.07.2010 23:47 Uhr

    von Stefan WELZEL:

    Ein Fehler - liebe Redaktion - hat sich im Bericht eingeschlichen. Sie schreiben: "Laut dem Protokoll wehrte sich der Loveparade-Veranstalter gegen die Vorschrift, bei 220.000 Besuchern 440 Meter Fluchtweg nachweisen zu müssen und bestand auf einem kürzeren Fluchtweg." Es handelt sich bei den geforderten Fluchtwegen nicht um 440 m Länge, sondern um summiert 440 m Fluchtweg-Breite.

  • 27.07.2010 23:40 Uhr

    von Lothar von der Ems:

    War nicht anfangs von mehr als einer Million RaverInnen die Rede? Hier wird doch von allen, inklusive schlecht recherchierender Medien, gelogen, dass sich die Balken biegen. Nun waren es also doch nur etwas mehr als 200.000?! Offenbar neigt sich die Spaßgesellschaft ihrem Ende entgegen. Die oberschlauen PolitikerInnen aller Coleur sollten es dem OB von Duisburg ehrenvoll gleich tun und nicht zur Trauerfeier erscheinen, um vor laufenden TV-Kameras und fotografierenden, nach Tränen geiernden Medienfotografen heuchlerisch Krokodilstränen zu vergießen. Trauert zu Hause, und zwar um euch selbst. Das echte Trauern sollte man den Familien und FreundInnen der Opfer überlassen. Vergesst die Loveparade und spielt nicht auch noch das Lied vom Tod bei einer Totenparade. Let it be!

  • 27.07.2010 23:19 Uhr

    von Nikolini:

    Ich kann es mir nicht vorstellen, das der Duisburger
    OB* über die Sicherheitsbedenken dieses Megaevents im Vorfeld nicht oder nur oberflächlich Bescheid wusste!
    Polizei und Staatsanwaltschaft sind gefordert, diese
    Katastrophe gründlich aufzuarbeiten.

    Fazit*: In diesem Fall sagt man entweder gar nichts
    oder weis von nichts!

  • 27.07.2010 21:10 Uhr

    von sonntag:

    Wie lange, glauben Sie, würden Sie brauchen, bis Sie sich und der Welt eingestehen könnten, dass Sie persönlich für den Tod von 20 Menschen verantwortlich sind? Diese mediale Hetze finde ich unmenschlich. Lassen Sie den Mann doch erst mal die Ungeheuerlichkeit in ihrer ganzen Wucht begreifen.

    Im übrigen wirft das Geschehen natürlich auch die Frage nach funktionierenden oder auch nicht funktionierenden Strukturen in einer Stadtverwaltung auf. Dass einer so ein Projekt um jeden Preis durchdrücken kann und sich niemand findet, ihm in den Arm zu fallen, ist ganz sicher kein Einzelfall.

  • 27.07.2010 19:24 Uhr

    von Kai:

    Wie war noch in Bochum?

    Die Love Parade wurde in Bochum wurde kurzfristig abgesagt, weil Sicherheitsbedenken waren zu groß. Bürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) musste sich daraufhin heftige Kritik gefallen lassen: Bochum sei provinziell, warf man ihr vor, die Absage "peinlich", in Bochum seien "nur Deppen am Werk", höhnte die CDU-Opposition.

    Zitat: Spiegel

    Stand Sauerland (CDU) hier womöglich unter Druck?

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