• 06.04.2009

Mit Askese durch die Krise

Verweigere dich durch Disziplin

Askese könnte zu utopischen Praktiken führen. Mit etwas mehr Sexappeal als Mülltrennung und scheußlichen Energiesparlampen.von Isolde Charim

  • 10.04.2009 10:44 Uhr

    von Hanswurst:

    "albedo" scheint hier der einzige zu sein der nicht von dem Bild auf nebengefechte abgelenkt wurde...

    Eine Interessante Frage ist, ob Askese nicht eigentlich eine Grundbedingung für wahren Genuss (Hedonismus) ist. Ich meine damit, dass diese Konsummentalität, soweit ich weiss, noch keinen befriedigt und glücklich gemacht hat. Wer ständig seinen Bedürfnissen nachgibt kann gar nicht wertschätzen, was er konsumiert, fühlt sich entleert und folgt schon dem nächsten Bedürfnis, das befriedigt werden möchte. Es ist eine Konsumsucht, an der anscheinend der größere Teil unserer Gesellschaft krankt.
    Wer sich quasi-asketisch selbst beschränkt und sich häufiger mal enthält, kann dann, wenn er sich etwas Hochwertiges gönnt, dieses auch viel mehr genießen und wertschätzen. Statt sich beispielsweise billige Schokolade oder billigen Kaffee in Massen einzuverleiben, kann man sich seltener, aber dafür besser schmeckende, biologisch und fair produzierte Schokolade und Kaffee leisten. Klasse statt Masse führt auch zu mehr Lebensqualität. Und dies ist auf viele Lebensbereiche übertragbar. Wenige intensive zwischenmenschliche Kontakte sind erfüllender als viele oberflächliche - und es liegt in der Knappheit, der Zeit, des Geldes, der Ressourcen etc., dass nicht beides gleichzeitig realisierbar ist, also "Masse mit Klasse für alle".

    Auch sollte man bei all den Bedürfnissen und Wünschen, die uns so umtreiben, sich häufiger mal fragen, ob dies wirklich eigene Wünsche sind: Ob man das alles wirklich braucht und nutzt oder ob es dann gekauft in der Ecke liegt - und ob die materiellen Dinge uns wirklich glücklich machen. Damit möchte ich nicht leugnen, dass eine gewisse materielle Grundausstattung jedem zustehen sollte und dies noch längst nicht für alle in der Welt realisiert ist. Aber diesen Status haben wir hier im Westen längst erreicht. Wachstum im Materiellen kann uns hier nicht weiterbringen. Ist ein gewisser Pegel an "Haben" gewährleistet, wird für uns Menschen das "Sein" zentraler.

  • 09.04.2009 00:09 Uhr

    von Herr Cremer:

    Ihren Kommentar hier eingebendie beste Leuchtstofflampe ist immer noch die herkömmliche Röhre: wenn die kaputt ist, wird nur das verbrauchte Teil entsorgt, der Starter und Vorschaltgerät weiter verwendet;außerdem gibt es Verfahren, Gift und Glas zu trennen.

    Bei den kompakten Leuchtstofflampen mit Schraubgewinde wird alles einschließlich Elektronik ungetrennt entsorgt.

    Recyclingtipp: bei großen Räumen mit mehreren Lampen werden oft alle Röhren ausgetauscht, wenn nur eine verbraucht ist: für einheitliche Lichtfarbe und gleichmäßige Abnutzung. Die noch leuchtenden Röhren kann man in Keller, Dachboden und anderen Nebenräumen wiederverwenden.

  • 07.04.2009 11:54 Uhr

    von Megaman Pressemann Chr. Seidel:

    @archimedes: Unsere beiden ESL in Glühlampenform MM011i und MM80803 enthalten die gleiche Menge an Quecksilber (2-3 mg)in Form von Amalgamkügelchen. Die genannten wesentlichen Unterschiede bei Lebensdauer (15.000h/10.000h), Schaltfestigkeit (600.000mal/>50.000mal)und Preis bedingen andere elektronische Komponenten. Längerlebige ESL haben eine noch höhere Energieeffizienz und eine bessere Umweltbilanz (Abfallvermeidung).

  • 07.04.2009 09:31 Uhr

    von philip:

    So viel ist schon mal klar: Mit (garstigen) Energiesparlampen lässt sich die Welt nicht retten.

  • 07.04.2009 08:58 Uhr

    von Albedo:

    Ein hervorragender Artikel, sowas würde ich gerne öfter lesen!

    Was die Kommentare betrifft: Es geht hier natürlich nicht darum, dass Energiesparlampen hässlich seien, sondern darum, dass mehr Bescheidenheit sehr viel mehr dem Umweltschutz nützt als der Umstieg von normalen Glühbirnen auf die Sparmodelle. Und es geht darum, dass jeder Einzelne die Verantwortung für den Umweltschutz trägt, und zwar indem er seinen Konsum und seinen Lebenstil hinterfragt. Wenn bald alle der 7 Milliarden Menschen der Welt Hedonismus als oberstes Priorität verstehen, gehen mit Sicherheit überall die Lichter aus!

    Ein wohlgemeinter Vorschlag: Fleischverzicht! Fleisch ist heutzutage DAS Symbol für Hedonismus, niemand braucht es, es macht krank, und die Viehzucht und -haltung richtet in der Natur die schlimmsten Schäden überhaupt an, und das ist seit einigen Jahrzehnten bekannt. Hier muss einmal der Kopf stärker sein als der Bauch.

  • 06.04.2009 15:02 Uhr

    von archimedes:

    naja, ein bisschen origninell ist der artikel und die untertitelung des fotos ja schon, aber ich kann mir trotzdem eine kritische fußnote nicht verkneifen:

    1. ob diese energiesparlampen, von denen eine abgebildet ist, garstig sind, ist sehr subjektiv.

    2. es gibt längst auch birnen-förmige !

    3. gibt es übrigens sehr unterschiedliche qualitäten, vgl. http://www.ecotopten.de/prod_lampen_prod.php

    Die meines Erachtens beste in Birnen-Form (kleine Lampenfassung (E14)) der Kategorie "7 bis 8 Watt" (entspricht ungefähr einer 40 Watt Glühlampe)
    hat zwar niedrigere Lichtausbeute je Watt im Vgl. zu manch anderen Modellen, dauert 25 Sek. bis sie die volle Helligkeit hat,
    aber dafür ist z.B. Quecksilbergehalt geringer und die Schaltfestigkeit höher, als manch anderer Modelle; z.B. Osram Dulux EL Classic A hat nur ca. 1/50 an Schaltfestigkeit, geht also bei häufigerem Ein/Ausschalten viel schneller kaputt, als dieses Modell.
    + Hersteller: Megaman
    + Typ: PING PONG MM18112i

    Die meines Erachtens beste in Birnen-Form der Kategorie "11 Watt" große Fassung E27, ist
    + Hersteller:Megaman
    + Typ: Compact Classic MM 011i GSU111i

    Vorsicht: Nicht verwechseln mit Compact Classic 1 MM 011 MM80803 desselben Herstellers,
    die zwar ca. 2 € billiger ist, aber auch mehr Quecksilber enthält, 1/5 weniger Lichausbeute, nur 2/3 der Lebensdauer, und nur 1/10 der Schaltfestigkeit hat.

  • 06.04.2009 14:55 Uhr

    von Lichtblick:

    Wozu Askese, wenn Vernunft ausreicht? Ich nehme lieber eine "scheußliche" Energiesparlampe (die seltsamerweise aussieht wie eine Glühlampe) und hab's hell und gemütlich (jawohl!) mit 11 oder 15 Watt Stromverbrauch, als dass ich 60 Watt verheize.

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