• 19.05.2009

Mit 81 Jahren in linkem Hausprojekt

Senior Hausbesetzer

Alfred Kulhanek ist 81 und wohnt im linken Projekt Brunnenstraße 183. Doch das früher besetzte Haus soll geräumt werden. Kulhanek müsste dann ins Altersheim.von Stefan Otto

  • 19.06.2009 11:26 Uhr

    von Flo:

    Wenn Themen sich im linken Sektor ansiedeln oder es gar um antikapitalistische Züge geht, spielt sich immer das Gleiche ab: Die Bitter's und Pete's dieser Stadt werfen sich gegenseitig vor, von einem anderen Planeten zu sein.

    Ich selbst wohne in der Brunnenstr.7, allerdings nicht im "Projekt-Part" des Hauses.
    Was mich dort sehr enttäuscht, ist die ablehnende und unsympathische Attitüde, die einem von den "Projektlern" entgegenschlägt.
    Ihr wollt Akzeptanz? Lasst sie zu!
    Ihr wollt eine alternative Lebensform propagieren? Toleriert die anderen!

    Ein Wort, welches in jeder Demo, bei jeder Uni-Stürmung, bei jedem Bullenaufmarsch verwendet wird: Faschos.
    Scheinbar muss sich der eine oder andere mal die Bedeutung dieses Wortes ins Gedächtnis rufen...

    Ich finde es bedauerlich, diese Meinung entwickelt zu haben. Vor allem, weil ich mit ambitionierten Projekten mit sinnigem Hintergrund durchaus sympathisiere (und an der Stelle mal: Frau Bitter, geht's noch bitteschöm?!)

    Und, liebe Brunnenstraße 183, nicht jede verdammte Phrase ist es Wert, gesagt zu werden.
    Chritian Klar über ein Transparent in Freiheit zu begrüßen war echt peinlich.
    Ansonsten: Viel Erfolg.

  • 17.06.2009 13:52 Uhr

    von PerditaDolorosa:

    Drogen werden nicht nur von Hausbesetzern oder sogenannten "Assozialen" genommen. Alle die diesem Klischeedenken anhängen sollen sich mal in den Sales-Abteilungen von großen IT Firmen umsehen. Dort herrscht nicht nur ein enormer Drogenkonsum sondern auch ein hoher Grad an Wohlstandsverwarlosung. Von aussen mögen Sales Reps ja ganz adrett aussehen aber ihr Umgang miteinander, die emotionalen Brutalitäten in solchen Organisationen, das Mobbing... und daraus entstehende psychische/körperliche Probleme belasten die Gesellschaft auch nicht schlecht. Hausbesetzer tragen in Berlin wenigstens noch zur Kultur der Stadt bei und zeigen auf wie man alternativ miteinander leben kann. Was man von den Bürohengsten/-stuten nicht sagen kann.

  • 01.06.2009 17:42 Uhr

    von Sue:

    Es kommt mir so vor,als hätten einige diesen Artikel nicht verstanden!
    Denn Frau Bitter meinen Sie allen ernstes,dass der Mann da bleiben würde,wenn es wirklich so schlimm ist wie Sie meinen?
    Zudem begreife ich auch nicht,wie man über etwas urteilen kann von dem man absolut keine Ahnung hat??
    Und immer diese Vorurteile:"Die nehmen doch alle Drogen"
    Nur weil diese Menschen nicht jedem Trend nach laufen und versuchen sich vor der heutigen Konsumgesellschaft abzugrenzen.
    Würden Sie nur ein wenig Ihren Verstand benutzen,sich für Ihre Nachbarn interessieren,sich nicht so von den Medien blenden lassen und sich von Ihren dämlichen Vorurteilen lösen würden, dann verstünden Sie diese Menschen!
    Das sind immerhin die Menschen,die sich dafür einsetzten,dass die Mieten nicht weitersteigen und sich für autonome Projekte einsetzen!
    Mein Tipp an Sie: Besuchen Sie doch einfach ein solches Projekt.Vielleicht hilft es Ihnen ja,sich endlich von Ihren Vorurteilen zu lösen!
    Aber vermutlich haben Sie Angst davor zu sehen,wie Ihr Weltbild dann zerbricht,wenn Sie sehen,dass in diesen Häusern verantwortungsbewusste und engagierte Menschen leben!Sowas passt ja nicht in das Bild unsere heutigen Gesellschaft,in der alle denken,dass sind alles nur Schmarotzer!Ist ja auch leichter so,dann hat man ja einen Sündenbock gefunden.Traurig,wirklich traurig!

  • 27.05.2009 07:30 Uhr

    von Egon Schirmer:

    Ich kann mich da nur anschließen. Das Haus ist ein Schandfleck. Es ist auch nicht wirklich nachvollziehbar wie diese Leute glauben können, dass es geht vollkommen kostenlos zu wohnen. Ich bin seit einem Jahr arbeitslos und wenn ich keine Miete zahlen würde wäre ich auch noch obdachlos.
    Es gibt viele die sich Ihre Miete hart erarbeiten oder ersparen.
    Ich komme mir durch solche diskusionen schon verarscht vor. Am besten zahlen wir jetzt alle nichts mehr, wenn es so einfach ist. Ich glaube auch nicht wirklich dass es da Mietverträge gibt, das würde auch nicht zu den Leuten passen. Das sollten sie wenigstens zugeben!!
    Ein alter Mann der sich nicht wehren kann oder eine eigene Meinung äußern kann oder will, ist auf jeden Fall keine gute Masche um sich nun den Hals aus der Schlinge zu ziehen.
    Man muss für alles was man tut irgendwann Rechenschaft ablegen, aber bitte nicht auf dem Rcken eines schwer kranken Mannes.

  • 26.05.2009 21:02 Uhr

    von Täglich:

    Sehr geehrte Maria Bitter!!

    So bitter wie ihr nachname ist auch der geschmack beim durchlesen Ihres Kommentares...
    haben sie sich den Text überhaubt durchgelesen???
    Der Mann hat einen Betreuer der Regelmäßig zu ihm geht!!!Die Bewohner unterstützen den Mann auch... und außerdem will er garnicht gehen!!
    Und es ist schrecklich wie geblendet sie zu sein scheinen!Immer allet auf die drogen schieben ohne zu wissen das es jede menge Hausbesetzer gibt die auf den Konsum von drogen gut und gerne verzichten können und auch tun.

    Und diese sogenannten schmierereien machen das Haus nur Bunter und wie ich finde interressanter.
    und ich wette das sie auch schon im Umsonst-laden waren und was geholt haben.

    Schrecklich finde ich solche leute wie sie: Konsumgeil, Medientreu, Naiv, vorurteilshaft, un einfach nur bescheuert!!!

    sorry, aber dat musste gesagt werden...
    vielleicht is dat ja mal nen Denkanstoß.

  • 26.05.2009 20:58 Uhr

    von pete:

    @ Maria Bitter:
    So ein Schwachsinn! Der Mann ist geistig noch voll da, er hat selbst entschieden wie er leben will!
    Im Gegensatz zu Ihnen stört er sich anscheinend nicht an den Umständen seines Wohnraumes!
    Der Eigentümer will nur die Leute raus haben, würde ihn das Schicksal der Bewohner interessieren würde er von der Räumung absehen! Den Typen interessiert nur das Geld.
    Außerdem sollten sie den Artikel richtig lesen: Der Mann hat kein Krebs mehr. Er war erkrankt und daraufhin wurde ihm ein Lungenflügel herausgenommen. Krebs hat er nicht, nur leidet er an Kurzatmigkeit.
    Die Räumung würde dem Mann doch erst recht den Rest geben, wenn er von all seinen Freunden und Bekannten getrennt wird! Im Gegensatz zu irgendwelchen anonymen und sterilen Altenheimen gibt es dort noch aufmerksame und hilfsbereite Menschen.
    Und diese seltendämliche Behauptung das dort alle "Drogen nehmen" und unzuverlässig geht gar nicht!
    Ich kann mir kaum nettere Menschen vorstellen als die, die einen alten Herren versorgen und helfen, ohne dafür Geld zu verlangen!

  • 23.05.2009 11:18 Uhr

    von Maria Bitter:

    Das ist ja furchtbar!!
    Kann denn niemand diesem alten Mann helfen??
    Ich lebe auch in der Gegend des Weinbergparks und kenne auch das Haus in der Brunnenstr. 183.
    Ehrlich gesagt ist es mir unheimlich.
    An warmen Tagen kann man den Geruch kaum ertragen der von dieser Seite der Straße ausgeht.
    Von den furchtbaren Schmierereien ganz abgesehen.
    Ich wohne Seit über 20 Jahren hier und so schlimm wie jetzt war es noch nie.
    Diesen Alfred habe ich vor Jahren einmal gesehen, ich dachte er wäre obdachlos. Ich war mir damals schon sicher dass er bald sterben würde.
    Aber wenn ich jetzt höre das er auch noch Krebs hat und wirklich bald stirbt, denke ich das man da nicht einfach zusehen darf. Er braucht eine richtige Versorgung und kann doch nicht in diesem Horrorhaus vorsichhin sterben.
    Die Leute da sehen mir nicht sehr verantwortungsbewuss aus. Die nehmen auch bestimmt Drogen und bekommen nicht alles mit. Auf jeden Fall sind sie sehr unhöflich und rüpelhaft.
    Ich glaube dieser Herr Doktor hat schon recht.
    Da muss unbedingt etwas getan werden.
    Der alte Mann ist krank, bitte, hilft Ihm doch jemand!!!

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