• 21.01.2010

Mindestsicherung in Österreich

744 Euro für alle

Österreich gewährt seinen Bürgern eine Grundsicherung von 744 Euro im Monat, Mietbeihilfe und Krankenversicherung inklusive. Zu viel zum Verhungern, zu wenig zum Leben.von Ralf Leonhard

  • 27.05.2010 12:56 Uhr

    von waltraud tonweber:

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    Lieber Anonymus, ich glaub dir gern, dass du mit weit weniger als den 744 Eu auskommen musst. Dir - und vielen von uns - fehlt die nötige kriminelle Energie, um dieses Angebot so richtig ausschöpfen zu können.
    Ein bissl aus dem praktischen Leben ? Mein Nachbar denkt nicht an Arbeit, sammelt dafür Exekutionen wie andere Schwammerln und lacht sich eins. Einmal hat er mich als Nachbarin zusammengeschlagen, einfach so auf meinem Grundstück. Er ist verurteilt worden, aber Schmerzensgeld seh ich keins. Er ist "nicht exekutierbar". Ich muss sogar meinen Anwalt selber zahlen. Er lebt im Haus seiner Mutter und seine Freundin, die offiziell n i c h t mit ihm zusammenlebt, die die Landwirtschaft schupft, selbst im Winter um 7 im Stall steht, lebt von Sozialhilfe, da sie aus psychischen Gründen nicht imstande ist, die leichteste Arbeit zu verrichten. Von Zeit zu Zeit erhalte ich eine Aufstellung übers Gericht, dass Herr N. nicht exekutierbar ist. Der Alk geht nie aus und es entgeht uns nicht, dass er von Zeit zu Zeit arbeitet. Wo ist sein Geheimnis. Er prophezeit mir, dass mich längst die Würmer gfressen haben werden und er hat noch immer nix bezahlt. Ich glaub ihm...



  • 17.03.2010 11:12 Uhr

    von Andreas:

    Ach, Thomas. Diese Art von Kommentaren lässt den Kommentator nur verrückt erscheinen. Wenn man etwas erreichen will, darf man die, die entscheiden, nicht beschimpfen.

    Ich diagnostiziere keine Stasi- oder Gestapo-Mentalität, sondern eine "paradigmatische Starre". Das BGE (bedingungslose Grundeinkommen) ist gleichzeitig vernünftig und effizient und widerspricht doch allem, was bisher traditionellerweise über Arbeit, Einkommen und Lebensunterhalt gedacht wurde.

    Ja, schade, das Österreich diese Chance vertan hat. Es wäre unbedingt nötig gewesen, dass man das BGE als Einkommen behandelt wie Kapitalerträge, die man aus einer Erbschaft hat. Es dürfte mit zusätzlichem Arbeitseinkommen nichts zu tun haben, d.h. Arbeit dürfte nicht gefordert werden und der Verdienst nicht angerechnet werden.

    Das BGE sollte m.E. so hoch sein, dass es eine spürbare Entlastung bringt, und so niedrig, dass der Anreiz erhalten bleibt, für einen Zusatzverdienst eine Arbeitsleistung zu erbringen. Bürger, die aus irgendeinem Grunde gar kein Arbeitseinkommen erzielen können, sollten eine Zusatzleistung erhalten, die eine menschenwürdige Existenz sichert. Das wird aber m.E. nur etwa 20 Prozent der heutigen HartzIV-Empfänger betreffen.

    Das müsste doch jeder intelligente Sozialpolitiker verstehen können.

  • 24.01.2010 18:16 Uhr

    von moff:

    Da sind uns die Ösis mal einen guten Schritt voraus.

  • 24.01.2010 15:57 Uhr

    von Grünschnabel24:

    Seit der Einführung des Geldes geht es nunmehr nur noch ums Geld.
    Ich traue mich zu sagen, generell.

    Warum sind wir abhängig von Geld? Und wollen wir das?

    Fakt ist: Es wird weniger Arbeitsplätze geben.
    Diesen Satz habe ich bisher von nur wenigen gehört.
    Unser Ehemaliger Arbeitsminister wollte doch tatsächlich Vollbeschäftigung. Gibt es einen direkteren Weg, seine Inkompetenz preis zu geben?

    Fakt ist: Ohne Geld, kein Überleben.
    Ist das nicht komisch?
    Was benötigt man zum Leben?
    Meiner Ansicht nach folgende Dinge:
    - Frische Luft (O2)
    - Etwas zu Essen, Nahrung / ein Platz um das Verdaute abzulagern
    - Kleidung (warme)
    - ein Dach über dem Kopf
    - soziale Kontakte
    - eine Tätigkeit, Arbeit

    Das sehen aber viele nicht so.
    Vielen leuchtet das mit der Luft vllt. noch ein, da sie Lebensnotwendig ist, Kleidung und ein Dach über dem Kopf auch, aber der Rest?



    Das Grundeinkommen entkoppelt die lebensnotwendige Bindung zu Geld/Arbeit
    Die Kriminalitätsrate wird rapide sinken.
    KleinGanoven und Bankräuber werden der Vergangenheit angehören. Warum?
    Weil sie in der Zeit, gestütz vom Grundeinkommen, lieber etwas sinnvolles machen, wie Musik, künsterlisches o.ä.


    Doch, wollen unsere Politiker uns überhaupt Frei machen?

  • 24.01.2010 12:18 Uhr

    von Tom:

    An Anonymous: Dir ist aber schon klar das du Student bis für einen überschaubaren kurzen Zeitraum? Danach steht dir die Welt offen im Vergleich zu den Leuten die auf dieses "Grundeinkommen" angewiesen sein werden. Heißt heul nicht herum das du als Student weniger hast für relativ kurze Zeit, sondern rechne mal aus wieviele Monate du brauchst nach deiner Studienzeit um das mehrfache dessen zu verdienen was diese Leute bekommen. Also mal ein ganz schlechter Vergleich. Sonst können wir bald auch das Taschengeld von Kindern vergleichen mit dem Einkommen.

  • 22.01.2010 11:20 Uhr

    von Sim:

    @ dietah

    hört sich das nicht schon wieder nach bedingungslosem Grundeinkommen an?

    kann mich Dir nur anschließen!

  • 22.01.2010 09:30 Uhr

    von dietah:

    Je süßer sie klingen:

    "Arbeit ist sinnstiftend, sichert ein eigenständiges Einkommen und ist wichtig für das Selbstwertgefühl"

    "Leistung muss sich wieder lohnen!"

    Desto dämlicher und banaler die Realität.

    Es gibt einfach nicht genug Jobs. Warum auch? Deswegen haben wir ja die Baumkronen verlassen. Unsere Heinzelmännchen sehen zwar nicht ganz so aus. Eher metallisch und monströs. Aber hey, wer wird sich beschweren.

    Es ist das Paradies, in dem der Mensch stets in Märchen und Erzählungen schwelgte. HA!
    Er hat nur nicht mit dem unüberbrückbaren Widerstand einiger ewig Gestriger Neider und missgünstigen Kontrollfreaks gerechnet. Die jedwede Realität ignorierend munter weiter Dampfwolken verbreiten.

    Ich kann nur vermuten. Aber ihr habt einfach ne Menge Schiss, dass die Menschen die Frei(-heit/-zeit) im schlimmsten Fall zum Nachdenken nutzen und OMG eventuell ein paar unangenehme Fragen stellen? Wenn der Überlebenskampf, der künstlich am Leben gehaltene, nicht einzig Sinn im Leben ist? Anders macht dieser sinnbefreite Schrott einfach keinen Sinn.

    Bei unserer explodierten Produktivität sind mehr als 20 h pro Woche einfach nicht meher nötig. Aber wir arbeiten immer noch wie im 19 Jhrdt. Wer kassiert diesen Extra Profit eigentlich ein?

  • 22.01.2010 03:27 Uhr

    von Lohnsteuerjahresausgleich:

    "Das ist nach dem Kalkül der Experten genug zum Überleben und zu wenig, als dass ein arbeitsfähiger Mensch die Jobsuche einstellt."

    Das ist ja schrecklich, geradezu unmenschlich!
    Arbeitsfaehige Menschen sollten niemals arbeiten, sondern 70 oder 80 Jahre fuer das Nichtstun bezahlt werden.

  • 21.01.2010 23:10 Uhr

    von Rita:

    Ich finde es so befremdlich, dass immernoch gemeinhin angenommen wird, Leistung müsse sich "lohnen". Als würde der Mensch nur mit Belohnung bereit zur Leistung sein...das hat dann aber nicht mehr viel mit Selbstwert zu tun - da also wieder mal ein Widerspruch in sich und es ist entlarvt, wie verlogen und unsozial das ganze ist! Jeder Mensch hat Ideen, Potentiale und "leistet" somit auch gern.

  • 21.01.2010 22:57 Uhr

    von lgk:

    Falsch: zu wenig zum Hungern und zu viel zum Leben muß es heißen, ihr Knallköppe.

  • 21.01.2010 21:36 Uhr

    von Anonymus:

    744 Euro hätte ich gerne als Student pro Monat.
    Ich muss mit bedeutend weniger zurechtkommen und schaffe das ohne Probleme.

  • 21.01.2010 19:39 Uhr

    von vvv:

    Seid zufrieden was euch Zufrieden Macht!

    Mietwohnugen machen doch eh nur kaputt, vereinsammung. Und Tellerand denken! Mit diesem Grundeinkommen kann jeder nomadisch gut leben Vieleicht gehts ja jetzt nach oessi land!

  • 21.01.2010 18:00 Uhr

    von Sim:

    [...]dass das beschlossene Modell nichts mit dem bedingungslosen Grundeinkommen zu tun hat[...]. Für ein solches machen sich verschiedene Menschenrechts- und Sozialorganisationen seit Jahren erfolglos stark.


    Erfolglos? Bitte?


    Ich bitte die TAZ-Redaktion mal zu recherchieren und Erfolg und Misserfolg der "Sozialorganisationen" im Bezug auf das bedingunslose Grundeinkommen, gegenüber zu stellen!

    Man wird feststellen das es so einige Erfolge gibt, geben wird, und gegeben hat!

    ..und überhaupt, es gibt meiner Meinung nach viel zu wenig Artikel über das bdingungslose Grundeikommen in der TAZ..

    Danke

  • 21.01.2010 17:46 Uhr

    von Schulz:

    Ehepaare werden bestraft?
    In Oesterreich?
    168 Miete halte ich fuer eine Theorie,
    keine Theologie.
    Kindergeld bereits enthalten?
    Wieviele erfrieren oder sind in Holzhuetten
    unterwegs?

    Die Linken wirds freuen.

  • 21.01.2010 16:54 Uhr

    von Thomas:


    Das bedingungslose Grundeinkommen ist viel intelligenter und prüft weder den Bedarf noch die Vermögenssituation. Somit werden die Sparsamen nicht diskrimminiert.

    Aber Politiker in Österreich und in der BRD haben einen psychischen Defekt und der lautet: Totale Kontrolle

    Dieser Defekt lässt sich nur durch die inkorporierte Stasi / Gestapo - Mentalität der Staatsvertreter erklären.

    Schade es wurde die Möglichkeit einer Bürgergesellschaft vertan.

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