• 19.05.2010

Militär nimmt besetzte Zone ein

Thailands Rothemden geben auf

Die Führung der Rothemden lässt sich verhaften, um ein weiteres Blutvergießen zu verhindern. Das Militär rückt bereits seit dem Morgen gewaltsam gegen die Besetzer des Geschäftsviertel in Bangkok vor.

  • 20.05.2010 11:31 Uhr

    von jö:

    .. Again, think what your government would do if there were a large group of protesters blocking all traffic at Orchard Road in Singapore; Times Square in New York City; Ginza in Tokyo; or Knightsbridge in London. For two months. ..
    Oder, Berlin Potzdammer Platz?

  • 19.05.2010 13:10 Uhr

    von P.Haller:

    Irgendwie ist das schon gespenstisch !
    Da werden seit Wochen Menschen auf den Strassen abgeknallt und hier wird das Ganze kaum registriert bzw. kommentiert, und zwar queerbeet weder von Politikern noch von unserer "freien" Presse, noch von den sonst so kommentarfreudigen taz-usern !

    Wenn diese Metzelei sagen wir mal z.B. im Iran passieren würde, was wäre das für ein Aufschrei, Sanktionsforderungen usw. wären umgehend auf der Tagesordnung.

    Aber die Menschen in Thailand (zumindest die "untere Klasse") interessieren wahrscheinlich keine Sau, denn da gibts ja nichts zu holen.

    Unsere Welt verkommt so langsam zu einem grossen, stinkenden Sch....haufen !!

  • 19.05.2010 12:02 Uhr

    von yako:

    Frag mich ehrlichgesagt bei diesen Ereignissen immer, warum nicht gegen solche Regime vorgegangen wird oder es zumindestens im Bundestag zur Sprache kommt.. Ähnliches ist ja zuletzt auch in Birma passiert und niemanden scheint es zu interessieren..
    Lieber schön in Afghanistan und dem Irak vor Ort sein, gibt es ja schließlich auch mehr zu holen..
    traurige Welt

  • 19.05.2010 10:58 Uhr

    von Fritz:

    Die Berichte über Thailand glänzen stets durch: Beschreibung ohne Inhalt. Was für Ziele mit welcher Motivation und welchem politischem Kontext hat die Protestbewegung??
    Nicht nachvollziehbar, wieso bei "bügerkriegsartigen" Zuständen keine Hintergrundberichte gebracht werden.

  • 19.05.2010 09:59 Uhr

    von Kommentator:

    @taz:

    Jetzt habe ich mir einige Artikel im Archiv über den Aufstand in Thailand durchgelesen, weil ich endlich kapieren will, was da unten los ist.
    Fast überall geht es nur um die Gewalt da unten. Einmal auch nur um den Tourismus.

    Was einen aber eher interessiert, fehlt:
    - Was sind die Rothemden alias "Vereinigte Front für Demokratie gegen Diktatur"?
    Doch sicher keine Kommunisten wie in einem Artikel angedeutet?
    - Wer ist in Thailand wie an die Macht gekommen und regiert und in welcher Form?
    - Was hat Thaksin verbrochen?
    - Warum kämpfen die Rothemden?
    - ...

    Das da unten Leute mit Steinen gegen Scharfschützen-Soldaten kämpfen schockiert mich auch. Das die deutschen Bumsbomber-Touristen es erst mal schwieriger haben, ist mir schnuppe.
    Aber was sind die Hintergründe für den Aufstand/die Gewalt?

  • 19.05.2010 09:40 Uhr

    von Bernd Goldammer:

    Der jetzige, ungewählte Intrigen-Präsident Thailands hat die Verhandlungen bewusst hintertrieben, weil er wollte, das die Feiglinge vom Militär mit Panzern gegen die ausgehungerten Aufständischen, darunter sehr viele Frauen und Kinder, vorgehen werden. Er hatte Neuwahlen versprochen und das Versprechen bald darauf zurückgezogen. Keiner soll mir mehr was vom chinesischen Tianmeng-Platz erzählen. Dieser thailändische Millitär- Akt stellt alles in den Schatten, was bisher in Asien geschah. Vergessen wir nicht: Solche Gewalt gegen das eigene Volk legitimiert den Widerstand. Mal sehen, was die "lustigen Menschenrechtler aus Amerika" zu diesem Thema sagen. Mal sehen, ob diese Millitärs in Den Haag landen. Die thailändischen Waffenhunde ahnen nicht, dass nach diesem Verbrechen auch das Gerede von Menschenrechtlern im Dienste der CIA lächerlich werden wird, wenn nichts passiert.

  • 19.05.2010 09:15 Uhr

    von zensamui:

    das ist voelliger bloedsinn! Vor 20 minuten hat ein fuehrungsmitglied der rothemden zum kampf bis zum letzten mann aufgerufen! Von wegen aufgeben. Heute nacht werden wir gerillakrieg in der ganzen stadt erleben. Eben telefonisch an mich. Ich bin vor ort.

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