Bei psychischen Erkrankungen von Muslimen gibt es besondere Probleme. Viele können damit nicht umgehen. Und von der Psychiatrie werden sie kaum beachtet.von Cigdem Akyol
Was hier glaube ich viele nicht verstehen ist folgendes. Jeder Patient braucht im Endeffekt eine Sonderbehandlung. Psychologie gibt es nicht nach Schema F. Die meisten Therapeuten kriegen in ihrer Ausbildung die Möglichkeit auf sehr unterschiedliche Gruppen von Menschen einzugehen und einen hohen Grad an individuellen Therapien zu ermöglichen. Jeder hat nämlich andere Probleme. Und den Problemen entsprechend muss man behandeln und reagieren. Bei Muslimen mit starkem Bezug zum Glauben den Glauben selber auszuklammern ist extrem behindernd für eine erfolgreiche Therapie. Viele Therapeuten aber besitzen kaum oder wenig Ahnung oder Verständnis was den Glauben angeht. Und darum braucht man Menschen die in ihrem Fach gut sind und die Gedankenwelt des Islam kennen und verstehen.
Isolation ist ein Killer für die Psyche. Leider Gottes trifft dieses Phänomen durch die Bank in allen Schichten und Richtungen auf. 4 Millionen Menschen die an Depressionen erkrankt sind sind kein Zufall. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich doppelt so hoch.
Ich kenne mich mit dem Thema aus, weil ich selber Moslem bin mit Migrationshintergrund. Ich komme so mit den Menschen in Deutschland gut zurecht. Die Integration ist also jetzt nicht das Problem für mich persönlich.
Ich war aber selber schon einmal in Therapie weil ich in mir ein großes Spannungsfeld trage was mich innerlich zerreißt. Viele Probleme haben mit der inneren Identität zu tun und dem ewigen Grübelzwang. Und ja bei der Therapie wäre es besser gewesen, wenn ich mit dem Therapeuten über den Islam hätte reden können. Aber das ging einfach nicht. Das Thema blieb einfach außen vor.
12.11.2011 23:40 Uhr
von Oliver Petrovic:
...ich fände es besser wenn Muslime erst gar nicht zum Arzt gehen und uns auf der Tasche liegen. Sie kommen in unser Land, passen sich nciht an und dann sollen sie auch noch eine extra auf sie zugeschnittene Behandlung bekommen? Warum? Ach ja.. wegen der jüngsten Vergangenheit. Und weil Deutschland so böse war und immer noch dafür Buße tun muss! Was wir damals an den Juden verbrochen haben, müssen wir heute bei den Muslimem wieder gut machen! Klingt logisch!
28.05.2009 10:06 Uhr
von Tina R.:
Worum genau geht es denn nun? Um Migranten? Um Muslime? Sind alle Migranten Muslime? Sind alle Muslime Migranten?
27.05.2009 09:59 Uhr
von Eisvogel:
Zu diesem Thema gehört auch die erhöhte Auffälligkeit im Kindes- und Jugendalter.
Leider wird dabei selten erwähnt, dass es eine gewisse psychische Grauzone gibt, die ist voll von Frustrationserlebnissen deren Ursprung in der Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt. Beispielsweise ist das Selbstbild vieler männlicher Muslime eines das in der deutschen Gesellschaftsrealität als aggressiv abgelehnt wird.
Frauen wiederum dürften vielfach an mangelnder Selbstentfaltung massiv leiden.
Insofern gibt es durchaus einen kulturellen Hintergrund. Eine Lösung aber kann nur auf dem Willen aufbauen, alte Zöpfe abzuschneiden.
Solange das zuviel Macht- oder Orientierungsverlust bedeutet, wird es so weitergehen.
27.05.2009 07:13 Uhr
von burkhard:
"Als gestern Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den Bericht über psychisch Kranke vorstellte, blieben Muslime unerwähnt."
Um Himmels Willen, so dumm wird die Ulla aber bestimmt nicht sein, vorsätzlich in solch ein riesiges Fettnäpfchen zu treten!
Die "besonderen Probleme bei psychischen Erkrankungen von Muslimen" an die grosse Glocke hängen wollen... mein lieber Mann, dann wär aber was los. Sowas geht nur im handverlesenem, kleinen Kreis wohlgebildeter taz-Leser, die dabei nicht auf dumme Gedanken kommen und die Ursachen für derartige Phänomene selbstverständlich und ausschliesslich zB. bei der defizitären Willkommenskultur der Mehrheitsgesellschaft zu erkennen im Stande sind.
26.05.2009 23:16 Uhr
von Denninger:
Nehmen wir doch einfach einmal an, dass alle Menschen in ihrem Streben nach Glück und Zufriedenheit gleich sind. Was ist dann an "psychischen Erkrankungen von Muslimen" anders als bei Christen, Hindus oder Atheisten? Ein naheliegender aber gefährlicher Schluss wäre die Religion an sich (bzw. das Fehlen derselben) als Auslöser oder Verstärker der Erkrankung auszumachen. Oder sind es etwa die mitgebrachten Traditionen und Moralvorstellungen, welche sich derart verheerend auswirken? Auch ein sehr gefährlicher Schluss. Eher warscheinlich ist, dass die Betroffenen sich in stärkerem Maße nicht in ihrer Umwelt zurecht fanden und finden. Das sollte man aber nach mehreren Jahrzehnten erreicht haben, oder? Ich habe mehrere Jahre ausserhalb der EU gelebt. Die "alten" Deutschen in meiner Umgebung kann man in zwei Gruppen einteilen. Die Einen sind integriert bis assimiliert. Die Anderen träumen immer noch von "Daheim". Die zweite Gruppe ist sehr klein aber dort finden sich die mit persönlichen Problemen. Vielleicht liegt die Problematik bei Migranten in der Erkenntnis, das das jahrzehntelang idealisierte "Daheim" keines mehr ist. Und sie selbst es versäumten, sich hier eine Heimat aufzubauen. Zum immer wieder gern gemachten Vorwurf der "Fremdenfeindlichkeit" der deutschen Gesellschaft kann ich nur entgegnen: In den Jahren noach 1945 strömten 12-13 Millionen Vertriebene und Flüchtlingen nach Deutschland. Willkommen waren sie nicht, denn sie kosteten Geld und nahmen rare Arbeitsplätze weg. Drei Jahrzehnte später war nichts mehr von einem "wir" und "ihr" zu spüren. Woran das lag? Die Vertriebenen erkannten sehr schnell, dass ihr Daheim jetzt hier war und dass die alte Heimat erst einmal unerreichbar geworden war. Die Sprachkenntnisse waren auch kein Hindernis da in den Familien prizipiell Deutsch gesprochen wurde. Und das sind Dinge die jeder Migrant erreichen kann wenn er nur will. Aber statt selbst etwas zu tun ist es ja viel einfacher zu jammern und nach "Integrationsmaßnahmen" zu betteln, nicht? Fremdenfeindlichkeit? Ich höre weitaus öfter vom "Scheiss-Deutschen" (Das soll ich wohl sein) als dass in meiner Umgebung etwas vom "Scheiss-wasweisichwas" zu hören ist. Aber das ist ja auch eine Form des Rassismus, nicht wahr? Dummerweise sind daran mal nicht die "Deutschen" schuld.
26.05.2009 18:36 Uhr
von FREDERICO:
Jetzt fehlen nur noch ein paar „wissenschaftliche“ Fachbücher nach dem Motto: „Die christliche Depression“ „Die buddhistische Depression“ „Die muslimische Depression“ Derweil die Pharmaindustrie Fluoxetin c, b und m entwickelt.
26.05.2009 17:31 Uhr
von Irene:
Ob man das nach über 50 Jahren Einwanderung noch so auseinanderdividieren kann? Zunächst ist Herr Yilmaz ein Kurde und die ganze Familie ist nicht besonders gläubig. Dann, auf einmal, ist nur noch von "Muslimen" die Rede. Sind Migrant und Muslim jetzt Synonyme und was würde eine Psychotherapie, die den Koran berücksichtigt Herrn Yilmaz nützen? Manchmal wird man ja auch durch die Religion oder durch die Auslegung religiöser Lehren psychisch krank.
Ich kenne eine sehr fromme Muslima, die durch die Schikanen ihrer dominanten Schwiegermutter schwerst depressiv geworden ist, der Mann hält zu Mama, die Frau geht zu einer deutschen Therapeutin. Sie sagt zwar, dass der Koran Respekt vor den Eltern und Schwiegereltern fordert, aber gerade das stürzt sie in einen Konflikt, denn sie kann einfach nicht mehr.
Eine andere türkischstämmige Nachbarin ist in Frankreich aufgewachsen und macht wegen Depressionen bei einer deutschen Psychotherapeutin ihre Therapie in französischer Sprache, weil ihr das vertrauter ist als Deutsch. Und eine deutsche Bekannte von mir geht zu einem türkischstämmigen Psychiater, der professionell seine Arbeit macht, selbstverständlich ohne koranische/muslimische Inhalte einzubringen.
Ich wehre mich dagegen, dass "die Migranten" und besonders "die Muslime" (egal ob fromm oder nicht) so anders sein sollen als "wir" und eine Art Sonderbehandlung brauchen.
Ich würde mich jedenfalls bedanken, wenn mir jemand eine christliche Psychotherapie auf der Grundlage biblischen Verständnisses andrehen wollte.
Leserkommentare
10.05.2012 00:12 Uhr
von Warped Perception:
Was hier glaube ich viele nicht verstehen ist folgendes. Jeder Patient braucht im Endeffekt eine Sonderbehandlung. Psychologie gibt es nicht nach Schema F. Die meisten Therapeuten kriegen in ihrer Ausbildung die Möglichkeit auf sehr unterschiedliche Gruppen von Menschen einzugehen und einen hohen Grad an individuellen Therapien zu ermöglichen. Jeder hat nämlich andere Probleme. Und den Problemen entsprechend muss man behandeln und reagieren. Bei Muslimen mit starkem Bezug zum Glauben den Glauben selber auszuklammern ist extrem behindernd für eine erfolgreiche Therapie.
Viele Therapeuten aber besitzen kaum oder wenig Ahnung oder Verständnis was den Glauben angeht. Und darum braucht man Menschen die in ihrem Fach gut sind und die Gedankenwelt des Islam kennen und verstehen.
Isolation ist ein Killer für die Psyche. Leider Gottes trifft dieses Phänomen durch die Bank in allen Schichten und Richtungen auf. 4 Millionen Menschen die an Depressionen erkrankt sind sind kein Zufall. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich doppelt so hoch.
Ich kenne mich mit dem Thema aus, weil ich selber Moslem bin mit Migrationshintergrund. Ich komme so mit den Menschen in Deutschland gut zurecht.
Die Integration ist also jetzt nicht das Problem für mich persönlich.
Ich war aber selber schon einmal in Therapie weil ich in mir ein großes Spannungsfeld trage was mich innerlich zerreißt. Viele Probleme haben mit der inneren Identität zu tun und dem ewigen Grübelzwang. Und ja bei der Therapie wäre es besser gewesen, wenn ich mit dem Therapeuten über den Islam hätte reden können. Aber das ging einfach nicht. Das Thema blieb einfach außen vor.
12.11.2011 23:40 Uhr
von Oliver Petrovic:
...ich fände es besser wenn Muslime erst gar nicht zum Arzt gehen und uns auf der Tasche liegen.
Sie kommen in unser Land, passen sich nciht an und dann sollen sie auch noch eine extra auf sie zugeschnittene Behandlung bekommen?
Warum?
Ach ja.. wegen der jüngsten Vergangenheit. Und weil Deutschland so böse war und immer noch dafür Buße tun muss!
Was wir damals an den Juden verbrochen haben, müssen wir heute bei den Muslimem wieder gut machen!
Klingt logisch!
28.05.2009 10:06 Uhr
von Tina R.:
Worum genau geht es denn nun? Um Migranten? Um Muslime? Sind alle Migranten Muslime? Sind alle Muslime Migranten?
27.05.2009 09:59 Uhr
von Eisvogel:
Zu diesem Thema gehört auch die erhöhte Auffälligkeit im Kindes- und Jugendalter.
Leider wird dabei selten erwähnt, dass es eine gewisse psychische Grauzone gibt, die ist voll von Frustrationserlebnissen deren Ursprung in der Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt. Beispielsweise ist das Selbstbild vieler männlicher Muslime eines das in der deutschen Gesellschaftsrealität als aggressiv abgelehnt wird.
Frauen wiederum dürften vielfach an mangelnder Selbstentfaltung massiv leiden.
Insofern gibt es durchaus einen kulturellen Hintergrund. Eine Lösung aber kann nur auf dem Willen aufbauen, alte Zöpfe abzuschneiden.
Solange das zuviel Macht- oder Orientierungsverlust bedeutet, wird es so weitergehen.
27.05.2009 07:13 Uhr
von burkhard:
"Als gestern Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den Bericht über psychisch Kranke vorstellte, blieben Muslime unerwähnt."
Um Himmels Willen, so dumm wird die Ulla aber bestimmt nicht sein, vorsätzlich in solch ein riesiges Fettnäpfchen zu treten!
Die "besonderen Probleme bei psychischen Erkrankungen von Muslimen" an die grosse Glocke hängen wollen... mein lieber Mann, dann wär aber was los.
Sowas geht nur im handverlesenem, kleinen Kreis wohlgebildeter taz-Leser, die dabei nicht auf dumme Gedanken kommen und die Ursachen für derartige Phänomene selbstverständlich und ausschliesslich zB. bei der defizitären Willkommenskultur der Mehrheitsgesellschaft zu erkennen im Stande sind.
26.05.2009 23:16 Uhr
von Denninger:
Nehmen wir doch einfach einmal an, dass alle Menschen in ihrem Streben nach Glück und Zufriedenheit gleich sind.
Was ist dann an "psychischen Erkrankungen von Muslimen" anders als bei Christen, Hindus oder Atheisten?
Ein naheliegender aber gefährlicher Schluss wäre die Religion an sich (bzw. das Fehlen derselben) als Auslöser oder Verstärker der Erkrankung auszumachen.
Oder sind es etwa die mitgebrachten Traditionen und Moralvorstellungen, welche sich derart verheerend auswirken? Auch ein sehr gefährlicher Schluss.
Eher warscheinlich ist, dass die Betroffenen sich in stärkerem Maße nicht in ihrer Umwelt zurecht fanden und finden. Das sollte man aber nach mehreren Jahrzehnten erreicht haben, oder?
Ich habe mehrere Jahre ausserhalb der EU gelebt.
Die "alten" Deutschen in meiner Umgebung kann man in zwei Gruppen einteilen.
Die Einen sind integriert bis assimiliert.
Die Anderen träumen immer noch von "Daheim". Die zweite Gruppe ist sehr klein aber dort finden sich die mit persönlichen Problemen.
Vielleicht liegt die Problematik bei Migranten in der Erkenntnis, das das jahrzehntelang idealisierte "Daheim" keines mehr ist. Und sie selbst es versäumten, sich hier eine Heimat aufzubauen.
Zum immer wieder gern gemachten Vorwurf der "Fremdenfeindlichkeit" der deutschen Gesellschaft kann ich nur entgegnen:
In den Jahren noach 1945 strömten 12-13 Millionen Vertriebene und Flüchtlingen nach Deutschland. Willkommen waren sie nicht, denn sie kosteten Geld und nahmen rare Arbeitsplätze weg. Drei Jahrzehnte später war nichts mehr von einem "wir" und "ihr" zu spüren. Woran das lag? Die Vertriebenen erkannten sehr schnell, dass ihr Daheim jetzt hier war und dass die alte Heimat erst einmal unerreichbar geworden war. Die Sprachkenntnisse waren auch kein Hindernis da in den Familien prizipiell Deutsch gesprochen wurde.
Und das sind Dinge die jeder Migrant erreichen kann wenn er nur will. Aber statt selbst etwas zu tun ist es ja viel einfacher zu jammern und nach "Integrationsmaßnahmen" zu betteln, nicht?
Fremdenfeindlichkeit? Ich höre weitaus öfter vom "Scheiss-Deutschen" (Das soll ich wohl sein) als dass in meiner Umgebung etwas vom "Scheiss-wasweisichwas" zu hören ist.
Aber das ist ja auch eine Form des Rassismus, nicht wahr? Dummerweise sind daran mal nicht die "Deutschen" schuld.
26.05.2009 18:36 Uhr
von FREDERICO:
Jetzt fehlen nur noch ein paar „wissenschaftliche“ Fachbücher nach dem Motto:
„Die christliche Depression“
„Die buddhistische Depression“
„Die muslimische Depression“
Derweil die Pharmaindustrie Fluoxetin c, b und m entwickelt.
26.05.2009 17:31 Uhr
von Irene:
Ob man das nach über 50 Jahren Einwanderung noch so auseinanderdividieren kann?
Zunächst ist Herr Yilmaz ein Kurde und die ganze Familie ist nicht besonders gläubig. Dann, auf einmal, ist nur noch von "Muslimen" die Rede. Sind Migrant und Muslim jetzt Synonyme und was würde eine Psychotherapie, die den Koran berücksichtigt Herrn Yilmaz nützen? Manchmal wird man ja auch durch die Religion oder durch die Auslegung religiöser Lehren psychisch krank.
Ich kenne eine sehr fromme Muslima, die durch die Schikanen ihrer dominanten Schwiegermutter schwerst depressiv geworden ist, der Mann hält zu Mama, die Frau geht zu einer deutschen Therapeutin. Sie sagt zwar, dass der Koran Respekt vor den Eltern und Schwiegereltern fordert, aber gerade das stürzt sie in einen Konflikt, denn sie kann einfach nicht mehr.
Eine andere türkischstämmige Nachbarin ist in Frankreich aufgewachsen und macht wegen Depressionen bei einer deutschen Psychotherapeutin ihre Therapie in französischer Sprache, weil ihr das vertrauter ist als Deutsch.
Und eine deutsche Bekannte von mir geht zu einem türkischstämmigen Psychiater, der professionell seine Arbeit macht, selbstverständlich ohne koranische/muslimische Inhalte einzubringen.
Ich wehre mich dagegen, dass "die Migranten" und besonders "die Muslime" (egal ob fromm oder nicht) so anders sein sollen als "wir" und eine Art Sonderbehandlung brauchen.
Ich würde mich jedenfalls bedanken, wenn mir jemand eine christliche Psychotherapie auf der Grundlage biblischen Verständnisses andrehen wollte.