• 07.09.2010

Methan-Förderung in Kongo und Ruanda

Explosiv wie Champagner

Strom für viele, aber Lebensgefahr für Anwohner: Aus dem Kivu-See im Herzen Afrikas wird Methan gefördert - noch testweise, bald industriell. Wissenschaftler warnen vor einem Inferno.von Simone Schlindwein

  • 09.09.2010 13:20 Uhr

    von Karl-Michael Schindler:

    "Weil das Gas schwerer als Luft ist, .." bezieht sich auf Kohlendioxid und den Nyos-See und ist so weit korrekt. Aber weiter unten steht mit Bezug auf den Kivu-See:
    "..., denn Methan ist schwerer als Sauerstoff."
    und das ist so erstmal Quatsch.

    Wie steht es denn mit dem Vergleich zwischen dem Kohlendioxid im Nyos-See und dem Methan im Kivu-See?

    Aber allein die Tatsache, Zitat "Auch tote Fische treiben manchmal an der Oberfläche.", zeigt bereits das Ausmaß der Gefährdung :-)

    Hallo! Geht's noch?

  • 08.09.2010 15:30 Uhr

    von Lukas:

    "Weil das Gas schwerer als Luft ist..."

    Der Teil bezog sich wohl auf das Gas "Kohlendioxid".Etwas missverständlich in dem Artikel.

  • 08.09.2010 14:23 Uhr

    von Karl:

    Wenn hier überhaupt ein "Effekt" problematisch ist dann der JT-Effekt. (Expansionsbedingte Abkühlung bei Druckminderung)

    Dann können auch schon mal Niedrigstsieder bodennah ein Problem für die Atmung werden......

    Und was soll es mit den "stabilen" Schichten auf sich haben? Was kommt denn da aus geophysikalischer Sicht in Frage?

    Der Salzgehalt?

    Die Schallgeschwindigkeit?

    ph/eH ?

    0der Phasengleichgewichte der gel. Gase?

    Warum stellt sich überhaupt eine Schichtung (Horizontal?) ein, wenn doch am EAR ein deutlicher Wärmefluss gegeben ist?

    Fragen über Fragen!

    Glück auf!

    Karl

  • 07.09.2010 17:50 Uhr

    von grafinger:

    Jessas, Simone, so wenig Kenntnis über die Thematik wie Du muss frau erst einmal aufweisen können!
    Das soll bedeuten, dass Du in Zukunft nur über Dinge schreiben solltest, von denen Du etwas verstehst!
    Neben den bereits von anderen Kommentatoren angesprochenen Fehlern und Ungereimtheiten drängt sich mit eine Frage auf:
    Wieso hat denn der Super-Tietze in 36 Jahren kein Konzept entwickeln können?
    Sein Gefasel von den stabilen Schichten stellt sich mir (mit Grundkenntnissen in Physik, Chemie, Thermodynamik und Strömungsmechanik) als sinnentleert dar. Wer die Löslichkeit von Methan und CO2 in Wasser vergleicht (AFAIK 1:150) wird entdecken dass die Gefahr vom Kohlendioxid ausgeht. Und da hilft nur das Abblasen. Aber das wäre ja kein Kassandraruf vom Super-Tietze.

  • 07.09.2010 15:59 Uhr

    von Karl-Michael Schindler:

    Die Behauptung Methan sei schwerer als Sauerstoff ist schlichtweg falsch. Die Molmasse von Methan (CH4) ist 16 g/mol, die von Sauerstoff (O2) 32 g/mol. Wenn ein Gas in großen Mengen ausströmt, muss es für eine erstickende Wirkung auch nicht schwerer als Luft sein. Die schiere Menge reicht.

    Die Erwähnung an anderer Stelle, dass Methan ein Treibhausgas ist, ist in dem Zusammenhang nicht wirklich relevant, sondern erscheint nur skandalheischend. Genauso passend/unpassend wäre an der Stelle die Verwendung des Begriffs Biogas, wodurch sich allerdings der Satz deutlich anders "anhören" würde. Es fehlt zumindest im Kasten die kurze Erklärung, dass Methan der für die Energiegewinnung wichtige Bestandteil von Erdgas, Biogas und Methan-Hydrat ist.

  • 07.09.2010 14:53 Uhr

    von Karl:

    toller Beitrag,

    nur

    - für welche Temperatur gelten die angegebenen Gasvolumina? Aus einem solchen Volumen, in gasförmigem Zustand, ist nicht viel "Industrie" zu machen

    - eine förderungsbedingte Druckentlastung ist keine Explosion. Bei Pfusch: Pech gehabt wie überall...

    - fast alles Gewässer im Ostafrikanischen Rift-Tal sind "gefährlich" und werden das bleiben; dort spaltet sich aktuell der afrikanische Kontinent. Das ganze Gebiet ist tektonisch aktiv und weist einen teils lebhaften karbonatitishcen Vulkanismus auf.


    Glück auf

    Karl

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