Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der israelischen Armee vor, umstrittene Munition einzusetzen. Ärzte berichten von schweren Brandwunden.von Karim El-Gawhary
Das IRK hat heute mitgeteilt, dass es keine Hinweise dafür gebe, dass Israel die Phosphor in einer anderen Weise einsetze als zur Vernebelung und Erleuchtung des Kampfgebiets, die durch das internationale Recht erlaubt sind. Es dürfte auch klar sein, dass Israel andernfalls auch eigene Soldaten gefährden würde.
13.01.2009 07:36 Uhr
von Jakob:
Ich bin zwar kein "Mun." Experte und weiss nicht was HC, WP, TEA etc heisst. Aber ich stimme Karl zu wenn er sagt "Was wieder erfolgreich verdrängt wird ist denn auch die Tatsache, das von den verwendeten Sprengstoffen, den metallischen Munitionsteilen sowie dem silikatischen Feinstaub eine erhebliche Gesundheitsgefahr ausgeht." und wuerde sogar ergaenzen (und nochmal sei erwaehnt, dass ich kein Experte auf dem Gebiet bin), dass Sprengstoffe die Gesundheit gefaehrden koennen.
12.01.2009 16:57 Uhr
von Karl:
Die Abbildung zum Artikel legt die Verwendung von Art.-Mun (WP)zur Vernebelung nahe. Lage des Zerlegungspunktes und Geometrie der Verteilung deuten auf Rohrwaffenmunition hin.
Soweit die Fakten. Dazu ist zu ergänzen:
- Es existieren keine Nebelstoffe die nicht humatoxisch sind oder Gewebe unbeschädigt lassen. Alle möglichen Alternativen zu WP, FM oder HC, sind aufgrund des lokalen Klimas nur schlecht geeignet und "Nebelsäure" verwendet schon länger niemand mehr. - Nebelstoffe sind nicht verboten, oder wie häufig zu lesen, gar "chemische Waffen". - "Kommt man mit weißem Phosphor in Berührung, können Haut und Fleisch bis zu den Knochen durchbrennen." ist kolportierter Quatsch. Der Großteil der WP-Mischung befindet sich in Außstoßbüchsen, allein damit vom Boden aus ein genügend dichter Nebelvorhang gebildet werden kann. Daher ist es sehr schwer mit einer ausreichenden Phosphormenge überhaupt in Kontakt zu kommen. Das beschriebene Vergiftungsbild erinnert eher an HF-Schäden. - Die toxikologische Wirkung von WP ist vor dem Hintergrund des massiven Mun.-Einsatzes sowieso völlig zu vernachlässigen. Was wieder erfolgreich verdrängt wird ist denn auch die Tatsache, das von den verwendeten Sprengstoffen, den metallischen Munitionsteilen sowie dem silikatischen Feinstaub eine erhebliche Gesundheitsgefahr ausgeht. Beispielsweise kann das Grundwasser in Gaza deshalb nicht mehr als unbelastet gelten......
Aber das ist aus Fotos akut nicht erkennbar, mit Pseudomeldungen über "Phosphor" ist gut Stimmung machen.
Und der Einsatz von WP in Nebelmun. ist etwas ganz anderes als die Verwendung von Brandstoffen. Entgegen allen Behauptungen ist Phosphor auch dann nur eine Sekundärkomponente die weitreichende Entzündung sicherstellen soll. Beispielsweise werden als Hauptbrandstoffe Kohlenwasserstofgemische oder aluminiumorganische Verbindungen (TEA usw.) verwendet.
Leserkommentare
14.01.2009 21:13 Uhr
von Dimitri:
Das IRK hat heute mitgeteilt, dass es keine Hinweise dafür gebe, dass Israel die Phosphor in einer anderen Weise einsetze als zur Vernebelung und Erleuchtung des Kampfgebiets, die durch das internationale Recht erlaubt sind. Es dürfte auch klar sein, dass Israel andernfalls auch eigene Soldaten gefährden würde.
13.01.2009 07:36 Uhr
von Jakob:
Ich bin zwar kein "Mun." Experte und weiss nicht was HC, WP, TEA etc heisst. Aber ich stimme Karl zu wenn er sagt "Was wieder erfolgreich verdrängt wird ist denn auch die Tatsache, das von den verwendeten Sprengstoffen, den metallischen Munitionsteilen sowie dem silikatischen Feinstaub eine erhebliche Gesundheitsgefahr ausgeht." und wuerde sogar ergaenzen (und nochmal sei erwaehnt, dass ich kein Experte auf dem Gebiet bin), dass Sprengstoffe die Gesundheit gefaehrden koennen.
12.01.2009 16:57 Uhr
von Karl:
Die Abbildung zum Artikel legt die Verwendung von Art.-Mun (WP)zur Vernebelung nahe. Lage des Zerlegungspunktes und Geometrie der Verteilung deuten auf Rohrwaffenmunition hin.
Soweit die Fakten. Dazu ist zu ergänzen:
- Es existieren keine Nebelstoffe die nicht humatoxisch sind oder Gewebe unbeschädigt lassen. Alle möglichen Alternativen zu WP, FM oder HC, sind aufgrund des lokalen Klimas nur schlecht geeignet und "Nebelsäure" verwendet schon länger niemand mehr.
- Nebelstoffe sind nicht verboten, oder wie häufig zu lesen, gar "chemische Waffen".
- "Kommt man mit weißem Phosphor in Berührung, können Haut und Fleisch bis zu den Knochen durchbrennen." ist kolportierter Quatsch. Der Großteil der WP-Mischung befindet sich in Außstoßbüchsen, allein damit vom Boden aus ein genügend dichter Nebelvorhang gebildet werden kann.
Daher ist es sehr schwer mit einer ausreichenden Phosphormenge überhaupt in Kontakt zu kommen. Das beschriebene Vergiftungsbild erinnert eher an HF-Schäden.
- Die toxikologische Wirkung von WP ist vor dem Hintergrund des massiven Mun.-Einsatzes sowieso völlig zu vernachlässigen.
Was wieder erfolgreich verdrängt wird ist denn auch die Tatsache, das von den verwendeten Sprengstoffen, den metallischen Munitionsteilen sowie dem silikatischen Feinstaub eine erhebliche Gesundheitsgefahr ausgeht. Beispielsweise kann das Grundwasser in Gaza deshalb nicht mehr als unbelastet gelten......
Aber das ist aus Fotos akut nicht erkennbar, mit Pseudomeldungen über "Phosphor" ist gut Stimmung machen.
Und der Einsatz von WP in Nebelmun. ist etwas ganz anderes als die Verwendung von Brandstoffen. Entgegen allen Behauptungen ist Phosphor auch dann nur eine Sekundärkomponente die weitreichende Entzündung sicherstellen soll. Beispielsweise werden als Hauptbrandstoffe Kohlenwasserstofgemische oder aluminiumorganische Verbindungen (TEA usw.) verwendet.
Glück auf!
Karl