Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Berlin

Menschenrechte und Behinderung

Viele Gruppen von Menschen mit unterschiedlichsten körperlichen, sinnesbedingten, psychischen Beeinträchtigungen und Menschen mit Lernschwierigkeiten erleben ihr Anderssein als individuelles Defizit. Für „Rücksichtnahme und Unterstützung“ wird seitens der Gesellschaft Dankbarkeit erwartet und das Fügen in fremdbestimmte, vorgegebene Formen der Hilfe und des Umgangs mit der Behinderung. Die Menschenrechte beschränken sich aber nicht auf den normativ gesunden Menschen. Hierfür steht die UN-Behindertenrechtskonvention, die die Bundesrepublik 2009 ratifiziert hat. Viele Betroffene und Nutzer*innen von Unterstützungsleistungen, insbesondere Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und Lernschwierigkeiten, sind sich ihrer Menschenrechte nicht bewusst. Dieser Workshop/Vesper soll das Bewusstsein der Forderung von Menschen mit Beeinträchtigungen für ein selbstbestimmtes und partizipatives Leben in der Gesellschaft stärken. Mit der Veranstaltung stellt sich die neu gegründete, von der Internationalen Liga für Menschenrechte und von Kellerkinder e.V. getragene Arbeitsgruppe „Menschenrechte und Behinderung“ vor. Kurzreferate: Dr. Sigrid Arnade, Interessenvertretung selbstbestimmt Leben e.V. Thema: Geschichte der UN-BRK Thomas Künneke, Kellerkinder e.V. Thema: Menschenrechte statt Fürsorge Lea Beckmann, Deutsches Institut für Menschenrechte Thema: Der erste Staatenbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Otmar Miles-Paul, Liga Selbstvertretung Thema: Empowerment als Basis sozial-politischer Teilhabe Podiumsdiskussion unter Beteiligung der Referent*innen Moderation: Armon Die Veranstaltung wird mit einer Videokamera begleitet und ein Beitrag erstellt. Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Humanistische Union e.V., Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte in Kooperation mit Kellerkinder e.V.