• 07.09.2010

Memoiren von Claude Lanzmann

Ein unerbittlicher Auftrag

Er ist Philosoph, Widerstandskämpfer und Regisseur von "Shoah". Nun hat Claude Lanzmann seine Erinnerungen aufgeschrieben: "Der patagonische Hase" ist ein monumentales Werk.von Micha Brumlik

  • 16.09.2010 08:38 Uhr

    von reblek:

    "Als Autor des Films "Tsahal" genoss Lanzmann als Zivilist das Privileg, in Kampfflugzeugen mitfliegen zu dürfen..." Ein Privileg heißt, das jemand etwas darf. Ein "Privileg, zu dürfen" ist ein Pleonasmus und nicht wirklich erstrebenswert, denn es geht nicht ums "dürfen dürfen", sondern ums "mitfliegen dürfen".

  • 16.09.2010 08:35 Uhr

    von Pater Brown:

    "Es waren die zwölf Jahre währende Arbeit an diesem Film..." Auch einem solch qualifizierten Text tut hier und da eine Korrektur ganz gut. Das Subjekt des Satzes ist "Arbeit" und die "war".

  • 16.09.2010 08:16 Uhr

    von pekerst:

    "Auf den ersten 20 von mehr als 666 dicht erzählten Seiten..." Warum nicht "mehr als 667" oder "mehr als 665"? Ein eher merkwürdiger Quasi-Superlativ.

  • 08.09.2010 07:25 Uhr

    von Michael Scheier:

    Micha Brumlik spricht in seinem Kommentar von der "unumgänglichen Kriegsbereitschaft" der israelischen Jugend. Als Wissenschaftler, der mit Worten arbeitet, kann man davon ausgehen, dass er das Wort "Kriegsbereitschaft" an Stelle von Verteidigungsbereitschaft sehr bewußt gewählt hat. Zur Kriegsbereitschaft der israelischen Jugend gehört eben auch dazu, die Provokationen der israelischen Regierung bei der Vertreibung von Bevölkerung in Israel und in den besetzten Gebieten, Beduinen und Palästinensern, abzusichern und ggf. einen Erstschlag gegen den Iran zu führen. Und zur argumentativen Absicherung dieser Politik stehen Wissenschaftler wie Micha Brumlik bereit.

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