• 08.01.2010

Mehrheit aus Sozialisten und Linken

Portugal führt Homoehe ein

Portugal hat mit den Stimmen der Sozialisten und mehrerer kleiner linker Gruppierungen die Homoehe eingeführt. Kinder adoptieren dürfen Schwule und Lesben weiterhin nicht.von Reiner Wandler

  • 09.01.2010 01:23 Uhr

    von Gerd:

    Das ist natürlich eine sehr gute Meldung aus Portugal. Damit darf dann ab April dort geheiratet werden und die Ehe ist dort für homosexuelle Paare offen.

    Portugal folgt den europäischen Staaten Niederlande, Belgien, Norwegen, Schweden und Spanien.

    Damit sind es dann sechs Länder in Europa und eine ganze weitere Reihe an europäischen Staaten hat die Lebenspartnerschaft bereits eingeführt, die weitgehend die gleichen Rechte und Pflichten einer Ehe gewährt (zuletzt aktuell Österrreich und Irland wird dieses Jahr folgen).

  • 09.01.2010 01:02 Uhr

    von DiversityAndEquality:

    Die @taz sollte hier nicht den irreführenden Begriff "Homo-Ehe" verwenden, mit dem ja auch die "Eingetragene Lebenspartnerschaft" in Deutschland immer tituliert wird, die aber nichts anderes ist als sexuelle Apartheid und die Homosexuelle einmal mehr zu Menschen zweiter Klasse macht.

    Nein, in Portugal geht es nicht um eine trennende und diskriminierende "Homo-Ehe", sondern um eine Öffnung der Institution Ehe für alle Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

    Das ist ein großer Unterschied zu der rassistischen "Separate, but equal"-Logik, die hier in Deutschland ja für ganz selbstverständlich gehalten wird. Dabei gilt doch: Entweder wird eine Institution wie die "Ehe" demokratisch definiert und steht allen Menschen offen oder eben nicht. Alles andere ist dann aber sexuell begründete Apartheid und Verweigerung von Rechten.

  • 09.01.2010 00:53 Uhr

    von DiversityAndEquality:

    @Thomas:

    Was erlauben Sie sich eigentlich, hier in Herrenmenschen-Manier homosexuelle Menschen und deren Partnerschaften zu diffamieren, als minderwertig hinzustellen und ihre mittelalterlichen Vorstellungen zur angeblichen "Norm" in einer freiheitlichen Gesellschaft zu erheben???

    Die von Ihnen zitierte "Natur" im Allgemeinen ist ebenso wie die "Natur" des Menschen durch nichts anderes als Vielfalt und damit auch durch eine Vielfalt unterschiedlicher sexueller Identitäten gekennzeichnet. Und all diese Identitäten haben gefälligst als gleichwertig behandelt zu werden. Millionen Schwule und Lesben in aller Welt erbringen übrigens auch den Beweis dafür, dass man keineswegs heterosexuell sein muss, um Kindern ein gutes Zuhause zu bieten und die "Reproduktion" der Gesellschaft zu sichern.

    Spätestens seit Kinsey in den 50er Jahren sollte ohnehin klar sein (ist es aber leider bis heute in Politik und Gesellschaft, insbesondere in der Sexualaufklärung und Bildungs-/Erziehungswesen nicht), dass die mittelalterliche Zwangskonstruktion der "heterosexuellen Norm" nichts anderes ist als eben dies. Vielfalt ist die Norm, und dieser Tatsache hat auch unsere Gesellschaft in ihren Institutionen und in dem Schutz bestimmter Gruppen vor ständiger Diskriminierung und Herabwürdigung von Leuten wie Ihnen endlich Rechnung zu tragen.

    Homophobie und homophobe Hassrede sind keine "Meinung", sondern ein Verbrechen, und gehören auch endlich als solche behandelt. Es kann nicht angehen, dass Leute wie Sie andere Menschen diffamieren, herabwürdigen, ihnen gleiche Rechte oder ihre "Natürlichkeit" absprechen, sie damit pathologisieren und sich selbst gleichzeitig zum Herrenmenschen aufschwingen.

    Sie sind damit ebenso ein Gewalttäter wie diejenigen, die auf Basis solcher Gesinnungen wieder zunehmend zuschlagen oder in den Schulen junge Homosexuelle mobben. Und es kann nicht sein, dass diese Art der Gewalt weiterhin folgenlos für die Täter bleibt, während die Opfer damit weitgehend allein gelassen werden!

    Hier muss die EU weitere klare Vorgaben schaffen, damit sich auch Länder wie Deutschland, wo in Sachen Diskriminierungsschutz und Kampf gegen Hompophobie null komma nichts vorangeht und der Staat immer noch Diskriminierungstäter Nummer Eins ist, nicht mehr aus ihrer Verantwortung stehlen können. Schlimm genug, dass dieses Land in Anbetracht seiner historischen Verbrechen gegen homosexuelle Menschen hier nicht Vorreiter ist. Und immer wieder erschreckend, was man sich mit einer Opfergruppe des Nazi-Terrors - und nur mit dieser - bis heute unbehelligt erlauben kann.

  • 08.01.2010 20:10 Uhr

    von Staatsbürger:

    @Thomas

    "Ich bin prinzipiell gegen jede Form gleichgeschlechtlicher Partnerschaft, von Ehe garnicht zu sprechen."

    Wenn ich meinen Partner nicht gehabt hätte, hätte ich meine alten todkranken Eltern nicht pflegen können. Nebenbei bemerkt: im hellenischen Götterhimmel unterhielten die meisten männlichen Götter auch gleichgeschlechtliche Beziehungen. Wer homophob ist, hat eine schwierige Beziehung zu den kulturellen Grundlagen Europas.

  • 08.01.2010 19:03 Uhr

    von René:

    @Thomas

    "Eine Ehe ist zwischen Mann und Frau und eine Familie kann nur durch die beiden gegründet werden."

    Falsch. Mehr gibt es dazu nicht zu entgegnen.

  • 08.01.2010 18:16 Uhr

    von kufu:

    zu thomas:
    außer "ich bin dagegen" enthält Ihr beitrag kein einziges inhaltliches argument. das wird auch durch beifügung von "natürlich" und "prinzipiell" nicht überzeugender. kann es daran liegen, dass es einfach keine rationalen argumente gegen homosexuelle partnerschaften und ehen gibt?

  • 08.01.2010 17:54 Uhr

    von Thomas:

    Das ist natürlich eine schlechte Nachricht.

    Ich bin prinzipiell gegen jede Form gleichgeschlechtlicher Partnerschaft, von Ehe garnicht zu sprechen.

    Eine Ehe ist zwischen Mann und Frau und eine Familie kann nur durch die beiden gegründet werden.

    Was Schwule und Lesben privat im Bett treiben ist mir egal, aber heiraten oder sich verpartnern (wie in D) dürfen sie sich doch bitte nicht. Ich denk man muss auch irgendwo Grenzen setzen.

  • 08.01.2010 17:37 Uhr

    von Michael H:

    Die Tatsache dass man Schwulen und Lesben das Adoptionsrecht verweigert ist zutiefst homophob, da man davon ausgeht, dass Schwule zumindest sich immer noch an Kindern vergreifen oder einen schlechten Einfluss auf diese hätten. Wichtig ist doch, dass ein Kind ein wohl behütetes zu hause bekommt und Liebe erfährt. Meiner Meinung nach verweigert die Politik den Kinder die Zuneigung liebender Eltern. Homosexuelle sind keine besseren Eltern, doch denke ich dass eine Adoption eine bewusste Entscheidung ist. Dies kann den Kindern ein "gutes" Eltern bieten, zumal die Auflagen für eine Adoption sehr hoch sind.

  • 08.01.2010 15:41 Uhr

    von Martin:

    Zwei Mütter oder zwei Väter sind besser als eine Mutter oder ein Vater. Wenn sogar Alleinerziehende "erlaubt" sind, dann muß erst recht die Adoption für Homopaare erlaubt werden. Und natürlich ist es unbestritten, daß es ein Kind bei ein oder zwei Elternteilen besser geht als im Heim. Zudem gibt es mehr Kinder in Not als Adoptionen, somit nimmt ein Homopaar keinem Heteropaar eine Adoption weg.

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