Mehr Privatisierungen gefordert
Griechen sauer auf Kontrolleure
EU, IWF und EZB fordern mehr Privatisierungen und kritisieren die Proteste in Athen. Damit verärgern sie die griechische Regierung, die sich die Einmischung verbittet.von Jannis Papadimitriou
Leserkommentare
14.02.2011 20:24 Uhr
von Martin:
Aus eigener Erfahrung (lebe seit knapp 20 Jahren in GR) kann ich euch sagen dass die Rentner die 700 Euro im Monat haben sich glücklich schätzen können. Die meisten muessen mit 500 Euro und weniger auskommen.
Was G. Papandreou angeht,er hätte sich vorher den Wisch durchlesen müssen den ihm IWF,EZB und EU zur Unterschrift vorgelegt haben. Da steht das mit den 50 Milliarden drin.
Jetzt den Empörten zu spielen ist um dem griechischen Volk
Sand in die Augen zu streuen.
14.02.2011 16:39 Uhr
von Ullrich F.J. Mies:
EU, EZB und der IWF sind die internationalen Schaltstellen zur Realisierung der "neoliberalen Konterrevolution":
Sie wollen die Gesellschaften in ganz Europa, der IWF weltweit, marktradikal gleichschalten, alle nationalen politischen und sozialen Errungenschaften in Sachen Demokratie und (kollektiver) Daseinsvorsorge zerstören, um die Gesellschaften politisch von außen zu steuern und die Werte neu zu verteilen, d.h. der Gemeinschaft zu rauben (privare) und sie großen Kapitalgesellschaften zu übereignen.
"Neoliberale Konterrevolution" ist keine Verbalrabulistik, sondern konkrete politische Praxis der politischen Schaltzentralen.
Mit "Sauersein" ist es da nicht getan.