• 20.06.2010

Medienstreit in Österreich

"Retten wir die Futurezone"

Das renommierte Online-Portal Futurezone soll zum 30.9. eingestellt werden – das neue ORF-Gesetz schreibt das vor. Aktivisten und Politiker von ÖVP bis Grüne kämpfen weiter.von Julia Seeliger

  • 22.06.2010 11:32 Uhr

    von Ralf Niederhammer:

    Danke für den Beitrag! Kleiner Hinweis > "der Standard" ist nicht die größte Zeitung Österreichs! Das ist weiterhin die "Kronen Zeitung"! Er ist aber wohl einer der wenigen Qualitätsblätter...

  • 21.06.2010 09:39 Uhr

    von Arne Babenhauserheide:

    Das heißt, ich kann nur wegen einem §ℓ$€ Gesetz WDR2 Kabarett in meinem Podcast nur 7 Tage zurück abrufen und verpasse tolle Inhalte, wenn ich vergesse vor dem Urlaub das PodCast-Programm zu starten und auf auto-download zu stellen?

    Das ist eine verdammte Unverschämtheit!

    Und die Taz zeigt, dass eine gute Zeitung die öffentlich rechtlichen nicht fürchten muss.

    Wenn sich ein linkes Blatt mit klar begrenzter Zielgruppe „trotz“ der öffentlich rechtlichen halten kann, dann kann die Situation der „Massenzeitungen“ nicht so schlecht sein, sondern höchstens der Mehrwert für deren Leser so gering, dass niemand dafür Geld ausgeben will.

    Wie mit dem Kampf gegen Tauschbörsen wird mal wieder versucht, mit Gesetzen eine Industrie zu retten, die die Zeit verschlafen hat und jetzt allen anderen Schlafmittel verordnen will.

    …und sowas macht mich verdammt wütend.

    (habe den Kommentar gerade auch auf meine Seite gestellt, natürlich mit Backlink: http://draketo.de/licht/politik/leserbriefe/nur-7-tage-podcasts-gesetz )

  • 20.06.2010 23:54 Uhr

    von Jens Schlegel:

    "Seit elf Jahren wird auf futurezone.orf.at über zentrale Fragen der digitalen Gesellschaft berichtet: Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht. Flankiert von genuiner Technik-Berichterstattung jenseits des mainstreamigen "Apple gegen Google".", na, wer könnte sich - liebe TAZ - daran ein Beispiel nehmen?

  • 20.06.2010 22:31 Uhr

    von mdarge:

    Tja, wir nähern uns einer Diktatur analog zum Ostblock. Anders als dort werden keine privaten, sondern die öffentlich rechtlichen Angebote verboten. Denn Kern des Internets ist das unendliche Speichervermögen der Datenbanken. Gerade die öffentlich-rechtlichen Angebote habe sich weniger durch besondere Applikationen ausgezeichnet, sondern in ihrer Funktion als Nachschlagewerk. Was genau hat Quarks&Co vor zwei Jahren gesendet? Der WiSo-Bericht von vor zwei Monaten hat sich doch genau mit meinem Thema beschäftigt, um was ging es genau?

    Laut Grundgesetz gibt es keine Zensur. Doch was soll sich jetzt in der Medienlandschaft verbessern? Konkurrenz belebt das Geschäft. Gerade bei komplizierten Sachverhalten braucht es eine zweite Meinung. Wenn die Verlage knapp bei Kasse sind, sollen sie sich anstrengen, bessere Inhalte liefern. Solche Gesetze sind das Ende der Demokratie.

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