Am Wochenende ging es an der Humboldt-Universität Berlin um die Aktualität von Marx. Die Differenzen, die sich im Rückgang auf Marx zeigten, waren groß.von TANIA MARTINI
Warum hat nicht Robert Misik oder Christian Semler etwas geschrieben?
24.05.2011 14:03 Uhr
von Polia:
Wenn Frau Martini ein Problem mit akademischen Konferenzen hat, dann soll sie nicht hingehen.
"Die Philosophie oder besser die akademische Philosophie tut immer noch gerne so, als hätte sie Zugriff auf den echten Marx." Frau Martini hat mit ihrem Artikel großartig gezeigt, dass sie selbst von diesem Zugriff noch viel weiter entfernt ist.
24.05.2011 13:53 Uhr
von hto:
Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen gehören würde, könnte PRINZIPIELL alles eindeutig-wahrhaftig / menschlicher ORGANISIERT und NICHT wie systemrational-gewohnt VERKOMMEN regiert werden - "Wer soll das bezahlen?" und "Arbeit macht frei" hätten keine Macht mehr, der geistige Stillstand seit der "Vertreibung aus dem Paradies" wäre beendet.
Aber weil Mensch im Glauben an "Individualbewußtsein" mit konfusionierender Überproduktion von systematischem Kommunikationsmüll lebt ("gesundes" Konkurrenzdenken im "freiheitlichen" Wettbewerb), ist an wirklichem Verstand von wahrhaftiger Vernunft (geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein) nicht zu denken!?
24.05.2011 11:32 Uhr
von Rüdiger Kalupner:
Karl Marx' 'dialektischer Materialismus' verstehe ich als Einstieg in eine steuerungssystemisch modellierte, kybernetische Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Sie begründet eine Gesellschaftswissenschaft, die es ermöglicht, den gesellschaftlichen Veränderungs-/Akzelkerations- und Vervollkommnungs-Prozess mit evolutionsprozess-logischen, KREATIVen Optionen und nicht nur mit KONFLIKTKAMPF- und MACHT-Optionen zu gestalten.
Mit einem hinreichenden Erkenntnisstand auf dem Gebiet der kybernetischen Evolutionsprozess- und Chaosphysik wird das konfliktauflösende Synthese-/KREATIV-Potenzial im Fortschrittsprozess für politische Akteure in der Konkurrenz der Fortschrittsoptionen verfügbar. Das hat kulturrevolutionäre Folgen. Die politischen Reformer werden in der Konkurrenz mit den Machtsystem-Spitzen dominomächtig und damit übermächtig, sobald sie die KREATIVE Geniepunkt-Option für den Exodus aus dem konfliktkämpferisch entstanden, vermachteten Ancien Régime gefunden haben. Den können sie nur via Evolutionsprozess- und Chaosphysik finden. Sie müssen dann nur noch in der Systemkrise des Ancien Régime bereitstehen, um in chaosphysikalisch vorhersehbaren Startszenarien, den vorbereiteten Dominoprozess anzustoßen.
Menschen mit einem hinreichenden evolutionsprozess- und chaosphysikalischen Erkenntnisstand werden - mit evolutionärer Gewissheit - zu erfolgreichen Weltrevolutionären, wenn sie in der vorrevolutionären Lage des Ancien Régime, deren Spitzenvertreter in ihr Geniepunkt-Aktions-und-Panik-Reaktions-Spiel verwickeln, d.h. ständig die Machtfrage mit der erkannten Systemalternative stellen.
Evolutionprozess- und chaosphysikalisch informierte Menschen/Revolutonäre/Philosophen (= KREATIVE EVOLUTIONÄRE) sind mit der übermächtigen Evolutionsprozess-Genialität verbündet - und die drängt immer über die ressourcen-aufwändige, selbstzerstörerische Konfliktkampf-Struktur von These und Antithese hinaus. Auf die KREATIVEN EVOLUTIONÄR wartet die evolutionsprozess-logische Synthese, um sich zu realisieren. Sie löst die aktuellen Spitzen-Antagonismen auf, schafft einen neuen Akzelerationsraum für die gesellschaftlichen Akteure und stiftet Frieden. Auf diese 'Philosophen', auf den KREATIVEN EVOLUTIONÄR zielte Karl Marx mit seiner 11. Feuerbachthese.
Wer bewirbt sich um die Philosophen-Rolle und Synthese-Macht?
In der aktuellen Systemkrise hat sich Sahra Wagenknecht mit ihrem 'KREATIVEN Sozialismus', der den Eukenschen ORDOliberalismus zu Ende denken und fortentwickeln soll, auf die Seite der KREATIVEN EVOLUTIONÄRE geschlagen. Ihr fehlt noch der hinreichende Erkenntnisstand der Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Bald wird Angela Merkel sich als KREATIVE EVOLUTIONÄRIN outen und ihren weiterentwickelten ORDOliberalismus vorstellen. Die EURO-Krise ist mit den evolutionären Steuerungssystem-Instrumenten und mit einer 'schöpferischen Zerstörung' des 2%Wachstumszwang-/Ancien-Régime zu beenden. Sie verfügt als Physikerin über die hinreichenden Erkenntnisse und Theorien. Kommt jetzt noch Oskar Lafontaine ist Spiel? Die Konkurrenz lohnt. der Erfolg wartet, denn eine andere Erfolgschance, den Fortschritt in der Industriekultur zu stabilisieren, gibt es nach dem Erkenntnisstand der Evolutionprozess-Physik nicht.
23.05.2011 22:23 Uhr
von Zoe:
Ein Artikel wie dieser verdient einen Kommentar wie den von Anton - die Rezensentin beklagt oberflächlich die fehlende Auseinandersetzung mit dem Stalinismus, auf dem Kongress selbst war ihr jedoch alles zu breit, zu philosophisch, zu "beliebig". Was Martini am Kongress in Wirklichkeit gestört hat, hat einen ganz anderen Namen: Pluralismus. Dazu passt es, dass natürlich eine weibliche Referentin ist, deren "wildes Gestikulieren" beklagt wird - man stelle sich den Aufschrei vor, würde derart über Rainer Forst geschrieben werden. Martini und Anton vertreten beide das gleiche maskulinistische Konzept von Marxismus - das zurecht auf diesem Kongress (zumindest meiner Wahrnehmung nach) dankenswerter Weise keinen Platz gefunden hat.
23.05.2011 17:11 Uhr
von Dr. rer. Nat. Harld Wenk:
Da es sich fast durchweg um Spinozisten handelt, wissen sie: Die Differenzen sind meist scheinbar. "Entweder sie meinen das Gleiche oder sie reden über etwas Verschiedenes".
Unter "verschiedene Aspekte" sogar in der breitesten Öffentlichkeit "angekommen".
Hoffentlich kommen die Vorträge irgendwie gesammelt heraus.
Insofern ist der "Ansatz" von Rahel Jaeggi erehblich unproblematischer, als es der Artikel sagt.
Verkennen sich doch die Freien Geister meist wegen ihrgendwelcher Kleinigkeiten. Eine der "sündhaft teuren" (historisch) "billigen" Erkenntnisse der "Psychologie".
23.05.2011 16:29 Uhr
von Anton:
"Die Differenzen, die sich im Rückgang auf Marx zeigten, waren groß. Aber das belegt zunächst nur, dass es den einen und authentischen Marx nicht zu entdecken gibt." Nein, das belegt nur, dass Marx für diese Wissenschaftler nur noch als eine Folie dient, auf der sie eine beliebige Ideologie ausbreiten können. Honneths Anerkennungstheorie oder Deleuzes Wunschmaschinen haben so wenig mit Marx zu tun wie nur irgendwas, was an dem Bedürfnis von "Wissenschaftlern" sich in einen marxschen Kontext zu stellen, leider nichts ändert. Mit Elend der Philosophie ist dieser Artikel deshalb passend überschrieben, auch wenn dieses Gelaber über Marx mit Philosophie wenig zu tun hatte.
Leserkommentare
24.05.2011 14:04 Uhr
von Pardon:
Warum hat nicht Robert Misik oder Christian Semler etwas geschrieben?
24.05.2011 14:03 Uhr
von Polia:
Wenn Frau Martini ein Problem mit akademischen Konferenzen hat, dann soll sie nicht hingehen.
"Die Philosophie oder besser die akademische Philosophie tut immer noch gerne so, als hätte sie Zugriff auf den echten Marx." Frau Martini hat mit ihrem Artikel großartig gezeigt, dass sie selbst von diesem Zugriff noch viel weiter entfernt ist.
24.05.2011 13:53 Uhr
von hto:
Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen gehören würde, könnte PRINZIPIELL alles eindeutig-wahrhaftig / menschlicher ORGANISIERT und NICHT wie systemrational-gewohnt VERKOMMEN regiert werden - "Wer soll das bezahlen?" und "Arbeit macht frei" hätten keine Macht mehr, der geistige Stillstand seit der "Vertreibung aus dem Paradies" wäre beendet.
Aber weil Mensch im Glauben an "Individualbewußtsein" mit konfusionierender Überproduktion von systematischem Kommunikationsmüll lebt ("gesundes" Konkurrenzdenken im "freiheitlichen" Wettbewerb), ist an wirklichem Verstand von wahrhaftiger Vernunft (geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein) nicht zu denken!?
24.05.2011 11:32 Uhr
von Rüdiger Kalupner:
Karl Marx' 'dialektischer Materialismus' verstehe ich als Einstieg in eine steuerungssystemisch modellierte, kybernetische Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Sie begründet eine Gesellschaftswissenschaft, die es ermöglicht, den gesellschaftlichen Veränderungs-/Akzelkerations- und Vervollkommnungs-Prozess mit evolutionsprozess-logischen, KREATIVen Optionen und nicht nur mit KONFLIKTKAMPF- und MACHT-Optionen zu gestalten.
Mit einem hinreichenden Erkenntnisstand auf dem Gebiet der kybernetischen Evolutionsprozess- und Chaosphysik wird das konfliktauflösende Synthese-/KREATIV-Potenzial im Fortschrittsprozess für politische Akteure in der Konkurrenz der Fortschrittsoptionen verfügbar. Das hat kulturrevolutionäre Folgen. Die politischen Reformer werden in der Konkurrenz mit den Machtsystem-Spitzen dominomächtig und damit übermächtig, sobald sie die KREATIVE Geniepunkt-Option für den Exodus aus dem konfliktkämpferisch entstanden, vermachteten Ancien Régime gefunden haben. Den können sie nur via Evolutionsprozess- und Chaosphysik finden. Sie müssen dann nur noch in der Systemkrise des Ancien Régime bereitstehen, um in chaosphysikalisch vorhersehbaren Startszenarien, den vorbereiteten Dominoprozess anzustoßen.
Menschen mit einem hinreichenden evolutionsprozess- und chaosphysikalischen Erkenntnisstand werden - mit evolutionärer Gewissheit - zu erfolgreichen Weltrevolutionären, wenn sie in der vorrevolutionären Lage des Ancien Régime, deren Spitzenvertreter in ihr Geniepunkt-Aktions-und-Panik-Reaktions-Spiel verwickeln, d.h. ständig die Machtfrage mit der erkannten Systemalternative stellen.
Evolutionprozess- und chaosphysikalisch informierte Menschen/Revolutonäre/Philosophen (= KREATIVE EVOLUTIONÄRE) sind mit der übermächtigen Evolutionsprozess-Genialität verbündet - und die drängt immer über die ressourcen-aufwändige, selbstzerstörerische Konfliktkampf-Struktur von These und Antithese hinaus. Auf die KREATIVEN EVOLUTIONÄR wartet die evolutionsprozess-logische Synthese, um sich zu realisieren. Sie löst die aktuellen Spitzen-Antagonismen auf, schafft einen neuen Akzelerationsraum für die gesellschaftlichen Akteure und stiftet Frieden. Auf diese 'Philosophen', auf den KREATIVEN EVOLUTIONÄR zielte Karl Marx mit seiner 11. Feuerbachthese.
Wer bewirbt sich um die Philosophen-Rolle und Synthese-Macht?
In der aktuellen Systemkrise hat sich Sahra Wagenknecht mit ihrem 'KREATIVEN Sozialismus', der den Eukenschen ORDOliberalismus zu Ende denken und fortentwickeln soll, auf die Seite der KREATIVEN EVOLUTIONÄRE geschlagen. Ihr fehlt noch der hinreichende Erkenntnisstand der Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Bald wird Angela Merkel sich als KREATIVE EVOLUTIONÄRIN outen und ihren weiterentwickelten ORDOliberalismus vorstellen. Die EURO-Krise ist mit den evolutionären Steuerungssystem-Instrumenten und mit einer 'schöpferischen Zerstörung' des 2%Wachstumszwang-/Ancien-Régime zu beenden. Sie verfügt als Physikerin über die hinreichenden Erkenntnisse und Theorien. Kommt jetzt noch Oskar Lafontaine ist Spiel? Die Konkurrenz lohnt. der Erfolg wartet, denn eine andere Erfolgschance, den Fortschritt in der Industriekultur zu stabilisieren, gibt es nach dem Erkenntnisstand der Evolutionprozess-Physik nicht.
23.05.2011 22:23 Uhr
von Zoe:
Ein Artikel wie dieser verdient einen Kommentar wie den von Anton - die Rezensentin beklagt oberflächlich die fehlende Auseinandersetzung mit dem Stalinismus, auf dem Kongress selbst war ihr jedoch alles zu breit, zu philosophisch, zu "beliebig". Was Martini am Kongress in Wirklichkeit gestört hat, hat einen ganz anderen Namen: Pluralismus. Dazu passt es, dass natürlich eine weibliche Referentin ist, deren "wildes Gestikulieren" beklagt wird - man stelle sich den Aufschrei vor, würde derart über Rainer Forst geschrieben werden. Martini und Anton vertreten beide das gleiche maskulinistische Konzept von Marxismus - das zurecht auf diesem Kongress (zumindest meiner Wahrnehmung nach) dankenswerter Weise keinen Platz gefunden hat.
23.05.2011 17:11 Uhr
von Dr. rer. Nat. Harld Wenk:
Da es sich fast durchweg um Spinozisten handelt, wissen sie: Die Differenzen sind meist scheinbar.
"Entweder sie meinen das Gleiche oder sie reden über etwas Verschiedenes".
Unter "verschiedene Aspekte" sogar in der breitesten Öffentlichkeit "angekommen".
Hoffentlich kommen die Vorträge irgendwie gesammelt heraus.
Insofern ist der "Ansatz" von Rahel Jaeggi erehblich unproblematischer, als es der Artikel sagt.
Verkennen sich doch die Freien Geister meist wegen ihrgendwelcher Kleinigkeiten.
Eine der "sündhaft teuren" (historisch) "billigen" Erkenntnisse der "Psychologie".
23.05.2011 16:29 Uhr
von Anton:
"Die Differenzen, die sich im Rückgang auf Marx zeigten, waren groß. Aber das belegt zunächst nur, dass es den einen und authentischen Marx nicht zu entdecken gibt."
Nein, das belegt nur, dass Marx für diese Wissenschaftler nur noch als eine Folie dient, auf der sie eine beliebige Ideologie ausbreiten können. Honneths Anerkennungstheorie oder Deleuzes Wunschmaschinen haben so wenig mit Marx zu tun wie nur irgendwas, was an dem Bedürfnis von "Wissenschaftlern" sich in einen marxschen Kontext zu stellen, leider nichts ändert.
Mit Elend der Philosophie ist dieser Artikel deshalb passend überschrieben, auch wenn dieses Gelaber über Marx mit Philosophie wenig zu tun hatte.