• 15.04.2011

Loblied auf das Radio

Bla bla? Bla bla bla!

Das Radio hat eine Zukunft. Denn dem schriftlichen Wort fehlen Dimensionen des Ausdrucks, die allein das gesprochene besitzt. von WOLFGANG ULLRICH

  • 19.04.2011 20:31 Uhr

    von Martin:

    Über die Dudelsender ala Ostseewelle oder BBRadio muss ich mich immer wieder aufregen. Wie kann so ein tiefes Niveau Erfolg haben? Sind die Hörer so abgestumpft und oberflächlich, daß sie über einen Markus Jappke lachen können. Das sind Witze für Debile. Wie interessant war Radio in den Achtzigern mit SFB2, Radio4U und BFBS und Radio Luxembourg.
    Oder auch in den Neunzigern mit Thommy Wosch und Jürgen Kuttner.
    Was haben wir jetzt? Überall dröhnt der gleiche Müll. Mal abgesehen von einigen wenigen Perlen. Ich höre nur noch Radioeins oder MotorFM oder ebend Internetradio ByteFM.

  • 16.04.2011 06:44 Uhr

    von Stefan:

    Den Vorrednern kann ich mich nur anschließen, was das Bedauern über die Qualität der allermeisten Programme betrifft. Ich war früher ein ausgeprägter Radiohörer, angefangen in den 70ern mit WDR2, bei dem ich mich heutzutage aber noch mehr als früher über den mangelnden Substanzanteil ärgere. DLF und WDR5 / NDR Info sind brauchbare Alternativen -- mich von NDR2 freizuhalten mein Guter Vorsatz für 2011, den ich bis jetzt konsequent durchgehalten habe. Aber auch die genannten Sender haben ihre Grenzen, was einerseits die Empfangsqualität bei DRadio, andererseits das mitunter für mich thematisch ungeeignete Programm angeht.

    Allerdings: Der Autor macht m. E. einen gravierenden Fehler, wenn er das Multimedium Internet als etwas rein schriftliches ansieht. Ich rede hier gar nicht mal von den Videos bei YouTube & Co., sondern von Audio-Podcasts.
    Die haben bei mir inzwischen zu 90% das Radio als Audio-Medium abgelöst. Es gibt viele Radiobeiträge, die ich auf diese Weise zur mir passenden Zeit hören kann, und außerdem -- und das ist etwas qualitativ Neues -- die frei produzierten Podcasts, die für mich eine echte Bereicherung der Medienlandschaft darstellen.

    Also, Tip an alle: einfach mal ein bisschen forschen, was da für Schätze warten.

  • 15.04.2011 22:27 Uhr

    von Gerda:

    Ach so. Ich höre natürlich gerne von morgens bis abends Deutschlandfunk Köln, Deutschlandradio Kultur, DRadio Wissen (kostenloses monatliches Programm) und ab und zu Inforadio. Früher auch "Multi-Kulti" und JAM FM. Die Musik-TechnikerInnen, die die passenden, interessanten Musikuntermalungen und oft sogar die neuesten Musiktrends auswählen, sind gut und beneidenswert. - Übrigens, das sind meiner Meinung nach auch alles sehr tüchtige und engagierte "Leistungskräfte" bzw. "Facharbeiter"!

  • 15.04.2011 17:12 Uhr

    von Eldo Radio:

    Große Übereinstimmung mit dem Autor: Ich habe auch keinen Fernseher (mehr), treibe mich ebenfalls viel im Internet rum und höre mit Begeisterung die Bundesligakonferenz. Letztere ist doch besser als jeder Krimi oder? Apropos Krimi: Die Krimis im Fernsehen konnte ich nicht mehr ertragen, aber so ein altmodisches Krimi-Hörspiel im Radio ist doch was Herrliches. Und überhaupt sind Hörspiele im Radio oft eine Delikatesse. Also ich suche mir aus allen Welten das Beste raus, nur Fernsehen ist nicht mehr dabei. Die Jahrzehnte vor der Glotze haben mich mürbe gemacht. Was für eine gigantische Zeitverschwendung. Und so viel Zeit hab ich nicht mehr.

  • 15.04.2011 16:45 Uhr

    von hd krebs:

    Endlich jemand, der die in den Hintergrund getretenen Vorteile des Hörfunks ins Rampenlicht stellt. Nicht nur angesichts des bald eingestellten Deutsche-Welle-Radios bieter der Hörfunk richtig genutzt und gescheiten Journalisten des lebendigen Wortes in Form gebracht keineswegs eindimensionale Aussagen, sondern bildhafte Darstellung (Bundesliga-Konferenz) und unabgelenkte Meinungen (Kommentare und Diskussionen).
    Der Hörfunk ist eben mehr als Blabla zu Dudelmusik, sondern Herausforderungen an journalistische Könner - doch die sind eben selten.

  • 15.04.2011 14:34 Uhr

    von Justin:

    Radio ist leider sehr eindimensional (nur Ton) und darüber hinaus eine Einbahnstraße (klassische Berieselung).
    In dem Moment, in dem Autos Serienmäßig Internetzugang haben wird das Funk-Radio absterben und die Beitragserstellung und die Verbreitung modernisiert. Die regaktionellen Beiträge im (Privat)Radio sind ohnehin derart geringfügig, dass das Radio zu einer Berieselungsquelle mit immerderselben Fahrstulmusik geworden ist.

  • 15.04.2011 13:36 Uhr

    von p3t3r:

    da kommt nur RADIO X infrage

    Frankfurter Stadtradio ehrenamtlich und ohne werbung und keine mainstream musik

    auch als livestream übers internet oder im kabel zufinden

  • 15.04.2011 12:45 Uhr

    von duke:

    Abgesehen von Radio Eins gibt es bundesweit wirklich keinen brauchbaren Radiosender, abgesehen von den reinen Infosendern wie DLF und Inforadio.

    Diese Schwemme an Formatradiosendern (sowohl ÖR als auch privat) ist einfach unerträglich, einen qualifizierten Beitrag zum Tagesgeschehen findet dort ausserhalb der Nachrichten nicht statt. Dazu ist die Musik innerhalb gewisser Altersintervall-Zielbereiche komplett austauschbar.

    Der Autor mag mit seinem Artikel also recht haben, wenn er sich auf die weniger als 5% "seriösen" Radiosender bezieht, die grosse Masse ist aber einfach Gehirnfasching auf UKW.

  • 15.04.2011 12:29 Uhr

    von Ihr NameBejot Jacobs:

    Ihren Kommentar hier eingeben

    Zu dem kommentar von "von Dr. Schreck"; 15.04.2011, 10:20 Uhr:

    Stellen Sie sich einen weiße seite vor. . .

  • 15.04.2011 12:09 Uhr

    von deviant:

    Radio findet für mich ehrlich gesagt nicht statt, was auch damit zusammenhängt, dass ich mich vor der gespielten Musik grusele - die Musik, die im Radio gespielt wird (werden kann?), ist quasi der dogmatische Gegenentwurf zu der Musik die ich gern höre: Easy-listening vs. komplexe Kompositionen

    Ich hab innerhalb der letzten Dekade vermutlich nur eine einzige Radiosendung verfolgt und die habe ich bezeichnenderweise über das Internet heruntergeladen: BBC's World have your say mit Thilo Sarrähzin.

    Relevante Debatten scheinen nicht mehr im Radio geführt zu werden, jedenfalls stolpere ich (von jenem Einzelfall abgesehen) nichtmal zufällig über solche Beiträge.

  • 15.04.2011 11:48 Uhr

    von markus:

    www.ndr.de/info im Livestream

  • 15.04.2011 11:35 Uhr

    von Klaus Konold:

    Mein Kommentar:
    Deutschlandfunk

  • 15.04.2011 11:08 Uhr

    von Gerda:

    Ach, das sind ja ganz neue "Töne", die da mitschwingen! Prima. Meine (fast) volle Zustimmung!

    Habe mir mutig einen Zwischenruf auf dem taz-Medienkongreß erlaubt, daß bei der gesamten Diskussion mit Moderaor Jakob Augstein vom "Freitag" über "Wem gehört der Journalismus" eine Art des Journalismus fehlt und unbeachtet blieb: der Journalismus im Radio!
    (Oder war das beim Thema "Raumschiff Berlin" mit Gordon Repinski und Sabine Adler vom Deutschlandfunk Köln? Egal.)
    Jedenfalls habe ich dadurch erfahren und gelernt, was unter "Kollektiver Intelligenz" zu verstehen ist und was "Wohnzimmerkreise" sind. Dazu gehören nämlich auch JournalistInnen, die über das Radio ihre Berichte in die Welt senden und sich garantiert auch in "Wohnzimmerkreisen" aufhalten.

    Ich jedenfalls möchte das Medium Radio nicht missen und bewerte es nach wie vor als bereicherndes Medium, weil alle Sinne angesprochen werden und innere Bilder produziert werden. Wie auch beim Lesen und Knistern einer Zeitung oder beim Buch, in die/das ich Anmerkungen machen kann, wie ich will und was mir beim Lesen in den Sinn kommt. Jedes Medium hat seinen eigenen Reiz und seine eigene Berechtigung. Auch und gerade in Internetzeiten.

  • 15.04.2011 10:20 Uhr

    von Dr. Schreck:

    Wenn jetzt dieses unerträgliche Formatradio noch ein Programm hätte, das es wert wäre gehört zu werden, wenn es seine unerträglichen Morningshow-Moderatoren mit ihrem geheuchelten Gute-Laune-Geschreie absetzen und auch mal eine andere Musik als Phil Collins spielen würde, wenn dieser gleichgeschaltete, stromlinienförmige Müll also endlich mal ein Minimum an Niveau kriegen würde, könnte man vielleicht in diese Lobeshymne mit einfallen.

    So aber muß ich sagen: Das Radio jenseits von Klassiksendern, dem Verkehrsfunk und D-Radio ist ein unerträglicher, vollkommen niveauloser Müll ohne eine Spur Mut, Individualität und Geschmack. Da hilft auch die Bundesligakonferenz nix mehr.

    Und das sagt einer wie ich, der ich meine Abende vor dem Privatfernsehen verbringe und mieses Niveau durchaus goutieren kann...

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder