Lizenzen für Fachliteratur gekauft
Freie Nutzung auf dem eigenen PC
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat Nutzungslizenzen für über 1.000 digitale Datensammlungen und Zeitungsarchive eingekauft. Einen Zugang kann jeder Bürger bekommen.von Barbara Kerneck
Leserkommentare
19.06.2009 13:53 Uhr
von Museumsmensch:
Langzeitarchivierung - ist ein Prozess, der die mit dem Sammeln von Informationen betrauten Institutionen dauerhaft begleiten wird. Dass es keine abschließende Lösung gibt, bei der man die Daten auf einen Datenträger speichert und ohne jede Kontrolle, ob der Inhalt noch lesbar ist, für Jahrhunderte liegen lässt, ist kein Drama - LZA wird zum Teil der täglichen Arbeitsroutine für Archive, Bibliotheken und Museen; vergleichbar zur sonstigen Sammlungspflege. Stand der Dinge -> www.langzeitarchivierung.de
19.06.2009 10:41 Uhr
von Bernardus K:
Die wichtigen Publikationen von Elsevier und Springer im Bereich der Naturwissenschaften sind leider immer noch ausschließlich für Hochschulen zugänglich.
Es ist nicht wirklich zu verstehen, warum Privatleute sich nach Herzenslust auf Staatskosten durch Sammlungen mittelalterlichen Lateins oder durch umfangreiche Fischzüchter-Facharchive wühlen dürfen, aber nicht durch die Publikationen aus den Bereichen Elektrotechnik, Physik und Chemie.
19.06.2009 10:02 Uhr
von sabine liess:
kostenlose Anmeldung für die Nationallizenzprodukte für Privatpersonen unter:
http://tinyurl.com/na5pud
das führt zu:
(https://www.nationallizenzen.de/anmeldung/privatpersonen/s/ind_inform_registration)
19.06.2009 08:51 Uhr
von Gerald Steilen:
Kostenfreie Registrierung für "wissenschaftlich interessierte Privatpersonen": https://www.nationallizenzen.de/anmeldung/privatpersonen/s/ind_inform_registration
Aus lizenzrechtlichen Gründen wird einem das Passwort per Briefpost zugesandt. Das dauert i.d.R. ein paar Tage, weil jeder Antrag einzeln geprüft werden muss.
18.06.2009 21:09 Uhr
von Michel Voss:
Die weltweit beste medizinische Datenbank, die Cochrane Library, ist in Deutschland nur Mitgliedern der Kassenärztlichten Vereinigung Nordrhein frei zugänglich, laienverständliche Zusammenfassungen auf Deutsch sind aber für alle frei: http://www.cochrane.org/reviews/index_de.htm
18.06.2009 16:02 Uhr
von Michael Hubertz:
Vielen Dank für den wertvollsten Link im Internet.
Hubi:-)
18.06.2009 15:08 Uhr
von taz.de:
Liebe Leser,
wir haben den Link nachträglich eingebaut - danke für den Hinweis!
Die Redaktion
18.06.2009 14:37 Uhr
von Bertram in Mainz:
Das Problem der Langzeitarchivierung ließe sich lösen. Es ist sicher keine unlösbare Aufgabe, Datenträger und Lesegeräte mit einer Lebenszeit von Jahrhunderten zu entwickeln. Zumindest für das Basiswissen müsste es Langzeitarchive geben. Aber in der Zeit des kurzfristigen Profits interessiert sich kaum jemand dafür. Im Gegenteil, man verkürzt die Lebenszeit von Information durch Rechte-Management. Es gibt Langzeitarchive auf Mikrofilmen. Aber man scheint sich mehr für bürokratischen Kram als für wirkliches Wissen zu interessieren. Ich weiß nicht, ob man sich in 500 Jahren für einen speziellen Gesetzestext interessieren wird. Eher interessant wird sein, welchen Stand die Wissenschaften "damals" (also heute) hatten. Oder wie die Technik des 20./21. Jahrhundert funktionierte.
Warum macht man es nicht einfach so: Die Laufzeit von Urheberrechten wird rigoros beschränkt. Nach ein paar Jahren wird alles zur Freeware. Warum laufen Urheberrechte so viel länger als technische Patente? Ohne überzogene Urheberrechte entscheidet die Allgemeinheit, was erhalten bleibt. Was irgendwie interessant ist, das wird von irgend jemandem gespeichert, aufgehoben, auf neue Datenträger umkopiert, wieder dem Internet zur Verfügung gestellt. Nur absolute Blindgänger sterben aus. Es wäre ein ganz fairer Wettbewerb, kein Verdrängungs-Wettbewerb. Was interessiert, überlebt irgendwo irgendwie.
18.06.2009 14:36 Uhr
von Aal:
Weiß jemand wo man einen antrag stellen kann, als privat da zu zugreifen?
18.06.2009 14:06 Uhr
von Cookie:
Eine gute Sache... Aus den ersten Blick. Man muss sich schließlich fragen, warum Zugang zu diesen Datenbanken und Archive überhaupt teuer eingekauft werden muss? Ein SEHR großer Teil der darin enthaltenen Forschung wurde sicherlich von Steuergeldern (schon) bezahlt, bzw. gehört zum allg. Kulturgut.
Wissenschaftler, die die Forschung betreiben: von Steuergeldern bezahlt
Wissenschaftler die Begutachtung der Publikationen durchführen: von Steuergeldern bezahlt
Einkauf der Lizenzen von den Verlagen: von Steuergeldern bezahlt
...
Stichwort: Open Access
18.06.2009 13:38 Uhr
von Mustafa:
Auf welche Arten kann man denn als Buerger direkten Zugriff auf die Daten erhalten? Ist das nur ueber Forschungs- und Lehreinrichtungen bzw. deren angeschlossene Bibliotheken moeglich oder geht das auch direkter?