• 16.02.2010

Live-Auftritt Jamie T.

Entfremdung in der Großstadt

Wo bleibt der Charme? Der britische Musiker Jamie T enttäuscht beim Start seiner Deutschlandtour in Hamburg. In Punk-Beamtenmanier wird auch das "Clash"-Cover runtergeschrubbt.von René Martens

  • 23.02.2010 13:19 Uhr

    von Johnny Bingo:

    Die Musik kam so gar nicht auf den Punkt. Die Band war nicht eingespielt. Jamie T. selbst war nicht bei Stimme, hat eigentlich nur rumgekrächzt. Seine Ansprachen zum Publikum hatten Bierzeltatmosphäre. Wenn ich mitschunkeln wollte, ginge ich zur Volksmusik. Ich war von dem Konzert sehr enttäuscht. Und das wollen junge Leute hören?

  • 18.02.2010 09:25 Uhr

    von Sabrina:

    Also, ich weiß ja nicht auf welchem Konzert Herr Martens am 14. Februar war, aber der Jamie T. den ich an dem Abend erlebt habe, war einfach nur genial.

  • 16.02.2010 20:31 Uhr

    von Jamie:

    Die Geschmäcker sind natürlich verschieden ...
    Auch ich war "damals" im Molotow dabei, und habe dort einen guten, jedoch sehr schüchternen und statischen Jamie T erlebt. Welch ein Unterschied zu dem Jamie, der vorgestern Abend auf der Bühne des Grünspan stand, und charmant zu seinem Publikum war, mit ihm interagiert hat, und nicht zuletzt eine sehr große Bandbreite an musikalischem Können präsentierte. Der Sound war im vorderen linken Bühnenbereich gut und kräftig. Viele der an diesem Abend gespielten Songs klangen live weitaus lebendiger und kraftvoller als auf CD.
    Jamie T gehört zum Glück nicht zu den Künstlern, die man in Schubladen einordnen kann. Daher würde er selbst wohl auch nur mit einem Grinsen auf den Vorwurf reagieren, dass er zu wenig Punk, und zu viel Stadionrocker sei.
    Dass er das Grünspan ausverkauft hat, obwohl er doch angeblich in kleinere Clubs viel besser passt, kann man wohl kaum dem Künstler zum Vorwurf machen. Ich jedenfalls gönne es ihm und den Pacemakers!

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