• 31.12.2009

Linke Gewalt und verbale Aufrüstung in Berlin

Das Jahr des Feuers

2009 verschärfte sich der Ton gegenüber Autozündlern und linken Aktivisten. Letztlich ist dies ein Zeichen der Hilflosigkeit. Nötig wären runde Tische - und die Erkenntnis der Politik, dass Freiräume allen nutzen.von Gereon Asmuth

  • 04.01.2010 22:57 Uhr

    von Lars Göhring:

    Wenn ich Ihren Artikel richtg verstanden habe, gibt es bisher nur verhaftete Unschuldige aus dem linken Bereich und einen Schuldigen, der unpolitisch ist. Trotzdem steht auch über Ihrem Artikel "linke Gewalt" und "linke Aktivisten". Komisch. Gibt es eine Unschuldsvermutung oder braucht man googlebare Schlagwörter? - So ausgewogen der Text ist, die Überschrift ist es nicht.
    PS: Ich habe von 1998-2005 in F-Hain für 3,50 €/m2 in einer sanierten Altbauwohnung gewohnt, ohne dass die Vermieter verhungert wären. Heute soll ich 9,10 €/m2 zahlen, wenn ich in den Bezirk zurück möchte. Wenn das keine Gentrifizierung forciert bzw. abbildet, weiß ich auch nicht weiter.
    PPS: Die Besitzer von "Luxusautos" sind meistens vollkaskoversichert.

  • 03.01.2010 00:24 Uhr

    von milhouse:

    Ich würde dann doch gerne den Kommentar lesen, wenn es 2009 reihenweise Hakenkreuzschmierereien gegeben hätte und die Polizei mehrfach Skinheads wieder freilässt, obwohl sie in der Nähe eines Tatorts gesehen wurden und in ihrer Wohnung Farbsprühdosen und eine Artikelsammlung zu früheren Schmiereien haben.

    Oder wenn es eine Anschlagsserie auf die Schaufensterscheiben türkischer Geschäfte gäbe. Wäre es da auch unklug, Täter aus dem rechten Spektrum zu verfolgen, weil man diese dadurch ja nur noch mehr radikalisiert?

    Außerdem finde ich es zynisch, so zu tun, als sei es eine fixe Idee, Täter aus dem linken Spektrum dingfest zu machen und ein paar Seiten weiter ein Interview zu drucken, in dem ein Autoabfackler sich eben genau zum diesem linken Spektrum bekennt.

    Eine linke Perspektive auf die Welt ist das eine, plumpe Parteilichkeit das andere.

  • 01.01.2010 14:55 Uhr

    von Frank:

    Zu Ende gedacht werden sich alle gegenseitig anzünden, da jeder gegen jeden irgendwas hat. So kann man einen Staat nicht organisieren.

  • 31.12.2009 11:48 Uhr

    von gegen jeden extremismusbegriff:

    "...die sich als Anmelderin linksextremer Demonstrationen..."

    Die gute Frau hat eine, wenn überhaupt, linksradikale Demo angemeldet. Bitte übernehmt nicht den Begriff "Linksextremismus" für linksradikales, emanzipatives Gedankengut - das machen Spiegel, Stern, Bild und Co schon oft genug.

    Radikal heißt nicht Extremistisch, und radikal lässt sich erst recht nicht per se mit Gewalt verknüpfen. Oder sind gewaltfreie Anarchisten nicht mehr linksradikal?

  • 31.12.2009 11:48 Uhr

    von gegen jeden extremismusbegriff:

    "...die sich als Anmelderin linksextremer Demonstrationen..."

    Die gute Frau hat eine, wenn überhaupt, linksradikale Demo angemeldet. Bitte übernehmt nicht den Begriff "Linksextremismus" für linksradikales, emanzipatives Gedankengut - das machen Spiegel, Stern, Bild und Co schon oft genug.

    Radikal heißt nicht Extremistisch, und radikal lässt sich erst recht nicht per se mit Gewalt verknüpfen. Oder sind gewaltfreie Anarchisten nicht mehr linksradikal?

  • 30.12.2009 22:20 Uhr

    von ManOMan:

    Das Jahr des Feuers. Tja, ich frage mich nur ehrlich, ob der Prozess, dass immer mehr Menschen in die Städte zuwandern, sich die Nachfrage nach Wohnraum immer weiter erhöht, die Profitgier daraus resultierend die Mieten steigen lässt und damit die finanziell Schwachen an die Ränder der Städte gedrängt werden sich im Kapitalismus langfristig überhaupt aufhalten lässt. Für mich ist Gentrifizierung auch nur ein Symptom dafür, dass unsere Form des gesellschaftlichen, globalen Zusammenlebens generell auf falschen Füßen steht.

  • 30.12.2009 22:16 Uhr

    von ManOMan:

    Das Jahr des Feuers. Tja, ich frage mich nur ehrlich, ob der Prozess, dass immer mehr Menschen in die Städte zuwandern, sich die Nachfrage nach Wohnraum immer weiter erhöht, die Profitgier daraus resultierend die Mieten steigen lässt und damit die finanziell Schwachen an die Ränder der Städte gedrängt werden sich im Kapitalismus langfristig überhaupt aufhalten lässt. Für mich ist Gentrifizierung auch nur ein Symptom dafür, dass unsere Form des gesellschaftlichen, globalen Zusammenlebens generell auf falschen Füßen steht.

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