Liberaler Abgeordneter Pascal Kober
Der Pfarrer und die FDP
Pascal Kober ist Pfarrer, Sozialexperte - und FDP-Abgeordneter. Für den Mann aus Reutlingen ist das ganz normal. Die einst kirchenkritischen Liberalen geben sich heute christlich.von Matthias Lohre
Leserkommentare
10.09.2010 22:55 Uhr
von Beate:
Ich meine, das ist ein typisches Beispiel von Unterwanderung. Missionarische Religionen müssen sich immer neue Gruppen erschließen. Gerade auch jetzt in einer Zeit steigender Kirchenaustrittszahlen. Da geht man dann auch mal in Gruppen, die eigentlich nicht so nach der eigenen Nase sind. Vielleicht lassen sie sich ja kapern?
08.09.2010 11:52 Uhr
von klaus82:
@ Daniel
Es geht weder diesem Mann noch der FDP um die Kürzung der Sozialhilfe. Manchmal erfordert es aber vielleicht ein wenig Arbeit sich dezidiert mit einer politischen Partei zu beschäftigen als sich an irgendwelche Etiketten zu halten. Nur weil jemand nicht dem Tross von Gutmenschen angehört, heißt das nicht dass er/sie nicht sozial oder christlich sein kann. Christlich bedeutet für mich aber immer auch dem anderen mit Respekt gegenüber zu treten und ihn und seine Meinung ernst zu nehmen. Vielleicht sollten Sie auch darüber mal kurz nachdenken.
08.09.2010 08:55 Uhr
von Namaste:
Cool, endlich ein Pfarrer, der gegen die Kirchensteuer ist :-) Oder wie soll ich das verstehen, daß man weniger Ansprüche an den Statt stellen soll???
Was ich jedoch nicht verstehe, wie man in der FDP sein kann um die Welt zu verbessern... Was hat denn die FDP bisher verbessert, außer den Bezügen von Topverdienern?
08.09.2010 08:42 Uhr
von Name:
ein "würtembergischer Akzent" ??
08.09.2010 08:34 Uhr
von Wolfgang:
Staat und Kirche sind getrennt: ha, ha, ha!
Der heilige Geist lässt sich bei unseren Politikern auch nicht mehr mit Beten locken.
07.09.2010 22:57 Uhr
von Hansjörg Dodenhöft:
Ich vermute mal, dass der gute Gottesmann davon ausgehen konnte, bei der FDP am ehesten Karriere machen zu können. Sein politisches Profil lässt
kaum spezifische "theologische" Charakteristika
erkennen. Wenn er in dieser Hinsicht sich selbstkritisch befragen würde, dann würde er schnell
merken, dass er bei der FDP am falschen Platz ist
bzw. seinem Westerwelle entschieden widersprechen
müsste.
Naja, auch einer der bei der FDP-Welle 2009 Glück
gehabt hat.
07.09.2010 22:38 Uhr
von jvz:
Ja, Deutschland braucht noch mehr "Theologen" in der Regierung, denn da sind noch nicht genug!
07.09.2010 22:17 Uhr
von Kommentator:
wie war das noch mit dem reichen und dem nadelöhr, herr pfarrer?
heute ist irgendwie alles möglich.
soviel lüge riecht nach endzeit, herr pfarrer, oder?
für die fdp ist der d-day ja schon sichtbar.
aber sie sind ja nur hellgelb und landen nicht in der hölle, gell?
07.09.2010 18:43 Uhr
von Daniel:
Ich versteh nicht, wie jemand sowas mit seinem Gewissen vereinbaren kann, außer durch den totalen Selbstbetrug.
Als Christ schäme ich mich für solche Leute, die dabei auch noch meinen, anderen Menschen gutes zu tun oder in irgendeiner Weise zu helfen, indem sie die Sozialhilfen kürzen. Aber für so jemanden wie Herr Kober gilt wohl ein Mensch als besonders von Gott gesegnet, wenn er aus reichen Verhältnissen stammt und entsprechend gut im Leben zurecht kommt.
Ehrlich zum Kotzen. Da ist ja die Linke noch christlicher.
07.09.2010 18:32 Uhr
von Rumpelpfaff:
Doppelter Heuchler oder einfach nur auf beiden Augen blind? Dann habe ich "protestantischer Arbeitsethos" gelesen und vermutlich sollte ich mir mit meinem verquer humanistischen Menschenbild einfach kein Urteil über Leute erlauben, die einer Ideologie der Funktionalisierung von Menschen anhängen.
Zum Wohle der Wirtschaft, für das deutsche Vaterland und selbstverständlich gottgewollt - nur blöd, dass alle mitmüssen auf diesen jämmerlichen Pfaden. Wenigstens haben sie den Begriff "liberal" nicht erst herunterwirtschaften müsssen, der ist in Deutschland traditionell vergiftet und da passen Lutheraner auch noch prima in den Wertekanon. Singen liegt mir nicht.
0.02€