Lesung 21.08.

„Der Wellenreiter”

Taz-Literaturredakteur Dirk Knipphals liest aus seinem Romandebüt über das Erwachsenwerden.

Ein Roman über das Aufbegehren und Erwachsenwerden in den Siebzigern. Bild: rowohlt Berlin

„Mit einem Mal sah Albert sich und Katrin, von weit oben, aus der Sicht der Möwe. Er sah sich und Katrin auf irgendeiner Endmoräne am Rande eines Vorortes sitzen, zwei Jugendliche, die ihre wahrscheinlich üblichen Pubertätsspiele spielten, die im kosmischen Maßstab betrachtet überhaupt keine Bedeutung hatten, so wie der Tanz von zwei Staubkörnchen im trägen Luftzug, der durch ein offenes Fenster kommt. Und zugleich war er mitten drin in der Szene, tatsächlich war genau hier jetzt der Mittelpunkt der Welt, nichts mehr würde sich bewegen, und die Zeit würde stillstehen.“

Wann: 21.08.2018, 19.00 Uhr

Wo: taz Café

Rudi-Dutschke-Straße 2

10969 Berlin

Eintritt frei

Seit 1999 ist Dirk Knipphals Literaturredakteur bei der taz. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Kiel und Hamburg. 2014 erschien sein erstes Buch „Die Kunst der Bruchlandung. Warum Lebenskrisen unverzichtbar sind”.

Nun legt er mit seinem Romandebüt „Der Wellenreiter“ nach. Es geht um das Jungsein um 1980 und wie das manchmal auch nervte und um einen Jungen, der feststellt, dass sich die Geschichte, von der er ein Teil ist, sich gar nicht so sehr um ihn dreht oder jedenfalls nicht nur um ihn. Auch sonst täuscht er sich viel. Und ein Satz von Uwe Johnson spielt eine Rolle: "Verfolgte Jonas den Zweck die Welt zu bereichern um seine Art sie anzusehen?"

Dirk Knipphals liest aus seinem Roman „Der Wellenreiter” und moderiert wird der Abend von Julia Encke (FAS).