Nach der Ankündigung, dass die taz die Leichtathletik-WM boykottieren wird, hat jede Menge Leserfragen nach sich gezogen. Die Sportredaktion der taz antwortet.
Angesichts der von Jens Weinreich in seinem Blog zur Verfügung gestellten Einverständniserklärung, kann sich jedeR selbst ein objektives Bild davon machen, wie die Überprüfung aussieht, der JournalistInnen im Rahmen der Leichtathletik-WM unterzogen werden.
Da ist es schon schade, dass zahlreiche andere Zeitungen die taz kritisieren, um ja nicht selbst in Rechtfertigungszwang zu geraten.
Selbst wenn der Boykott bei den Veranstaltern nichts bewirken wird - die taz setzt damit zumindest ein wichtiges Thema auf die Agenda. Allein dafür lohnt sich der Boykott. Bin gespannt auf den taz-Sportteil während der Leichtathletik-WM. Eine bessere Chance, als jetzt, ganz exklusiv zu sein, hatte die taz selten ;-)
10.08.2009 11:51 Uhr
von rAleph:
und wieder mal denkt der politikangefressene bürger: scheiße, was ist, wenn sich die geschichte wiederholt und berufsverbote wie in den 70ern ausgesprochen werden? gesinnungsfragen und politisches engagement haben in meiner familie schon mal alles über den haufen geworfen und probleme über jahre bereitet. ich sehe die einzig reale chance die öffentlichkeit zu informieren (viele meiner nachbarn und bekannten haben nicht die geringste ahnung was da vorgeht) darin, einen begründeten boykott mit transparenten argumentationen a la taz durchzuziehen. supergute, konkrete aktion!!!
08.08.2009 17:38 Uhr
von Olaf Leitner:
Ach, du gute TAZ, das war eine wunderbare Entscheidung! Aber mal ehrlich - wen interessiert denn nun wirklich, ob ein paar vollgedröhnte Cyborgs eine 100stel Sekunde schneller laufen oder 0,3mm höher hüpfen? Und vielleicht müssen die Labor-Athleten bald ihre Schlüpfer ausziehen, weil das Textil-Doping auch hier verboten wird... Oder man verteilt die Medaillen endlich nach zeitgemäßen Gesichtspunkten: Wer den meisten Stoff eingeballert hat, darf auf's Treppchen. Dann wird es endlich wieder lustig und die TAZ MUSS auch wieder berichten!
07.08.2009 14:05 Uhr
von jan:
allen sport-desinteresierten sei gesagt: der sportteil der taz-online macht spaß. ich bezweifle mal ganz stark, dass diese info der akkreditierungshürden in vielen anderen medien zur sprache kommt. und dadurch zeichnet sich auch dieser teil der taz aus: die berichterstattung geht über wasserstandsmeldungen hinaus! vielen dank und weiter so!
07.08.2009 11:42 Uhr
von Wolfgang Wilde-Kuckenberg:
Kann die taz nicht durch eine weiße Seite an jedem Tag der WM deutlich machen, dass sie so gravierende Einschränkungen der Pressefreiheit nicht hinzunehmen bereit ist?
07.08.2009 07:21 Uhr
von Bettina Paris:
Ich lese die taz nicht, weil sie genauso berichtet, wie alle anderen Zeitungen, sondern weil sie politisch wertend und deutlich Stellung nehmend berichtet, dazu gehört auch die Auswahl der Nachrichten. Wenn sie jetzt über die WM nicht berichten wird, so wird dies jeden Tag der WM ein politisches Statement sein zu einer Problematik, die (man bedenke die geplante Internet-Zensur) zur Zeit immer bedenklicher wird. Das Nicht-Berichten ist die Nachricht und die Stellungnahme: meine Zustimmung habt ihr - mal wieder! Viele Grüße Bettina
07.08.2009 06:07 Uhr
von vic:
Jetzt habe ich auch eine Frage. Müssen wir denn unbedingt Sport in der taz haben? Der geneigte Fan findet überall mehr als genug Information. Ich meine hier reichen ein paar Basics.
06.08.2009 20:52 Uhr
von marina:
Was ist eine WM ?
Hab ich da was verpasst ?
;-))
06.08.2009 20:17 Uhr
von LovePeace:
"Sportveranstaltung, Journalisten werden nur zum Hochsicherheitstrakt vorgelassen, wenn........" Wo leben wir? Schade, dass die Journalisten sich nicht verbünden und einen Generalstreik (des Nicht-Berichtens) bei solchen Veranstaltern einführen. Wäre doch eine Idee????
06.08.2009 18:45 Uhr
von Johannes:
Ich finde das mit der Überprüfung gut, dann stehen wenigsten in der taz nicht so viele Artikel, die mich sowieso nicht interessieren. Ich kauf mir doch nicht die taz wegen dem Sportteil.
06.08.2009 16:38 Uhr
von Jackabum:
Der Reporter macht neben Sport noch Politik und berichtet über den G8 Gipfel. Kommt in einen Tumult und wird verhaftet. Gibt als Beruf Sportreporter bei der TAZ an. In der Kartei steht Gewalttäter Sport. Man hat dann schnell einen Titel und kritische Journalisten kann man auch fernhalten.
Leserkommentare
11.08.2009 15:49 Uhr
von J. Essen:
Angesichts der von Jens Weinreich in seinem Blog zur Verfügung gestellten Einverständniserklärung, kann sich jedeR selbst ein objektives Bild davon machen, wie die Überprüfung aussieht, der JournalistInnen im Rahmen der Leichtathletik-WM unterzogen werden.
http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/berlin2009-stasi20.pdf
Da ist es schon schade, dass zahlreiche andere Zeitungen die taz kritisieren, um ja nicht selbst in Rechtfertigungszwang zu geraten.
Selbst wenn der Boykott bei den Veranstaltern nichts bewirken wird - die taz setzt damit zumindest ein wichtiges Thema auf die Agenda. Allein dafür lohnt sich der Boykott. Bin gespannt auf den taz-Sportteil während der Leichtathletik-WM. Eine bessere Chance, als jetzt, ganz exklusiv zu sein, hatte die taz selten ;-)
10.08.2009 11:51 Uhr
von rAleph:
und wieder mal denkt der politikangefressene bürger:
scheiße, was ist, wenn sich die geschichte wiederholt und berufsverbote wie in den 70ern ausgesprochen werden? gesinnungsfragen und politisches engagement haben in meiner familie schon mal alles über den haufen geworfen und probleme über jahre bereitet. ich sehe die einzig reale chance die öffentlichkeit zu informieren (viele meiner nachbarn und bekannten haben nicht die geringste ahnung was da vorgeht) darin, einen begründeten boykott mit transparenten argumentationen a la taz durchzuziehen.
supergute, konkrete aktion!!!
08.08.2009 17:38 Uhr
von Olaf Leitner:
Ach, du gute TAZ, das war eine wunderbare Entscheidung! Aber mal ehrlich - wen interessiert denn nun wirklich, ob ein paar vollgedröhnte Cyborgs eine 100stel Sekunde schneller laufen oder 0,3mm höher hüpfen? Und vielleicht müssen die Labor-Athleten bald ihre Schlüpfer ausziehen, weil das Textil-Doping auch hier verboten wird... Oder man verteilt die Medaillen endlich nach zeitgemäßen Gesichtspunkten: Wer den meisten Stoff eingeballert hat, darf auf's Treppchen. Dann wird es endlich wieder lustig und die TAZ MUSS auch wieder berichten!
07.08.2009 14:05 Uhr
von jan:
allen sport-desinteresierten sei gesagt: der sportteil der taz-online macht spaß. ich bezweifle mal ganz stark, dass diese info der akkreditierungshürden in vielen anderen medien zur sprache kommt. und dadurch zeichnet sich auch dieser teil der taz aus: die berichterstattung geht über wasserstandsmeldungen hinaus! vielen dank und weiter so!
07.08.2009 11:42 Uhr
von Wolfgang Wilde-Kuckenberg:
Kann die taz nicht durch eine weiße Seite an jedem Tag der WM deutlich machen, dass sie so gravierende Einschränkungen der Pressefreiheit nicht hinzunehmen bereit ist?
07.08.2009 07:21 Uhr
von Bettina Paris:
Ich lese die taz nicht, weil sie genauso berichtet, wie alle anderen Zeitungen, sondern weil sie politisch wertend und deutlich Stellung nehmend berichtet, dazu gehört auch die Auswahl der Nachrichten. Wenn sie jetzt über die WM nicht berichten wird, so wird dies jeden Tag der WM ein politisches Statement sein zu einer Problematik, die (man bedenke die geplante Internet-Zensur) zur Zeit immer bedenklicher wird.
Das Nicht-Berichten ist die Nachricht und die Stellungnahme: meine Zustimmung habt ihr - mal wieder! Viele Grüße Bettina
07.08.2009 06:07 Uhr
von vic:
Jetzt habe ich auch eine Frage.
Müssen wir denn unbedingt Sport in der taz haben? Der geneigte Fan findet überall mehr als genug Information.
Ich meine hier reichen ein paar Basics.
06.08.2009 20:52 Uhr
von marina:
Was ist eine WM ?
Hab ich da was verpasst ?
;-))
06.08.2009 20:17 Uhr
von LovePeace:
"Sportveranstaltung, Journalisten werden nur zum Hochsicherheitstrakt vorgelassen, wenn........"
Wo leben wir?
Schade, dass die Journalisten sich nicht verbünden und einen Generalstreik (des Nicht-Berichtens) bei solchen Veranstaltern einführen. Wäre doch eine Idee????
06.08.2009 18:45 Uhr
von Johannes:
Ich finde das mit der Überprüfung gut, dann stehen wenigsten in der taz nicht so viele Artikel, die mich sowieso nicht interessieren.
Ich kauf mir doch nicht die taz wegen dem Sportteil.
06.08.2009 16:38 Uhr
von Jackabum:
Der Reporter macht neben Sport noch Politik und
berichtet über den G8 Gipfel.
Kommt in einen Tumult und wird verhaftet.
Gibt als Beruf Sportreporter bei der TAZ an.
In der Kartei steht Gewalttäter Sport.
Man hat dann schnell einen Titel und kritische Journalisten kann man auch fernhalten.