• 06.01.2009

Lernen 2.0 ist die Summe aus

Unternehmen 2.0 + Arbeit 2.0

Das Internet bietet immer mehr Möglichkeiten, die Arbeit vieler Menschen zu koordinieren. Dadurch wird das, was wir "Arbeit" nennen allmählich neu definiert.von Ulrich Klotz

  • 13.01.2009 12:24 Uhr

    von Christoph:

    Wir haben uns gefragt, wo wollen die Leute denn dann in Zukunft arbeiten. Mental sind sie im Web, aber wo sitzen sie, trinken Kaffee, haben persönliche Meetings?
    Dafür braucht es neue Orte. Friedjof Bergmann bezeichnet das als Hallen. Holm Friebe und Sebastian Sooth machen zu diesem Thema das Hallen Projekt. In den USA gibt es Coworking Spaces, flexibele Arbeitsplätze, an denen ich interessante Leute treffe, privat und professionell. Cafébar und Meetingraum inklusive.
    Soetwas ähnliches versuchen wir auch mit dem betahaus in Kreuzberg aufzubauen. Wäre interessante, dazu mal den Herrn Klotz zu hören und zu sprechen.
    Nu ja.

    Gruß aus 36

    c

  • 09.01.2009 12:37 Uhr

    von Achim Raschel:

    Open Source ist eine Alternative zum Kapitalismus: hier arbeiten intelligente und motivierte Menschen ohne Geld FÜR Menschen ohne Geld.

    Finanziert wird es aber letztendlich durch Hartz IV, Bafög, das Einkommen des Ehepartners oder Taschengeld von Mama. Menschen in dieser Situation nennt man Präkariat. Die Mehrheit von ihnen weiß nicht mehr, wo ihre berufliche Zukunft noch liegen könnte.

    Irgendwann regieren aber Frust und die Einsamkeit hinter der Tastatur. Die zunehmende Entfremdung von der Realität macht sich bemerkbar, wie zum Beispiel in der Wikipedia. Eine Lösung könnte es sein, in Europa Sozialpunkte für Menschen einzuführen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl organisieren - für die spätere Rente, Krankenversicherung, Zahnersatz usw.

  • 08.01.2009 10:55 Uhr

    von Norman:

    Die Darstellung der Open Source Gemeinde im Artikel ist doch etwas idealisiert. Es gibt auch hier Hierarchien. Die Beteiligung an der Weiterentwicklung, d.h. die Übernahme von Source Code Schnipseln in ein Projekt, wird von einer kleinen Gruppe von Personen entschieden. Weiterhin werden viele der Entwickler in Open Source Projekten von großen Firmen bezahlt, die ihre eigenen Interessen verfolgen. Das selbstbestimmte Arbeiten ohne äußere Einflüsse und das Leben nur für die Ideale ist und bleibt eine Illusion.

  • 07.01.2009 04:41 Uhr

    von Udo Lihs:

    Ein paar Buchempfehlungen zum Thema:

    1. "Wir nennen es Arbeit: Die digitale Boheme oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung!" von Holm Friebe und Sascha Lobo

    Frieb und Lobo beschreiben, wie Sie das Internet effizient nutzen, um Geld zu verdienen!

    2. "Die Kultur des neuen Kapitalismus" von Richard Sennet!

    Sennet beschreibt kritisch Ursachen und Auswirkungen der Flexiblität, die heute immer mehr gefordert wird!

  • 06.01.2009 17:04 Uhr

    von Ihr Name Crisfor:

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    Die meisten Menschen arbeiten, um Geld zu verdienen. Als Künstler weiss ich, dass es immer schon Arbeit gibt, die gut und ambitioniert und kreativ gemacht ist, aber schwierig in Geld umzusetzen ist. Wie ist die kreative Idee aus der Teeküche, die laut Text viel besser ist als die Idee der Leute, die ständig miteinander kommunizieren, in Geld umzusetzen? Und das gelobte "Crowd-Sourcing" der Autofirma nutzt geschickt die "Ideen-Arbeit" all der vielen Internet-Freizeit-Clicker, die kein Geld für diese "Arbeit" kriegen. Wahrscheinlich sollte man in Zukunft die Begriffe "Arbeit" und "Lebensunterhalt verdienen" voneinander trennen, dann können alle gleichberechtigt und motiviert ihre Ideen teilen, ob im Internet oder anderswo, und leben von der Grundsicherung?

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