Lehrerin zwischen Überforderung und Frust
"Gymnasium nimmt keine Rücksicht"
Ursula Rogg unterrichtete vier Jahre lang an einem Gymnasium im sozialen Brennpunkt Berlin Neukölln. In ihrem "Frontbericht aus dem Klassenzimmer" schildert sie ihre Erfahrungen.
Leserkommentare
18.11.2008 10:42 Uhr
von Selma Haberstock:
Dieses Buch scheint mir ein sehr notwendiges Buch zu sein, auch wenn Mancher im Detail nicht einverstanden sein mag. Es scheint mir aber richtige Fragen zu stellen.
Ich bin selbst zwar keine Lehrerin, habe aber über meine Kinder Einblick in Schulen seit geraumer Zeit. Pisa hat, würde ich sagen, fast nichts bewirkt, denn das meiste, was an den Schule "post-Pisa" geschehen ist, ist lediglich Kosmetik - insbesondere an den Gymnasien. Mir scheint, es gibt in der Lehrerschaft, bei den Direktoren, aber auch bei vielen Eltern kaum Interesse an Veränderungen - denn die würden zunächst einmal auch Arbeit und neue Situationen bedeuten. Davor aber haben anscheinend noch mehr Angst als davor, daß Schule ein Ort bleibt, der wenig Sinn für's Leben macht und schlecht vorbereitet.
18.11.2008 08:45 Uhr
von Fred Scholz:
Frau Rogg hat in vielen Punkten recht. Allerdings reicht der Ansatz nicht. Schule muss endlich von den Betroffenen (Lehrer, Eltern, Schüler) mitgestaltet werden und Inhalte müssen den Veränderungen in der Gesellschaft angepasst werden.
Der Totengräber der deutschen Bildung heißt "Kultus-minister" und die Runde dazu "Kultusminister-konferenz". Solange sich das nicht ändert, helfen alle Bemühungen gar nichts.
P.S. Bin Vater eines frustrierten Jungen im G8.