Aus für den Anbau von Genmais: Die Bundesregierung hat das Aussäen der Monsanto-Körner untersagt. Die Gentechpolitik der EU-Kommission ist gescheitert.von Wolfgang Löhr
So könnte Basisdemokratie immer aussehen! Ich bin den Aktivisten die an vorderster Front gekämpft haben dankbar!
15.04.2009 09:04 Uhr
von v.b.:
Für ein Jahr Ruhe an der Front, mehr wird nicht raus kommen am Schluss.
Wie bei bt-Baumwolle auch, werden Schadinsekten immun gegen das von der Pflanze produzierte Gift. Dann muss der Landwirt neben dem teuren Saatgut auch noch teure Agrogifte kaufen. Von wem dürfte klar sein.
Dabei weiß man wie gegen den Maisschädling agieren werden kann, man braucht die Felder nur nicht umpflügen.
In den letzten Jahren wurden Wissenschaftler, die einen Nachweis für die Schädlichkeit am Menschen festgestellt hatten, aus dem Verkehr gezogen. Studien über die Gefährlichkeit von GVO von Monsanto selbst bleiben in großen Teilen geheim, beklagt Frankreich.
siehe Pustai, einfach bei Google Pustai+Ratten+GVO eingeben.
Empfehlenswert der Dokumentationsfilm "Leben außer Kontrolle.
15.04.2009 00:23 Uhr
von trixie:
ich freu mich ja so! was macht monsanto denn eigentlich grad in mexiko so? völlig aus den augen verloren...
14.04.2009 21:36 Uhr
von Dirk Glaser:
Für Maise: unter www.gentechnikfreie-regionen.de findet sich die aktuelle BUND-Studie "Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realität-Check" als download und gleich darunter das BfN-Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz. "Welternährung, Biodiversität und Gentechnik - Kann die Agro-Gentechnik zur naturverträglichen und nachhaltigen Sicherung der Welternährung beitragen?" Beide Studien sind topaktuell und lassen keinen sinvollen Spielraum für die grüne Gentechnik. Aber wie immer: Die Verbraucher entscheiden mit jedem Euro. Wir Bauern sind auf ihre Unterstützung in puncto NON-GVO angewiesen!
14.04.2009 20:18 Uhr
von Ralf:
Landwirtschaftsministerin Aigner hat lieber dem Bundesamt für Naturschutz Glauben geschenkt, das zum Geschäftsbereich des Umweltministers gehört, als der Behörde, die ihr selbst untersteht und für die Zulassung des Genmais zuständig ist: dem Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL). Für das BVL ist das eine echte Blamage und das Amt hat sich erneut ins Abseits manövriert. Ihm gebührt das gleiche Schicksal, wie seinen Vorgängerbehörden BgVV und Bundesgesundheitsamt - abgeschafft und zugemacht. Kaum einer wird das BVL vermissen, denn das Amt lässt sich beständig vor den Karren der Industrie spannen, statt Verbraucherinteressen zu schützen.
14.04.2009 19:36 Uhr
von wespe:
@Maise ... u.a. Vielleicht hilft als Zusatzinfo zu diesem und ähnlichen Problemen folgende Website: https://www.campact.de/campact/home Oder wie wär's mit: http://www.campact.de/campact/info/logbook#fkolb@1239090214
Ansonsten möchte ich anmerken: 1) Eine erfreuliche Nachricht! 2) Wie @Ullrich F.J. Mies anmerkt: Augen und Ohren offenhalten. -- Wofür habt ihr denn alle Internet?
14.04.2009 18:39 Uhr
von Gen-Mensch:
Würden die Gegener gentechnisch veränderter Lebensmittel endlich aufhören den in diesem Fall unsinnigen Begriff Gen-Gemüse zu verwenden, würden sie sich um einiges glaubwürdiger machen. In Pflanzen sind nunmal Gene...das war schon immer so. Nur so ne Anmerkung.
14.04.2009 18:21 Uhr
von Laura Fahrrad:
Bedenklich auch das aggressive, im Kern m.E. demokratiefeindliche Vorgehen einiger Gen- Konzerne, die damit auch noch Erfolg haben: Monsanto hat in den USA bereits tausende von Bauern verklagt, die nun teure Gebühren zahlen müssen, da sie angeblich Genprodukte des Konzerns nutzen. Darunter auch Bauern, die Gengegner sind und deren Felder verunreinigt wurden. Die Anwälte kommen auf das Grundstück und drohen damit, die Ernte zu vernichten. Da die Justizabteilung Monsantos mittlerweile fast größer scheint als die Forschungsabteilung, Rechtsanwälte jede noch so kleine Gesetzeslücke nutzen, hat der Konzern fast alle Prozesse gewonnen. Obwohl das Vorgehen in mehreren Dokumentationen gut belegt ist und sich schon Widerstandsgruppen und -foren dagegen gegründet haben, liest man hier in Deutschland kaum etwas über die Vorfälle- sie wären ein Beleg, wie auch mit marktwirtschaftlichen Methoden Freiheitsrechte, sogar die demokratische Grundordnung gefährdet werden können. Ich empfehle Interessenten die Doku "Monsanto- mit Gift und Genen", die auf DVD erhältlich ist, ebenso die WDR- Doku "Arme Sau: das Geschäft mit dem Erbgut" von Christian Jentzsch
14.04.2009 16:44 Uhr
von Nigredo:
@Maise: Bei dieser Entscheidung geht es weniger um Naturschutz, vielleicht ist dieser Käfer gar ein großes Übel - doch Monsanto die Herrschaft über die Lebensmittelmärkte zu überlassen ist das ungleich größere Übel. Was passiert, wenn Monsanto erstmal einen Markt beherrscht (und auf nichts Anderes sind die Geschäftsbedingungen Monsantos ausgelegt), siehst du, wenn du einfach mal "Selbstmordgürtel" in eine Suchmaschine eingibst. Die arte-Doku "Monsanto - Mit Giften und Genen" ist auch jedem ans Herz zu legen, der wissen will, mit wem wir's da zu tun haben.
14.04.2009 13:29 Uhr
von Wolfgang:
Freut mich, dass es doch noch verboten wurde. Das Argument mit dem Wahljahr passt.
Ich hoffe nur, dass es nicht wie bei der Überwachung seit 9/11 läuft. Da wurde auch erstmal mit dem vollen Batzen gedroht und als Protest aufkam, hat man nachgegeben. Kurz danach wurden Häppchen Stasi hier und Häppchen Überwachungsstaat dort, etwas Demonstrationseinschränkung und stärkere Polizeigewalt dazu installiert und so geht es weiter. In ein paar Jahren ist das, was wir vor zwei Jahren als Unglaubliches abgelehnt haben, in vollem Packet da.
So wird es auch bei Monsanto laufen. Da wird jetzt verboten und wenn die Gen-Lobbyisten der EU stärker sind (und die Wahlen vorbei sind), dann wird Deutschland gezwungen, EU-Interessen durchzusetzen. Hoffen wir mal das Beste und geben auch alle unsere Meinung kund!
14.04.2009 12:51 Uhr
von Ullrich F.J. Mies:
Erfreulich. Dennoch - nie zu früh freuen!! Skeptisch bleiben.
Die Genmafia wird weiter wühlen. Erfolge sind nie von Dauer. Nie zurücklehnen. Immer "dran" bleiben!!!
14.04.2009 12:21 Uhr
von Maise:
Wie gefährlich ist eigentlich dieser berüchtigte Maiszünsler? Leider ist es mir bisher nicht gelungen, fundierte Informationen aus zuverlässigen Quellen über den Schädling heraus zu finden. Vielleicht wissen die Redaktion und die tz-Leser mehr.
14.04.2009 12:03 Uhr
von Systemkritiker und grünlinks:
Ich bin überrascht! Ehrlich! Ist ja eher wie Weihnachten!
Da wird eine Entscheidung gegen wirtschaftliche Interessen eines asozialen Konzerns gefällt. Die Woche fängt gut an!
Ist denn schon wieder Wahljahr???
Würde an anderen Stellen (Abwrackprämie, Afghanistaneinsatz, Bankenrettung, Piratenbekämpfung in Somalia etc.) nicht übermäßiger Bockmist verzapft, könnte ich glatt mein Vertrauen in unsere Politkaste wiedergewinnen. Leider, leider, leider hilft auch dieser Tropfen guten Willens nicht mehr wirklich. Ich für meinen Teil kann keinen "da oben" mehr ernst nehmen! So sehr ich die Entscheidung auch begrüße!
BTW: Wenn es denn "guter Willen" war, der zu dieser Entscheidung geführt hat. Wahrscheinlich kommt der Hammer nach der Wahl durch die Hintertür... Mais ist ja nun nicht alles, womit Monsanto Druck ausüben kann.
Leserkommentare
02.02.2012 18:16 Uhr
von Andreas:
So könnte Basisdemokratie immer aussehen!
Ich bin den Aktivisten die an vorderster Front gekämpft haben dankbar!
15.04.2009 09:04 Uhr
von v.b.:
Für ein Jahr Ruhe an der Front, mehr wird nicht raus kommen am Schluss.
Wie bei bt-Baumwolle auch, werden Schadinsekten immun gegen das von der Pflanze produzierte Gift. Dann muss der Landwirt neben dem teuren Saatgut auch noch teure Agrogifte kaufen. Von wem dürfte klar sein.
Dabei weiß man wie gegen den Maisschädling agieren werden kann, man braucht die Felder nur nicht umpflügen.
In den letzten Jahren wurden Wissenschaftler, die einen Nachweis für die Schädlichkeit am Menschen festgestellt hatten, aus dem Verkehr gezogen. Studien über die Gefährlichkeit von GVO von Monsanto selbst bleiben in großen Teilen geheim, beklagt Frankreich.
siehe Pustai, einfach bei Google Pustai+Ratten+GVO eingeben.
Empfehlenswert der Dokumentationsfilm "Leben außer Kontrolle.
15.04.2009 00:23 Uhr
von trixie:
ich freu mich ja so!
was macht monsanto denn eigentlich grad in mexiko so? völlig aus den augen verloren...
14.04.2009 21:36 Uhr
von Dirk Glaser:
Für Maise:
unter www.gentechnikfreie-regionen.de findet sich die aktuelle BUND-Studie "Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realität-Check" als download und gleich darunter das BfN-Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz. "Welternährung, Biodiversität und Gentechnik - Kann die Agro-Gentechnik zur naturverträglichen und nachhaltigen Sicherung der Welternährung beitragen?"
Beide Studien sind topaktuell und lassen keinen sinvollen Spielraum für die grüne Gentechnik.
Aber wie immer: Die Verbraucher entscheiden mit jedem Euro. Wir Bauern sind auf ihre Unterstützung in puncto NON-GVO angewiesen!
14.04.2009 20:18 Uhr
von Ralf:
Landwirtschaftsministerin Aigner hat lieber dem Bundesamt für Naturschutz Glauben geschenkt, das zum Geschäftsbereich des Umweltministers gehört, als der Behörde, die ihr selbst untersteht und für die Zulassung des Genmais zuständig ist: dem Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL). Für das BVL ist das eine echte Blamage und das Amt hat sich erneut ins Abseits manövriert. Ihm gebührt das gleiche Schicksal, wie seinen Vorgängerbehörden BgVV und Bundesgesundheitsamt - abgeschafft und zugemacht. Kaum einer wird das BVL vermissen, denn das Amt lässt sich beständig vor den Karren der Industrie spannen, statt Verbraucherinteressen zu schützen.
14.04.2009 19:36 Uhr
von wespe:
@Maise ... u.a.
Vielleicht hilft als Zusatzinfo zu diesem und ähnlichen Problemen folgende Website:
https://www.campact.de/campact/home
Oder wie wär's mit:
http://www.campact.de/campact/info/logbook#fkolb@1239090214
Ansonsten möchte ich anmerken:
1) Eine erfreuliche Nachricht!
2) Wie @Ullrich F.J. Mies anmerkt: Augen und Ohren offenhalten. -- Wofür habt ihr denn alle Internet?
14.04.2009 18:39 Uhr
von Gen-Mensch:
Würden die Gegener gentechnisch veränderter Lebensmittel endlich aufhören den in diesem Fall unsinnigen Begriff Gen-Gemüse zu verwenden, würden sie sich um einiges glaubwürdiger machen. In Pflanzen sind nunmal Gene...das war schon immer so. Nur so ne Anmerkung.
14.04.2009 18:21 Uhr
von Laura Fahrrad:
Bedenklich auch das aggressive, im Kern m.E. demokratiefeindliche Vorgehen einiger Gen- Konzerne, die damit auch noch Erfolg haben: Monsanto hat in den USA bereits tausende von Bauern verklagt, die nun teure Gebühren zahlen müssen, da sie angeblich Genprodukte des Konzerns nutzen. Darunter auch Bauern, die Gengegner sind und deren Felder verunreinigt wurden. Die Anwälte kommen auf das Grundstück und drohen damit, die Ernte zu vernichten. Da die Justizabteilung Monsantos mittlerweile fast größer scheint als die Forschungsabteilung, Rechtsanwälte jede noch so kleine Gesetzeslücke nutzen, hat der Konzern fast alle Prozesse gewonnen. Obwohl das Vorgehen in mehreren Dokumentationen gut belegt ist und sich schon Widerstandsgruppen und -foren dagegen gegründet haben, liest man hier in Deutschland kaum etwas über die Vorfälle- sie wären ein Beleg, wie auch mit marktwirtschaftlichen Methoden Freiheitsrechte, sogar die demokratische Grundordnung gefährdet werden können. Ich empfehle Interessenten die Doku "Monsanto- mit Gift und Genen", die auf DVD erhältlich ist, ebenso die WDR- Doku "Arme Sau: das Geschäft mit dem Erbgut" von Christian Jentzsch
14.04.2009 16:44 Uhr
von Nigredo:
@Maise: Bei dieser Entscheidung geht es weniger um Naturschutz, vielleicht ist dieser Käfer gar ein großes Übel - doch Monsanto die Herrschaft über die Lebensmittelmärkte zu überlassen ist das ungleich größere Übel. Was passiert, wenn Monsanto erstmal einen Markt beherrscht (und auf nichts Anderes sind die Geschäftsbedingungen Monsantos ausgelegt), siehst du, wenn du einfach mal "Selbstmordgürtel" in eine Suchmaschine eingibst.
Die arte-Doku "Monsanto - Mit Giften und Genen" ist auch jedem ans Herz zu legen, der wissen will, mit wem wir's da zu tun haben.
14.04.2009 13:29 Uhr
von Wolfgang:
Freut mich, dass es doch noch verboten wurde.
Das Argument mit dem Wahljahr passt.
Ich hoffe nur, dass es nicht wie bei der Überwachung seit 9/11 läuft. Da wurde auch erstmal mit dem vollen Batzen gedroht und als Protest aufkam, hat man nachgegeben. Kurz danach wurden Häppchen Stasi hier und Häppchen Überwachungsstaat dort, etwas Demonstrationseinschränkung und stärkere Polizeigewalt dazu installiert und so geht es weiter.
In ein paar Jahren ist das, was wir vor zwei Jahren als Unglaubliches abgelehnt haben, in vollem Packet da.
So wird es auch bei Monsanto laufen. Da wird jetzt verboten und wenn die Gen-Lobbyisten der EU stärker sind (und die Wahlen vorbei sind), dann wird Deutschland gezwungen, EU-Interessen durchzusetzen. Hoffen wir mal das Beste und geben auch alle unsere Meinung kund!
14.04.2009 12:51 Uhr
von Ullrich F.J. Mies:
Erfreulich.
Dennoch - nie zu früh freuen!!
Skeptisch bleiben.
Die Genmafia wird weiter wühlen.
Erfolge sind nie von Dauer.
Nie zurücklehnen.
Immer "dran" bleiben!!!
14.04.2009 12:21 Uhr
von Maise:
Wie gefährlich ist eigentlich dieser berüchtigte Maiszünsler?
Leider ist es mir bisher nicht gelungen, fundierte Informationen aus zuverlässigen Quellen über den Schädling heraus zu finden.
Vielleicht wissen die Redaktion und die tz-Leser mehr.
14.04.2009 12:03 Uhr
von Systemkritiker und grünlinks:
Ich bin überrascht! Ehrlich! Ist ja eher wie Weihnachten!
Da wird eine Entscheidung gegen wirtschaftliche Interessen eines asozialen Konzerns gefällt. Die Woche fängt gut an!
Ist denn schon wieder Wahljahr???
Würde an anderen Stellen (Abwrackprämie, Afghanistaneinsatz, Bankenrettung, Piratenbekämpfung in Somalia etc.) nicht übermäßiger Bockmist verzapft, könnte ich glatt mein Vertrauen in unsere Politkaste wiedergewinnen. Leider, leider, leider hilft auch dieser Tropfen guten Willens nicht mehr wirklich. Ich für meinen Teil kann keinen "da oben" mehr ernst nehmen! So sehr ich die Entscheidung auch begrüße!
BTW: Wenn es denn "guter Willen" war, der zu dieser Entscheidung geführt hat. Wahrscheinlich kommt der Hammer nach der Wahl durch die Hintertür... Mais ist ja nun nicht alles, womit Monsanto Druck ausüben kann.