Je mehr Ökostrom eingespeist wird, umso länger bleiben Atommeiler am Netz. Das Ziel, bis zum Jahr 2050 auf erneuerbare Energien umzustellen, ist nun gefährdet.von Hanna Gersmann
Das ist mit ihrer lächerlichen Selbstdarstellung die "revolutionär" schlechteste Regierung/Kanzlerin aller Zeiten. Es ist skrupellos, unmoralisch und höchst manipulativ, die Folgekosten die durch den Atommüll entstehen, zu ignorieren. Die Atomkraft ist somit die mit "ewigem" Abstand teuerste und gefährlichste Möglichkeit Strom zu erzeugen.
07.09.2010 17:08 Uhr
von tom:
Es ist echt schwierig, sich zu diesem Thema kundig zu äussern, die meisten Leute haben glaubensmäßig vorgefasste Meinungen, die oft wenig Sachkunde vermuten lassen. Andere sind lupenreine Lobbyisten, die direkte finanzielle Interessen haben, wem soll man da was glauben. Ein interessanter Artikel von Fachleuten stammt von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, nicht gerade Hardliner. Wens interessiert, soll mal reinschauen : http://www.dpg-physik.de/veroeffentlichung/broschueren/studien/energie_2010.pdf
das geht aber nur, wenn man 140 Seiten durchlesen kann und will!
07.09.2010 15:33 Uhr
von Juergen K:
Die Städte und Gemeinden melden sich zu Wort.
Sie fürchten um MILLIARDENVERLUSTE wegen der Investitionen in die Energieversorgung (öko oder nicht).
"Diese Milliardenverluste seien gerecht verteilt" sagt Merkel.
Rechnung: Big Four 100 Mrd plus Staat Peanuts plus Gemeinden Milliarden minus
Ergebnis: Kita Schule Bürger blechen hier und bei den Strompreisen da.
Reicht das Wort Doppelschlag da aus?
07.09.2010 15:20 Uhr
von jps-mm:
Der Mief der alten Republik
Deutschland wurde an diesem Wochenende noch einmal von der alten BRD-Connection regiert. Der Atombeschluss ist unklug: Er wirft das Land zurück.
Merkel hat die politische Mitte verlassen. Den Ort, an dem sie bislang den Erfolg für die Volkspartei CDU gesucht hat. Die Großindustrie zählt nicht dazu, die FDP nur in Maßen. Beide muss man am Rand verorten, wie die Linke im Westen oder etwa Zootierhandlungen, für die man auch keine spezielle Politik machen würde. Merkel bedient also eine Interessengruppe, die zwar mächtig ist und ihr vielleicht Geld für den nächsten Wahlkampf bringt, aber keine breite Zustimmung. Stark wird mit dieser Entscheidung nur die FDP, die nun endlich einmal zeigen durfte, dass sie liefern kann, was sie versprochen hat. Das braucht jede Regierungspartei. Aber gleich um diesen Preis?
Die Einigung steht, die Diskussion geht erst richtig los: Die Protestfront gegen den Atom-Beschluss der Bundesregierung wird zunehmend größer.
Stadtwerke erwarten hohe Schäden
Als ein Verlierer der energiepolitischen "Revolution", als die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Einigung bezeichnet hatte, gelten die Stadtwerke. Sie erwarten durch die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke einen Milliardenschaden. Albert Filbert, Chef des Darmstädter Versorgers HSE, sagte der "Berliner Zeitung", die Auslastung des Kraftwerkparks der Unternehmen sinke durch die längeren AKW-Laufzeiten deutlich. "Den Schaden für kommunale Versorger durch die zwölfjährige Laufzeitverlängerung schätzen wir auf 4,5 Milliarden Euro." Die kommunalen Versorger strebten nun Kompensationszahlungen an, sagte Filbert, der der Stadtwerkevereinigung 8KU vorsteht.
Städtetags-Präsidentin Petra Roth sagte der "Passauer Neuen Presse": "Die Städte und ihre Unternehmen investieren in großem Umfang in umweltfreundliche Energieerzeugung." Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke dürften diese Investitionen nicht gefährden. Deshalb brauchten die Stadtwerke eine Kompensation. "Eine Laufzeitverlängerung ohne Ausgleich verbessert ausschließlich die Wettbewerbsposition der großen Energieversorger", sagte die CDU-Politikerin. Nach Angaben von Roth rechnen die städtischen Haushalte durch die Brennelementesteuer mit jährlich 300 Millionen Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen.
Die Energiewirtschaft kommt beim Sparpaket der Bundesregierung offenbar wesentlich billiger davon als geplant. Die Brennelementesteuer wird um ein Drittel gekürzt. Und noch ein Versprechen hält die Koalition nicht ein.
Bei dem Atomgipfel unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verständigte sich die Koalition darauf, die Brennelementesteuer um ein Drittel zu kürzen. Statt mit 2,3 Milliarden Euro pro Jahr kann Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nur mit 1,5 Milliarden Euro rechnen.
Auch mit seinem Wunsch nach einer dauerhaften Einnahme konnte sich Schäuble nicht gegen die Atomlobby durchsetzen. In den abschließenden Koalitionsverhandlungen musste er eine Befristung der Steuer auf sechs Jahre akzeptieren. Die Aktienkurse der großen Energieversorger legten stark zu.
Von einer „schweren Niederlage für den Finanzminister“ sprach SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider. Schäuble verfehle seine Einnahmeziele und erleide einen schweren Rückschlag bei der Haushaltskonsolidierung, sagte Schneider der FR. Die grüne Fraktionsvize Bärbel Höhn warf der Regierung vor, eine „weitere Luftbuchung“ beschlossen zu haben. „Der Lobbydruck von Eon und RWE hat Wirkung gezeigt.“
Für die vier betroffenen Unternehmen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall eröffnet der Plan der Regierung Merkel die Chance auf zusätzliche Gewinne in dreistelliger Milliardenhöhe, kalkuliert der Energiewissenschaftler Felix Matthes vom Öko-Institut. Matthes, einer der führenden unabhängigen Experten für die deutsche Stromwirtschaft, legte am Montag seine auf Basis der Beschlüsse von Sonntagnacht aktualisierten Berechnungen vor. Demnach werden die Konzerne bei Umsetzung des Kabinettskonzepts bis zum Jahr 2037 127 Milliarden Euro an zusätzlichen Gewinnen erwirtschaften, wenn der Strompreis wie zu erwarten bis 2020 wieder auf das Vorkrisenniveau von 65 Euro je Megawattstunde steigt. Davon sollen über eine neue befristete Steuer auf Kernbrennstoff bis 2016 rund 13 Milliarden Euro in die Bundeskasse gelenkt werden. Für die Folgejahre ist eine noch zu vereinbarende freiwillige Abgabe geplant, die weitere 17 Milliarden Euro aus den Konzernkassen für den Klimaschutz mobilisieren soll. Unterm Strich will die Bundesregierung also lediglich ein Viertel der zu erwartenden Zusatzgewinne abschöpfen, obwohl führende Koalitionspolitiker bisher stets eine hälftige Teilung der Gewinne zwischen Betreibern und Staat angekündigt hatten. Hinzu kommt, dass die Regierung es erlauben will, die Brennelementsteuer als Betriebsausgabe mit dem allgemeinen Konzerngewinn zu verrechnen und so die Gewinnsteuern zu senken. Die tatsächliche Belastung der Unternehmen wird so bei den Zahlungen für die Körperschafts- und die Gewerbesteuer voraussichtlich noch einmal um rund fünf Milliarden Euro vermindert. Dementsprechend stiegen die Kurse für die Aktien von Eon und RWE gestern gleich nach Börsenöffnung um mehrere Prozentpunkte.
Es gibt so viele kluge PhysikerInnen - Wer hat eigentlich diese Dilettantin an Deutschlands Spitze gehievt?
07.09.2010 11:05 Uhr
von Bernd:
Es sieht ganz danach aus, dass einige der obersten Regierungsabgeordneten schon Ihre Felle davonschwimmen sehen und diese Volksvertreter nach den Neuwahlen schon einen Job bei der Atomindustrie bzw.Stromindustrie angeboten bekommen haben.Nur so lassen sich die langen Laufzeiten erklären. Einfach nur erscheckend was da oben läuft.Nur weitere so, nach dem Motto" Wir schaffen uns ab". Gruß aus NRW
07.09.2010 08:39 Uhr
von runzbart:
wer soll auf dieser grafik denn was erkennen können?
07.09.2010 04:43 Uhr
von Randbemerker:
Brilliant, eine Steuer steuerabzugsfähig machen, auf sowas kann auch nur diese Kasperregierung kommen.
Warum werden diese peinlichen Witzfiguren eigentlich noch aus öffentlichen Mitteln bezahlt? Das können die Konzerne doch offensichtlich viel besser.
06.09.2010 23:12 Uhr
von Stefan:
Können Sie das nicht selber ausrechnen? Dann ginge es jedenfalls so:
0,20 Euro kostet eine Kilowattstunde heute durchschnittlich ohne Berücksichtigung der famosen Grundgebühr, die Wenigverbrauchern die Kilowattstunde schon etwa 0,40 Euro etwa kosten läßt. Etwa 30 % von insgesamt etwa 700 Terrawattstunden Elektrizitätsproduktion im Jahr liefern Atomreaktoren, also etwa 230 Terrawattstunden Atomstrom im Jahr. 230 Terrawattsunden sind 230 000 000 000 Kilowattstunden. Diese Summe multipliziert mit 0,2 Euro ergibt 46 000 000 000 Euro Einnahmen im Jahr. Davon verbleiben pro Jahr mindestens 20 Milliaden Euro Gewinn. Auf nur 20 Jahre gerechnet ergibt das einen Reibach von dann mindestens 400 Milliarden Euro und nicht wie desinformierend im Artikel ausgesagt "57" oder "68" Milliarden. Und was "Zusatzgewinne" sein sollen, bleibt ebensowenig geklärt von Ihnen.Bravo! 1A! Aufklärung at its best!
Sonst geht's aber gut, ne?
06.09.2010 19:34 Uhr
von Friedrich Grimm:
Merkel, Brüderle und Röttgen muss ich sagen, dass dies wohl das energiepolitisch dümmste Programm ist, das je von einer deutschen Regierung präsentiert wurde. Wie war das doch gleich bei diesem Schwur? Schaden vom deutschen Volk abwenden! Wenn nun unsere schwarz/gelbe Musterregierung die vier großen Stromkonzerne als "das Volk" wahrnimmt, dann muss sie verständlicherweise genau so handeln.
06.09.2010 19:31 Uhr
von Andy:
Ich bitte den Ausdruck zu entschuldigen, aber ich fühle mich durch die Regierung mehr als verarscht! Es wurde damals ein Atomausstieg durch eine gewählte Regierung beschlossen. Wieso hat eine neue Regierung das Recht so etwas wieder in Frage zu stellen? Fällt bald die Riester-Förderung für mich weg, auf die ich ein Teil meiner Rente aufbaue? Was haben die noch vor? Ich muß gestehen das ich mir langsam Gedanken um die Zukunft in Deutschland für mich und meine Kinder mache. Ich habe Angst!
Leserkommentare
07.09.2010 19:21 Uhr
von yotago:
Das ist mit ihrer lächerlichen Selbstdarstellung die "revolutionär" schlechteste Regierung/Kanzlerin aller Zeiten. Es ist skrupellos, unmoralisch und höchst manipulativ, die Folgekosten die durch den Atommüll entstehen, zu ignorieren. Die Atomkraft ist somit die mit "ewigem" Abstand teuerste und gefährlichste Möglichkeit Strom zu erzeugen.
07.09.2010 17:08 Uhr
von tom:
Es ist echt schwierig, sich zu diesem Thema kundig zu äussern, die meisten Leute haben glaubensmäßig vorgefasste Meinungen, die oft wenig Sachkunde vermuten lassen. Andere sind lupenreine Lobbyisten, die direkte finanzielle Interessen haben, wem soll man da was glauben. Ein interessanter Artikel von Fachleuten stammt von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, nicht gerade Hardliner. Wens interessiert, soll mal reinschauen : http://www.dpg-physik.de/veroeffentlichung/broschueren/studien/energie_2010.pdf
das geht aber nur, wenn man 140 Seiten durchlesen kann und will!
07.09.2010 15:33 Uhr
von Juergen K:
Die Städte und Gemeinden melden sich zu Wort.
Sie fürchten um MILLIARDENVERLUSTE wegen der Investitionen in die Energieversorgung (öko oder nicht).
"Diese Milliardenverluste seien gerecht verteilt"
sagt Merkel.
Rechnung:
Big Four 100 Mrd plus
Staat Peanuts plus
Gemeinden Milliarden minus
Ergebnis:
Kita Schule Bürger blechen hier
und bei den Strompreisen da.
Reicht das Wort Doppelschlag da aus?
07.09.2010 15:20 Uhr
von jps-mm:
Der Mief der alten Republik
Deutschland wurde an diesem Wochenende noch einmal von der alten BRD-Connection regiert. Der Atombeschluss ist unklug: Er wirft das Land zurück.
Merkel hat die politische Mitte verlassen. Den Ort, an dem sie bislang den Erfolg für die Volkspartei CDU gesucht hat. Die Großindustrie zählt nicht dazu, die FDP nur in Maßen. Beide muss man am Rand verorten, wie die Linke im Westen oder etwa Zootierhandlungen, für die man auch keine spezielle Politik machen würde. Merkel bedient also eine Interessengruppe, die zwar mächtig ist und ihr vielleicht Geld für den nächsten Wahlkampf bringt, aber keine breite Zustimmung. Stark wird mit dieser Entscheidung nur die FDP, die nun endlich einmal zeigen durfte, dass sie liefern kann, was sie versprochen hat. Das braucht jede Regierungspartei. Aber gleich um diesen Preis?
http://www.fr-online.de/politik/meinung/der-mief-der-alten-republik/-/1472602/4622628/-/index.html
07.09.2010 15:18 Uhr
von jps-mm:
Stadtwerke begehren gegen Atom-Deal auf
Die Einigung steht, die Diskussion geht erst richtig los: Die Protestfront gegen den Atom-Beschluss der Bundesregierung wird zunehmend größer.
Stadtwerke erwarten hohe Schäden
Als ein Verlierer der energiepolitischen "Revolution", als die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Einigung bezeichnet hatte, gelten die Stadtwerke. Sie erwarten durch die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke einen Milliardenschaden. Albert Filbert, Chef des Darmstädter Versorgers HSE, sagte der "Berliner Zeitung", die Auslastung des Kraftwerkparks der Unternehmen sinke durch die längeren AKW-Laufzeiten deutlich. "Den Schaden für kommunale Versorger durch die zwölfjährige Laufzeitverlängerung schätzen wir auf 4,5 Milliarden Euro." Die kommunalen Versorger strebten nun Kompensationszahlungen an, sagte Filbert, der der Stadtwerkevereinigung 8KU vorsteht.
Städtetags-Präsidentin Petra Roth sagte der "Passauer Neuen Presse": "Die Städte und ihre Unternehmen investieren in großem Umfang in umweltfreundliche Energieerzeugung." Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke dürften diese Investitionen nicht gefährden. Deshalb brauchten die Stadtwerke eine Kompensation. "Eine Laufzeitverlängerung ohne Ausgleich verbessert ausschließlich die Wettbewerbsposition der großen Energieversorger", sagte die CDU-Politikerin. Nach Angaben von Roth rechnen die städtischen Haushalte durch die Brennelementesteuer mit jährlich 300 Millionen Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen.
http://www.stern.de/politik/deutschland/nach-beschluss-der-regierung-stadtwerke-begehren-gegen-atom-deal-auf-1601021.html
07.09.2010 15:18 Uhr
von jps-mm:
Nachlass für Atomindustrie
Brennelementesteuer bringt nur 1,5 Milliarden
Die Energiewirtschaft kommt beim Sparpaket der Bundesregierung offenbar wesentlich billiger davon als geplant. Die Brennelementesteuer wird um ein Drittel gekürzt. Und noch ein Versprechen hält die Koalition nicht ein.
Bei dem Atomgipfel unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verständigte sich die Koalition darauf, die Brennelementesteuer um ein Drittel zu kürzen. Statt mit 2,3 Milliarden Euro pro Jahr kann Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nur mit 1,5 Milliarden Euro rechnen.
Auch mit seinem Wunsch nach einer dauerhaften Einnahme konnte sich Schäuble nicht gegen die Atomlobby durchsetzen. In den abschließenden Koalitionsverhandlungen musste er eine Befristung der Steuer auf sechs Jahre akzeptieren. Die Aktienkurse der großen Energieversorger legten stark zu.
Von einer „schweren Niederlage für den Finanzminister“ sprach SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider. Schäuble verfehle seine Einnahmeziele und erleide einen schweren Rückschlag bei der Haushaltskonsolidierung, sagte Schneider der FR. Die grüne Fraktionsvize Bärbel Höhn warf der Regierung vor, eine „weitere Luftbuchung“ beschlossen zu haben. „Der Lobbydruck von Eon und RWE hat Wirkung gezeigt.“
http://www.fr-online.de/politik/brennelementesteuer-bringt-nur-1-5-milliarden/-/1472596/4622786/-/index.html
07.09.2010 15:17 Uhr
von jps-mm:
Die Folgen des "Energiekonzepts"
Für die vier betroffenen Unternehmen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall eröffnet der Plan der Regierung Merkel die Chance auf zusätzliche Gewinne in dreistelliger Milliardenhöhe, kalkuliert der Energiewissenschaftler Felix Matthes vom Öko-Institut. Matthes, einer der führenden unabhängigen Experten für die deutsche Stromwirtschaft, legte am Montag seine auf Basis der Beschlüsse von Sonntagnacht aktualisierten Berechnungen vor. Demnach werden die Konzerne bei Umsetzung des Kabinettskonzepts bis zum Jahr 2037 127 Milliarden Euro an zusätzlichen Gewinnen erwirtschaften, wenn der Strompreis wie zu erwarten bis 2020 wieder auf das Vorkrisenniveau von 65 Euro je Megawattstunde steigt. Davon sollen über eine neue befristete Steuer auf Kernbrennstoff bis 2016 rund 13 Milliarden Euro in die Bundeskasse gelenkt werden. Für die Folgejahre ist eine noch zu vereinbarende freiwillige Abgabe geplant, die weitere 17 Milliarden Euro aus den Konzernkassen für den Klimaschutz mobilisieren soll. Unterm Strich will die Bundesregierung also lediglich ein Viertel der zu erwartenden Zusatzgewinne abschöpfen, obwohl führende Koalitionspolitiker bisher stets eine hälftige Teilung der Gewinne zwischen Betreibern und Staat angekündigt hatten. Hinzu kommt, dass die Regierung es erlauben will, die Brennelementsteuer als Betriebsausgabe mit dem allgemeinen Konzerngewinn zu verrechnen und so die Gewinnsteuern zu senken. Die tatsächliche Belastung der Unternehmen wird so bei den Zahlungen für die Körperschafts- und die Gewerbesteuer voraussichtlich noch einmal um rund fünf Milliarden Euro vermindert. Dementsprechend stiegen die Kurse für die Aktien von Eon und RWE gestern gleich nach Börsenöffnung um mehrere Prozentpunkte.
http://www.tagesspiegel.de/politik/die-folgen-des-energiekonzepts/1920
07.09.2010 12:49 Uhr
von Scharlie:
Es gibt so viele kluge PhysikerInnen - Wer hat eigentlich diese Dilettantin an Deutschlands Spitze gehievt?
07.09.2010 11:05 Uhr
von Bernd:
Es sieht ganz danach aus, dass einige der obersten Regierungsabgeordneten schon Ihre Felle davonschwimmen sehen und diese Volksvertreter nach den Neuwahlen schon einen Job bei der Atomindustrie bzw.Stromindustrie angeboten bekommen haben.Nur so lassen sich die langen Laufzeiten erklären. Einfach nur erscheckend was da oben läuft.Nur weitere so, nach dem Motto" Wir schaffen uns ab". Gruß aus NRW
07.09.2010 08:39 Uhr
von runzbart:
wer soll auf dieser grafik denn was erkennen können?
07.09.2010 04:43 Uhr
von Randbemerker:
Brilliant, eine Steuer steuerabzugsfähig machen, auf sowas kann auch nur diese Kasperregierung kommen.
Warum werden diese peinlichen Witzfiguren eigentlich noch aus öffentlichen Mitteln bezahlt? Das können die Konzerne doch offensichtlich viel besser.
06.09.2010 23:12 Uhr
von Stefan:
Können Sie das nicht selber ausrechnen? Dann ginge es jedenfalls so:
0,20 Euro kostet eine Kilowattstunde heute durchschnittlich ohne Berücksichtigung der famosen Grundgebühr, die Wenigverbrauchern die Kilowattstunde schon etwa 0,40 Euro etwa kosten läßt.
Etwa 30 % von insgesamt etwa 700 Terrawattstunden Elektrizitätsproduktion im Jahr liefern Atomreaktoren, also etwa 230 Terrawattstunden Atomstrom im Jahr. 230 Terrawattsunden sind 230 000 000 000 Kilowattstunden. Diese Summe multipliziert mit 0,2 Euro ergibt 46 000 000 000 Euro Einnahmen im Jahr. Davon verbleiben pro Jahr mindestens 20 Milliaden Euro Gewinn. Auf nur 20 Jahre gerechnet ergibt das einen Reibach von dann mindestens 400 Milliarden Euro und nicht wie desinformierend im Artikel ausgesagt "57" oder "68" Milliarden.
Und was "Zusatzgewinne" sein sollen, bleibt ebensowenig geklärt von Ihnen.Bravo! 1A! Aufklärung at its best!
Sonst geht's aber gut, ne?
06.09.2010 19:34 Uhr
von Friedrich Grimm:
Merkel, Brüderle und Röttgen muss ich sagen, dass dies wohl das energiepolitisch dümmste Programm ist, das je von einer deutschen Regierung präsentiert wurde. Wie war das doch gleich bei diesem Schwur? Schaden vom deutschen Volk abwenden! Wenn nun unsere schwarz/gelbe Musterregierung die vier großen Stromkonzerne als "das Volk" wahrnimmt, dann muss sie verständlicherweise genau so handeln.
06.09.2010 19:31 Uhr
von Andy:
Ich bitte den Ausdruck zu entschuldigen, aber ich fühle mich durch die Regierung mehr als verarscht!
Es wurde damals ein Atomausstieg durch eine gewählte Regierung beschlossen. Wieso hat eine neue Regierung das Recht so etwas wieder in Frage zu stellen? Fällt bald die Riester-Förderung für mich weg, auf die ich ein Teil meiner Rente aufbaue? Was haben die noch vor? Ich muß gestehen das ich mir langsam Gedanken um die Zukunft in Deutschland für mich und meine Kinder mache. Ich habe Angst!